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Berliner Kurier vom 25.03.2026 von Florian Thalmann

Geheimnisse des Ostens: Das stand in den Brigadetagebüchern der DDR

Sie gehörten zu DDR-Zeiten zum Alltag – und sind heute reif fürs Museum: Brigadetagebücher! Was stand darin? Wir haben etwas geblättert.Es gibt Relikte aus der DDR, die damals eine wichtige Rolle im Alltag vieler Menschen spielten, über die man heute aber oft nur schmunzeln kann. Gleich mehrere finden sich im Depot des DDR-Museums in Berlin: Brigadetagebücher! Sie schlummern in Kisten, meist in knallrotem Einband – und wer die schweren Buchdeckel öffnet, der begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Wofür waren sie da, was stand drin – und was verraten sie über die Arbeitswelt in der DDR?Unscheinbar sieht das Buch aus, wie es im Depot des DDR-Museum Berlin auf einem Tisch liegt. Der Buchdeckel rot, eingeprägt in goldener und geschwungener Schrift das Wort „Brigadebuch“.

Und drinnen seitenweise Erinnerungen an eine Welt, die heute unfassbar fremd erscheint: Mit Schreibmaschine eng beschriebene Seiten, in denen Zeugnis über die Arbeitsleistung der Firma abgelegt wird, der dieses Buch gehörte. Doch zwischendrin auch handschriftlich beschriebene Seiten, versehen mit Fotos und Aufklebern, in denen es um Hochzeitsfeiern und Wanderausflüge geht.Brigadebücher in der DDR: Sie sind noch heute ein wichtiges Zeitzeugnis für alle, die etwas über die Arbeitswelt in der damaligen Zeit erfahren wollen. Denn über Jahrzehnte waren sie ein wichtiger Teil des Arbeitsalltags in der DDR. Die Idee, solche Bücher führen zu lassen, entstand laut Überlieferung nach der „Bitterfelder Konferenz“ von 1959. Hier wurde der Grundstein für den „Bitterfelder Weg“ gelegt, ein neues Kapitel in der sozialistischen Kulturpolitik. Ziel war es, die „wachsenden künstlerisch-ästhetischen Bedürfnissen der Werktätigen“ zu befriedigen.Ab 1960 dann wurden viele Arbeiter zu kleinen Schriftstellern: Die Geschichte der Brigadetagebücher begann. Dokumentiert wurden wichtige Dinge aus dem Arbeitsalltag der Kombinate, um die Leistung der Betriebe zu zeigen. Doch im Buch landete auch vieles, was mit dem Sozialleben zu tun hatte.Das Buch, das nun auf dem Tisch liegt, ist ein perfektes Beispiel für diesen Teil der DDR-Geschichte. Es gehörte dem Betriebspoliklinik Kombinat VEB Chemische Werke Buna. Wenn man sich durch die vergilbten Seiten blättert, lernt man viele Dinge.

Etwa, dass das Kollektiv im zweiten Quartal des Jahres 1977 vorbildlich arbeitete, dass aber „trotz des zweckgebundenen und koordinierten Einsatzes der PKW“ insgesamt 3840 Kilometer verfahren wurden. Dass drei Drehhocker, eine Brotschneidemaschine und ein Probierbrillengestell für Kinder angeschafft wurden. Und dass sich die Mitarbeiter des Kollektivs an den Gruppenversammlungen beteiligten.Aber eben auch, dass die Kolleginnen Pelz, Bohm und Bergmann am 5. März um 16 Uhr einen Ausflug ins Schwimmbad „Lauchagrund“ machten. „Wer möchte nicht gern fit und schlank bleiben. Doch wie viele Stunden werden im weichen Sessel vor dem Fernseher verbracht und damit bekanntlich die eigene Gesundheit vernachlässigt“, schrieb Kollegin Bergmann. Ohne Aufenthalt sei es deshalb im Schwimmbad in die Umkleidekabine und anschließend unter die Dusche gegangen. „Und dann bewegten wir uns 45 Minuten intensiv im Schwimmbecken.“Am 23. April ging es für die Brigade zum Ausflug in die Dölauer Heide. Der Hunger nach der Wanderung wurde in der Gaststätte „Hubertus“ gestillt. „Von der Bewirtung und Bedienung waren alle sehr enttäuscht“, schreibt eine Kollegin. „So machte sich in den Reihen unserer Ausflügler eine Verstimmung bemerkbar. Jeder zog es vor, nach Haus zu fahren.“ Das traurige Ende eines schönen Ausfluges mit viel frischer Luft und „Meilenbewegung“, schildert die Autorin.Man könnte ewig in den Brigadebüchern aus der DDR lesen und sich erfreuen an den schönen Momenten, die hier beschrieben sind – doch für viele Historiker läuft man damit auch Gefahr, direkt in eine Lüge zu schlittern. Denn wie viele Dinge in der DDR verfolgten auch die Brigadebücher ein Ziel – sie dienten als Mittel zur Selbsterziehung im Arbeitskollektiv und dem Prägen „sozialistischer Verhaltensweisen“. Das Führen war Vorgaben unterworfen, deren Einhaltung durch Betriebs- und Betriebsgewerkschaftsleitung überprüft wurde.Der Inhalt war deshalb natürlich kuratiert, erklärt Eric Strohmeier-Wimmer, der Sammlungsleiter des DDR-Museum Berlin. „Die Leute haben nur Dinge da reingeschrieben, die sie in besonders gutem Licht dastehen ließen. Wir werden darin keine Unfallberichte oder Ähnliches finden.“ Was man hier liest, sei entsprechend eine sehr positive Sicht auf das Brigadeleben gewesen – und zeige wenig Schattenseiten. Aus Sicht eines Historikers müsse man kritisch mit dem Inhalt umgehen. „Ich habe in den Büchern noch nie etwas Negatives gesehen.“Strohmeier-Wimmer hat viele der Bücher durchgeblättert: Mehrere Dutzend davon schlummern im Depot des DDR-Museum Berlin, vier haben es in den neuen Bildband „Die DDR in Objekten“ geschafft. Spannend dabei ist, wie einheitlich sie waren.

„Es gab sogar vorgedruckte Ausschneidebögen, aus denen man Dinge wie die Symbole der SED, der FDJ oder der NVA ausschneiden konnte, um die Bücher zu gestalten.“ Auch die Feiertage wurden gewürdigt – so finden sich in den meisten Büchern Einträge, wie das Kollektiv den 1. Mai, den Frauentag oder den Geburtstag von Erich Honecker beging.


Schätze aus der DDR

Dieses Metallstück aus der DDR kennt jeder! Wissen Sie, was es ist?

Doch zwischendrin dann plötzlich das: An einem Tag feierte ein späteres Ehepaar Polterabend – und steuerte anschließend eine Seite zum Brigadebuch bei. „Da kamen die Kollegen und überbrachten Glückwünsche, Geschenke und zwei Karten fürs Schlagerstudio.“

Am 9. März 1977 ging es für die beiden ins Haus der Freundschaft. „Es erklangen viele schöne Melodien, die das Publikum begeisterten.“ Das gleiche Paar bekam später übrigens auch Nachwuchs – im Mai 1977. „Sie wünschten sich ein Mägdelein, Nanett sollte ihr Name sein“, hat eine Mitarbeiterin hier gedichtet. Die Brigadebücher aus der DDR kannten anscheinend keine Geheimnisse.Und doch gibt es auch in diesem Bereich der DDR-Historie Dinge, die wenig erforscht sind. Dazu gehört die Frage, wer sich eigentlich um die Pflege kümmerte – ob es meist einen hauptamtlichen Buchführer gab oder jeder mal Hand anlegen durfte.

Auch die Frage, was eigentlich mit den Büchern passierte, müssten Zeitzeugen erklären. „Haben die sich im Kollektiv hingesetzt und das gemeinsam angeguckt – oder wurden sie von jemandem abgenommen? Das ist eine sehr gute Frage“, sagt Eric Strohmeier-Wimmer. Nicht alle Besonderheiten der DDR sind also bis heute vollständig aufgeklärt.


gelesen bei Vietnam.vn

Starke Botschaft vom Besuch von Präsident Putin in Vietnam

Der Staatsbesuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Vietnam ist ein starkes Signal des gegenseitigen Respekts zwischen den beiden Ländern und eine Gelegenheit für beide Seiten, Anreize zur Förderung bilateraler Beziehungen zu schaffen.

Das behauptete der vietnamesische Botschafter in der Russischen Föderation, Dang Minh Khoi, in einem Presseinterview vor dem Besuch von Präsident Putin.

Bitte informieren Sie den Botschafter über die Bedeutung und Bedeutung dieses Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Vietnam für die umfassende strategische Partnerschaft zwischen Vietnam und der Russischen Föderation sowie für die Verwirklichung der Gemeinsamen Erklärung über die Vision der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen beiden Länder bis 2030?

Botschafter Dang Minh Khoi: Annahme der Einladung des Präsidenten der Russischen Föderation W. W. Putin wird Vietnam vom 19. bis 20. Juni offiziell besuchen. Der Besuch hat eine sehr wichtige Bedeutung, da er die umfassende strategische Partnerschaft zwischen Vietnam und der Russischen Föderation in allen Bereichen weiter vertieft und das Niveau in der neuen Situation erhöht, insbesondere im Kontext der beiden Länder, die sich um die Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung bemühen zur umfassenden strategischen Partnerschaftsvision bis 6.

Dieser Besuch ist nicht nur ein wichtiges diplomatisches Ereignis, sondern zeigt auch den Respekt und das Engagement Russlands für die vielfältigen Kooperationsbeziehungen mit Vietnam.

Der Besuch zeigt auch, dass Vietnam seine Außenpolitik aktiv im Geiste der Unabhängigkeit, Eigenständigkeit, Diversifizierung und des Multilateralismus zum Wohle der Nation und des Volkes umsetzt und zu Frieden und Stabilität in der Welt beiträgt. Dies trägt zur Stärkung der Freundschaft und des gegenseitigen Vertrauens bei und schafft eine solide Grundlage für die umfassende Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern in der Zukunft.

Im Rahmen des Besuchs werden die Staats- und Regierungschefs beider Länder die umfassende strategische Partnerschaft bis 2030 diskutieren und ausrichten und dabei die Schlüsselbereiche der Zusammenarbeit klarer identifizieren, von Wirtschaft, Handel und Verteidigung über Energie, Wissenschaft und Technologie bis hin zu Bildung. Kultur und Volksdiplomatie.

Es werden langfristige Ziele und konkrete Aktionspläne festgelegt, um eine nachhaltige und effektive Entwicklung der bilateralen Beziehungen in der Zukunft sicherzustellen.

Darüber hinaus ist dieser Besuch für beide Seiten auch eine Gelegenheit, neue Kooperationsabkommen zu unterzeichnen und umzusetzen und so Motivation für die Förderung der bilateralen Beziehungen zu schaffen. Diese Abkommen bringen nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern stärken auch die politische und strategische Verbindung zwischen den beiden Ländern. Insbesondere vor dem Hintergrund einer instabilen internationalen Lage wird eine enge Zusammenarbeit zwischen Vietnam und Russland wichtiger denn je.

Der Besuch von Präsident Putin in Vietnam ist auch ein starkes Signal des gegenseitigen Respekts zwischen den beiden Ländern. Dies ist ein klarer Ausdruck von Freundschaft und Solidarität und trägt so dazu bei, die Position beider Länder auf der internationalen Bühne zu stärken, zum gemeinsamen Nutzen beider Völker und für Frieden und Stabilität in der Weltregion und auf der ganzen Welt.

Dies ist auch eine Gelegenheit für beide Länder, regionale und internationale Fragen von beiderseitigem Interesse zu erörtern und so zu Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Region und der Welt beizutragen.

Ich glaube, dass dieser Besuch von Präsident Putin ein wichtiger Meilenstein sein wird, der die starke und nachhaltige Entwicklung der besonderen Beziehungen zwischen Vietnam und der Russischen Föderation markiert und die bilateralen Beziehungen auf ein neues Niveau bringt Treue Freundschaft und umfassende strategische Partnerschaft in der neuen Ära.

Das Jahr 2024 markiert den 30. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags über die Grundprinzipien freundschaftlicher Beziehungen zwischen Vietnam und der Russischen Föderation und den 20. Jahrestag der Gründung einer strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Ländern. Bitte bewerten Sie die jüngsten Höhepunkte bilaterale Beziehungen.

Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen am 30. Januar 01 sind die Beziehungen zwischen Vietnam und der ehemaligen Sowjetunion und Russland über die Jahre hinweg stets stabil und haben sich in allen Bereichen zunehmend weiterentwickelt. Trotz Veränderungen in den politischen Institutionen betrachten sich beide Länder stets als wichtige und führende Partner und Freunde.

Die Beziehungen zwischen Vietnam und der Russischen Föderation sind heute ein Erbe der besonderen Freundschaft zwischen Vietnam und der Sowjetunion in der Vergangenheit. Nach einer Zeit der Unterbrechung aufgrund der Unruhen in der Sowjetunion und in Russland in den frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts haben die Beziehungen zwischen Vietnam und Russland dank der Entschlossenheit und der Bemühungen der Führer und Menschen beider Länder starke und würdige Fortschritte gemacht Fortsetzung der Tradition guter Beziehungen zwischen den beiden Nationen.

Die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern wurden über Jahrzehnte aufgebaut und gestärkt, basierend auf einer Grundlage des Vertrauens, der nachhaltigen Zusammenarbeit und des gegenseitigen Respekts.

Um einen neuen rechtlichen Rahmen für die Beziehungen zwischen Vietnam und Russland zu schaffen, unterzeichneten die beiden Länder 1994 den Vertrag über die Grundprinzipien freundschaftlicher Beziehungen, der bekräftigte, dass die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf den Grundsätzen des Respekts aufgebaut seien Unabhängigkeit und Souveränität, territoriale Integrität, Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen, Gleichheit und gegenseitiger Nutzen auf der Grundlage des Völkerrechts.

Wenn wir auf die letzten 30 Jahre zurückblicken, können wir stolz auf die Erfolge sein, die wir erzielt haben, da sich die bilateralen Beziehungen sowohl in der Breite als auch in der Tiefe immer umfassender entwickelt haben.

Vietnam und die Russische Föderation haben die bilateralen Beziehungen schrittweise auf das Niveau einer strategischen Partnerschaft zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft ausgebaut. Wir können stolz auf die Erfolge sein, die wir erreicht haben, da sich die bilateralen Beziehungen sowohl in der Breite als auch in der Tiefe immer umfassender entwickeln.

Die politischen Beziehungen sind äußerst vertrauenswürdig, da verschiedene Formen und Mechanismen der politischen Zusammenarbeit wie der häufige Austausch von Delegationen auf allen Ebenen, insbesondere auf hoher Ebene, dazu beitragen, dass die Staats- und Regierungschefs beider Länder Informationen rechtzeitig austauschen und die Entwicklung der bilateralen Beziehungen steuern können.

Beide Seiten haben zahlreiche Mechanismen wie Treffen des zwischenstaatlichen Ausschusses, strategische Dialoge und jährliche politische Konsultationen wirksam eingerichtet und umgesetzt, die zur Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses und des Vertrauens beitragen und eine Grundlage für die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in allen Aspekten schaffen. Vietnam und Russland unterstützen und arbeiten stets eng mit internationalen und regionalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, ASEAN, APEC, ARF zusammen.

Die Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit hat sich positiv entwickelt, mit Phasen, in denen der bilaterale Umsatz aufgrund der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen Vietnam und der Wirtschaftsunion Asien – Europa zunahm. Trotz der Auswirkungen der instabilen Lage in der Welt und in der Region erreicht der Handelsumsatz im Jahr 10 immer noch mehr als 15 Milliarden US-Dollar.

Was Investitionen betrifft, so verfügt Russland in Vietnam über fast 200 Projekte mit einem Gesamtkapital von fast 1 Milliarde US-Dollar. Vietnams Investitionen in Russland stiegen stark an, von nur etwa 100 Millionen in den frühen 2000er Jahren auf 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023. Ein wichtiger Höhepunkt in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ist die starke Entwicklung im Bereich der Investitionen, Öl und Gas.

Die beiden Seiten haben bei der Öl- und Gassuche und -exploration nicht nur auf dem vietnamesischen Festlandsockel, sondern auch bei Großprojekten auf dem Territorium der Russischen Föderation gut und effektiv zusammengearbeitet. Neben dem Joint Venture Vietsovpetro, dem Flaggschiff der Öl- und Gaskooperation, verfügen beide Seiten über weitere Joint Ventures, die in beiden Ländern aktiv sind.

Die bilaterale Zusammenarbeit in Bereichen wie Wissenschaft und Technologie, Kultur, Bildung, Tourismus, Lokalität … wird zunehmend ausgeweitet, wobei die Zusammenarbeit in Wissenschaft, Technologie sowie Bildung und Ausbildung zwischen den beiden Ländern stark gefördert und auf eine strategische Ebene gehoben wird.

Dank hochwertiger Stipendien- und Ausbildungsprogramme ist Russland zu einem attraktiven Ziel für viele vietnamesische Studenten geworden, da jedes Jahr Tausende von Studenten in Russland studieren, darunter in Schlüsselindustrien wie Energie, Öl und Gas sowie Grundlagenwissenschaften.

Zehntausende in der Russischen Föderation ausgebildete Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker haben einen positiven und wirksamen Beitrag zur vietnamesischen Wirtschaft geleistet und sind ein Faktor bei der Schaffung einer Brücke der Freundschaft zwischen den beiden Ländern.

Regelmäßig organisierte kulturelle Austauschaktivitäten tragen auch dazu bei, das Verständnis zwischen den beiden Völkern zu verbessern und Bedingungen für die Förderung der Zusammenarbeit in anderen Bereichen zu schaffen. Die Russische Föderation bleibt auch immer einer der führenden Tourismusmärkte Vietnams.

Die Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit sowie Militärtechnologie zwischen den beiden Ländern ist ein traditionelles Feld und entwickelt sich auf der Grundlage vertrauensvoller Partnerschaften im Einklang mit dem Völkerrecht ständig weiter und trägt zur Wahrung von Frieden, Stabilität und nachhaltiger Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum bei Region.


In stiller Trauer

Unsere Heimat hat eine verdiente Genossin und Kameradin verloren….

Unser Freundschaftsmitglied MARIA BENDITZ hat uns am 28.09.2023 im Alter von 93 Jahren für immer verlassen.

Maria war ein langjähriges Mitglied der Brandenburgischen Freundschaftsgemeinschaft Eberswalde. Maria wird auch in Zukunft in unseren Gedanken weiterleben. Wir danken dir von ganzen Herzen für deine Arbeit und den großen Einsatz für unsere Sache.

In ewiger Erinnerung dein Michael Koth.


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Junge Welt vom 05.01.2024

Nasrallah spricht

Rede von Hisbollah-Generalsekretär in Beirut: General Soleimani gewürdigt, Warnungen an IsraelVon Karin Leukefeld, Damaskus

Bei einer Gedenkfeier für den iranischen General Kassem Soleimani in Beirut hat der Generalsekretär der libanesischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, die Toten, die im Kampf für die Freiheit ihrer Länder zu Märtyrern geworden seien, gewürdigt. Zum vierten Jahrestag der Ermordung des Kommandeurs der Kuds-Einheit der Iranischen Revolutionsgarden am Mittwoch abend erklärte Nasrallah, der Krieg gegen Gaza habe die militärische, politische und moralische Schwäche der Zionisten und der USA offenbart. Sollte Israel einen »totalen Krieg« gegen den Libanon beginnen, werde es das »sehr, sehr teuer bezahlen«. Soleimani war am 3. Januar 2020 kurz nach seiner Ankunft am Flughafen von Bagdad durch eine US-gesteuerte Drohne getötet worden. Mit ihm starben Abu Mahdi Al-Muhandis, Brigadegeneral der Volksmobilisierungskräfte im Irak, Al-Haschd Al-Schaabi, und alle Begleiter der beiden hochrangigen Militärs.

Nasrallah begann seine Rede mit Glückwünschen an die Gläubigen zu Weihnachten, der Geburt des Propheten Jesus sowie für das neue Jahr. Er würdigte die Toten in Gaza, in den besetzten palästinensischen Gebieten im Westjordanland, Iran, Irak, Syrien und im Libanon. Ausdrücklich hob Nasrallah die Kommandeure und ihre jeweiligen Begleiter, die von den USA und Israel mit gezielten Angriffen getötet worden waren, als enge Verbündete und Brüder hervor: Neben den beiden vorgenannten traf es im Dezember Radhi Al-Mussawi in Damaskus und zuletzt am Dienstag abend den stellvertretenden Vorsitzenden der Hamas, Saleh Al-Aruri, in der libanesischen Hauptstadt. Der Mord Israels an Al-Aruri und seinen Mitstreitern sei ein Angriff sowohl auf die Hamas als auch auf den Libanon gewesen. Der Anschlag im Herzen von Südbeirut sei der erste Angriff im Libanon seit dem Krieg 2006 und sehr gefährlich. Der Mord werde mit Sicherheit beantwortet werden.

Ausführlich würdigte Nasrallah General Soleimani, der alles getan habe, um die Widerstandsgruppen in der Region zu unterstützen und ihre Selbständigkeit zu fördern. Er habe die Kommunikation zwischen den Gruppen im Irak, Syrien, Libanon, Palästina und im Jemen gefördert und so zur Bildung der »Achse des Widerstandes« beigetragen. Die Vertreibung der US-Besatzungstruppen aus dem Irak 2011 habe er maßgeblich unterstützt. Dabei habe jede der Widerstandsgruppen entsprechend den Bedingungen im eigenen Land und selbständig operiert, betonte der Generalsekretär.

Die Standhaftigkeit des Widerstandes gegen den zionistischen Feind in Gaza stärke die Kämpfer und mache sie entschlossener, so Nasrallah. Zu den guten Ergebnissen gehöre, dass die gerechte Sache der Palästinenser wieder auf der Tagesordnung stehe und weltweit große Unterstützung erhalte. Israel habe sich politisch und moralisch entlarvt, jeder sehe, wie Israel das internationale Recht breche. Das gleiche gelte für die USA. Die geplante »Normalisierung« zwischen arabischen Staaten und Israel sei unterbrochen worden. Der Widerstand habe die Abschreckungsfähigkeit und die mediale Überlegenheit Israels zerstört.

An Israel gewandt, erklärte Nasrallah, die Hisbollah habe ihre militärischen Operationen zur Unterstützung der Palästinenser »angesichts des zionistischen Krieges gegen Gaza« begonnen. Es seien abgewogene Angriffe, die den nationalen Interessen des Libanon entsprächen. Die Hisbollah sei damit einem »Überraschungsangriff« der israelischen Armee zuvorgekommen. Sollte Israel aber einen »totalen Krieg gegen den Libanon beginnen, werde es für den Widerstand (Hisbollah) keine Grenzen geben«.

Israelische und deutsche Medien interpretierten diese Aussage als Kriegsdrohung gegen Israel. Die israelische Tageszeitung Jediot Acharonot berichtete am Donnerstag, die Stadtverwaltung von Haifa – etwa 35 Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt – habe beschlossen, die städtischen Bunker für die Bevölkerung zu öffnen. Das Auswärtige Amt in Berlin verschärfte seine Sicherheitswarnung für den Libanon und forderte alle Deutschen in dem Land zur Ausreise auf. Die USA, Kanada und Schweden trafen ähnliche Vorkehrungen.


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Junge Welt vom 04.01.2024

Nordkorea macht Schluss mit Südkorea

Pjöngjang: Arbeiterpartei bricht auf Kongress mit Versöhnungspolitik. Seoul verstärkt Provokationen

Von Martin Weiser, Seoul

Die beiden koreanischen Staaten seien nun vollständig zu verfeindeten Ländern und zu Kriegsgegnern geworden. Dies hat der Generalsekretär und Präsident der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK), Kim Jong Un, auf dem Jahresendplenum der regierenden Arbeiterpartei betont, das vom 26. bis 30. Dezember abgehalten wurde. Entsprechend müsse man eine neue Position zum Süden und zur Frage der Wiedervereinigung einnehmen.

Kims harsche Worte folgten auf die Suspendierung eines erst 2018 geschlossenen Militärabkommens durch den südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol Ende November. Darin war die Einstellung aller feindlichen Handlungen vereinbart worden. Yoon hatte jedoch unter Verweis auf Nordkoreas erfolgreichen Start eines Aufklärungssatelliten einseitig einen Artikel zum Flugverbot an der Grenze »ausgesetzt«, und Pjöngjang hatte am darauffolgenden Tag klargestellt, dass damit auch der Rest des Abkommen hinfällig sei. Bereits vor Amtsantritt 2022 hatte Yoon klargemacht, dass er nicht vorhabe, sich an die Übereinkunft zu halten. Die DVRK ist für ihn der »Hauptfeind«, und das erste »Weißbuch« unter seiner Regierung im Februar vergangenen Jahres hat das Wort direkt aufgenommen. Entsprechend aggressive Militärübungen folgten, und am 18. Dezember ließ das neu besetzte Verteidigungsministerium wissen, dass auch Attentate auf Kim Jong Un geprobt würden. Nordkorea reagierte auf die Provokationen mit der Erstellung von Plänen für nukleare Angriffe nicht nur auf US-Basen, sondern auch auf die Schaltstellen der südkoreanischen Regierung und ihres Militärs.

Kim verwies auf dem Plenum außerdem auf die mehr als fünf Jahrzehnte seit 1972, in denen sich die Beziehungen zwischen beiden Koreas nie aus einer endlosen Wiederholung von Dialog und Konfrontation befreien konnten. Letztlich hätten selbst unter weniger rechten Regierungen als der gegenwärtigen die US-Marionetten im Süden die DVRK zerstören wollen. Die Vorgängerregierung unter Präsident Moon Jae In von der Demokratischen Partei unterzeichnete etwa 2018 das Militärabkommen, weigerte sich dann aber trotz wiederholter Appelle, Manöver mit den USA einzustellen. Ein Ende dieser Übungen war seit Jahrzehnten von Pjöngjang als fundamentale Bedingung für eine Verbesserung der Beziehungen genannt worden. Genausowenig wollte Moon aus Angst vor US-Sanktionen die wirtschaftliche Zusammenarbeit wiederbeleben und die Sonderwirtschaftszone in Kaesong wiedereröffnen.

Pjöngjang versuchte in einer Salamitaktik, die Moon-Regierung umzustimmen, aber weder die Zerstörung des gemeinsamen Verbindungsbüros in Kaesong im Juni 2020 noch die Androhung im darauffolgenden Jahr, das staatliche Komitee für friedliche Wiedervereinigung aufzulösen, zeigten Wirkung. Die fundamentale Abkehr vom Süden kommt also nicht aus dem Nichts. Teil der neuen Linie Pjöngjangs ist unter anderem die Schließung oder zumindest Reform von Institutionen wie der Einheitsfrontabteilung der Partei. Am 1. Januar lud Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui bereits die entsprechenden Kader zum Gespräch.

Der südkoreanische Präsident reibt sich unterdessen die Hände und verkauft seinen Wählern die neue Tonlage im Norden als Kriegstreiberei. Deswegen müsse man noch härter werden, mehr Waffen kaufen, noch mehr Militärübungen abhalten und auch die Freunde der DVRK im eigenen Land ausschalten. Nur drei Monate vor den nächsten Parlamentswahlen im Süden hoffen die Konservativen, so eine Mehrheit gewinnen zu können. Noch kann die Demokratische Partei mit 55 Prozent der Sitze die größten Exzesse verhindern.


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Aus „Junge Welt“, vom 05. Dezember 2023

Russische Delegation in Niger empfangen

Niamey. Erstmals seit dem Militärputsch im Niger Ende Juli ist eine russische Delegation offiziell in das westafrikanische Land gereist. Die von Russlands Vizeverteidigungsminister Junus-bek Jewkurow geleitete Delegation wurde am Montag von Nigers Staatschef Abdourahamane Tchiani empfangen, wie die Militärregierung im Rundfunk mitteilte. Demnach unterzeichneten beide Parteien im Anschluss an das Treffen »Dokumente zur Stärkung der militärischen Zusammenarbeit«. Am Vortag hatte sich die russische Delegation bereits mit der Militärregierung im Nachbarland Mali ausgetauscht. (AFP/jW)