Rofuchs Ausgabe vom März 2026

Junge Welt vom 23.02.26 von Janusz Berthold
Gustav-Adolf »Täve« Schur zum 95. Geburtstag
Als am 23. Februar vor exakt 95 Jahren in Heyrothsberge, östlich von Magdeburg, ein kleiner Junge geboren wurde, verschwendete selbstverständlich noch niemand spezifische Gedanken an dessen zukünftiges Leben. Ganz sicher wünschten die Eltern des kleinen Gustav, so wurde er benannt, für ihren Filius nur das allerbeste – Gesundheit, Glück und dass er es einmal besser hat. Wie es Eltern im allgemeinen seit Menschengedenken überall tun. Der Vater, in den frühen 1920er Jahren aus dem Ruhrgebiet in die Börde gezogen, hielt die Familie als Arbeiter in einer Ziegelei über Wasser. Die Mutter kümmerte sich um das Gehöft und den Nachwuchs, Gustav war das älteste von insgesamt fünf Kindern der Familie. Eine proletarische Familie im bäuerlichen Umfeld.
Jener Gustav ist inzwischen natürlich längst erwachsen. Und nicht nur das. Vor allem ist er, ohne übertreiben zu wollen, zu einer herausragenden Persönlichkeit gereift und steht seit gut sieben Jahrzehnten für außerordentliche sportliche und zwischenmenschliche Verdienste, zunächst in der DDR und später auch in der BRD. Der Öffentlichkeit ist jener Gustav unter dem Spitznamen Täve bekannt. Jeder in der DDR kannte den Namen Täve. Dieser Name steht exemplarisch für die sportlichen Erfolge und das Menschenbild der DDR.
Nach den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs dürstete es die Menschen nach mannigfaltigen Ablenkungen. Den schönen und begeisternden Beschäftigungen des Friedens eben. Sport, im speziellen das Fahrradfahren, kann bekanntlich diese Ablenkungen bieten. Ferner waren trotz allumfassenden Mangels Fahrräder noch die am unproblematischsten beschaffbaren Fortbewegungsmittel. Als Täve in den frühen 50er Jahren die ersten sportlichen Erfolge auf überregionaler Ebene feiern durfte, entwickelte sich auch seine zunehmende Popularität. Als erster Deutscher gewann er 1955 die legendäre Internationale Friedensfahrt. Und 1959 noch einmal. Täve ist neunfacher DDR-Meister (Straße, Mannschaft, Querfeldein) und errang je eine Olympiamedaille bei den Spielen 1956 und 1960. Zweimal wurde er Straßenradweltmeister der Amateure (1958, 1959), auf den möglichen Hattrick verzichtete er 1960 zugunsten seines Mannschaftskollegen Bernhard Eckstein und wurde Vizeweltmeister. Dieses Rennen bei der Heim-WM auf dem Sachsenring begründete seinen Legendenstatus. Täve opferte seine Siegchancen mit einer taktischen Meisterleistung. Er zog, sich seiner Favoritenrolle vollauf bewusst, sämtliche Aufmerksamkeit der Konkurrenten auf sich, wodurch Eckstein freie Fahrt hatte. Diese Selbstlosigkeit beeindruckte die Menschen von Rügen bis zum Fichtelberg. Täve war ihr Held! Nicht umsonst wurde Täve neunmal Sportler des Jahres und 1989 zum beliebtesten Sportler in 40 Jahren DDR gewählt.
Auf die WM und den Vizetitel angesprochen, macht Täve um diese Episode auch heute noch keine großen Worte. Für ihn war das selbstverständlich. Ihm geht und ging es nie vordergründig um ihn selbst, es geht immer um das große Ganze. Auch auf den Landstraßen Europas. Mannschaftsdienlicher Individualismus – der rote Faden der sozialistischen (Arbeiter-) Sportbewegung.Täve ist mit einem wunderbaren Humor gesegnet. Trocken, direkt, tiefsinnig, immer mit dem charmanten Schalk im Nacken. Bei einem unserer ersten Treffen im Friedensfahrtmuseum in Kleinmühlingen fachsimpelten wir über die legendären WM-Rennen. Ich ließ mich natürlich davon begeistern. Bei der Verabschiedung konnte ich nicht anders, als Täve ein wenig zu lobpreisen: »Ach Gustav, ich wäre nie so ein guter Radsportler geworden wie du.« Täve, anderthalb Köpfe kleiner, schaut an mir hoch, hält kurz inne, kneift die Augen etwas zusammen, grinst und spricht: »Aber ein Großer!« Es brauchte bei mir einige Augenblicke …
Diese Anekdote zeigt doch, er ist mehr als ein Radsportidol. Täve ist eine Seele von Mensch. Auch weil er etwas zu sagen hat, sich nie den Mund verbieten lässt und dennoch seine Bodenständigkeit bewahrt hat. Sehr viele Menschen mit DDR-Sozialisierung achten Täve Schur, etliche vertrauen ihm, einige verehren ihn. Er gilt als sportliches und zwischenmenschliches Vorbild. Mittelbar ist das auch auf seine Mitgliedschaft in der Volkskammer der DDR zurückzuführen. Von 1958 bis zur Auflösung 1990 war Täve Abgeordneter. In dieser Funktion gelang ihm etwas, was bis heute den wenigsten Parlamentariern gelingt – er blieb volksnah. Sein vierjähriges Intermezzo im Bundestag für die PDS (1998–2002) konnte daran auch nichts ändern.
Täve ist seiner antifaschistischen Haltung treu, keinen Groll empfindet er für die offensichtlich ideologisch motivierte Ignoranz der »Hall of Fame des deutschen Sports« gegenüber seiner Person: »Und mit einigen, die in diese Hall of Fame aufgenommen wurden, will ich auch gar nicht in Verbindung gebracht werden. Da findest du welche, die aktiv mit dem Faschismus paktiert hatten, mit denen will ich nicht in einer Reihe stehen.« (vgl. jW, 20./21.02.2021)
Prinzipienfest und zielstrebig in jeder Lebenslage darfst du dich heute feiern lassen, lieber Täve! Mögest Du, mit dem Dir eigenen Tatendrang, Dein erklärtes Ziel der 100plus erreichen.
Herzlichen Glückwunsch!
Berliner Kurier vom 22.02.2026 von Peter Wiezorek
Der Frost ist endlich weg, da taut auch der BFC Dynamo so richtig auf
Bevor es am Freitag (hoffentlich) endlich wieder um Regionalliga-Punkte geht, lieferte Dynamo ein überzeugendes Testspiel gegen Lichtenberg 47 ab.
Wenn das kein Zeichen ist! Kaum drehen die Temperaturen in den Plusbereich, tourt auch der BFC Dynamo hoch. Oder wie soll man sonst die beiden letzten Testspiele gegen NOFV-Oberligisten deuten?
Gab es am Mittwoch im Eiskeller „Am Rosenhag“ noch ein 1:3 (0:3) gegen Eintracht Mahlsdorf, folgte am Samstag bei bestem Tauwetter auf Kunstrasen im Sportforum ein 4:0 (3:0) gegen Lichtenberg 47.Mit diesem Rückenwind hoffen jetzt alle inständig, dass am Freitag (19 Uhr) im Stadion im Sportforum gegen Hertha BSC II auch endlich erstmals im Jahr 2026 um Regionalliga-Punkte gespielt werden kann.Gut für Dynamo: Rufat Dadashov fand in der schier endlosen Winterpause seinen Torriecher wieder und trifft – bei jedem Wetter. Wie schon regelmäßig in den Tests zuvor, war der Kapitän auch bei Mahlsdorf erfolgreich, markierte das Ehrentor für den BFC.Gegen Lichtenberg sorgte der Knipser für das 1:0 (8.) und 2:0 (31.), vergab danach mit einem Elfmeter sogar noch die Chance auf einen lupenreinen Hattrick. Willi Reincke (32) und Jan Shcherbakovski (85.) besorgten den Rest.Rufat Dadashov: „Es war wichtig, dass wir gewonnen haben, auch zu null. Das war eine richtig gute Leistung von uns und eine gute Reaktion auf das Mahlsdorf-Spiel. Wir wussten, dass das wahrscheinlich das letzte Testspiel war und da wollten wir auf jeden Fall noch mal alles raushauen.“ Um bereit zu sein für Hertha …
Zum 84. Geburtstag des großen Führers, Genossen KIM JONG IL, ließ die Antiimperialistische Plattform Deutschland einen farbenfrohen Blumenkorb am Fuß des Großmonuments Mansudae niederlegen.
Dem koreanischen Volk zur Freude und dem großen Staatsmann zur Ehre und zum Andenken, ist der Blumenkorb Symbol für das brüderliche Band, das uns seit vielen Jahren verbindet, und Ausdruck unserer innigen Freundschaft mit der Demokratischen Volksrepublik Korea.
Mit dieser Geste steht die Antiimperialistische Plattform Deutschland in einer langen Reihe zahlreicher internationaler Gratulanten, die ihre ungeteilte Solidarität ebenfalls mit opulenten Geschenken und prächtigen Blumen-Arrangements unterstrichen, und sich sichtbar an die Seite des koreanischen Volkes stellten.
Ein leuchtendes Bekenntnis zur Völkerfreundschaft und zum Selbstbestimmungsrecht der Völker, das gerade in Zeiten, in denen sich erneut der völkervernichtende Imperialismus tollwütig über die Welt erhebt, von besonderer Bedeutung ist.
Möge der Duft der mannigfalten Blumen vom Mansu-Hügel in die ganze Volksrepublik strömen, und die Herzen der Koreaner mit Freude, Hoffnung und der Siegesgewissheit ihres geliebten Führers – KIM JONG IL – erfüllen.
Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA, vom 16.Februar 2026
Hochachtung der Ausländer vor den früheren DVRK-Staatschefs
Aus Anlass des 84. Geburtstages von Genossen Kim Jong Il schickten die ausländischen Persönlichkeiten, darunter der Präsident der Internationalen Group Italiens, Giancarlo Elia Valori, der Vorsitzende der Antiimperialistischen Plattform Deutschlands, Michael Koth, und der Generaldirektor der russischen GmbH „Jaskom“, Jaroslaw Below, an die Bronzestatuen der früheren DVRK-Staatschefs, Kim Il Sung und Kim Jong Il, auf dem Hügel Mansudae die Blumenkörbe, die am 15. Februar niedergelegt wurden.
Anlässlich des 84. Geburtstages des Großen Führers, Genossen KIM JONG IL, überreichte der Vorsitzende der Antiimperialistischen Plattform Deutschland – Genosse Michael Koth – seiner Exzellenz, dem Botschafter der Demokratischen Volksrepublik Korea in der BRD, eine Grußbotschaft an den hochverehrten Genossen KIM JONG UN.
Hochverehrter Genosse KIM JONG UN
Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas
Vorsitzender für Staatsangelegenheiten der DVRK
Oberster Befehlshaber der Streitkräfte der DVRK
Die Antiimperialistische Plattform Deutschland sendet Ihnen und dem koreanischen Volk herzlichste Grüße und Wünsche zum 84. Geburtstag des Grossen Führers Genossen KIM JONG IL.
Am 16. Februar 1942 stieg über dem heiligen Berg der Revolution Paektusan ein strahlender Stern auf und kündete von der Geburt Genossen KIM JONG ILs.
Erfüllt von heißer Liebe für sein Volk, sah er sich zeitlebens als Sohn des Volkes, für dessen Wohl er sich unermüdlich und mit Hingabe aufopferte.
Als Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas, ließ er die Flamme der koreanischen Revolution immer wieder aufs Neue lodern, entfachte mit ihrem Feuer die Herzen der Werktätigen und schmiedete in ihrer Esse das eherne Band zwischen Partei und Staat.
Mit dem strategischen Kalkül des Feldherrn und der fürsorglichen Wärme des Vaters führte KIM JONG IL die Demokratische Volksrepublik Korea sicher durch unruhige Zeiten und legte mit seiner wegweisenden Songun-Politik die Grundsteine für die heutige Stärke der Demokratischen Volksrepublik Korea.
Mit weiser Voraussicht sah Genosse KIM JONG IL voraus, was heute allgegenwärtig ist: Im Todeskampf des Untergangs entfesselt der ewig blutdürstige Imperialismus seine letzten Kräfte und sucht in rücksichtsloser Raserei die Flucht nach vorn. Die Demokratische Volksrepublik Korea steht heute einer Bedrohungslage gegenüber, wie sie seit Ende des großen vaterländischen Befreiungskrieges nicht gesehen wurde.
Aber die Demokratische Volksrepublik Korea ist mit feurigen Herzen, stählernem Willen und scharfem Schwert gewappnet – Dank der großartigen Leistungen des Grossen Führers Genossen KIM JONG IL.
Und wie einst der strahlende Stern über dem heiligen Berg Paektusan aufstieg, so leuchtet auch heute das Andenken an den großen Volksführer Genossen KIM JONG IL über alle Menschen in Korea und schenkt Ihnen Kraft, Hoffnung und die Zuversicht auf den ewigen Sieg der Revolution.
Möge das Andenken an Genossen KIM JONG IL niemals erlöschen und sein freundliches Lächeln für ewig in die Welt strahlen.
Mit sozialistischen Grüßen,
Michael Koth
(Vorsitzender der AiP)
Berlin, den 16. Februar 2026


UZ vom 06.02.2026 von Manfred Ziegler
Israel tötet weiter in Gaza
Ende Januar wurden die Überreste von Ran Gvili gefunden und identifiziert – er war die letzte israelische Geisel, die in Gaza noch vermisst wurde, der Waffenstillstand in Gaza hätte in seine zweite Phase übergehen können. Aber welch ein Waffenstillstand ist das? Allein am letzten Samstag tötete die israelische Armee 31 Menschen, darunter sieben Kinder und zehn Frauen. Das Tempo, mit dem Palästinenser getötet werden, hat sich verringert – jetzt ist es ein Genozid!

Gaza ist zum größten Teil zerstört, ein Wiederaufbau ungewiss. Denn Israel hat daran kein Interesse.
Berliner Kurier vom 01.02.2026 von Peter Wiezorek
Beim Test in Neuruppin trifft Rufat Dadashov wieder doppelt, doch die Spiele auf Kunstrasen lassen die Sehnsucht auf Tauwetter steigen.
Was bleibt einem übrig, wenn um Regionalliga-Punkte weiterhin nichts geht? Richtig, man versucht über Testspiele, das Gefühl für Ball und Gegner nicht zu verlieren. So gut das die aktuelle Witterung zulässt. So gesehen, ist der 3:1 (3:0)-Sieg des BFC Dynamo bei Brandenburgliga-Primus MSV Neuruppin ja schon mal was.Beim vierten Kick auf Kunstrasen fuhren die Weinrot-Weißen den zweiten Sieg ein. Einen unter erschwerten Bedingungen. Trainer Sven Körner (43): „Als ich in Neuruppin ankam, war noch alles grün. Dann war’s plötzlich weiß und am Ende nur noch glatt und eisig.“Auf dem schwierigen Untergrund bewies dann aber Rufat Dadashov mit zwei Toren (10., 30.) seine wiedergefundene Treffsicherheit (fünf Tore in den letzten drei Spielen), das zwischenzeitliche 3:0 (33.) besorgte Neuzugang Kevin Lebersorger.
Nach dem 1:3 (54.) wechselte Körner dann nach einer Stunde wieder munter durch. Der Coach: „Wir waren in dieser Woche zum ersten Mal auf dem Platz. Ich muss den Jungs mal ein Kompliment machen, wie sie das alles mit den widrigen Umständen annehmen.“Das müssen sie auch weiter, beim Blick auf die Wettervorhersage ist an regulären Spielbetrieb noch länger nicht zu denken. Das Spiel Sonntag in Meuselwitz steht kurz vor der Absage, die Trainingsplätze im Sportforum sind gesperrt.Um im Rhythmus zu bleiben, muss noch ein Testspiel her. Körner: „Wir bräuchten mal eines so richtig auf Rasen.“ Dafür muss dann aber ein Gegner her, der einen beheizbaren Platz hat.