Buchempfehlung vom Vorsitzenden

“ Bis zum bitteren Ende“ – Josef Schwarz – vom GNN Verlag von 1994

Ein interessanter Auszug aus dem Buch um das umfangreiche Hintergrundwissen deutlich zu machen. Ein Sachbuch mit vielen unbekannten Informationen aus der DDR.


Bei anderen gelesen…

Berliner Kurier vom 19.10.2026 von Peter Wiezorek

Grandiose Heim-Bilanz

Das Sportforum-„Monster“ – so hat es der BFC Dynamo erschaffen

Chemnitz-Trainer Benjamin Duda hat den BFC Dynamo nach dem für sein Team schmeichelhaften 1:1 geadelt.

Der Oktober wurde beim BFC Dynamo zum Monat der Wahrheit ausgerufen. Die Frage vorher war: Wo stehen wir wirklich? Die Antwort lautet nach dem 1:0 in Fürstenwalde bei der VSG Altglienicke und dem 1:1 gegen Spitzenreiter Chemnitzer FC: ganz weit oben in der Regionalliga Nordost.Am Freitag (19 Uhr) sollen die Hammerwochen für den aktuellen Tabellenfünften beim punktgleichen Vierten FC Carl Zeiss Jena noch vergoldet werden.Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der BFC Dynamo auch das elfte Liga-Spiel in Folge nicht verliert. Denn auch auswärts zeigt die Kurve nach den Pleiten zum Auftakt bei Rot-Weiß Erfurt (1:4) und bei Erzgebirge Aue (2:3) mit danach zwei Siegen und zwei Unentschieden nach oben. Aktuell ist das in dieser Wertung aber trotzdem nur Rang 12.

Viel besser sieht es im Sportforum aus. Daheim ist Dynamo mit 17 von 21 möglichen Punkten der Liga-Primus. Nicht viel fehlte, dann wären es 19 Zähler gewesen. Chemnitz-Trainer Benjamin Duda (38): „Für uns war das 1:1 ein Punktgewinn.“Der Coach des Spitzenreiters verpackte in seiner Spielanalyse viel Anerkennung für die Weinrot-Weißen, sprach von „Heim-Macht“ und erteilte dem BFC quasi den Ritterschlag: „Wir waren in dieser Saison zum ersten Mal die schwächere Mannschaft. Gerade hier zu Hause habt ihr ein Monster erschaffen, das unheimlich schwer zu verteidigen und zu bespielen ist.“ Mehr Lob geht kaum.Die letzte Pleite im Sportforum datiert tatsächlich vom 31. Spieltag der Vorsaison, ein 0:1 gegen den späteren Meister 1. FC Lok Leipzig. Es folgte noch ein 2:2 gegen den CFC. In dieser Spielzeit stehen bisher fünf Dreier und zwei Remis bei 13:3 Toren zu Buche. Dynamo macht seinen Fans gerade wieder so richtig Spaß.

BFC-Trainer Körner zieht durch

Das Sportforum wieder zu einer Festung zu machen, das war von Anfang an ein erklärtes Ziel von Trainer Sven Körner (44). Mit dem eigenen Spiel, mit Leidenschaft und Einsatz die Fans anzünden, damit ihre ohnehin tolle Unterstützung noch verstärkt wird, und daraus dann zusätzlich Energie für sich auf den Platz zurückfließen lassen.Ein Lieblingsspruch von Körner seit seinem Amtsantritt Mitte Dezember 2025 ist: „Hier in unserem Stadion und mit unseren Fans – da ist fast alles möglich.“ Sogar, dass man gemeinsam ein Monster erschafft.


Roter Morgen Nummer 22


Historische Dokumente vor fünfzig Jahren


Grußbotschaft und Blumenkorb zum 81. Jahrestag der Gründung der PdAK

Zum 81. Jubiläum der Gründung der Partei der Arbeit Koreas spendete die Antiimperialistische Plattform Deutschland einen reich geschmückten Blumenkorb, der – zusammen mit zahlreichen weiteren Geschenken aus aller Welt – vor dem Großmonument Mansudae präsentiert wurde.

Der Blumenkorb soll unseren Freunden und Genossen in der Demokratischen Volksrepublik Korea Freude bringen und unsere brüderliche Verbundenheit mit der Partei der Arbeit Koreas und dem gesamten koreanischen Volk bekräftigen.

Erwachsen aus den entbehrungsreichen Kämpfen gegen die brutale japanische Kolonialherrschaft, gestählt im blutigen Ringen mit dem erbarmungslosen US-imperialistischen Aggressor und geadelt durch den glorreichen Sieg der tapferen koreanischen Volksarmee, steht die Partei der Arbeit Koreas seit annähernd hundert Jahren an der Spitze der Demokratischen Volksrepublik Korea.

Die Partei ist manifestierter Wille eines ganzen Volkes. Unter ihrer Führung erstrahlte das koreanische Vaterland aus den Trümmern eines verhängnisvollen Krieges zu neuer Blüte und nie gekannter Größe.

In weiser Voraussicht lenkt sie die Geschicke des Staates, und stellt die Weichen für eine prosperierende Zukunft. Gleichwohl kümmert sie sich in ihrer Rolle als treusorgender Vater hingebungsvoll um all die kleinen Belange des täglichen Lebens.

Tagein tagaus erfüllt sie die Werktätigen mit dem unauslöschbaren Feuer der Revolution, und spornt sie im Geist des ewigen Präsidenten – KIM IL SUNG – und des geliebten Führers – KIM JONG IL – zu immer größeren Leistungen und gewaltigen Heldentaten an.

In unerschütterlichem Glauben an den Sieg der Revolution tragen alte Kämpfer, junge Pioniere, Soldaten, Arbeiter und Wissenschaftler mit Stolz und Ehrfurcht das Banner der Partei, das ihnen den Weg in eine freie, friedliche und selbstbestimmte Zukunft zeigt.

Wir sind stolz und glücklich diesen Weg gemeinsam an der Seite des koreanischen Volkes gehen zu dürfen, und verneigen unser Haupt vor den historischen Großtaten der Partei der Arbeit Koreas.



Roter Morgen


Bei anderen gelesen…

Berliner Kurier vom 01.10.2026

Platz 4! Alle staunen über den BFC Dynamo, nur der Chef nicht

Die Weinrot-Weißen sind zehn Spiele unbesiegt, mischen in der Regionalliga vorne mit – für Sportchef Enis Alushi kommt das nicht überraschend.

Sieg im Spitzenspiel

Tabellenplatz 4! Da lässt der BFC Dynamo die Wände wackeln

Nach dem 1:0 gegen den Greifswalder FC sind die Weinrot-Weißen zehn Spiele in Folge unbesiegt und auch beim Feiern absolute Spitzenklasse.

Es ist vollbracht, die Zehn ist zu! Der BFC Dynamo kann auch Spitzenspiel: Die Weinrot-Weißen gewannen das Duell der Serientäter, fügten dem als Tabellenvierten angereisten Greifswalder FC beim 1:0 (0:0) die erste Niederlage nach zuvor acht Spielen in Folge ohne Pleite zu und sind nun selbst zehn Partien am Stück ungeschlagen. Verdienter Lohn: Platz 4 (!) in der Regionalliga Nordost – und jede Menge gute Laune.


Schreiben an den Vorsitzenden der AiP


Bei anderen gelesen…

Pioniereisenbahn

Parkeisenbahn Wuhlheide: Mein 9-jähriger Schaffner und ein Stück DDR, das bis heute lebt

Unsere Autorin wurde 1994 im Schwarzwald geboren. Von Pioniereisenbahnen hatte sie noch nie gehört. Also hat sie recherchiert, was für halb Berlin selbstverständlich ist.

Am Wochenende bin ich mit meiner Familie durch den Volkspark Wuhlheide getuckert, mit der Parkeisenbahn – eine Wochenendaktivität, die ich wärmstens empfehlen kann. Unser Schaffner war ein Kind. Neun, vielleicht zehn Jahre alt, mit Uniform und Lochzange, und er machte seine Sache mit einer Ernsthaftigkeit, die mich schlicht umgehauen hat. Mein erster Gedanke war: „Nette Idee, Kinder mal mitmachen lassen.“ Falsch. Der Junge hat einen Kurs absolviert, eine Prüfung bestanden und ist offiziell im Dienst.Ich bin 1994 im Schwarzwald geboren. Pioniereisenbahnen kamen in meiner Kindheit nicht vor, und ich vermute, den meisten Westdeutschen meines Jahrgangs geht es genauso.

Für viele Berlinerinnen und Berliner ist das dagegen nichts Neues, sondern Erinnerung. Elf solcher Bahnen gab es in der DDR. Zehntausende Kinder haben dort Dienst getan. 

Trotzdem ist es das, was mich an dieser Stadt immer wieder überrascht: Man stolpert im Park über etwas, das aussieht wie eine Attraktion, und findet ein Stück Staatsgeschichte.Ein Regelwerk von 1980, gültig im Jahr 2026

Was ich dann nachgelesen habe, hat mich noch mehr erstaunt. Schaffner darf man ab 9 Jahren werden, Schrankenwärter ab 10, Zugführer ab 12, Fahrdienstleiter ab 15. Nur Lokführer und Rangierleiter müssen volljährig sein. Über 170 Kinder und Jugendliche halten den Betrieb am Laufen.Rechtsgrundlage ist bis heute die „Bau- und Betriebsordnung für Pioniereisenbahnen“ von 1980. Sogar die Mittagspause hat einen amtlichen Grund: Von 12.30 bis 13.30 Uhr steht die Bahn still, weil den Kindern eine Stunde Pause zusteht.

Ein Geschenk zum Geburtstag von Wilhelm Pieck

Angekündigt wurde die Bahn am 3. Januar 1956, dem 80. Geburtstag von DDR-Präsident Wilhelm Pieck. Tausend Eisenbahner und Freiwillige bauten die Strecke in sechs Monaten. Eröffnet wurde am „Tag des Eisenbahners“ mit zwei Diesellokomotiven und acht halb offenen Wagen. Es war die sechste Pioniereisenbahn der DDR. Ab 1963 trugen die Kinder Uniformen, die denen der Reichsbahn weitgehend entsprachen – für die Kleinen mit kurzer Hose.

1978 kam der Bruch, der die Wuhlheide von allen anderen unterscheidet: Die Deutsche Reichsbahn übernahm die Betriebsführung selbst, als einzige Pioniereisenbahn der DDR. Alle anderen blieben kommunale Einrichtungen.

Für die Reichsbahn war die Bahn vor allem Ausbildungsstätte für den eigenen Nachwuchs. Auf hohe Fahrgastzahlen legte man keinen Wert, gewünscht war eine moderne Bahn. Weshalb historische Wagen ausgerechnet in dieser Zeit nicht erhalten wurden.

Nach der Wende wollte die Reichsbahn die Verantwortung loswerden, die Bahn stand vor dem Aus. 1993 ging der Betrieb an eine gemeinnützige GmbH. Im Oktober desselben Jahres wurde die Strecke zum S-Bahnhof Wuhlheide eröffnet, und zwar vom damaligen Jugendsenator Thomas Krüger, der früher selbst Pioniereisenbahner gewesen war.

Heute rollen auf 600 Millimetern Spurweite Dampf- und Diesellokomotiven über 7,5 Kilometer, rund 60.000 Gäste im Jahr. Die Dampflok „Klaus“ fuhr einst auf den Berliner Trümmerbahnen. Die jüngste Diesellok wurde aus dem Vermögen der DDR-Parteien finanziert.Und dann kam der Junge mit der Zange

Der kam pünktlich durch den Wagen, knipste die Fahrkarten und rief den nächsten Halt aus. Vielleicht ist er in ein paar Jahren Fahrdienstleiter. Vielleicht sitzt er mit 18 auf einer Lok. Und vielleicht erzählt er irgendwann jemandem davon, der aus dem Schwarzwald kommt und große Augen macht – so wie ich.


Bei anderen gelesen…

Berliner Kurier vom 23.09.2026 von Peter Wiezorek

Unerwarteter Höhenflug

BFC Dynamo auf Platz 6! Das ist das Geheimnis hinter dem Erfolg

Neun Spiele in Folge unbesiegt bleibt man nicht aus Zufall, aber einen Zaubertrunk haben die Weinrot-Weißen aus Hohenschönhausen auch nicht.

Keine Frage: Beim BFC Dynamo läuft es gerade richtig rund. Platz 6 nach zehn Spieltagen in der Regionalliga Nordost ist dafür der beste Beleg. Am Freitag (19 Uhr) kommt mit dem Greifswalder FC der Tabellenvierte ins Sportforum – zum Spitzenspiel der 11. Runde. Wie geht das denn?Mal ehrlich: Nach der verkorksten Vorsaison mit der Rettung erst auf den vorletzten Drücker, dem verlorenen Pokalfinale und dem erneuten Umbau im Sommer trauten nicht viele den Weinrot-Weißen einen solchen Höhenflug zu. Eher das Gegenteil!In Hohenschönhausen sahen sie dasaber  schon in der Vorbereitung anders. Kapitän Rufat Dadashov damals: „Uns hat keiner auf dem Zettel, aber warten wir mal ab.“

Zehn Spiele später guckt ein Teil der finanziell weit bessergestellten Aufstiegskandidaten durchaus neidisch in den Osten Berlins. Fragen Sie mal nach bei Lok Leipzig, dem FSV Zwickau oder auch beim FC Carl Zeiss Jena …

Vollgas in jedem Training

Trainer Sven Körner (44) spricht zwar weiter von einer Momentaufnahme, aber inzwischen weiß Dynamo, dass man durchaus mit allen in der Liga mithalten kann. Das Geheimnis hinter dem Erfolg? Es ist eigentlich gar keines.Körner: „Dass wir stehen, wo wir stehen und seit neun Pflichtspielen unbesiegt sind, haben sich die Jungs hart erarbeitet. Das ist nicht nur ein Verdienst derjenigen, die auf dem Platz stehen, sondern vor allem auch von denen, die zwar weniger Spielzeit haben, aber in jedem Training Vollgas geben.“Beim BFC ist halt der Star die Mannschaft, oder besser: der ganze Kader! Deshalb hebt Körner in seinen Analysen öffentlich nur ungern einen Spieler heraus.

Sportchef Enis Alushi (40) hat dafür gesorgt, dass – trotz schmaler Schatulle – quasi alle Positionen doppelt besetzt sind mit Spielern, die alle Startelf-Potenzial haben. Coach Körner: „Enis hat da im Sommer ganz hervorragende Arbeit geleistet.“Nicht nur auf sportlichem Gebiet. Hört man sich in der Mannschaft um, kommt immer wieder: „Wir sind eine echt geile Truppe.“ Und diese Aussage gibt es nicht erst, seit es auf dem Platz läuft.Deshalb ist der Trainer in einer tollen Position: Körner weiß, wenn er seine mehr oder weniger feste Startformation mal ändern will oder muss, kann er auf jeden bauen. Und während eines Spiels kann er Qualität nachlegen.