Archiv des Autors: AiP West

Respektbekundung der AiP Deutschland zum 73. Gründungstag der DVRK

Die Antiimperialistische Plattform Deutschland steht in langer Tradition treu, geschlossen und solidarisch hinter der Demokratischen Volksrepublik Korea. Daher ist es uns eine Selbstverständlichkeit dieses freundschaftliche Band regelmäßig zu stärken und unserem tiefen Respekt vor den Errungenschaften des koreanischen Volkes Ausdruck zu verleihen.

Anlässlich des 73. Jahrestages der Gründung der Demokratischen Volksrepublik Korea sammelte die Antiimperialistische Plattform Deutschland daher erneut für einen repräsentativen Blumenkorb, der am 9. September feierlich in Pjöngjang überreicht wurde.

Gleich diesem Blumenkorb sollen auch Freundschaft, Respekt und Solidarität zwischen den freien Völkern erblühen und in ihrem Glanz das Wesen von Frieden, Fortschritt und Einigkeit in die Welt tragen.


Danksagung der Studiengruppe Korea

an den Botschafter der DVR Korea in der Bundesrepublik anlässlich des 73. Jahrestages der Gründung der DVR Korea.


Grußbotschaft der AiP Deutschland zum 73. Gründungstag der DVR Korea


Der steinige Weg zur ersten Volksdemokratie in Ostasien

Mehr als 70 Jahre ist es nun her, das Korea sich vom Joch des japanischen Imperialismus befreite. Am 15. August 1945 fand der schwere Marsch des Genossen Kim Il Sung und seiner Partisanenarmee, nach langen harten Jahren des unermüdlichen Widerstandes, ein siegreiches Ende.

Die Befreiung ebnete den Weg für den ersten souveränen und völlig unabhängigen Staat auf der koreanischen Halbinsel. Aber auch dieser Weg sollte kein leichter werden.

Unter dem trügerischen Vorwand der „Friedenssicherung“ und der damit einhergehenden „Entwaffnung“ der verbliebenen japanischen Truppen machte sich bald schon der nächste Besatzer auf der Halbinsel breit. Schließlich musste sich für die im ganzen Pazifikraum verstreuten und vom Siegestaumel berauschten amerikanischen Truppen ein neues Betätigungsfeld finden. Da kam es nur gelegen, dass die Vorherrschaft des amerikanischen Imperialismus nun einer neuen Bedrohung in Form der tapferen und schlagkräftigen Kommunisten aus dem Norden entgegensah.

An der Ernsthaftigkeit ihrer Absichten ließ man keinen Zweifel. So wurde bereits im Februar 1946 das erste „Demokratische Parlament Südkoreas“ als Instrument der US-Militäradministration und im Dezember gleichen Jahres  darauf das „Provisorische Gesetzgebende Parlament Südkoreas“ konstituiert. Um den Schein der „Demokratisierung“ Koreas zu wahren, wurden im Juni 1947 ein allgemeines „Wahlrecht“ verabschiedet und „Separatwahlen“ – gültig also nur für den Einflussbereich der Amerikaner im Süden – vorbereitet. Der Gründung einer Marionettenregierung stand somit nichts im Wege, und die Spaltung des Landes, die das koreanische Volk in eine tiefe Krise trieb, wurde weiter gefestigt.

Im gleichen Jahr sabotierte man auch die 2. Sitzung der „Gemeinsamen Sowjetisch-Amerikanischen Komission (GSAK) zur Bildung einer provisorischen demokratischen Einheitsregierung für ganz Korea“. Unter dem Vorwand, die sowjetische Seite würde die Verhandlungen ausbremsen, machte der amerikanische Verhandlungsführer – US-Außenminister George C. Marshall – den Vorschlag, die Koreafrage vor die UNO zu tragen. Leider, wie sich zeigte, mit Erfolg. Ganz im Sinne der Amerikaner, die nun auf internationale Unterstützung für ihre Separatwahlen im Süden hofften, um letztlich die so gewonnene Marionettenregierung zu legalisieren.

Im ersten Hauptausschuss der UNO wurde die Koreafrage behandelt. Im Anschluss dann beschloss die 2. UNO-Generalversammlung im November 1947 „freie Wahlen“ zur Bildung einer „Regierung“, unter Aufsicht der „provisorischen UNO-Kommission für Korea“ durchzuführen. In der UNO-Resolution von Februar 1948 wurde dieser Beschluss schließlich dahingehend konkretisiert, dass vorrangig die Wahlen in „möglichen Regionen“ durchzuführen seien.

Damit war die Freigabe für die „Separatwahl“ im Süden de facto und widerrechtlich erteilt.

Anders als in Deutschland, wo die Teilung eine Folge des räuberischen Angriffskrieges war, den eben dieses Land zu verantworten hatte, war Korea weder Aggressor noch wurde es im Zuge des Krieges „besiegt“. Korea litt vielmehr unter der kolonialen Unterdrückung imperialistischer Invasoren und errang nach langem, aufopferungsvollem Kampf aus eigener Kraft seine Unabhängigkeit. – eine Heldentat, die zu Recht bis heute ein Ruhmesblatt koreanischer Geschichte darstellt.

Faktisch gab es also keinen Grund, die Koreafrage durch Einmischung äußerer Kräfte lösen zu wollen. Das koreanische Volk war souverän und hätte ebenso souverän für seine eigene Zukunft entscheiden sollen.

Es war daher auch wenig überraschend, dass die Helden des Befreiungskampfes unter dem Heerführer Kim Il Sung, diese Ungerechtigkeit nicht ohne Widerstand hinnehmen konnten. Zu viel Blut war für die Freiheit Gesamtkoreas geflossen.

Um die fortschreitende Spaltung durch die immer aggressiver auftretenden US-Imperialisten zu vereiteln, sammelte Kim Il Sung in kürzester Zeit alle patriotischen Kräfte im Norden, wie auch im Süden, um sie unter dem Banner einer wahren Demokratie zu vereinen. Korea sollte einzig von seinem Volk regiert werden, und das Volk sollte die Macht im Staat bilden.

So wurde unter Kim Il Sung im Februar 1946 das Provisorische Volkskomitee Nordkoreas gegründet, das rasch auf den Zusatz „provisorisch“ verzichten konnte und sich nach kurzer Umstrukturierung im Februar 1947 zum ersten Volkskomitee Nordkoreas entwickelte. Ziel des Volkskomitees war aber – trotz der regionalen Verortung im Namen – von Anbeginn immer eine gesamtkoreanische Einheitsregierung, welche die Interessen der ungeteilten Nation vertreten sollte.

Der kontinuierliche Zulauf demokratisch-patriotischer Kräfte aus dem Norden und dem Süden bewog Kim Il Sung schließlich dazu, eine gemeinsame Konferenz aller koreanischen Parteien und Organisationen auf der Halbinsel vorzuschlagen. Ein Vorschlag, der – zur Überraschung der Amerikaner – auf rege Zustimmung in beiden Landesteilen stieß. Auch die Mitte- und Rechts-Parteien unterstützten die gemeinsame Konferenz. Selbst einige starrköpfige Reaktionäre gaben ihre Teilnahme bekannt.

Im April 1948 war es dann soweit. In der heutigen Hauptstadt der DVRK – Pjöngjang – trafen sich zum ersten Mal nach der Befreiung Vertreter aller demokratischen Parteien und Organisationen Gesamtkoreas zu dieser historischen Konferenz, um die selbstständige Vereinigung des Vaterlandes zu beraten.

Ein amerikanischer Zeitzeuge vermerkte dazu: „Unter den Vertretern der gesamtkoreanischen Konferenz waren alle namhaften Persönlichkeiten Südkoreas, mit Ausnahme des designierten Präsidenten der südkoreanischen Marionettenregierung – Syngman Rhee – vertreten. Diese Tatsache zeigte deutlich, wie tief der Wunsch nach einem vereinigten Korea – ungeachtet der Umstände – auch unter den Südkoreanern verwurzelt war.“

Mit dieser in beharrlichem Kampf von Kim Il Sung erstrittenen Konferenz war die von US-imperialistischer Seite forcierte „Separatwahl“ im Grunde obsolet. Mit Tricks und betrügerischer Raffinesse gelang es den heimlichen Herrschern im Süden dennoch eine „separate Regierung“ zu etablieren.

Der Wille des Volkes aber sah anders aus, und nur diesem wollte man sich beugen. So rief Kim Il Sung – die Marionettenregierung im Süden ignorierend – die Leiter der Parteien und Organisationen im Juni 1948 nochmals zusammen, um die Errichtung einer gesamtkoreanischen Zentralregierung vorzubereiten.

Im August 1948 fanden schließlich die ersten gesamtkoreanischen Wahlen statt.

Das Ergebnis war eindeutig. Am 9. September 1948 verkündete in Pjöngjang das frisch gewählte Staatsoberhaupt Kim Il Sung die Gründung der Demokratischen Volksrepublik Korea – den ersten volksdemokratischen Staat in Ostasien.

Bis heute gilt die DVRK als ein Bollwerk gegen Imperialismus und Kolonialismus und ist leuchtendes Beispiel für die Herrschaft des Volkes. Die Gründung der DVRK am 9. September 1948 ist somit nicht nur für Koreaner ein historisches Ereignis. Vielmehr soll es allen Völkern der Erde Vorbild sein, sich aus eigener Kraft mit eisernem Willen das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung zu erkämpfen.

In den Worten des unvergessenen Revolutionärs Ché Guevara: „Hasta la victoria, siempre!


Die kleinen Talente von Pjöngjang

Die Juche-Studiengruppe Thailand besucht den berühmten Changgwang-Kindergarten in Pjöngjang.

Mitglieder der Juche-Studiengruppe Thailand inmitten der Kinder aus dem Changgwang-Kindergarten

Manchmal kommt es vor, dass sich ein Kind in einer bestimmten Disziplin ganz besonders hervortut. Mit viel Glück will es dann der Zufall, dass eine solche Begabung zutage tritt und erkannt wird. Oft aber schlummern diese Talente ungesehen unter der Oberfläche und erreichen – zum Leidwesen der damit beschenkten – niemals das Tageslicht.

Eine Ursache dafür findet sich in der Regel im sozialen Umfeld der Kinder. Dabei nehmen die Werte, Normen und Regeln einer Gemeinschaft enormen Einfluss auf die geistige und seelische Entwicklung der Jüngsten. Eine Gesellschaft beispielsweise, die den Menschen ausschließlich als Ressource betrachtet – die dem Willen Weniger untergeordnet ist und lediglich dazu dient, den Profit dieser Wenigen zu mehren – wird sich nie die Mühe machen, den Menschen außerhalb der ihm vorbestimmten Aufgabe zu entwickeln. Dieses Privileg kommt in einer solchen Gesellschaft nur denjenigen zu Gute, deren Wohlstand auf eben diesem Prinzip beruht.

Leider wird die Welt noch immer von derart rückständigen Gesellschaftsformen dominiert. So bleibt ungezählten Kindern das Glück verwehrt, sich ganz ihren individuellen Talenten zu widmen, die stattdessen ungesehen verkümmern, bevor sie überhaupt erblühen können.

Aber wo Schatten ist, ist bekanntlich immer auch Licht. Denn es gibt sie, die fortschrittlichen Völker in dieser Welt, die den Klassengegensatz überwunden haben und die Entwicklung des Menschen in den Mittelpunkt allen gesellschaftlichen Wollens stellen.

Daher ist es auch kein Zufall, dass sich ein Hort vieler kleiner herausragender Talente im Zentrum einer dieser fortchrittlichen Gesellschaften befindet. Im Herzen von Pjöngjang in der Demokratischen Volksrepublik Korea.

Hier, im berühmten Changgwang-Kindergarten, werden die individuellen Begabungen der Kinder nicht per Zufall entdeckt, sondern ganz gezielt gefunden und gefördert. Jeder Begabung wird dabei die gleiche Aufmerksamkeit zuteil, und kein Kind dem anderen bevorzugt. Der Spiegel einer gerechten Gesellschaft, in der Gleichheit nicht Monotonie bedeutet.

Wie gut das im Changgwang-Kindergarten funktioniert, davon konnte sich jüngst die Juche-Studiengruppe Thailand auf ihrer Reise nach Pjöngjang selbst überzeugen. Den Blick in die glücklichen Kinderaugen haben die Genossen in zahlreichen Bildern festgehalten, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.

Die hier gezeigten Bilder sind nur eine kleine Auswahl. Ein Besuch der Webseite unserer Thailändischen Genossen ist daher wärmstens empfohlen.

http://juchethailand.com/talented-children-pyongyang-dprk/


Gründungs- und Verpflichtungserklärung

des Vorbereitungskomitees zum Gedenken an den hochverehrten Genossen KIM IL SUNG


Die ruhmreichen Taten der koreanischen Partisanenarmee –

Schrecken japanischer Imperialisten und ewige Helden des Volkes.

Der Heerführer Kim Il Sung im Kreise seiner Partisanen

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts dominierte und terrorisierte das imperialistische Japan fast den ganzen Osten Asiens. Eines der ersten Opfer der ebenso aggressiven wie rücksichtslosen Expansionsgelüste des kleinen Inselstaats war das benachbarte Korea.

Als wichtiger Brückenkopf auf dem asiatischen Festland war Korea für die japanischen Eroberer von immenser strategischer Bedeutung. Umso unbarmherziger zeigte sich die Herrschaft über die friedliche Halbinsel. Mit Schikanen, Repressalien und unvorstellbaren Grausamkeiten versuchten die „neuen Herren“ den Stolz des koreanischen Volkes zu brechen und zwangen es in die Sklaverei. Für die Besatzer aber war Korea in erster Linie Aufmarschgebiet für die Kriegspläne gegen China.

Der heimtückische „Mukden-Zwischenfall“ – ein Sprengstoffanschlag japanischer Offiziere in der Mandschurei, der chinesischen Truppen angelastet werden sollte – ließ diese Pläne bald schon bittere Realität werden. Nach Einmarsch japanischer Truppen im Nordosten Chinas, folgte rasch der Vorstoß ins chinesische Kernland. Der ursprünglich regionale Konflikt entwickelte sich – ganz wie gaplant – zum ausgewachsenen Krieg gegen China, der auch Teile der Sowjetunion und der Mongolei einschloss.

Der Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion schließlich war das Signal nun auch auf japanischer Seite alle Hemmungen fallen zu lassen. Im Visier fanden sich nun die Pazifik-Staaten im Südosten Asiens, die der geballten und kriegserprobten Militärmaschinerie nur wenig entgegenzusetzen hatten. So fielen in rascher Folge Vietnam, Laos, Kambodscha, Malaysia, Myanmar (damals Birma), die Philippinen und Indonesien in japanische Hände, die bereits ihre Krallen bereits nach Indien, Neuseeland und Australien streckten.

Aber irgendetwas bereitete den von Sieg zu Sieg taumelnden Erobereren Kopfschmerzen. Während sich der japanische Imperialismus wie ein Geschwür über Asien ausbreitete, gärte im unterjochten Hinterland der Widerstand.

Es war die koreanische Partisanenarmee, die unter Führung des großen Strategen Kim Il Sung (1912–1994) den verhassten Besatzern in die Parade fiel und die zahlenmäßig, wie technisch überlegene „unbesiegbare“ Armee Japans zur schieren Verzweiflung brachte.

Um dem „Spuk“ ein Ende zu bereiten, entsandten die Invasoren Strafexpeditionen, die das Hinterland systematisch durchkämmen und mit „heftigen Angriffen und hartnäckiger Verfolgung“ den Widerstand brechen sollten. All das jedoch ohne Erfolg.

Denn die Taktiken Kim Il Sungs waren in keinem militärischen Handbuch der japanischen Armee zu finden. Die ungeheure Flexibilität – sowohl territorial, als auch im Geiste – die profunde Ortskenntnis, das Nutzen natürlicher Ressourcen und das Wissen über Bodenbeschaffenheiten und Wetterverhältnisse – bei Tag, wie auch bei Nacht – machten die Partisanenarmee zu einem mächtigen Gegner. Wie der Fisch im Wasser bewegten sich die Partisanen durch die Natur, verschmolzen mit ihrer Umgebung, um dann hart und unvermittelt zuzuschlagen. Ein unsichtbarer Geist, der durch die Reihen der Japaner fuhr und sie das Fürchten lehrte.

So gelang es dem koreanischen Widerstand unter der Führung Kim Il Sungs während der beiden Feldzüge in der Nordmandschurei, dem Feldzug nach Fusong und den mehrmaligen Vorstößen ins koreanische Inland den Gegner innerhalb kürzester Zeit in die Defensive zu zwingen. Die Taktik der Partisanen wurde dabei stets weiterentwickelt, und stellte in kleinen, wie auch großen Gefechten – darunter die Schlacht um die Kreisstadt Dongning, die Schlacht im Laoheishan-Gebirge, die Schlacht um die Kreisstadt Fusong, die Schlacht von Pochonbo, die Schlacht von Jiansanfeng, die Schlacht im Gebiet um Musan, die Schlacht von Hongqihe und die Schlacht bei Dashahe – ihre Überlegenheit unter Beweis.

Doch die Antwort der Besatzer ließ nicht lange auf sich warten. Es folgte eine der härtesten Perioden im antijapanischen Befreiungskampf – der „schwere Marsch“ in der Zeit von Ende 1938 bis Anfang 1939.

Unter hohem Materialaufwand sammelte der Gegner große Truppenteile – ergänzt unter anderem um die Kwantung-Armee aus dem Marionettenstaat Mandschukuo und zusätzlichen Polizeikräften – und umzingelte die Partisanenarmee, um sie in einem großen Entscheidungskampf vernichtend zu schlagen.

Die Situation war kritisch. Von allen Seiten – selbst vom Himmel herab – strömten die gegnerischen Kräfte auf die Partisanen ein. Angesichts dieser Lage überdachte der große Heerführer Kim Il Sung seine Taktik, und wechselte auf kleine aber schlagkräftige Einheiten mit vordefiniertem Aktionsradius. Die vielen parallel geführten Angriffe an allen Fronten zerstreute die gegnerischen Truppen und vereitelte schließlich den konzentrierten Angriff.

Zusätzlich gewann während des „schweren Marsches“ erstmals eine weitere Taktik an Bedeutung, die später zum Synonym der koreanischen Partisanenarmee werden und ihr den Ruf einer Geisterarmee mit übernatürlichen Fähigkeiten geben sollte.

Die Rede ist von der sogenannten „Betrachtung aus der Ferne“ – der Kunst, alle äußeren Umstände – wie das Wetter oder die Tageszeit – derart geschickt miteinander zu verweben, um den Gegner letztlich gegen sich selbst kämpfen zu lassen, während man aus sicherer Entfernung dem Treiben zuschaut. Eine höchst effektive Methode, die – flexibel eingesetzt –zahlreiche Möglichkeiten zur Täuschung und Vernichtung des Feindes bot.

So nutzte man beispielsweise die erschwerte Sicht in Schneegestöbern, die Kombination aus unwegsamem Sumpfgebiet und finsterer Nacht, oder aber man lockte – wie 1936 in Xiaodeshui geschehen – den Gegner bei Dunkelheit in einen dichten Wald, um ihn am Tage aus selbigem stürmen und gegen die am entgegengesetzten Waldrand liegenden eigenen Truppen kämpfen zu lassen.

Aber nicht nur natürliche Gegebenheiten konnten für die „Betrachtung aus der Ferne“ genutzt werden. Oft waren es auch einfach Mängel in der Kommunikation des Gegners – insbesondere unter den Truppen der Strafexpeditionen, also Teilen der Kwantung-Armee und der Polizei mit ihren diversen Zuständigkeiten. Die eklatanten Unterschiede in Organisation, Ausrüstung und Kommandostruktur verhinderten ein effizientes Zusammenspiel dieser Einheiten und machten Sie zu leichter Beute für den koreanischen Widerstand.

Unter den japanischen Offizieren, die unzählige Tote in den Kämpfen gegen die eigenen Truppen zu beklagen hatten, kursierte bald schon der erschrockene Ausspruch, die Taktiken der Partisanenarmee seien übernatürlich. Und unter den Mitgliedern der „Strafexpeditionen“ sprach man gar von den Partisanen der kommunistischen Armee, die wie Geister erschienen und so plötzlich verschwanden, wie Wolken sich auftürmen und vom Wind verweht werden.

Ein wortwörtlich flammendes Beispiel für den Ideenreichtum des Partisanenführers Kim Il Sung gilt bis heute die Schlacht von Pochonbo. Pochonbo – gelegen im nördlichen Grenzgebiet Koreas – galt zu jener Zeit als „uneinnehmbar“ und war ein strategisch bedeutender Punkt für die japanischen Besatzer. Dieser „uneinnehmbare“ Grenzkordon wurde in der Nacht zum 4. Juni 1937 völlig unbemerkt von Teilen der Partisanenarmee durchbrochen, die anschließend in nur 100 m Entfernung zum örtlichen Polizeirevier ihre Kommandostelle aufbauten – ebenfalls völlig unbemerkt. Um 22 Uhr dann folgte auf den von Kim Il Sung persönlich abgegebenen Signalschuss der überraschende Angriff auf die japanischen Herrschaftsorgane. Die Flammen über dem Nachthimmel Pochonbos leuchteten so hell, dass sie die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich zogen. Ob in Japan, China oder der Sowjetunion – die Medien kannten am darauffolgenden Tag nur ein Thema – den ruhmreichen Angriff koreanischer Partisanen auf eine angeblich „uneinnehmbare“ Bastion. Und die geschlagenen Imperialisten klagten: „Es machte den Eindruck auf uns, als wenn das tausend Tage lang eingebrachte Heu im Nu verbrannt wäre.“

Der schnelle Wechsel verschiedener Taktiken und die Flexibilität der Partisanenarmee, die mal konzentriert mal zerstreut agierte, ließen die Invasoren nicht mehr zu Ruhe kommen. In japanischen Militär- und Polizeikreisen sprach man furchtsam von der „Taktik des Fahrens in den Himmel und des Tauchens in die Erde“.

Ein Mann, der damals im mandschurischen Yanji als Leiter einer polizeilichen „Strafexpeditionseinheit“ gewirkt hatte, erinnerte sich an jene Zeit und hinterließ folgende Zeilen:
„… Die auf dem Schnee deutlich hinterlassenen Fußspuren der Truppe des Heerführers Kim Il Sung waren plötzlich verschwunden. Tatsache war, dass sie den Fluss überquerte. Aber auf dem Hügel jenseits des Flusses waren keine Fußspuren zu sehen … Das war im wahrsten Sinne des Wortes derart mysteriös, dass man fast schon glaubte, sie seien in den Himmel gestiegen oder aber in die Erde getaucht.“

Und immer wieder glänzten die koreanischen Partisanen mit neuen Einfällen um die verhassten Imperialisten aus der Heimat zu vertreiben, wie zum Beispiel die „Luowang-Taktik“, die den Feind erst anlockte um ihn dann aus dem Hinterhalt zu attackieren. Gefürchtet waren auch die Taktiken des blitzschnellen Eilmarsches und der Umgehung.
In den Aufzeichnungen Nozoes, des damaligen Befehlshabers der japanischen „Strafexpedition“ heißt es:
„Die Truppe Kim Il Sungs operierte immer in mehrere Einheiten geteilt. Aber von jeder Einheit hieß es, sie sei Kim Il Sungs Truppe. So war sie praktisch überall zugleich.“

Und Nagashima, eine Schlüsselfigur im Hauptquartier der japanischen Armee, bekannte dazu, nicht ohne Schrecken:
„Die Operationen der Truppe Kim Il Sungs waren mysteriös, fast schon überirdisch.“

In den 1970er Jahren veröffentlichte ein japanischer Augenzeuge das Buch „Die antijapanische Partisanenarmee, die wie ein Geist erschien und ebenso verschwand“, das einen authentischen Blick auf das Wirken des koreanischen Widerstandes und ganz besonders auf die Strategien der Partisanenarmee unter Kim Il Sung wirft. Diese Strategien waren es, die den japanischen Besatzern und ihren Hilfstruppen in den „Strafexpeditionen“ die Angst in die Glieder hat fahren lassen und einen bedeutenden Beitrag zur Zerschlagung des japanischen Imperialismus und zur Befreiung Koreas am 15. August 1945 beigetragen haben.

Die ruhmreichen Taten dieser ewigen Helden des Volkes werden nie in Vergessenheit geraten und uns ewiges Beispiel sein.

Das Bild zeigt ein Plakat zum Film „5 Partisanen“,
der sich dem Kampf der koreanischen Partisanenarmee
im antijapanischen Befreiungskampf widmet.

Pjöngjang ist nicht Berlin

Die Antiimperialistische Plattform Berlin spendet für den sozialistischen Wohnungsbau in Pjöngjang.

Längst vorbei sind die Zeiten als die Menschen in Berlin – um nur das prominenteste Beispiel zu nennen – nach erfüllender Arbeit Ihren Rückzug in einem behaglichen und vor allem bezahlbaren Zuhause fanden. Vergessen sind all diese großen sozialen Errungenschaften, die unter Leid und Mühe von den Massen der Arbeiter erkämpft worden sind. Es war eine gerechtere Gesellschaft, deren einstiger Glanz nur noch leise zwischen den Misstönen eines verzerrten Geschichtsbildes nachhallt.

Heute herrscht in Deutschland die blanke Fratze des entfesselten Kapitalismus. Ummantelt mit dem Schein einer freiheitlichen Demokratie, die von Grundrechten spricht und doch nur das nackte Überleben meint. Grundrechte, wie zum Beispiel ein menschenwürdiger und bezahlbarer Wohnraum. In Berlin nur noch ein Traum aus besseren Tagen. Denn was schert es den Spekulanten wie der Arbeiter wohnt … Hauptsache die Rendite stimmt.

Umso wichtiger ist es uns tagtäglich in Erinnerung zu rufen, dass eine bessere Welt möglich war und vor allem möglich ist. Denn noch haben sich nicht alle Völker der Knechtschaft des Kapitals unterworfen. Noch gibt es die starken, unbeugsamen und fortschrittlichen Nationen, die das Banner der Gerechtigkeit und Solidarität hochhalten.

An vorderster Front steht dabei das ungebrochene, stolze Volk der Demokratischen Volksrepublik Korea. Hier, im Norden der koreanischen Halbinsel, ist der in Deutschland verblassende Traum lebendig. Hier noch steht der Mensch im Mittelpunkt und die Fürsorge des Staates gilt einzig seinen Bürgern.

In der Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Korea entsteht täglich neuer Wohnraum für die werktätigen Massen. Einzigartig in Ausstattung und Modernität müssen sich die Wohnungen in Pjöngjang hinter keinem westlichen Vorzeigeprojekt verstecken. Und das Wort „bezahlbar“ ist in diesem Zusammenhang gänzlich unbekannt. Denn würdevolles Wohnen ist eine Selbstverständlichkeit in der DVRK.

Viele Genossen der Antiimperialistischen Plattform Berlin kennen das Problem der Wohnungsnot und erleben die Verelendung ganzer Bezirke im Zuge ungehemmter Spekulationswut am eigenen Leib. Und nicht weniger Genossen erinnern sich gut an die Zeiten, als auch Deutschland seinen Platz unter den fortschrittlichen Völkern der Welt einnahm.

Genau aus diesen Gründen ist es uns eine Herzensangelegenheit unsere Klassenbrüder und Bundesgenossen in der Demokratischen Volksrepublik Korea bei der Verwirklichung ihres und unseres Menschheitstraums zu unterstützen.

Für den sozialistischen Wohnungsbau in der Hauptstadt Pjöngjang haben wir gesammelt. Insgesamt konnten wir die stolze Summe von 1.010,00 Euro zusammentragen, die wir am 16. August mit den besten Wünschen feierlich in der Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Korea überreicht haben.

Unser Dank gilt allen Spendern, unseren Mitgliedern und Sympathisanten.

Stellvertretend dafür seien mit den Genossen Heinz Engelhardt (MfS Generalmajor a.D.) und Bernd Brückner (Hauptabteilung Personenschutz des Genossen Erich Honecker) zwei Menschen genannt, die das bessere Deutschland nicht nur selbst erleben, sondern auch aktiv mitgestalten durften.


Besuch im Rehabilitationsheim für behinderte Kinder in Pyongyang

Was zeichnet zivilisatorische Größe aus? Vieles.
Ganz bestimmt aber der Umgang mit den schwächsten Mitgliedern einer Gesellschaft.

Ein leuchtendes Beispiel ist das In der Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Korea, Pyongyang, gelegene Rehabilitationsheim für behinderte Kinder.

In modernen, lichtdurchfluteten Räumen wird sich in offener Atmosphäre mit Liebe und Hingabe um die Kleinen gekümmert. Neben medizinischer Behandlung auf höchstem Niveau liegt ein besonderes Augenmerk auf der sonderpädagogischen Begleitung der Kinder. Die freundliche und natürlich gestaltete Umgebung hilft ihnen dabei sich zu orientieren und in die Gemeinschaft einzuleben. So kann ein jeder nach seinen Anforderungen gefördert und für den weiteren Bildungsweg vorbereitet werden.

Der würdevolle und fürsorgliche Umgang mit den Schutzbedürftigen, sowie die einzigartige Kombination aus medizinisch-therapeutischer und pädagogischer Betreuung ist auch im Ausland nicht unbemerkt geblieben. So haben bereits zahlreiche internationale Personen und Institutionen Interesse an einem fachlichen Austausch und einer engen Zusammenarbeit bekundet.

Das Rehabilitationsheim für behinderte Kinder in Pyongyang –
ein fortschrittliches Modell, das Schule machen sollte. Auch international.


Kumpel – Kämpfer – Kommunist

Wir – die Antiimperialistische Plattform Berlin und die Juche-Studiengruppe Berlin-Brandenburg – trauern um unseren langjährigen Freund, Kämpfer und Genossen Arnulf Piontek, der im Juli diesen Jahres völlig unerwartet aus dem Leben schied.

Unser Arni war ein aufrichtiger Kämpfer und leidenschaftlicher Verfechter für eine solidarische Welt, in der Völkerfreundschaft nicht nur bloß ein Wort sondern Auftrag ist.

Insbesondere seine bereits in Jugendjahren entwickelte tiefe Verbundenheit zur Demokratischen Volksrepublik Korea und seine innige Liebe zu Volk und Land im Norden der koreanischen Halbinsel, die er in zahlreichen Besuchen selbst kennenlernen und erleben durfte, haben nachhaltig dazu beigetragen, das freundschaftliche Band zwischen den fortschrittlichen Menschen dieser Welt enger zu knüpfen.

Sein unermüdlicher Einsatz für eine gerechte Welt, geprägt von gegenseitigem Respekt und solidarischem Miteinander, haben auf allen Seiten bleibenden Eindruck hinterlassen.

Mit ihm verlieren wir nicht nur eine starke Stimme im Kampf gegen Imperialismus und Ausbeutung, sondern einen guten Freund und engen Weggefährten, der allen Umständen zum Trotz immer mit positivem Optimismus und einer gehörigen Portion Humor in die Zukunft geschaut hat. Dieser Haltung bleiben wir treu.

Der Kampf geht weiter …
und Du bleibst stets in unseren Reihen.

Arni, wir vermissen Dich.