Archiv der Kategorie: Meldungen

Post aus Pjöngjang

Bereits zu Beginn des Jahres erreichte unseren Vorsitzenden Michael Koth ein Neujahrs-Gruß ganz besonderer Art. Im Januar überreichten die Genossen der Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Korea unserem Vorsitzenden einen Brief aus Pjöngjang.

Und der staunte nicht schlecht, als er den Inhalt sah. Darin enthalten war eine wunderschöne Neujahrskarte mit persönlicher Widmung und Visitenkarte des Referenten für internationale Beziehungen im Zentralkomitee der Partei der Arbeit Koreas (PdAK) – Genossen Kim Kyong Il.

Persönliche Widmung des Genossen Kim Kyong Il

„Das persönliche Schreiben aus Pjöngjang ist nicht nur eine große Ehre und Auszeichnung, sondern vor allem ein immenser Vertrauensbeweis in unsere Organisation und unsere Arbeit. Dieses Vertrauen werden wir nicht enttäuschen. Die Antiimperialistische Plattform steht im felsenfesten Schulterschluss zur Partei der Arbeit Koreas und ihrem Generalsekretär Genossen KIM JONG UN und wird das Banner der Freundschaft und Solidarität zur Demokratischen Volksrepublik Korea und zum koreanischen Volk auch in Zukunft mit Stolz und Würde führen.

Wir mögen zwar (noch) keine Massenorganisation sein, stehen einer solchen aber in Sachen Arbeitseifer und Enthusiasmus in nichts nach. Und auch wenn Quantität – frei nach Genossen Stalin – ihre ganz eigene Qualität hat, so gilt für uns als Kaderorganisation die Maxime: Qualität vor Quantität. Im spätrömisch anmutenden Turbokapitalismus werden die Gesetze der Dialektik, wie sie Friedrich Engels einst in der Dialektik der Natur benannte, manchmal eben umgekehrt.

Steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein. Deshalb werden wir weiterhin entschlossen für die gerechte Sache, den Frieden und die Freiheit der Völker verteidigen und den blutigen Fängen des Imperialismus die Stirn bieten. Ebenso, wie es das tapfere koreanische Volk seit weit mehr als einem halben Jahrhundert tut.“, so der sichtlich bewegte Genosse Koth.


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Anwältin verhaftet

Venezuela: Festnahme wegen Umsturzplänen

Von Volker Hermsdorf… Junge Welt vom 13.02.2024

Venezolanische Sicherheitskräfte haben am Wochenende eine Verdächtige festgenommen, gegen die ein Haftbefehl wegen mutmaßlicher Beteiligung an Umsturzplänen vorlag, die Ende Januar vereitelt worden waren. Wie Generalstaatsanwalt Tarek William Saab am Sonntag mitteilte, wurde die Rechtsanwältin Rocío San Miguel beim Versuch verhaftet, das Land zu verlassen. San Miguel ist Gründerin der von den USA unterstützten NGO Control Ciudadano, die sich nach eigenen Angaben der Überwachung der Verteidigung und der nationalen Streitkräfte widmet.

Der politisch rechts stehenden Gegnerin der venezolanischen Regierung wird Beteiligung an der Operación Brazalete Blanco vorgeworfen. Saab hatte im Januar bei Aufdeckung mehrerer Umsturz- und Attentatspläne erklärt, deren Ziel sei unter anderem ein Angriff auf einen Militärstützpunkt in dem an Kolumbien grenzenden Bundesstaat Táchira gewesen, um Waffen zu erbeuten und führende Chavisten zu ermorden. Damals waren 36 Militärangehörige und Zivilisten festgenommen und gegen 22 Verdächtige Haftbefehle erlassen worden. Die Inhaftierten sollen gestanden haben, seit Mai vergangenen Jahres mit finanzieller und logistischer Unterstützung von venezolanischen Exilantengruppen in Miami und Kolumbien gewaltsame Aktionen, darunter Angriffe auf Kasernen sowie die Ermordung des Präsidenten Nicolás Maduro und anderer Politiker geplant zu haben. Das Ziel: Vor den im Herbst anstehenden Präsidentschaftswahlen Unruhen provozieren.

Amnesty International kritisiert die Verhaftung von San Miguel als »willkürlich« und fordert ihre »sofortige und bedingungslose« Freilassung. Der US-Auslandssender Voz de América und andere westliche Medien bezeichneten sie als »Menschenrechtsverteidigerin«. Örtliche Medien wiesen dagegen auf ein von Wikileaks veröffentlichtes Telegramm des ehemaligen US-Botschafters William Brownfield an das US-Südkommando und das US-Sekretariat für Angelegenheiten der westlichen Hemisphäre hin, in dem San Miguel bereits 2007 als »USAID-Partner« empfohlen wurde.


Ein Leben zum Wohle des Volkes

Bildergalerie zum 82. Geburtstag KIM JONG ILs

Jedes Jahr im Februar begeht das koreanische Volk den Tag des leuchtenden Sterns und ehrt damit den Geburtstag KIM JONG ILs. Als einer der größten nationalen Feiertage, ist der Tag des leuchtenden Sterns Anlass für die Koreaner, dem Lebensweg des geliebten Führers zu gedenken und sein Andenken besonders zu würdigen.

KIM JONG IL widmete sein ganzes Leben in unermüdlichem Einsatz der Erfüllung der koreanischen Revolution und setzte sich von Anbeginn seiner Arbeit an die Spitze der Bewegung.

Erfüllt mit flammender Liebe für Volk und Vaterland und durchdrungen von eherner Entschlossenheit leistete KIM JONG IL Übermenschliches. Sage und schreibe 669.844 km Wegstrecke legte er in seinem revolutionären Leben zurück, um mit Rat und Tat den Menschen vor Ort zu helfen. Das entspricht einer 17-maligen Erdumrundung. Insgesamt 14.290 Einheiten gaben seine berühmten Vor-Ort-Anleitungen wertvolle Hilfe bei der Erfüllung ihrer verschiedensten Aufgaben.

KIM JONG IL leitete den beschwerlichen Songun-Marsch – den Weg zu Wohlstand und Würde –, an dessen Ende sich die Demokratische Volksrepublik Korea vor aller Welt als unumstößliche Macht und moderner, sozialistischer Staat mit höchsten Standards präsentierte.

Sein selbstloses Opfer und seine Verdienste um die Entwicklung des Vaterlandes zu einem prosperierenden Machtfaktor sind daher fest im kollektiven Gedächtnis verankert. Auf ewig gilt ihm der innige Dank des koreanischen Volkes – über Generationen hinweg.


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»Holzköpfe in Berlin«

Dokumentiert: »Warum sollen wir eure Fehler korrigieren?« Wladimir Putin im Interview mit Tucker Carlson. Auszüge

Junge Welt vom 10.02.2024

Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem ultrakonservativen US-Fernsehmoderator Tucker Carlson am Dienstag in Moskau ein Interview gegeben, das dieser in der Nacht zum Freitag auf seiner Website veröffentlichte. junge Welt dokumentiert Auszüge aus diesem ersten Interview Putins mit einem westlichen Journalisten seit Beginn des Ukraine-Krieges. (jW)

Tucker Carlson: Glauben Sie, dass Sie den Krieg jetzt beenden könnten? Haben Sie Ihre Ziele erreicht?

Wladimir Putin: Nein, wir haben unsere Ziele noch nicht erreicht, vor allem das der Entnazifizierung der Ukraine. Damit meine ich ein Verbot aller neonazistischen Bewegungen dort. Das war eines der Probleme, das wir bei den Gesprächen in Istanbul besprochen haben, aber diese Verhandlungen sind von der anderen Seite abgebrochen worden. (…) Meine Kollegen in Frankreich und Deutschland haben mir gesagt: Wie stellst du dir das vor, dass sie einen Vertrag unterschreiben mit der Pistole an der Schläfe? Ihr müsst die Truppen von Kiew abziehen. Gut, wir haben sie abgezogen. Aber kaum war das geschehen, haben unsere ukrainischen Gesprächspartner alles, worüber wir uns in Istanbul geeinigt hatten, auf den Müll geworfen und sich auf eine langandauernde militärische Auseinandersetzung mit uns vorbereitet. Mit Hilfe der USA und deren europäischen Satelliten. So ist es zu der heutigen Situation gekommen.

Glauben Sie, dass Wolodimir Selenskij die Freiheit hat, mit Ihnen Verhandlungen über die Beilegung dieses Konflikts zu führen?

Ich weiß es nicht. (…) Aber warum sollte er sie nicht haben? Er ist schließlich mit dem Versprechen gewählt worden, das Land zum Frieden zu führen. (…) Aber als er dann gewählt war, hat er zwei Dinge verstanden. Erstens, dass er es sich mit den Nationalisten lieber nicht verscherzt, denn sie sind aggressiv und sehr aktiv, und man muss bei ihnen mit allem rechnen. Und zweitens, dass der Westen unter Führung der USA immer diejenigen unterstützen wird, die Russland bekämpfen. (…) Also hat Selenskij eine entsprechende Position eingenommen, obwohl er seinem Volk versprochen hatte, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Er hat seine Wähler betrogen.

Aber jetzt, im Februar 2024, hat er da die Freiheit, mit Ihrer Regierung zu sprechen und seinem Land irgendwie zu helfen? Kann er das überhaupt?

Warum denn nicht? Er hält sich doch für den Staatschef, er hat die Wahl gewonnen. Wir in Russland sind zwar der Meinung, dass alles, was in der Ukraine seit 2014 passiert ist, die Folge des Staatsstreiches ist, und damit auch seine heutige Macht zumindest Legitimitätsdefizite aufweist. Aber er hält sich für den Präsidenten, die USA und ganz Europa bestärken ihn darin; warum sollte er also nicht verhandeln können? (…) Wenn die Selenskij-Administration Verhandlungen mit uns ablehnt, dann tut sie das auf Anweisung aus Washington. Wenn die USA jetzt langsam zu der Einschätzung kommen, dass das ein Fehler war, dann sollen sie irgendeinen für keine Seite kränkenden Vorwand finden, dieses bescheuerte Gesprächsverbot zurückzunehmen. Aber der Fehler ist auf ihrer Seite passiert, also müssen auch die USA ihren Fehler korrigieren. So einfach ist das. Wenn sie einen Fehler gemacht haben, warum müssen wir ihn dann korrigieren? Wir haben nichts dagegen.

Wäre das nicht zu erniedrigend für die NATO, jetzt Russland die Kontrolle über Gebiete zuzugestehen, die noch vor zwei Jahren zur Ukraine gehört haben?

Ich habe doch gesagt, sie sollen sich eine gesichtswahrende Lösung ausdenken. Es gibt immer Möglichkeiten, wenn der Wille da ist. Die ganze Zeit gab es das Geschrei, man müsse Russland eine militärische Niederlage beibringen. (…) Jetzt merkt wahrscheinlich der eine oder andere, dass das nicht so einfach ist, wie es sich anhört, sondern im Grunde unmöglich. Mir scheint, dass das inzwischen auch dem einen oder anderen, der die Macht im Westen kontrolliert, klar wird. Wir sind zum Dialog bereit.

Können Sie sich vorstellen, dass Sie sagen: Okay, NATO, herzlichen Glückwunsch, ihr habt gesiegt, belassen wir die Situation so, wie sie ist?

Das wäre ein Thema für Gespräche, die mit uns aber niemand führen will. Genauer, vielleicht gern führen würde, aber nicht weiß, wie er das anstellen soll. Sie haben doch selbst die Situation herbeigeführt, die wir jetzt haben. Das waren nicht wir, sondern unsere »Partner« und Gegenspieler. Dann sollen sie sich jetzt auch Gedanken machen, wie sie da wieder herauskommen. Wir lehnen das nicht ab. (…) Früher oder später wird es sowieso eine Verhandlungslösung geben. Und so seltsam das auch in der heutigen Situation klingen mag: Die Beziehungen zwischen den Völkern werden wieder aufleben. Das wird viel Zeit brauchen, aber es wird passieren.

Ich will Ihnen ein Beispiel aus dem Leben bringen. Kampfhandlungen, ukrainische Soldaten sind eingeschlossen. Unsere rufen ihnen zu: »Ergebt euch und rettet euer Leben.« Als Antwort kam: »Russen ergeben sich nicht!« Das heißt, sogar jetzt noch fühlen sie sich als Russen. In diesem Sinn ist das, was in der Ukraine geschieht, ein Bürgerkrieg, in dem ein Teil des russischen Volkes gegen den anderen gehetzt wird. Aber die beiden Teile werden sich wieder vereinen. Das ist unausweichlich.

Wer hat »Nord Stream« gesprengt?

Sie natürlich. (lacht)

Ich hatte an dem Tag anderes zu tun. Ich habe »Nord Stream« nicht gesprengt.

Na gut, dann haben Sie persönlich ein Alibi. Aber die CIA hat keines.

Haben Sie Beweise dafür, dass NATO oder CIA dahinter gesteckt haben?

Ohne in die Details zu gehen, aber man sagt in solchen Situationen immer: Schuldig ist der, der einen Vorteil davon hat. In diesem Fall muss man darüber hinaus auch noch fragen, wer die Möglichkeiten hatte, so etwas zu machen. Motive können viele haben, aber auf dem Grund der Ostsee eine Pipeline zu sprengen, das können nicht alle. Man muss beide Komponenten zusammenführen: wer das Interesse hatte und wer die Fähigkeit.

Was ich nicht ganz verstehe: Wir haben es mit einem ungeheuerlichen Akt von Industrie­terrorismus zu tun und, am Rande bemerkt, einem riesigen Ausstoß von CO2 in die Atmosphäre. Wenn Sie von Ihren Geheimdiensten Belege dafür haben, warum machen Sie sie nicht öffentlich und tragen einen Propagandasieg davon?

Im Propagandakrieg ist es sehr schwer, die USA zu besiegen, weil die USA die weltweiten und sehr viele europäische Medien kontrollieren. (…) Deshalb könnten wir zwar mit dieser Arbeit anfangen, aber wie man so sagt, es steht nicht dafür. Es besteht die Gefahr, dass wir unsere Quellen offenlegen und trotzdem nichts erreichen. Die Welt weiß ohnehin, was da passiert ist, sogar amerikanische Experten reden darüber.

Sie haben in Deutschland gearbeitet, und die Deutschen wissen doch genau, dass ihre NATO-Partner sie da hereingelegt haben. Natürlich hat das der deutschen Wirtschaft einen schweren Schlag versetzt – ­warum schweigt Deutschland dann?

Ich wundere mich auch darüber. Aber die heutige Regierung Deutschlands lässt sich nicht von den nationalen Interessen leiten, sondern von denen des kollektiven Westens. Anders ist die Logik ihres Handelns oder Nichthandelns nicht zu erklären. Es geht ja nicht nur um »Nord Stream 1«, die beschädigt, und »Nord Stream 2«, die nie in Betrieb genommen wurde. Auch wenn eines der Röhren heil geblieben ist und man dort Gas nach Europa hindurchpumpen könnte. Bitte schön, wir sind dazu bereit.

Es gibt ja auch noch die Leitung »Jamal-Europa« durch Polen. Auch da könnte man viel transportieren. Aber Polen hat sie geschlossen und beißt die Hand, die es füttert. Es bekommt sehr viel Geld aus den EU-Töpfen, und diese Mittel kommen vor allem aus Deutschland. In diesem Umfang finanziert Deutschland Polen. Trotzdem haben die Polen die Transitleitung geschlossen. Warum? Ich weiß es nicht.

Auch durch die Ukraine, in die die Deutschen Waffen und Geld pumpen, verlaufen zwei Gasleitungen. Die Ukrainer haben die eine einfach gesperrt. (…) Ich verstehe nicht, warum Deutschland der Ukraine nicht sagt: »Hört zu, Leute, wir zahlen euch einen Haufen Geld, also öffnet bitte die Ventile und lasst russisches Gas zu uns durch. Wir kaufen Flüssiggas dreimal so teuer anderswo ein, das ruiniert die Grundlagen unserer Wettbewerbsfähigkeit. Wenn ihr wollt, dass wir euch finanzieren, dann sorgt dafür, dass wir dieses Geld auch erwirtschaften können.« Nein, das machen sie nicht. Warum, das können Sie die Deutschen fragen. (schlägt auf den Tisch) Genau dieses Holz haben sie dort im Kopf. Dort regieren ausgesprochen inkompetente Leute.


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Putschpläne vereitelt

Venezuela: Rechte Verschwörer verhaftet. USA drohen mit erneuter Verschärfung von Sanktionen

Von Volker Hermsdorf…. Junge Welt vom 29.01.2024

Venezuelas Regierung hat im Vorfeld der im Herbst anstehenden Präsidentschaftswahlen offenbar mehrere Umsturzpläne durch Anhänger der extrem rechten Opposition vereitelt. Wie Generalstaatsanwalt Tarek William Saab am Wochenende mitteilte, wurden bis zum Freitag 36 Militärangehörige und Zivilisten festgenommen. Gegen 22 weitere Verdächtige wurden Haftbefehle erlassen. Die Beschuldigten sollen seit Mai vergangenen Jahres mit finanzieller und logistischer Unterstützung von rechten venezolanischen Exilantengruppen in Miami und Kolumbien fünf gewaltsame Aktionen vorbereitet haben.

Der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung (AN), Jorge Rodríguez, beschuldigte die CIA, einen Teil der Verschwörer zwischen 2019 und 2021 rekrutiert zu haben. »Wir haben die Namen aller CIA-Agenten, mit denen sich diese Leute getroffen haben«, erklärte er. Unter anderem gebe es Beweise dafür, dass einer der enttarnten Militärs, Deckname »Cárdenas Camacho«, täglich vertrauliche Informationen über die Routen von Präsident Nicolás Maduro an die CIA und den kolumbianischen Geheimdienst weitergegeben habe. Laut Generalstaatsanwalt Saab sind die Verhafteten geständig und liefern aufschlussreiche Informationen über die Planungen zur Destabilisierung des Landes. Dazu gehörten Angriffe auf Kasernen, das Erzeugen von Unruhen sowie die Ermordung von Präsident Maduro, Verteidigungsminister Vladímir Padrino López und anderen Politikern. Den mutmaßlich am Komplott Beteiligten werden die Straftatbestände Hochverrat, versuchter vorsätzlicher Mord an Regierungsmitgliedern und anderen Politikern, Verschwörung sowie die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gehören zu den Inhaftierten auch Juan José Freites Cabrejo und Luis Enrique Camacaro Meza. Freites und Camacaro sind – örtlichen Medien zufolge – in den Bundesstaaten La Guaira und Yaracuy Wahlkampfleiter der von der Oppositionspolitikerin María Corina Machado gegründeten Rechtspartei Vente Venezuela.

Machado darf nach einem Beschluss des Obersten Gerichtshofs (TSJ) vom Freitag allerdings – wie auch der ultrarechte Exgouverneur des Bundesstaates Miranda, Henrique Capriles, und vier weitere Kläger – nicht bei den Präsidentschaftswahlen im Herbst kandidieren. Das Gericht wies einen Revisionsantrag der Betroffenen zurück und bestätigte ein Urteil vom Oktober vergangenen Jahres. Dadurch war Machados Nominierung als Präsidentschaftskandidatin durch Teile der rechten Opposition für ungültig erklärt worden. Bereits 2015 war der Politikerin nach einem Verfahren wegen Steuerhinterziehung das passive Wahlrecht für 15 Jahre entzogen worden. Im Juli 2023 wurde ihr außerdem für 15 Jahre die Ausübung öffentlicher Ämter verboten. Solange diese Maßnahmen bestünden, könne Machado gar nicht »bei den Präsidentschaftswahlen 2024 antreten«, so die spanische Agentur Efe. In dem am Freitag veröffentlichten Urteil verwies das Gericht jetzt zudem auf eine mutmaßliche Beteiligung der Rechtspolitikerin an Korruptionspraktiken des selbsternannten »Interimspräsidenten« Juan Guaidó, die das venezolanische Auslandsvermögen gefährdeten, sowie auf ihre Unterstützung der von den USA verhängten Sanktionen. Machado warf dem Gericht und der Regierung daraufhin »politische Manöver« vor. Sie kündigte an, das Urteil zu ignorieren und ihren Wahlkampf fortzusetzen.

Dabei hat sie mächtige Unterstützer. Der Sprecher des US-Außenministeriums Matthew Miller schrieb nach dem Urteil auf X, dass die USA ihre Sanktionspolitik nun »überprüfen« würden. US-Außenminister Antony Blinken hatte bereits im vergangenen Jahr gedroht, Lockerungen im Öl-, Gas- und Goldsektor zu widerrufen, falls Corina Machado nicht zu den Wahlen zugelassen würde. Während sich die USA um ihre rechten Verbündeten in Venezuela sorgen, wirft die von Maduro an der Beteiligung bei den Wahlen behinderte Kommunistische Partei (PCV) der Regierung in Caracas vor, nach Kontakten mit dem Unternehmerverband, Teilen der rechten Opposition und der US-Regierung einen neoliberalen Kurswechsel zu vollziehen.


Wer Wind sät, wird Sturm ernten!

Wichtige Entscheidungen auf der 9. Plenarsitzung der 8. Legislaturperiode des ZK der PdAK

Der militärische Kurs Pjöngjangs steht fest. Auf der 9. Plenarsitzung der 8. Legislaturperiode des ZK der Partei der Arbeit Koreas verkündete Generalsekretär KIM JONG UN das neue Verteidigungskonzept der Demokratischen Volksrepublik Korea. Die massive Steigerung der Rüstungsproduktion und die deutliche Verstärkung des Verteidigungspotentials der DVRK haben weltweit für große Aufmerksamkeit gesorgt.

Taktisch klug aufgestellt und hervorragend ausgerüstet soll die Koreanische Volksarmee als unerbittliches Bollwerk die territoriale Unversehrtheit der DVRK garantieren. In erster Linie zur Abschreckung und zur Wahrung von Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel. Doch soll das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die KVA im Ernstfall auch bereit wäre, das Vaterland bis zur letzten Patrone zu verteidigen.

Kampfbereit und entschlossen – die Koreanische Volksarmee ist bereit, die Freiheit und Unabhängigkeit der DVRK tapfer zu verteidigen. (Quelle: KCNA)

Damit reagiert Pjöngjang auf die immer bedrohlicher werdenden Kriegsszenarien, die – von den USA initiiert – im benachbarten Süden längst das Stadium eines reinen Planspiels verlassen haben.

Gewollte Eskalation

Mit den jüngsten militärischen Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel sei einmal mehr eine Grenze überschritten worden, gab das Plenum nach seiner mehrtägigen Sitzung bekannt. Die anhaltenden Provokationen und das unbesonnene Verhalten der USA und ihrer Vasallen sind in der Geschichte beispiellos und führen zu einem gefährlichen Weg, an dessen Ende die reale Bedrohung eines bewaffneten Konflikts stehen könnte.

US-Präsident Joe Biden sprach am Rande eines Treffen mit dem südkoreanischen Machthaber Yoon Suk Yeol im Frühjahr vergangenen Jahres vom „Ende des Regimes“ und fabulierte ganz unverblümt über den Einsatz strategischer Atomwaffen. Festgehalten wurde dieser atomare Irrsinn in der Washingtoner Erklärung, in der beide Staaten – gemeinsam mit Japan – ihr militärisches Bündnis gegen die DVRK besiegelten. Dass es sich dabei mitnichten nur um bloßes Säbelrasseln handelte, zeigte die kurz darauf erfolgte Einrichtung einer multinationalen Beratungsgruppe, deren einziges Ziel in der Planung atomarer Kriegsführung auf der koreanischen Halbinsel besteht.

Ebenfalls in Washington beschlossen wurde die Ausweitung der bereits zuvor schon unverhältnismäßigen Militärmanöver, die nun auch Japan als dritten Bündnispartner einbeziehen sollen. In der Folge erreichten die „Übungen“ – hochtrabend als „Größte der Geschichte“ tituliert – bereits bis Mitte 2023 das doppelte Volumen gegenüber dem Vorjahr. Welches Ausmaß dahinter steckt, lässt das umfassende Kriegsgerät vermuten, das die US-Imperialisten als Drohgebärde auffahren.

So gehören strategische Atombomber ebenso dazu, wie der atomgetriebene Flugzeugträger „Ronald Reagon“, der immer öfter in koreanischen Gewässern sein Unwesen treibt. Erstmals seit 40 Jahren nahm auch ein mit Atomsprengköpfen bestücktes U-Boot an den Kriegsspielen teil.

Indes legte die „Beratungsgruppe“ im Dezember ihr erstes Ergebnis vor: Eine atomare Kriegsstrategie, an deren Ende zweifelsfrei die Vernichtung der gesamten koreanischen Halbinsel stünde. Besondere Bedeutung bekommt diese Erklärung durch die zeitgleiche Ankündigung, eben diese Strategie auch in die kommenden Manöver einfließen zu lassen.

Einmal mehr zeigt sich, dass es sich längst nicht mehr nur um rhetorische Kraftspiele handelt, sondern es den US-Imperialistien blutiger Ernst ist. Die Folgen eines solchen Konflikts interessieren dabei nur am Rande. Ebensowenig wie der eiskalt einkalkulierte Bruch der Atomvereinbarung, die von den beiden koreanischen Nachbarn am 19. September 2018 geschlossen wurde, und die bis dato ein gewisses Maß an Stabilität brachte.

Seoul tut seinerseits nichts, um die Spannungen zu beruhigen. Im Gegenteil. Die massive Aufrüstung der südkoreanischen Armee und ständige Provokationen an der Demarkationslinie lassen nur einen Schluss zu: Südkorea forciert den Konflikt und steuert in eine bewusste Eskalation. Verrückt, wenn man bedenkt, dass ein Krieg auf der koreansichen Halbinsel auch und besonders den Süden treffen wird.

Die Verteidigung der DVRK ist oberste Prämisse

Um dem Ernst der Lage gerecht zu werden, sah sich das ZK der PdAK nun gezwungen angemessen zu reagieren. Auf der 9. Plenarsitzung der 8. Legislaturperiode des ZK der PdAK wurden daher entscheidende Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigungsbereitschaft eingeleitet, um den Ausbau der Streitkräfte in noch schnellerem Tempo voranzutreiben.

Die Provokotionen dürfen nicht unbeantwortet bleiben und müssen konsequent und mit einem Schlag abgewehrt werden können, konstatierte Genosse KIM JONG UN. Dazu gilt es entsprechende Vorbereitungen zu treffen.

Der Generalsekretär der PdAK – KIM JONG UN – inspiziert Truppen der Luftstreitkräfte. (Quelle: KCNA)

So wird das bereits jetzt schon lückenlose Beobachtungsnetz der Koreanischen Volksarmee noch dichter geschlossen, um jede Veränderung der Sicherheitslage auf der Halbinsel umgehend wahrnehmen und rechtzeitig, schlagkräftig und notfalls unter Einbeziehung der eigenen Atomstreitkräfte auf einen Angriff aus dem Süden reagieren zu können.

Von besonderer Bedeutung ist dafür unter anderem die weitere Erschließung des Weltraums, wofür ebenfalls entsprechende Mittel freigegeben wurden. Der erfolgreiche Start des ersten nordkoreanischen Beobachtungssatelliten im November letzten Jahres legte bereits einen wichtigen Grundstein. 2024 sollen nun drei weitere Satelliten folgen.

Sind die Beobachtungssatelliten vornehmlich defensiver Natur, muss aber natürlich auch das offensive Potential der Armee gestärkt werden.

Die Rüstungsindustrie läuft auf Hochtouren, und die fleißigen Werktätigen der DVRK tun alles daran, um die Ziele für 2024 nicht nur zu erreichen, sondern zu übertreffen. Das Atomwaffenarsenal steht dabei im Mittelpunkt, hat es sich doch bereits jetzt als nachhaltig wirksame Abschreckung und Garant für das Gleichgewicht der Kräfte und des Friedens bewährt. In Anbetracht der politisch-militärischen Entwicklung muss insbesondere diese atomare Schlagfähigkeit erhalten und ausgebaut werden. Und tatsächlich steigen die Produktionszahlen ballistischer Raketen Tag um Tag.

Schlagkräftige Friedenswahrer – Test ballistischer Raketen der KVA (Quelle: KCNA)

Neben dem Ausbau der Atom- und Raketentruppen sieht der Plan des ZK auch die Entwicklung weiterer unbemannter Drohnen vor, die den Luftstreitkräften der Koreanischen Volksarmee die unumstrittene Lufthoheit über Korea garantieren sollen.

Doch nicht nur zu Land und in der Luft – auch zu Wasser muss die DVRK weiterhin der bestimmende Faktor bleiben. Für die Koreanische Volksmarine ist daher eine umfangreiche Erweiterung der Über- und Unterwasserstreitkräfte geplant. Ein undurchdringlicher Sperrgürtel soll jeden Angriff von Seeseite unmittelbar abwehren und die Küsten Koreas verteidigen.

Moderne Kriegsführung findet nicht nur auf dem Schlachtfeld statt. Der Krieg ist längst digital geworden. Das weiß auch das Plenum des ZK und hat daher diese unsichtbare Front ebenfalls in Stellung gebracht. Forscher, Computerspezialisten und die Rüstungsindustrie arbeiten Hand in Hand, um die Koreanische Volksarmee auf diesem Terrain stetig zu verbessern und im Cyberkrieg alle Mittel zur Verteidigung des Vaterlandes bereitzustellen.

Die Beschlüsse auf der 9. Plenarsitzung in der 8. Legislaturperiode des ZK der PdAK unter Leitung von Genossen KIM JONG UN zeigen deutlich, mit welch eisernem Willen und wilder Entschlossenheit die Demokratische Volksrepublik Korea bereit ist, ihre Freiheit bis aufs Letzte zu verteidigen.

Sie beweisen aber auch den unbedingten Friedenswillen KIM JONG UNs, der alles in seiner Macht stehende tut, um die drohende Eskalation zu vermeiden und wieder Stabilität auf der koreanischen Halbinsel herzustellen.

Eine Wahrheit, die im Westen allzugerne verschwiegen oder ignoriert wird.


Für uns – die antiimperialistische Plattform Deutschland – gehört der Frieden unter den Völkern zu den höchsten Gütern. Daher stehen wir geschlossen hinter den Friedensbemühungen der DVRK, und auf Seiten des glorreichen Volkes der DVRK.


Zitat des Tages

„Ich habe noch nie einen offeneren, gerechteren und ehrlicheren Menschen getroffen, und diesen Qualitäten (…) verdankt er seine ungeheure, unbestrittene Führungsposition (…).“


Diese Worte stammen von dem weltberühmten britischen Romanautor H.G.Wells, bekannt vor allem durch seine Werke „Die Zeitmaschine“ und „Krieg der Welten“.

In den späten 30er Jahren war der weltbekannte britische Romanautor H.G.Wells gern gesehener Gast in der High-Society und enger Freund zahlreicher Prominenter – unter anderem mit dem Premierminister Großbritanniens: Winston Chruchill.

Seine Berühmtheit und den Nimbus des Künstlers nutzend, bereiste der umtriebige Autor die Welt. Er wollte sich ein eigenes, unverfälschtes Bild machen und traf bei seinen Reisen auf die wichtigsten Personen seiner Zeit. Eine dieser Personen galt das oben genannte Zitat. Nicht etwa, wie vielleicht erwartet, einem seiner vielen politischen Freunde in London, Washington oder Paris.

Kein Geringerer als der damalige Führer der sozialistischen Sowjetrepublik – Josef Stalin – war es, den Wells nach einem intensiven Treffen mit ihm als offen, gerecht und ehrlich empfand. Und das, obwohl der überzeugte Sozialist Wells sich dem trotzkistischen Lager zurechnete und dem Treffen mit einer entsprechenden Skepsis entgegensah.

Das Zitat entstand in Folge eines umfassenden Interviews, das der Romanutor und Journalist im Jahr 1934 für die britische Zeitschrift „The new statesman“ mit Stalin führte. Das Interview ist ausgesprochen Lesenswert und Wells zeigt sich – in schöner, linker Tradition – als bissiger Gesprächspartner, der nicht zögert, auch Kritik zu üben.

Kritik üben? Gegenüber dem georgischen Despoten Stalin, der zudem noch als offen, ehrlich und gerecht beschrieben wird? Wie passt das mit unserem heutigen Bild des sowjetischen Staatsführers zusammen? Wer die Geschichte kennt und weiß, was sich daraus – bis in die Gegenwart – entwickelte, wird sich selbst einen Reim daraus machen können. Man denke nur an die geifernde Russophobie, die derzeit überall in den Reihen der selbsternannten „lupenreinen Demokraten“ grassiert.

Stalin muss – wie alle historischen Schicksalslenker – als Person seiner Zeit gesehen und bewertet werden. Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Diese dürfen uns aber nicht davon abbringen, auch die Ursachen dieser Schatten zu ergründen. Nur so ergibt sich ein vielschichtiges und realistisches Bild der Geschichte. Und nur so sind wir erst fähig, aus der Geschichte zu lernen – im Positiven, wie im Negativen.

Leider konnte das oben erwähnten Interview nur in Auszügen und nicht im Original-Wortlaut gefunden werden. Sollte einer unserer Leser einen entsprechenden Link haben, darf er ihn gerne als Kommentar hinterlassen. Wir werden ihn dann ergänzen.


Der Westen über KIM JONG IL – erstaunliche Worte

Der geliebte Führer KIM JONG IL hat zu seinen Lebzeiten nicht nur unter den Genossen der befreundeten Bruderstaaten bleibenden Eindruck hinterlassen. Als weltgewandter Staatsmann und exzellenter Diplomat traf er sich auch mit zahllosen Persönlichkeiten aus dem Westen.

Doch welches Bild machten sich diese westlichen Besucher, die in ihren kapitalistischen Heimatländern zum Teil federführend an der imperialistischen Feind-Propaganda gegen die DVRK beteiligt waren?

Lassen wir doch einfach zwei dieser Persönlichkeiten selbst zu Wort kommen.


„Ich bin fasziniert von seiner offenen und ehrlichen Art.“

„KIM JONG IL ist ganz anders als der Führer, an den wir bisher gedacht haben. Er besticht durch eine bestechende Logik und eine brilliante Auffassungsgabe, die sich insbesondere in der messerscharfen Analyse komplizierter internationaler Sachverhalte zeigt, die er durchweg korrekt zu beurteilen vermag. Darüber hinaus habe ich in ihm einen aufmerksamen Gesprächspartner gefunden, der wortgewaltig sprechen, aber auch ebenso aufmerksam zuhören kann. Es machte Spaß seinen Worten zu folgen, die mich ein ums andere Mal fesselten.

Zusammengefasst muss ich zugeben, dass KIM JONG IL – im Gegensatz zu unserer Einschätzung –ein vielseitig begabter Staatsmann ist, der sich in vielen Bereichen, sei es politisch, ökonomisch oder kulturell, auf sicherem Parkett bewegt. Dabei strahlt er eine Zuversicht und einen Großmut aus, der seinesgleichen sucht.“

Diese Worte – man mag es kaum glauben – stammen aus der Feder der ehemaligen US-amerikanischen Außenministerin Madeleine Albright, die nicht umsonst in Washington und der Welt als unerbittliche Hardlinerin – besonders gegen die DVRK – bekannt und berüchtigt war. Sie entstammen dem Bericht an Präsident Clinton, den sie zum Abschluss ihres Besuchs der DVRK im Oktober 2020 verfasste.

KIM JONG IL (rechts), zusammen mit Madeleine Albright (links) im Staatsfernsehen der DVRK.

Hauptthema ihres insgesamt 14-stündigen Zusammentreffens mit KIM JONG IL war die fragile und komplizierte politische Sitiuation in Ostasien im Allgemeinen und auf der koreanischen Halbinsel im Speziellen. Das harmonische Gespräch war geprägt von den durchdachten Schlussfolgerungen KIM JONG ILs, durch die viele offene Fragen geklärt werden konnten.

„Ich bin fasziniert von seiner offenen und ehrlichen Art.“, sagte Albright nach dem Treffen. Das bestätigt auch der ehemalige Sonderbotschafter für Friedensgespräche auf der koreanischen Halbinsel, der als ihr Begleiter an den Terminen mit KIM JONG IL teilnahm.

„Sie (Madeleine Albright) ist mit ihrem pjöngjang-Besuch ausgesprochen zufrieden. Besonders fasziniert hat sie KIM JONG IL, der sie mit seiner unvergleichlichen Art von Anfang an verzauberte. Das wird sie auch Präsident Clinton mitteilen und ihm von KIM JONG ILs unbestrittener Qualifikation als Staatsmann und Führer seines Landes berichten.“, so der Bericht des Sonderbotschafters.


„Ein bewundernswerter Mann, der in vielerlei Hinsicht einzigartig ist.

„Der Führer Nordkoreas ist von all den vielen Staatsmännern dieser Welt, die ich getroffen habe, ohne Zweifel der Herausragendste und hat bedeutenden Eindruck auf mich gemacht.“

Das sind die Worte, die Göran Persson – ehemaliger EU-Präsident und 41. Ministerpräsident Schwedens, wählte, als er den Staatsoberhäuptern der EU-Mitgliedstaaten von seinem Koreabesuch berichtete.

Im Mai 2001 besuchte er, zusammen mit einer hochrangigen EU-Delegation die DVRK.

KIM JONG IL (links), zusammen mit Göran Persson (links)
im Staatsfernsehen der DVRK.

KIM JONG IL beantwortete alle Fragen der Delegierten, die mit großem Interesse seinen Ausführungen folgten. Beim gemeinsamen Mittagessen beeindruckte er seine Gäste mit tiefsinniger Philosophie, aber auch mit humorvollen Anekdoten und seinem beeindruckenden Wissen über Weltliteratur, Filme und Kultur. Während des 5-stündigen Treffens mit den Europa-Politikern legte er seinen Standpunkt zur Lage in Nordostasien – mit der Koreanischen Halbinsel im Mittelpunkt – und den Beziehungen zwischen der DVRK und der EU dar.

Auf der anschließenden Pressekonferenz in Pyongyang kommentierte Ministerpräsident Persson:

„KIM JONG IL, der Vorsitzende des Verteidigungskomitees, ist ein ebenso leidenschaftlicher und aktiver, wie kultivierter und geschätzter Staatsführer. Ein freimütiger Politiker; wortgewaltig und mit Charisma.“

Chris Pattern, das für Auslandsbeziehungen zuständige Mitglied der Europäischen Union, konstatierte, dass KIM JONG IL durch eine selbstbewusste Haltung und einen klaren Standpunkt besticht. Der Generalsekretär des schwedischen Außenministeriums bemerkte zudem: „KIM JONG IL ist offen, freimütig und bescheiden. Ein bewundernswerter Mann, der in vielerlei Hinsicht einzigartig ist.“


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Ein Verein braucht seine Heimat

Von Nick Brauns

Junge Welt vom 30.01.2024

Wut und Enttäuschung sind groß beim Ostberliner Traditionsverein BFC Dynamo. Denn entgegen allen Versprechungen wird nicht das Stadion im Sportforum Hohenschönhausen, der Heimat des derzeitigen Regionalligisten und zehnfachen DDR-Meisters, drittligatauglich ausgebaut. Statt dessen soll das Mommsenstadion in Charlottenburg auf Kosten des Senats modernisiert werden. Und zwar schon bis Mai, um im Sommer vier Wochen lang als Trainingsplatz für die europäischen Spitzenkicker bei der EM 2024 zur Verfügung zu stehen. »Ein Gewinn für alle – ob im Schul- oder Vereinssport, für potentielle Drittligisten, denen ich beide Daumen drücke, oder die Teams der Euro 2024«, feierte SPD-Innensenatorin Iris Spranger den faktischen Beschluss, dem 1930 eingeweihten Platz im feinen Westen den Vorzug vor der 1959 eröffneten Sportanlage am ­Rande des Ostberliner Plattenbaugebiets zu geben. Von der dritten Liga sind die beiden regulär im Mommsenstation spielenden Vereine, Berlin-Ligist SC Charlottenburg und Oberligist Tennis Borussia, weit entfernt. Dagegen scheiterte der BFC 2022 erst in der Relegation am Aufstieg.

Im CDU-SPD-Koalitionsvertrag hieß es, das Sportforum solle als nationales Spitzenzentrum unter Berücksichtigung aller ansässigen Vereine der verschiedenen Disziplinen weiterentwickelt werden. Und konkret: »Das bestehende Stadion im Sportforum Hohenschönhausen wird mit dem Ziel der Drittligatauglichkeit ertüchtigt.« Noch im November 2023 war Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) beim Spiel des BFC gegen Hansa II zu Gast. »Ich habe daran geglaubt, und in meinem Leben ist ein Handschlag unter Männern immer etwas wert gewesen«, machte BFC-Wirtschaftsratschef Peter Meyer am Freitag im Onlinefanforum seiner Enttäuschung Luft. »Der Traum vom Sportforum ist gestorben, und es gibt keine Hoffnung mehr«, gab sich der starke Mann des BFC geschlagen. Das sehen viele Fans anders. »Fakt ist, und das sollte den Entscheidern bewusst sein, die Entwurzelung eines Traditionsvereins im Osten zugunsten Westberliner ›Filzpantoffeln‹ birgt enormen sozialen Sprengstoff«, warnte einer im Forum. Aufgeben und abwarten könne daher keine Option sein. Eine am Sonntag auf change.org gestartete Petition, jetzt auch im Sportforum die Drittligatauglichkeit herzustellen, wurde bis Montag mittag bereits 2.484mal unterzeichnet. »Ein Verein braucht seine Heimat«, heißt es darin. Sollte der BFC aufsteigen, müsse er sonst in einem fremden Stadion spielen, das raube einem kleinen Verein finanzielle Mittel, Zuschauer und Identität.


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Ostlerschmäher des Tages: FC-Bayern-Ultras

Von Nick Brauns

Junge Welt vom 26.01.2024

Beim Nachholspiel der Eisernen aus Köpenick am Mittwoch abend in München versuchten sich die Ultras des FC Bayern in Investorenkritik. Und da laut einer Studie bayerische Schüler im bundesweiten Schnitt am besten über den »Unrechtsstaat« DDR Bescheid wissen, geht das im schwarzen Söder-Land nicht ohne eine Portion antikommunistischer Ostlerschmähung.

»Lieber ein Gewinner sein, als Kritik zu äußern am Investoren hofierenden Stasi-Schwein …«, stand auf einem großen Plakat in der Allianz-Arena. Daneben ein Bild von Dirk Zingler, dem Präsidenten des 1. FC Union Berlin, mit Schweinenase in Uniform des Wachregiments »Feliks Dzierzynski«. Denn in der Truppe hatte Zingler drei Jahre lang seinen Dienst fürs sozialistische Vaterland geleistet – dass das Regiment dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unterstand, wollte der naive Jüngling erst bei Diensteintritt bemerkt haben.

Übel nehmen die Bayern-Fans Zingler seine Aussage, nicht »aus ideologischen Gründen grundsätzlich gegen Investoren im Fußball zu sein«. Er lehne aber Investoren ab, »die tatsächlich unseren Fußball verändern«, hatte der Präsi erklärt und bei der Deutschen Fußballiga im Dezember – anders als der FC Bayern – gegen den Investorendeal votiert.

Als das MfS noch als Schwert und Schild des Arbeiter- und Bauernstaats fungierte und Jung-Zingler in Uniform Wache schob, waren Fußballvereine an öffentliche Träger angeschlossen, von denen die Spieler Gehalt bezogen. Bei Union waren das das Kabelwerk Oberspree und das Transformatorenwerk »Karl Liebknecht«, während die Firma hinter dem Stadtrivalen und zehnfachen DDR-Meister BFC Dynamo das MfS war. Profitorientierten Investoren wurde hier ein Riegel vorgeschoben, und auf dem Rasen kickten noch keine Millionäre mit Söldnermentalität. Schlecht für den Sport war das nicht.