Wieder erreichte uns ein neuer, prächtiger Bildband aus dem Verlag für fremdsprachige Literatur der DVRK, den wir an dieser Stelle unseren Lesern kostenlos zum Download bereitstellen.
Auf mehr als 400 (!), durchgehend bebilderten Seiten würdigt der Bildband das Werk Genossen KIM JONG UNs und der Partei der Arbeit Koreas in der VIII. Wahlperiode (2021 bis 2025).
Wir wünschen unseren Lesern viel Spaß und gute Unterhaltung.
„Brutale Diktatur“, „Arbeitslager in Staatsgrenzen“ oder „Hölle auf Erden“ – der westlichen Propaganda mangelt es wahrlich nicht an Superlativen wenn es darum geht, die Demokratische Volksrepublik Korea zu diffamieren und ein ganzes Volk zu beleidigen. Die Realität will, kann und darf man nicht zeigen. Zu groß ist die Gefahr, dass die Menschen im Westen anfangen könnten, selbstständig zu denken und am Ende ihre eigene Lebensrealität in Frage stellen.
Wie es wirklich jenseits des 38. Breitengrades auf der koreanischen Halbinsel aussieht, zeigt uns das nachfolgende Video. Bereits am 27. September 2023 verabschiedete die Oberste Volksversammlung der DVRK umfangreiche Gesetze zum Schutz der Rechte von Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung. Anders als in westlich-kapitalistischen Staaten, wo derartige Beschlüsse meist zu Lippenbekenntnissen verkommen, lässt die DVRK Taten folgen:
Zum 114. Geburtstag des Großen Führers und ewigen Präsidenten, Genossen KIM IL SUNG, überreichte die Antiimperialistische Plattform Deutschland eine Grußbotschaft an seine Exzellenz, den Botschafter der Demokratischen Volksrepublik Korea in der BRD.
Zusätzlich wurde ein bunter Blumenkorb gespendet, der – zusammen mit zahlreichen weiteren Geschenken aus aller Welt – am 14. April zu Füßen des Großmonuments Mansudae in der Hauptstadt Pjöngjang präsentiert wurde.
Die Antiimperialistische Plattform Deutschland bringt damit ihre tiefe Verbundenheit mit dem koreanischen Volk zum Ausdruck und verneigt sich vor den großen Taten des unvergessenen Revolutionsführers, Genossen KIM IL SUNG.
Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom 15. April 2026:
Pyongyang, April 15 (KCNA) — International bodies, foreign organizations and personages, families of persons related to the anti-Japanese revolutionary struggle and Koreans in China sent flower baskets to the statues of President Kim Il Sung and Chairman Kim Jong Il on Mansu Hill here on the occasion of the 114th birth anniversary of the President.
Placed at the statues of the great leaders on April 14 were flower baskets in the name of the Board of Directors of the International Martial Arts Foundation, the Germany-DPRK Friendship Union, Giancarlo Elia Valori, president of the International Group of Italy, Michael Koth, chairman of the Anti-Imperialist Forum of Germany, Pierre Moussa, general secretary of the Congolese Party of Labour, Tomas Nsue Nchama, chairman of the Niefang District Committee of the Democratic Party of Equatorial Guinea, Antonio Mete Chicampo, mayor of Baney in Equatorial Guinea, Ilya Shmakov, general manager of the Sakhalinstroy Co. Ltd., of the Russian Federation, Tian Yuanshuang, manager of the Yushan Export and Import Trade Co. Ltd., in Dandong of China, Zhang Baoqing, general manager of the China Dandong Lianghao Science and Technology Development Co. Ltd., Han Qishou, general manager of the Chinese Hong Kong Xiangtongjieda International Trade Co. Ltd., families of Ryang Song Ryong, Pak Kil Song, Kim Chol, Li Zade, Ri Min and Hwang Paek Ha, China-resident Koreans related to the anti-Japanese revolutionary struggle, the family of Kim Sun Ok who is related to the anti-Japanese revolutionary struggle, families of Zhang Wei-hua, Zhou Baozhong, Feng Zhongyun, Chai Shirong, Hu Zhenyi, Jie Qing, Fan Delin and Liu Tong-shi, Chinese related to the anti-Japanese revolutionary struggle, son of Fan Delin’s daughter, the family of Choe Yong Hui who is former vice-chairwoman of the General Association of Koreans in China, Ho Sang Suk, vice-chairperson of the Federation of Korean Economic Workers in China, and its members Ri Sol Hui, Pang Yong Son, Kim Yong Ok, Ryang Kum Hae, Yang Myong Sil, Kim Song Mi and Rim Son Hwa, An Mi Ja, member of the General Association of Koreans in China, Yang Won and Kim Su Ryon, members of the Association of Young Korean Nationals in China, the family of Choe Su Jin, a Korean in China, Pak San Ho, general manager of the Dandong Huixing Economic Trading Co. Ltd., of China, Jin Xianghe, general manager of the Tumen City Sanchuan External Economic Trade Co. Ltd., Manager Ri Hwang and Deputy Manager Ri Kil of the Jiangshan Co. Ltd., Phyo Song Ryong, chairman of the Association of Korean Businessmen in China, Kil Kyong Gap, chairman of the Association of Korean Nationals in Shenyang City of China, Choe Kyu Chol, general manager of the Yingkou Shengfeng Commodity Exchange Co. Ltd., and his wife Choe Ok Hui, the family of Jin Yongguan, general manager of the Beijing Jinchuan Power Science and Technology Co. Ltd., of China, Cheng Baidao, general manager of the Shenyang Chengda Business Co. Ltd., Choe Kol, general manager of the Sobaeksu Culture Proliferation Co. Ltd., in Liaoning Province of China, Ma Mae Hwa, general manger of the Yanbian Quanlai Commercial Trade Co. Ltd., Ri Hyang Dan, general manager of the Dandong Baolin Trade Co. Ltd., Kim Chol, general manager of Shenyang Qingping Trade Co. Ltd., Jon Chung Song, general manager of the Helong City Huanqiu Co. Ltd., An Phyong Nam, representative of the Tianjin Jiujiang Trade Co. Ltd., Cui Aishun, general manager of the Dandong Shuncheng Trade Co. Ltd., Piao Zhixian, manager of the Liaoning Huali Business Co. Ltd., the couple of the director of the Hunchun Yafu International Trade Corporation, and Kim Tong Ryon, general manager of the Hunchun Yongdong Export and Import Co. Ltd., and Kim Yong Il and his wife Kim Sin Suk, Ju Mi Ok and Kim Thae Song, Koreans in China. On the same day, Choe Ryong Ho, vice-rector of Pyongyang University of Science and Technology, laid a flower basket at the statues of the great leaders.
Berliner Kurier 29.03.2026 von Norbert Koch-Klaucke
Ost-Ladys lassen es krachen
Diese drei Ost‑Diven feiern ihr Bühnencomeback als „D.D.R.“
Die DDR-Stars Dagmar Frederic, Dagmar Gelbke und Regina Thoss feiern eine ungewöhnliche Rückkehr auf die Bühne. Als „Auferstehung der Ruinen“.
Die DDR ist untergegangen? Denkste! In Köpenick ist sie gleich dreifach wieder auferstanden. In einem feinen Theater in der Altstadt findet man sie singend, tanzend und auch zoffend: Dagmar Frederic (80), Dagmar Gelbke (75) und Regina Thoss (79). Ihre ersten Buchstaben vom Vornamen ergeben D.D.R. Zusammen sind die Ost-Ladys 234 Jahre alt und feiern jetzt in Berlin die „Auferstehung der Ruinen“!Frederic, Gelbke, Thoss: Aus ihren Vornamen wird D.D.R.
Dagmar Frederic, Dagmar Gelbke und Regina Thoss haben weit über 60 Jahre Bühnenerfahrung. Jede für sich war einst in der DDR ein Star, den der Westen mit West-Stars verglich: Frederic als die Catharina Valente des Ostens („Du hast gelacht“, „Was halten Sie vom Tango?“), Gelbke als „Marlene Dietrich des Ostens“ (Kabarettistin und Bühnenpartnerin der unvergessenen Helge Hahnemann) und Regina Thoss als „Milva des Ostens“ („Die Liebe ist ein Haus“, „Nimm den Kuss als Souvenir“). Noch immer sind die Ost-Ladys erfolgreich auf den Brettern unterwegs, die die Welt bedeuten. Dass man sie jetzt im Altstadttheater Köpenick trifft, ist daher nichts Ungewöhnliches. Aber ungewöhnlich ist, dass Frederic, Gelbke und Thoss dort für eine gemeinsame Show proben. „Denn wir standen noch nie zusammen auf der Bühne!“Man traf sich zwar bei Veranstaltungen. „Zu dritt mussten wir zu einem Manöver der Ost-Armeen, um vor Offizieren aufzutreten – aber getrennt“, erzählen sie. Nun wollen Dagmar, Dagmar und Regina endlich gemeinsam die Bühnen des Landes erobern – als die „Golden Girls des Ostens“.Die Idee dazu hatte Dagmar Gelbke. Vertieft wurde der Gedanke mit Bert Beel (81), einem Entertainer aus dem Westen, der im Osten so oft auftrat, dass man ihn für einen DDR-Star hielt. „Bert war es auch, der mit unseren Vornamen spielte und dann auf die D.D.R. kam“, sagt Gelbke.
Manager von Johannes Heesters mischt bei DDR-Revue mit
Mit dem Autor und Agenten Thorsten Groneberg, einst Manager von Johannes Heesters (starb 2011 im Alter von 108 Jahren), spannte Gelbke den Faden der „Ost-Golden-Girls“ weiter. In Anlehnung an den Text der DDR-Hymne („Auferstanden aus Ruinen“) entstand der Show-Titel „Auferstehung der Ruinen“.In einigen Städten war die Show schon zu sehen. Im April ist endlich Berlin dran, der Heimatstadt der drei „Ruinen“, die der KURIER im Köpenicker Altstadttheater trifft. Dort dürfen sie seit Beginn des Projekts proben – auf Vermittlung des Zille-Darstellers Albrecht Hoffmann (65), der gleich nebenan sein kleines Zille-Theater hat. Wie man sich so als „Ruine“ fühlt? „Ganz ehrlich, sehen wir wie Ruinen aus?“, fragt Regina Thoss zurück. „Wir alle sind noch flott unterwegs!“ Sieht Dagmar Gelbke nicht so ganz, einige Zipperlein plagen sie. „Die habt ihr nicht, aber ich – und ich bin die Jüngste von uns drei Ruinen!“Solche Sprüche bekommt auch das Publikum zu hören. „Die Geschichte unserer Show ist ganz einfach: Da treffen sich drei Diven, die gemeinsam singen und sich verbal kräftig ans Schienbein treten. Das gegenseitige Auf-die-Schippe-nehmen macht Spaß“, sagt Dagmar Frederic.
Danach stimmen die Ost-Ladys gleich einen ihrer Songs an. Nach der Melodie des „Village-People“-Hits „Y.M.C.A.“ singen sie voller Stolz: „Wir drei Ruinen aus der DDR.“ Dabei hüpfen und springen sie in ihren schwarz-rot-goldenen Kostümen.Ja, die DDR spielt in der Show irgendwie schon eine Rolle. „Aber wir wollen und werden nichts beschönigen“, sagt Dagmar Frederic. Regina Thoss erklärt: „Aber es war auch nicht alles schlecht.“ So wie Frederic, Gelbke und Thoss. Sie haben ihr Publikum, auch wenn die drei Ost-Ladys im Radio kaum oder gar nicht mehr gespielt werden. „Damit kann ich durchaus leben“, sagt Dagmar Frederic. „So lange wir noch immer auf der Bühne stehen und die Menschen begeistern, ist alles in Ordnung.“ Und so hört man etwas später die drei „Ruinen“ in der Probe im Altstadttheater Köpenick singen: „Hurra, wir leben noch!“
Dagmar Frederic, Dagmar Gelbke und Regina Thoss: Mit ihrer Schlager-Revue „D.D.R. – Auferstehung der Ruinen“ sind sie am 7. und 10. April im Altstadttheater Köpenick (Jägerstraße 4, Beginn 19 Uhr) zu erleben. Im Freizeitforum Marzahn treten sie am 24. April (Marzahner Promenade 55, Beginn 19 Uhr) auf.
Berliner Kurier vom 05.04.2026 von Matthias Fritzsche
BFC Dynamo geht mit klaren Plänen auf seine Osterreise nach Zwickau
Ausflug am Ostersonntag für den BFC Dynamo. Beim FSV Zwickau geht es ab 18 Uhr um Regionalliga-Punkte. „Ich erwarte wieder ein sehr intensives Spiel. Zwickau ist seit 27 Spielen zu Hause ungeschlagen. Das wird für uns eine Herausforderung. Wir müssen klaren Männerfußball anbieten. Wir brauchen eine clevere, aggressiv geführte, klare Entscheidungsqualität auf Platz. Wir fahren nach Zwickau, um was mitzunehmen“, sagt Trainer Sven Körner. Burkhard Reich traut dem BFC eine Überraschung zu
Die Dynamo-Freunde aus der KURIER-Tipprunde sind optimistisch, trauen dem Team alles zu, nur keine Niederlage. Für die Traditionsmannschaft lässt Teamchef Norbert Paepke Ex-Dynamo Burkhard Reich ran. „In Babelsberg war mehr drin als nur der Punkt. Aber die Mannschaft wird das Feld von hinten aufrollen. Es wird in Zwickau keine leichte Aufgabe gegen den Tabellenfünften. Ich hoffe auf eine Überraschung durch unser Team und tippe auf einen 3:2 Auswärtssieg. Toi, toi, toi dem ganzen Team.“Im Team Wirtschaft schaut Kapitän Jens Redlich in die Glaskugel: „Zwickau wird eine ganz andere Hausnummer als Babelsberg. Wir sind sicher Außenseiter. Ich hoffe, wir können uns durch Einsatz und Kampf auf Augenhöhe präsentieren und das Spiel offen gestalten. Dann ist alles möglich. Auch kurz vor Schluss durch einen Lucky Punch. So wie ihn uns Babelsberg am Mittwoch eingeschenkt hat, könnten wir ja auch mal zuschlagen. Ich glaube, es wird ein tolles Spiel und wir werden auf der Rückreise einen starken Punkt nach einem 1:1 feiern.“Für die Fans schickt Team-Chef Rainer Lüdtke mit Ulf Rieger einen langjährigen Anhänger des BFC Dynamo ins Rennen: „Das erste Mal beim BFC war ich Mitte der 70er bei einem Oberliga-Spiel, ich meine gegen Magdeburg. Klick gemacht hat es dann gegen Roter Stern, mein erstes Europapokal- und Flutlichtspiel. Ende der 80er bin ich für ein paar Jahre weg aus Berlin und konnte den BFC nur noch aus der Ferne beobachten. Durch Rainer Lüdtke bin ich dann zurück zum BFC gekommen, kann mich noch gut an unser erstes Treffen in der Picasso Straße erinnern (Flower Systems). Mein Tipp ist ein 2:1 für die Guten damit die Serie der Zwickauer beendet wird.“
US-Blockade durchbrochen – „Anatoli Kolodkin“ bringt Rohöl nach Kuba
Endlich, die Russen sind da!
Am Freitag vergangener Woche drohte US-Präsident Donald Trump noch unverhohlen mit einer Militärintervention in Kuba. Den dritten Weltkrieg wollte er dann aber doch nicht anfangen. Anders als angekündigt haben die USA den russischen Öltanker auf dem Weg nach Kuba nicht abgefangen. Am Montagmorgen erreichte die „Anatoli Kolodkin“ den Hafen von Matanzas. Die Blockade ist durchbrochen. Der US-Präsident tat in der Folge so, als sei es ihm egal, wer der sozialistischen Karibikinsel Öl liefert.
In der letzten Woche erreichten bereits die ersten Schiffe des Solidaritätskonvois von „Nuestra América“ Havanna und brachten Lebensmittel, Medikamente und Technik. Nach tagelanger Fahrt über den Atlantik, vermutlich mit allerlei Tricks, um den US-Freibeutern zu entwischen, erreichte der russische Tanker „Anatoli Kolodkin“ Kuba. Geladen hat das Schiff 730.000 Barrel Rohöl. Damit lässt sich die katastrophale Lage der Versorgung mit Brennstoff etwas entspannen.
Seit Jahresbeginn haben die USA sämtliche Öllieferungen nach Kuba blockiert. Nach dem Überfall auf Venezuela und der Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro wurden die Treibstofflieferungen von dort eingestellt. Gegenüber Mexiko stieß Trump Drohungen aus, sodass Kuba im Januar letztmals Öllieferungen von dort erreichten. Kurz darauf hat Russland entschieden, trotz Blockade und der Kaperung russischer Öltanker eine Lieferung auf den Weg zu bringen.
Zuvor hatten fortschrittliche Kräfte aus beiden Amerikas angekündigt, eine Flotilla „Nuestra América“ auf den Weg zu bringen. Angelehnt an das Vorbild der Solidaritätsbewegung mit dem palästinensischen Volk wurden humanitäre Güter geliefert und vor allem politische Solidarität ausgedrückt. Hunderte Menschen aus 33 Ländern, darunter Genossinnen und Genossen aus Schwesterparteien der DKP, machten so auf die völkerrechtswidrige und unmenschliche Blockade der USA aufmerksam. Diese seit Jahrzehnten verhängten und ständig verschärften Sanktionen konnten das kubanische Volk nicht in die Knie zwingen. Im Gegenteil. Trotz teilweise schwieriger eigener Situation hat Kuba stets anderen Völkern geholfen. Sei es im Kampf um die nationale Befreiung in Afrika, gegen den Analphabetismus und mit der kostenlosen Ausbildung von Studierenden, mit Ärztinnen und Ärzten sowie Medikamenten. Dieses Beispiel ist den Herrschenden in den USA ein Dorn im Auge. Schließlich zeigt die kleine Karibikinsel, dass sie trotz der Blockade in der Lage ist, eine bessere Gesundheitsversorgung zu leisten, als sie Nicht-Reiche in den USA erhalten. Kuba zeigt vor allem den Lateinamerikanern, dass man aufrecht gehen kann.
Jeremy Corbyn, ehemaliger Hoffnungsträger der britischen Labour Party und Teilnehmer der Flotilla, prangerte demgegenüber die Feigheit und den moralischen Bankrott der europäischen Regierungen an. Er fragte, ob die USA einen Tanker aus Europa auf dem Weg nach Kuba bombardieren würden. Aber die Regierungen würden sich diese Frage noch nicht einmal stellen.
Auch die DKP hat in dieser Situation der Bedrohung ihre Solidarität verstärkt. Sie unterstützt die Kommunistische Partei Kubas (PCC) mit einer Spendensammlung. Nachdem das erste Spendenziel von 25.000 Euro schon in den ersten Tagen nach dem Beschluss des Parteivorstands übertroffen wurde, wurde das Ziel jetzt erhöht: Bis zum 1. Mai sollen 100.000 Euro für die Arbeit der PCC gesammelt werden.
Berliner Kurier vom 29.03.2026 von Matthias Fritzsche
Pokal-Wahnsinn
Der BFC Dynamo schießt sich mit sechs Toren ins Final-Glück
Zweimal liegen Dynamos bei Sparta Lichtenberg hinten, doch am Ende feiert der BFC die erneute Endspielteilnahme.
Ende gut, alles gut. Doch auf dem Weg ins Berliner Pokalfinale strapaziert der BFC Dynamo die Nerven aller, die es mit ihm halten, auf extremste Weise. Auf Kunstrasen bei Oberligist Sparta Lichtenberg sind die Weinrot-Weißen auf dem Papier Favorit. Was sich auf dem Platz beim 6:3 nach Verlängerung abspielt, wird ein Fußballmärchen und weinrot-weiße Geschichte.„Wir haben eine Leistung auf einem ekelhaften Kunstrasen, unter ekelhaften Bedingungen gebracht, die aller Ehren wert ist und demzufolge können die Jungs den Finaleinzug feiern“, sagt Trainer Sven Körner. Das nächste Spiel in der Regionalliga am Mittwoch in Babelsberg (19 Uhr) ist weit weg.
Führung für den BFC reicht nichtDer Film des Spiels hat das Zeug zum Klassiker. Mit Überlänge. Levin Mattmüller bringt den BFC nach nur sieben Minuten in Führung. Die berühmte Sicherheit gibt sie nicht. Das Spiel ist eng und als Sparta den Rückstand durch Tore von Dominic Schmüser (40.) und Berkin Tonk (50.) in ein 2:1 dreht, denken viele an die Sensation vor drei Jahren, als Sparta aus einem 0:1 ein 5:1 machte.So schlimm wird es für die Dynamos nicht. Aber das Comeback hängt am seidenen Faden. „Die Mannschaft hat immer an sich geglaubt und gewusst, dass sie den Ausgleich machen wird“, sagt Körner. Der Optimismus wird in Minute 90 Wirklichkeit, Lloyd-Addo Kuffour erzwingt mit dem 2:2 die Verlängerung.Kaum angepfiffen, liegt der BFC wieder hinten. Marko Trojanovic bringt Sparta 3:2 in Front (97.). Doch dann macht der Dynamo endlich richtig Licht an. Leander Fritzsche gleicht aus (104.), Rufat Dadashov erzielt die erste Führung (109.) und dann macht Fritzsche mit einem Doppelpack den Sack zu (109, 119.) – Finale.„Nach dem 1:0 müssen wir mehr Kontrolle ins Spiel bringen“, hätte sich Körner einen ruhigeren Nachmittag an der Außenlinie gewünscht. „Aber dass die Mannschaft in der Verlängerung so viel Tore macht, spricht für das Team und die physische Stärke.“
Am Ende überstrahlt der Sieg alles. Vom wichtigsten Saisonziel sind die Dynamos nur noch einen Sieg entfernt. Er soll im Mai beim Pokalfinale gegen die VSG Altglienicke eingefahren werden. Vielleicht ist das Spiel ja leichter. Die Favoritenrolle liegt beim Gegner, es wird nicht auf Kunstrasen gespielt, wahrscheinlich im Mommsenstadion. Vor zehn Tagen endete die Regionalligapartie 1:1.
Berliner Kurier vom 25.03.2026 von Florian Thalmann
Geheimnisse des Ostens: Das stand in den Brigadetagebüchern der DDR
Sie gehörten zu DDR-Zeiten zum Alltag – und sind heute reif fürs Museum: Brigadetagebücher! Was stand darin? Wir haben etwas geblättert.Es gibt Relikte aus der DDR, die damals eine wichtige Rolle im Alltag vieler Menschen spielten, über die man heute aber oft nur schmunzeln kann. Gleich mehrere finden sich im Depot des DDR-Museums in Berlin: Brigadetagebücher! Sie schlummern in Kisten, meist in knallrotem Einband – und wer die schweren Buchdeckel öffnet, der begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Wofür waren sie da, was stand drin – und was verraten sie über die Arbeitswelt in der DDR?Unscheinbar sieht das Buch aus, wie es im Depot des DDR-Museum Berlin auf einem Tisch liegt. Der Buchdeckel rot, eingeprägt in goldener und geschwungener Schrift das Wort „Brigadebuch“.
Und drinnen seitenweise Erinnerungen an eine Welt, die heute unfassbar fremd erscheint: Mit Schreibmaschine eng beschriebene Seiten, in denen Zeugnis über die Arbeitsleistung der Firma abgelegt wird, der dieses Buch gehörte. Doch zwischendrin auch handschriftlich beschriebene Seiten, versehen mit Fotos und Aufklebern, in denen es um Hochzeitsfeiern und Wanderausflüge geht.Brigadebücher in der DDR: Sie sind noch heute ein wichtiges Zeitzeugnis für alle, die etwas über die Arbeitswelt in der damaligen Zeit erfahren wollen. Denn über Jahrzehnte waren sie ein wichtiger Teil des Arbeitsalltags in der DDR. Die Idee, solche Bücher führen zu lassen, entstand laut Überlieferung nach der „Bitterfelder Konferenz“ von 1959. Hier wurde der Grundstein für den „Bitterfelder Weg“ gelegt, ein neues Kapitel in der sozialistischen Kulturpolitik. Ziel war es, die „wachsenden künstlerisch-ästhetischen Bedürfnissen der Werktätigen“ zu befriedigen.Ab 1960 dann wurden viele Arbeiter zu kleinen Schriftstellern: Die Geschichte der Brigadetagebücher begann. Dokumentiert wurden wichtige Dinge aus dem Arbeitsalltag der Kombinate, um die Leistung der Betriebe zu zeigen. Doch im Buch landete auch vieles, was mit dem Sozialleben zu tun hatte.Das Buch, das nun auf dem Tisch liegt, ist ein perfektes Beispiel für diesen Teil der DDR-Geschichte. Es gehörte dem Betriebspoliklinik Kombinat VEB Chemische Werke Buna. Wenn man sich durch die vergilbten Seiten blättert, lernt man viele Dinge.
Etwa, dass das Kollektiv im zweiten Quartal des Jahres 1977 vorbildlich arbeitete, dass aber „trotz des zweckgebundenen und koordinierten Einsatzes der PKW“ insgesamt 3840 Kilometer verfahren wurden. Dass drei Drehhocker, eine Brotschneidemaschine und ein Probierbrillengestell für Kinder angeschafft wurden. Und dass sich die Mitarbeiter des Kollektivs an den Gruppenversammlungen beteiligten.Aber eben auch, dass die Kolleginnen Pelz, Bohm und Bergmann am 5. März um 16 Uhr einen Ausflug ins Schwimmbad „Lauchagrund“ machten. „Wer möchte nicht gern fit und schlank bleiben. Doch wie viele Stunden werden im weichen Sessel vor dem Fernseher verbracht und damit bekanntlich die eigene Gesundheit vernachlässigt“, schrieb Kollegin Bergmann. Ohne Aufenthalt sei es deshalb im Schwimmbad in die Umkleidekabine und anschließend unter die Dusche gegangen. „Und dann bewegten wir uns 45 Minuten intensiv im Schwimmbecken.“Am 23. April ging es für die Brigade zum Ausflug in die Dölauer Heide. Der Hunger nach der Wanderung wurde in der Gaststätte „Hubertus“ gestillt. „Von der Bewirtung und Bedienung waren alle sehr enttäuscht“, schreibt eine Kollegin. „So machte sich in den Reihen unserer Ausflügler eine Verstimmung bemerkbar. Jeder zog es vor, nach Haus zu fahren.“ Das traurige Ende eines schönen Ausfluges mit viel frischer Luft und „Meilenbewegung“, schildert die Autorin.Man könnte ewig in den Brigadebüchern aus der DDR lesen und sich erfreuen an den schönen Momenten, die hier beschrieben sind – doch für viele Historiker läuft man damit auch Gefahr, direkt in eine Lüge zu schlittern. Denn wie viele Dinge in der DDR verfolgten auch die Brigadebücher ein Ziel – sie dienten als Mittel zur Selbsterziehung im Arbeitskollektiv und dem Prägen „sozialistischer Verhaltensweisen“. Das Führen war Vorgaben unterworfen, deren Einhaltung durch Betriebs- und Betriebsgewerkschaftsleitung überprüft wurde.Der Inhalt war deshalb natürlich kuratiert, erklärt Eric Strohmeier-Wimmer, der Sammlungsleiter des DDR-Museum Berlin. „Die Leute haben nur Dinge da reingeschrieben, die sie in besonders gutem Licht dastehen ließen. Wir werden darin keine Unfallberichte oder Ähnliches finden.“ Was man hier liest, sei entsprechend eine sehr positive Sicht auf das Brigadeleben gewesen – und zeige wenig Schattenseiten. Aus Sicht eines Historikers müsse man kritisch mit dem Inhalt umgehen. „Ich habe in den Büchern noch nie etwas Negatives gesehen.“Strohmeier-Wimmer hat viele der Bücher durchgeblättert: Mehrere Dutzend davon schlummern im Depot des DDR-Museum Berlin, vier haben es in den neuen Bildband „Die DDR in Objekten“ geschafft. Spannend dabei ist, wie einheitlich sie waren.
„Es gab sogar vorgedruckte Ausschneidebögen, aus denen man Dinge wie die Symbole der SED, der FDJ oder der NVA ausschneiden konnte, um die Bücher zu gestalten.“ Auch die Feiertage wurden gewürdigt – so finden sich in den meisten Büchern Einträge, wie das Kollektiv den 1. Mai, den Frauentag oder den Geburtstag von Erich Honecker beging.
Doch zwischendrin dann plötzlich das: An einem Tag feierte ein späteres Ehepaar Polterabend – und steuerte anschließend eine Seite zum Brigadebuch bei. „Da kamen die Kollegen und überbrachten Glückwünsche, Geschenke und zwei Karten fürs Schlagerstudio.“
Am 9. März 1977 ging es für die beiden ins Haus der Freundschaft. „Es erklangen viele schöne Melodien, die das Publikum begeisterten.“ Das gleiche Paar bekam später übrigens auch Nachwuchs – im Mai 1977. „Sie wünschten sich ein Mägdelein, Nanett sollte ihr Name sein“, hat eine Mitarbeiterin hier gedichtet. Die Brigadebücher aus der DDR kannten anscheinend keine Geheimnisse.Und doch gibt es auch in diesem Bereich der DDR-Historie Dinge, die wenig erforscht sind. Dazu gehört die Frage, wer sich eigentlich um die Pflege kümmerte – ob es meist einen hauptamtlichen Buchführer gab oder jeder mal Hand anlegen durfte.
Auch die Frage, was eigentlich mit den Büchern passierte, müssten Zeitzeugen erklären. „Haben die sich im Kollektiv hingesetzt und das gemeinsam angeguckt – oder wurden sie von jemandem abgenommen? Das ist eine sehr gute Frage“, sagt Eric Strohmeier-Wimmer. Nicht alle Besonderheiten der DDR sind also bis heute vollständig aufgeklärt.