Schon wieder: ein Kotau. Nicht einfach, die Contenance dabei zu wahren. Der DGB-Eisenbahnergewerkschaft EVG eilt längst der Ruf voraus, vor allem eins zu sein: handzahm und konfliktscheu. Prompt bestätigt am Mittwoch abend durch den Schlichterspruch im lauen Tarifsparring zwischen DB AG und EVG. Was besagt das Sprüchlein? Im Kern ein zweistufiges Entgeltplus von 410 Euro für die meisten Kolleginnen und Kollegen bei einer Laufzeit von 25 Monaten. Mickrig, bestenfalls, trotz einmaliger »Inflationsausgleichsprämie«. Weil weit entfernt von der ursprünglichen Forderung: Minimum 650 Euro bei maximal zwölf Monaten. Und, noch ärger, die »Empfehlung« aus der Schlichterei weicht nur geringfügig ab vom letzten DB-Tarifangebot (400 Euro, 27 Monate Laufzeit).
Einigermaßen blamabel für den EVG-Chefverhandler Kristian Loroch. Der es indes versteht, wortakrobatisch die Schlappe, sprich den ausgedealten Reallohnverlust, umzudeuten; der Schlichterspruch sei nur »augenscheinlich nah dran« am DB-Angebot. Soso. Folglich wünscht sich Loroch Zustimmung durch Bundesvorstand und Belegschaft.
Mal ehrlich, was sind Tarifforderungen wert, wenn Gewerkschaftsbosse nonchalant ihr eigenes Ding drehen? Klar, werden jetzt einige einwenden, Forderungen sind keine Ergebnisse. Stimmt wohl. Aber: Wann wollen sich durch Arbeiter alimentierte Funktionäre gerademachen, wenn nicht in der Krise? Zumal die Belegschaft seit Ende Februar mobilisiert worden war, zwischendrin ein bisschen Warnstreik lief. Für was bloß?
Okay, Schnitt. Und kurz Luft holen, noch bleibt ein wenig Zeit zum Opponieren. Am Freitag tagen die EVG-Oberen. Unter ihnen dürfte kaum Widerspruch zum »Kompromissvorschlag« laut werden. Eher bei der Urabstimmung. EVGler befinden bis Ende August darüber. Nur, die Hürden sind bekanntlich verdammt hoch, drei Viertel von ihnen müssten gegen das sehr wahrscheinliche Abnicken des Bundesvorstands votieren. Die Folge wären Streiks; unbefristete, keine Kurzzeitausstände. So hatten es Loroch und Co. angekündigt. Ein schöner Traum, kaum mehr. Den Vorstehern aus der Gewerkschaftszentrale würde bestimmt ein Kniff einfallen, Bahn und Busse nicht lahmlegen zu müssen. Das können sie.
Eine Restvision – trotz akuter Behandlungsgefahr – bleibt. Hey Kolleginnen und Kollegen, vielleicht mal was Untergründiges probieren, eine Art revolutionäre Gewerkschaftsopposition auf die Schiene bringen. Rabatz, temporär zumindest. Eskalieren statt schlichten also. Hauptsache: Kein Kotau!
Zentralafrikanische Republik: Referendum über neue Verfassung. Bruch mit französisch inspirierten Vorbildern Von Georges Hallermayer
Die Zentralafrikanische Republik gibt sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre eine neue Verfassung. Am Sonntag findet eine Volksabstimmung über den vorgelegten Entwurf statt. Am positiven Ergebnis wird kaum gezweifelt, auch wenn die Opposition zum Boykott aufgerufen hat. Die Armee soll neben der UN-»Blauhelmtruppe« Minusca für Sicherheit sorgen. Ob dank der Mobilisierungskampagne die malische Rekordbeteiligung von 39 Prozent am dortigen Verfassungsreferendum Mitte Juni übertroffen wird? Präsident Faustin-Archange Touadéra war für die Werbekampagne am Freitag früher aus Sankt Petersburg vom Russland-Afrika-Gipfel zurückgekommen. Im Gepäck hatte er eine Reihe die Wirtschaft und den Handel fördernder Verträge sowie die Zusage, von Russland 50.000 Tonnen Getreide frei Haus geliefert zu bekommen.
Nur die Hälfte der 5,6 Millionen Menschen zählenden Bevölkerung ist zur Stimmabgabe aufgerufen. Die andere ist zu jung. Allein 43,5 Prozent sind unter 14 Jahre alt. Das ist das Resultat dreier Bürgerkriege: von 2004 bis 2007, dann 2012/13 und zuletzt 2013/14, beendet nach französischer und internationaler Intervention. Übergangspräsidentin Catherine Samba-Panza hatte das Land schon 2015 über eine neue Verfassung abstimmen lassen. 2016 wurde Touadéra zu ihrem Nachfolger gewählt, der bis heute regiert und mit dem Plazet des UN-Sicherheitsrats russische Militärausbilder ins Land holte, um bewaffnete Gruppen zurückzudrängen.
Die 2015 beschlossene »französisch inspirierte« Verfassung hat jedoch Nachteile, zumindest aus Sicht des Präsidenten. Sie verlangt einen Senat als zweite Parlamentskammer – und verbietet dem Staatsoberhaupt ein drittes Mandat. Der 66jährige Touadéra ist nach fünf Jahren als Premierminister (2008–2013) und zehn Jahren als Staatspräsident aber keineswegs amtsmüde. Er lässt sich auch nicht vom Beispiel seines früheren guineischen Amtskollegen Alpha Condé abschrecken, der 2021 im ersten Jahr seines dritten Mandats vom Militär abgesetzt wurde. Also initiierte Touadéras Partei »Bewegung der vereinten Herzen« im April 2022 eine Petition zur Ausarbeitung des zur Abstimmung stehenden Entwurfs.
Das am 15. August 2022 vom Parlament berufene 53köpfige Redaktionskomitee wurde zunächst vom Verfassungsgericht blockiert, da die Opposition es angerufen hatte. Nach Auffassung des Gerichts, konnte eine solche Verfassungsreform nicht ohne Zustimmung des Senats in Angriff genommen werden – und der wurde nie eingerichtet. Wenig später versetzte Touadéra die Gerichtspräsidentin Danièle Darlan in den Ruhestand und berief ihren Stellvertreter zum Interimsvorsitzenden. Das an Weihnachten 2022 vom Parlament verabschiedete »Gesetz über die Organisation des künftigen Verfassungsreferendums« wurde so am 20. Januar für verfassungskonform befunden. Im Mai wurde der Text des Referendums veröffentlicht und von Touadéra für den 30. Juli angekündigt. Was bringt der Entwurf? Die neue Konstitution soll eine »afrikanische Verfassung« sein, die Souveränität stärken, dem Land »seinen Stolz zurückgeben, der lange Zeit von Betrügern im Sold ausländischer Mächte beschlagnahmt wurde«, wie das zentralafrikanische Webjournal Ndjoni Sango schrieb. Oder sie ermöglicht einen neuen »Kaiser Bokassa«, wie die burkinische Tageszeitung Le Pays lästert: Denn Touadéra kann sich 2025 ein weiteres Mal für ganze sieben Jahre (statt wie bisher fünf) wählen lassen.
Einen Senat wird es auch weiterhin nicht geben. Statt dessen wird nach anderen afrikanischen Vorbildern eine »Kammer der traditionellen Chefs« geschaffen. Die Plattform Bé Oko begrüßte die Erweiterung der Rechte der Jugend und von Frauen wie ein Gesetz zur Parität. Es wird sich allerdings zeigen müssen, ob die Verfassung den Erwartungen der Jugend entspricht und hilft, den sozialen Fortschritt und damit den Frieden zu befördern. Oder bleibt ihr nur die Emigration, wie die »African Youth Survey 2022« mit Blick auf ganz Afrika herausfand? Demnach wollen im Schnitt 52 Prozent aller Jugendlichen emigrieren – allerdings mehr als zwei Drittel nach einigen Jahren auch wieder in ihre Heimat zurückkehren.
China-Besuch des algerischen Präsidenten. Zahlreiche Verträge unterzeichnet. Volksrepublik unterstützt Aufnahme in Verbund der BRICS-Staaten Von Sabine Kebir
Nachdem der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune im Juni Russland einen dreitägigen Staatsbesuch abgestattet hatte, war er vom 17. bis zum 23. Juli Gast der chinesischen Regierung. Zu beiden Ländern pflegt Algerien seit seiner 1962 errungenen Unabhängigkeit enge Beziehungen, die sich in den vergangenen Jahren intensiviert haben. Mit Russland besteht eine militärische Partnerschaft. Algerien bezieht von dort den größten Teil seiner Waffen, und beide Länder führen gemeinsame Manöver durch.
Und seit 2014 sind China und Algerien durch eine »global-strategische Partnerschaft« verbunden und unterschrieben in deren Rahmen im November 2022 bereits den zweiten »Fünfjahresplan«. China hat Frankreich als wichtigsten Zulieferer Algeriens bereits abgelöst. Neben Investitionen in den Bergbau und im Energiesektor hat die Volksrepublik in dem Maghrebstaat prestigeträchtige Bauprojekte realisiert wie die sechsspurige Autobahn, die das größte Land Afrikas von West nach Ost durchquert. Aber weder in Marokko noch in Tunesien existieren entsprechende Anschlüsse. Neben der Errichtung von etlichen olympiatauglichen Sportstadien, Konferenzzentren, Hotels und zahlreichen Wohnsiedlungen hat sich China am Bau der größten Moschee Afrikas in Algier beteiligt. Als Geschenk erhielt die Hauptstadt ein imposantes, mit neuester Technik ausgestattetes Opernhaus. Chinesische Arbeiter und Ingenieure sind beim Volk wegen ihres zurückhaltenden Auftretens geachtet.
Tebbounes Delegation umfasste zehn Minister und etwa 150 Geschäftsleute aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor Algeriens. Beide Länder unterzeichneten insgesamt 19 Verträge und Memoranden, die Eckpunkte der künftigen strategischen Zusammenarbeit in vielen Sektoren der Wirtschaft definierten: Handel, Landwirtschaft, Energie, Gesundheit, Kultur, Wissenschaft, Technologie und Weltraumforschung. Algerien wurde von China bereits beim Start eines ersten Satelliten unterstützt und hofft, künftig mit chinesischer Hilfe auch Astronauten auszubilden. Bald wird China mit dem Bau einer Eisenbahntrasse beginnen, die vom Norden durch die Sahara in den tiefen Süden des Landes führt. Als Teil der »Neuen Seidenstraße« wird sie zur Entwicklung des innerafrikanischen Handels beitragen. Insgesamt will die Volksrepublik in den nächsten Jahren umgerechnet rund 27 Milliarden US-Dollar in Algerien investieren, wofür es Erdöl und Erdgas importiert.
In einem Interview für das chinesische Fernsehen betonte Präsident Tebboune die völlige politische Übereinstimmung beider Länder. Algerien wisse hoch zu schätzen, dass China »uneigennützig (…) den Ländern Hilfe gewähre, die darum bitten«. Im Unterschied zum Westen fordere es »keine politischen Verhaltensregeln und stelle keine Bedingungen. Es gibt keine Furcht vor einer Hegemonie Chinas.« Daher hätte China Sympathien in vielen afrikanischen Ländern, »die politisches Bewusstsein haben«, weshalb es dem Kolonialismus erschwert werde, »mit einem neuen Gesicht zurückzukehren«.
Tebboune hob ferner hervor, dass »die Stimme Chinas« in der Welt erhebliches Gewicht habe, weshalb es eine erfolgreiche Vermittlerrolle zwischen verfeindeten Staaten einnehme. Er nannte das Beispiel der auf chinesische Initiative zustande gekommenen Versöhnung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. »Diese Politik, die Menschen einander näherzubringen, mögen wir.« Algerien und China kämpften gemeinsam »für eine bessere und gerechtere Welt«, betonte Tebboune. »Wir wollen eine multipolare Welt. Dafür muss bei den internationalen Institutionen viel verändert werden. Der Weltwährungsfonds und die Weltbank bringen den armen Entwicklungsländern keinen Nutzen«, konstatierte Algeriens Präsident weiter.
Wichtigstes politisches Ergebnis des Staatsbesuchs war, dass China die Aufnahme Algeriens in die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und den VerbundderBRICS–Staaten unterstützt, die die Gründung einer eigenen, international tätigen Bank planen. Algeriens erste Einlage – so schlug Tebboune vor – soll 1,5 Milliarden US-Dollar betragen.
Für nationale Unabhängigkeit, Frieden und Fortschritt!
„Und wenn sie noch so hetzen, man sollte sich vernetzen!“
Aus „Junge Welt“ Nr. 172, vom 27. Juli 2023
Abschied vom Westen
Der Sahelstaat Mali will nicht mehr so, wie der Westen es will. Dafür wird das Land erneut bestraft. Am Montag griffen die USA auf eines ihrer beliebtesten Mittel zurück, um unbotmäßige Regierungen unter Druck zu setzen, und verhängten Sanktionen, wie am Dienstag auf der Internetseite Mali Actu berichtet wurde. Betroffen sind zunächst drei hochrangige Militärs: Verteidigungsminister Sadio Camara und zwei Kommandeure der malischen Luftwaffe, Alou Boi Diarra und Adama Bagayoko. Wie das US-Finanzministerium zur Begründung verkündete, gebe es »Beweise« dafür, dass die drei der russischen Söldnertruppe »Wagner« den Einsatz und die Ausweitung ihrer Aktivitäten in Mali »erleichtert« hätten. Folglich würden nun alle ihre Vermögenswerte in den USA eingefroren. Außerdem ist ihnen untersagt, Geschäfte mit US-amerikanischen Personen oder Unternehmen zu tätigen.
Malis Übergangsregierung reagierte auf die Strafmaßnahmen »scharf und schnell« und verurteilte die »Einmischung« der USA in ihre inneren Angelegenheiten, hieß es bei Mali Actu. Die Einmischung hat einen konkreten Anlass. Diesen Donnerstag steht in St. Petersburg ein zweiter Russland-Afrika-Gipfel bevor. An ihm will Mali mit einer 80köpfigen Delegation unter Leitung von Staatspräsident Assimi Goïta teilnehmen, wie TASS vergangene Woche mitteilte. Am Dienstag beschwerte sich allerdings der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow der Agentur Anadolu zufolge auf einer Pressekonferenz in Moskau, dass insbesondere die USA und Frankreich »beispiellosen Druck« auf afrikanische Länder ausübten, um deren Teilnahme an dem Gipfel zu verhindern. »Sie verweigern den afrikanischen Ländern das souveräne Recht, sich Partner für die Ausweitung der Zusammenarbeit und Interaktion in verschiedenen Bereichen sowie für die Erörterung dringender Fragen selbst auszuwählen«, sagte Peskow.
Tatsächlich ist die malische Regierung in Westafrika eine Vorreiterin darin, sich von der westlichen Hegemonie zu lösen und Russland anzunähern. Der Grund liegt auf der Hand: Die Interventionen Frankreichs und der UNO haben das Land dem Frieden kein Stück nähergebracht. Schon kurz nachdem Anfang 2013 französische Truppen in den Norden Malis einmarschiert waren, um einen Vorstoß diverser Al-Qaida-Kräfte zurückzuschlagen, geriet die frühere Kolonialmacht bei den Maliern in Verdacht, den Einsatz nur nutzen zu wollen, um sich erneut in ihrem Land festzusetzen. Als Russland 2015 der syrischen Regierung in Damaskus gegen den »Islamischen Staat« zu Hilfe eilte, wurde dies dagegen als Modell dafür angesehen, wie Dschihadisten effektiv bekämpft werden können. Vor diesem Hintergrund beschloss Bamako schließlich, alte Kontakte nach Russland wiederzubeleben, das dann 2021 »Wagner«-Truppen geschickt haben soll. Die Militärkontingente Frankreichs und der UNO wiederum wurden des Landes verwiesen. Während die französischen Soldaten schon abgezogen sind, läuft die Frist für die UN-Mission Ende des Jahres aus. Am Dienstag stellte die daran beteiligte Bundeswehr schon einmal ihre Drohnenflüge über Mali offiziell ein.
Zwar werden den »Wagner«-Truppen von westlicher Seite Kriegsverbrechen in Mali vorgeworfen. Doch Bamako scheint entschlossen, seinen Kurs weiterzuverfolgen. Ein Ausdruck davon ist die neue Verfassung, die im Juni in einem Referendum bestätigt wurde und am Sonnabend in Kraft trat. Demnach ist Französisch keine Amtssprache mehr. Wie der malische Parlamentarier Aliu Tunkara am Dienstag der Agentur Sputnik erklärte, plane Bamako nun, Französisch »schrittweise aus allen Lebensbereichen zu entfernen«, während 13 Landessprachen den Status einer Amtssprache erhielten. »Wir wollen uns vom französischen System lösen, wir wollen den Status unserer Sprachen wiederherstellen. Ja, Französisch bleibt eine Arbeitssprache, aber nur vorläufig. Wir haben ernsthafte Pläne, unsere eigenen Sprachen zu fördern«, sagte Tunkara unter Verweis auf die »erheblichen Anstrengungen«, die Überreste des französischen Kolonialismus zu beseitigen.
Dem ist nur hinzuzufügen:
Für nationale Unabhängigkeit, Frieden und Freundschaft!
Aus der „Jungen Welt“ Nr. 174, vom 29./30. Juli 2023
Machtvolle Demonstration
Die Demokratische Volksrepublik Korea hat in der Nacht zu Freitag (Ortszeit) mit einer gewaltigen Militärparade den 70. Jahrestag ihres Sieges im Vaterländischen Befreiungskrieg gefeiert. Bei dem Defilee waren auch eine hochkarätige Delegation aus der Volksrepublik China sowie der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu zugegen. Dabei wurden Interkontinentalraketen vorgeführt, die nuklear bestückt werden können (Foto), wie staatliche Meiden berichteten. Ebenfalls gezeigt wurden neuartige Kampf- und Aufklärungsdrohnen. (dpa/jW)
Die Kinder sind die Könige des Landes. Das gilt zumindest in der Demokratischen Volksrepublik Korea. Schon Präsident KIM IL SUNG und der große Führer Genosse KIM JONG IL wussten, dass die Sorge für den Nachwuchs des Landes zu den wichtigsten Angelegenheiten des Staates gehört, der sich beide mit Hingabe und Liebe widmeten. Und auch heute wird dieser Einsatz für die Jüngsten vom verehrten Genossen KIM JONG UN unverändert fortgeführt.
Genosse KIM JONG UN beglückwünscht beim Besuch des Pyongyanger Kleinstkinderheims und des Pyongyanger Kleinkinderheims den Heimkindern zum neuen Jahr. Januar Juche 104 (2015)
„Das Land wird nur strahlend hell, wenn das Lachen der Kinder laut ist“, so die Maxime nach der er seine Arbeit ausrichtet. Die Kinder Koreas – Zukunft und Garant für die Existenz des ganzen Volkes – sollen aufrichtig, gesund und voll Fürsorge in der DVRK aufwachsen. In unermüdlichem Einsatz werden tagein, tagaus die Bedingungen dafür geschaffen.
Angefangen von reichhaltiger, gesunder Kost, über ein Freizeitangebot das keine Wünsche offen lässt, bis hin zu kostenlosen Schulutensilien für den (natürlich ebenfalls kostenfreien) Unterricht und an die Jahreszeiten angepasste Schuluniformen – den Kindern in der DVRK mangelt es an nichts.
Einen farbenfrohen Einblick in diese Welt gewährt uns die nachfolgende Bildergalerie, freundlichst zur Verfügung gestellt von der Botschaft der DVRK in Deutschland.
KIM JONG UN beim Besuch des Kindergartens Kyongsang, Juli Juche 101 (2012)
KIM JONG UN unter Kindern in der Eissporthalle des Volkes, November Juche 101 (2012)
KIM JONG UN beim Besuch der Kinderkrippe der Pyongyanger Gewürzfabrik, Juni Juche 102 (2013)
KIM JONG UN bei der Vor-Ort-Anleitung der Kinderklinik Okryu, März Juche 103 (2014)
KIM JONG UN bei der Besichtigung des Schülerpalastes Mangyongdae, Mai Juche 103 (2014)
KIM JONG UN bei der Vor-Ort-Anleitung der Pyongyanger Kinderlebensmittelfabrik, November Juche 104 (2015)
KIM JONG UN bei der Vor-Ort-Anleitung der Schulheftfabrik Mindulle, April Juche 105 (2016)
KIM JONG UN bei der Vor-Ort-Anleitung der Taschenfabrik Pyongyang, Januar Juche 106 (2017)
Kinder während des Unterrichts in Muttersprache
Kinder zeichnen mit neuen Schulartikeln, die sie vom Staat erhielten.
Kinder spielen Ärztin und Patienten.
Kinder beim intelligenten Spiel
Kinder entfalten ihre künstlerischen Begabungen.
Kinder im Planschbecken
Dank der Politik der Partei der Arbeit Koreas für die Kinderpflege werden die Kinder regelmäßig mit Milchprodukten versorgt.
In den Kleinstkinder- und Kleinkinderheimen im ganzen Land wachsen die Heimkinder gesund auf, ohne jemanden in der Welt beneiden zu müssen.
Kinder feiern den 1. Juni, den Internationalen Kindertag.
Kinder beim Volksspiel
Vergnügungspark Mangyongdae, erfüllt vom Lachen der Kinder
Kinder verbringen im Reitklub Mirim fröhliche Stunden.
Im Juli 2022 wurden auf der 8. Asiatischen Ausstellung von Kinderzeichnungen koreanische Kinder hoch bewertet.
Südlich des Zentrums von Pjöngjang, knapp 22 km entfernt, liegt die Gemeinde Ryongsan im Bezirk Ryokpho. Eingebettet in einen dichten, 40 ha großen und mehr als hundert Jahre alten Kiefernhain findet sich hier die prachtvoll ausgeschmückte Grabstätte des Königs Tongmyong, des Gründers von Koguryo, des größten der drei koreanischen Königreiche in der Zeit von 277 bis 668 vor unserer Zeitrechnung.
Koguryo war nicht nur der flächenmäßig größte, sondern auch der stärkste und erste Feudalstaat auf koeanischem Boden. 18 Jahre – in der Zeit von 277 bis 259 v.u.Z. – dauerte die Regentschaft des legendären König Tongmyong, der in den Chroniken auch den Namen Jumong trägt.
Zentrum der 170 ha umfassenden, monumentalen Grabanlage, die im Jahr 1993 aufwändig restauriert wurde, ist das nach Süden ausgerichtete und aus mehreren steinernen Kammern bestehende Hügelgrab des Königs. Gesäumt wird es von zahllosen Skulpturen, gestaltet im Stil der Koguryo-Epoche, die verschiedene Tierfiguren, aber auch wichtige Beamte seiner Zeit zeigen.
Darüber hinaus finden sich in direkter Umgebung ein Kulttempel und der Jongrung-Tempel, die in die mythische Vergangenheit Koreas – der Epoche des Koguryo-Reiches – entführen.
Grab des Königs, eingebettet in den KiefernhainIn diesem Kulttempel wurden einst Opfergaben für die Gedenkfeier vor dem Grab des Königs vorbereitet.Prachtvolle Wandgemälde, die das Leben des Königs darstellen.Grab und Denkmal, gewidmet dem weisen König Tongmyong„Denkmal für den Umbau des Grabes von König Tongmyong“, mit der eingravierten, eigenhändigen Schrift des ewigen Präsidenten KIM IL SUNGIm Jongrung-Tempel wurde in der Koguryo-Zeit für die Seligkeit des Königs gebetet.
Das Leben und Wirken König Tongmyongs ist ein wesentlicher Bestandteil koreanischer Geschichte und prägt das Land bis heute. Das eindrucksvolle Grabmal ist ein beliebter Ausflugsort für Touristen, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Kriege und bewaffnete Konflikte sind aus der Geschichte der Menschheit nicht wegzudenken und bis heute traurige Realität. Wenn es um die Verteidigung des Friedens und der Freiheit geht, ist eine zivilisierte Kriegsführung, wenn auch äußerstes Mittel, durchaus legitim. Doch kommt es immer auf beide Konfliktparteien an … und leider sind Kriege dann oftmals alles andere als zivilisiert.
Ein besonders erschreckendes und mahnendes – im Westen aber oft vergessenes – Beispiel ist der Krieg in Korea von 1950 bis 1953.
Weil die hart erkämpfte Freiheit des koreanischen Volkes, das zuvor in aufopferndem Kampf das Joch des japanischen Kolonialismus abschüttelte, den imperialistischen Zielen der USA entgegen stand, besetzten diese kurzerhand den Süden des Landes. Von dort aus überfielen sie am 25. Juni 1950 überraschend und ohne Vorwarnung den unbeugsamen Norden, um schließlich ganz Korea in eine neue Form des Kolonialismus zu zwingen.
Schnell war klar, dass es sich seitens der US-amerikanischen Aggressoren um keinen zivilisierten Krieg handeln würde. In rasender Barbarei und mit blutrünstiger Brutalität stürzten sie sich auf das wehrhafte Volk Koreas, und ließen es die volle und unbarmherzige Härte ihrer Kriegsmaschinerie spüren. Überall dort, wo sie Fuß fassten, hinterließen die sich selbst „Befreier“ nennenden Marodeure Trauer, Leid und Zerstörung.
Die Gräueltaten die von den verrohten Truppen der US-Armee begangen wurden, sind bis heute beispiellos, und übertreffen alles davorgewesene.
Mehr als 1.231.500 unschuldige Leben – darunter viele Frauen, Kinder und alte Menschen – forderte die imperialistische Aggression. Allein im Bombenkrieg fielen auf jeden Quadratkilometer des Nordens durchschnittlich 18 Bomben. In Pjöngjang zählte man bis zu 428.000 Bomben – in einer Stadt, mit damals 370.000 Einwohnern!
In einer Spur der Verwüstung löschten die Amerikaner und Ihre Helfershelfer ganze Dörfer und Städte aus, vernichteten Betriebe, Eisenbahnen und Krankenhäuser und verwandelten das Land in ein Trümmerfeld.
Um die Unabhängigkeit Koreas zu verhindern war ihnen jedes Mittel Recht. Selbst vor dem Einsatz international geächteter Massenvernichtungswaffen, chemischer und bakteriologischer Art schreckte das US-Militär nicht zurück und drohte selbst mit Atombomben. Eine Drohung, die im übrigen alles andere als hohl war. Wäre es nach dem amarikanischen General Douglas MacArthur, einem der Verantwortlichen für das Gemetzel auf der Halbinsel, gegangen, hätte es Atombomben auf 49(!) koreanische Städte geregnet.
Im kollektiven Gedächtnis des koreanischen Volkes wird der 25. Juni – der Tag des Überfalls – immer einen festen Platz haben. Ebenso wie der glorreiche Kampf, mit dem sich die mutigen Truppen KIM IL SUNGs der entmenschlichten Fratze US-imperialistischer Kriegsführung entgegensetzten und der zum ehrenhaften Sieg im Großen Vaterländischen Befreiungskrieg führte, bleiben auch die Gräueltaten und Verbrechen, die tausendfach von der Gegenseite verübt wurden, nicht vergessen. Auch mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Krieg nicht!
Gerade weil das koreanische Volk weiß, wozu ein seelenloser und einzig von Geld und Macht getriebener Gegner fähig ist, werden die jüngsten Aggressionen und Provokationen nicht nur mit Sorge, sondern auch mit entschlossenem Zorn betrachtet. Denn die zahllosen unschuldigen Toten sind und bleiben nicht vergessen!
Die nachfolgende Bilderstrecke – exklusiv zur Verfügung gestellt von den Genossen der Botschaft der Demoratischen Volksrepublik Korea in Berlin – soll einen kleinen Eindruck der damaligen Zustände in der Zeit des Großen Vaterländischen Befreiungskrieges vermitteln.
Landung der US-Truppen in Inchon Die USA ließen im September und im Oktober 1945 in Inchon, Pusan und Mokpho Truppen ihrer aggressiven Streitkräfte hintereinander landen und besetzten den Landesteil Koreas südlich des 38. Breitengrades.
Einmarsch der US-Truppen in Südkorea
Die von den USA fabrizierte südkoreanische Marionettenarmee
Ein US-amerikanischer Militärberater bei der Ausbildung der südkoreanischen Marionettenarmee
US-Imperialisten und südkoreanische Marionetten bei der Beratung ihres Plans zum „Feldzug nach dem Norden“
Kriegsplan für den Überfall gegen die DVRK
Dulles, Sondergesandter des US-Präsidenten, überprüft endgültig den Stand der Kriegsvorbereitung zum Überfall gegen die DVRK.
Familienangehörige der Offiziere der US-Truppen bei der Zufluchtnahme nach Japan kurz vor dem Kriegsbeginn
Die südkoreanische Marionettenarmee, aufgehetzt von den USA, entfesselte am 25. Juni 1950 überraschend den Aggressionskrieg gegen die DVRK.
Bomber der US-Luftwaffe bombardieren den nördlichen Landesteil. Durch wahllose Bomben- und Artillerieangriffe der US-Truppen wurden allein im nördlichen Landesteil über 50 900 Betriebsgebäude, über 28 600 Schulgebäude, etwa 4500 Bauten der Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäuser und Kliniken und mehr als 2 077 200 Wohnhäuser in Schutt und Asche gelegt.
Stadt Pyongyang unter massivem Bombardement
Durch Bombenangriffe verwüstetes Zentrum von Pyongyang
Teilansicht der zerbombten Stadt Wonsan
Ein durch Bombenabwürfe zerstörtes Dorf
Bombenangriff auf das Wasserkraftwerk Suphung
Durch Bomben zerstörtes Betriebsgebäude
Zerbombte historische Altertümer
Durch Bombenangriffe zerstörtes Krankenhaus
Durch Bomben zerstörte Kirche
Durch Bombenangriffe zerstörte Gebäude einer ausländischen Botschaft
Kinder, die durch Bombardement ihre Mutter verloren.
Durch Napalmbomben der US-Luftwaffe verbranntes Wohngebiet
Opfer der Napalmbomben
GIs treiben Kriegsgefangene in einen Versuchsraum für Giftstoffe.
Opfer der Giftstoffe
Bakteriologische Bombe der US-Armee und Splitterkörper
Ein amerikanischer Gefangener sagt über den Abwurf von bakteriologischen Bomben aus.
Eine internationale Untersuchungsgruppe aus Wissenschaftlern untersucht vor Ort eine durch bakteriologische Bomben verwüstete Gegend.
Einwohner verlassen wegen der Bedrohung der USA mit Atombomben ihre Heimat.
GIs vergnügen sich mit der Ermordung unschuldiger Menschen.
Foto und Schrift aus dem Taschenbuch eines GIs, der am Koreakrieg teilnahm. „Ich kann nicht einschlafen, wenn ich keinen Menschen getötet habe.“
Massenmord durch die Soldaten der 1. Kavalleriedivision der US-Aggressionsarmee
Leichen von massakrierten unschuldigen Menschen und Kindern
Ein Teil der Ermordeten im Luftschutzraum des Kreisparteikomitees Sinchon Vom 17. Oktober bis zum 7. Dezember 1950, also 52 Tage lang hielt eine US-Truppe den Kreis Sinchon besetzt und ermordete etwa 35 380 Menschen, die einem Viertel der Einwohnerzahl des Kreises entsprechen.
Leichen von in einem Schacht im Erzbergwerk Rakyon grausam ermordeten 800 Menschen
Ein mit dem dreijährigen Bruder auf dem Rücken lebendig begrabenes Mädchen
Eine Delegation der Internationalen Vereinigung Demokratischer Juristen untersucht das entsetzliche Massaker der US-Truppe in Sinchon.
Bericht der internationalen Untersuchungsgruppe über die Gräueltaten der US-Truppen
Das koreanische Volk verurteilt und prangert die bestialischen Gräueltaten der US-Imperialisten und ihre Umtriebe zur Entfesselung eines neuen Krieges an und schwört tausendfache Rache.
Ein Hoch, den Helden im Großen Vaterländischen Befreiungskrieg!
Die Antiimperialistische Plattform Deutschland sendet heute, am TAG DES SIEGES, seine herzlichsten und brüderlichen Glückwünsche an das Volk der Demokratischen Volksrepublik Korea, die tapferen Soldaten der Koreanischen Volksarmee, die Genossen der Partei der Arbeit Koreas und den Obersten Führer, Genossen KIM JONG UN.
Skulpturengruppe in der Gedenkstätte zum Sieg im Großen Vaterländischen Befreiungskrieg
Auf den Tag genau vor 70 Jahren, zwangen die tapferen Männer und Frauen der Koreanischen Volksarmee unter der weisen Führung General KIM IL SUNGS – nach drei harten Jahren des unermüdlichen Kampfes – die imperialistischen Aggressoren und ihre Helfershelfer aus dem Süden in die Knie, und brachten Frieden über die koreanische Halbinsel.
Das Denkmal zu Ehren des Sieges im Großen Vaterländischen Befreiungskrieg als Motiv beim Arirang-Festival
Dieser einzigartigen Leistung eines Volkes, das mit glühenden Herzen und festem Glauben an die gerechte Sache, einem schier übermächtigen Gegner die Stirn bot und ihn letztlich zu Boden warf, gebührt unser tiefster Respekt.
Gedenkmünze anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Befereiungskrieg
Der heldenhafte Kampf des koreanischen Volkes sucht in der Geschichte seinesgleichen und ist allen fortschrittlichen Kräften dieser Welt ein leuchtendes Beispiel für das unumstößliche Selbstbestimmungsrecht der Völker, die noch immer unter der Knechtschaft des US-Imperialismus leiden.
Leider ist der Kampf auch auf der koreanischen Halbinsel noch nicht ausgefochten und der Friede bleibt brüchig. Der imperialistische Bluthund ist längst wieder erwacht und streckt seine Klauen in Richtung Norden. Die jüngsten Provokationen zeigen, dass der geschlagene Koloss seine Niederlage nicht überwunden hat und danach trachtet, sein grausames Werk weiterzuführen.
Doch das koreanische Volk ist gewappnet und bereit, jeder Form der Eskalation adäquat zu begegnen. Ebenso tapfer und entschlossen, wie es vor 70 Jahren auch die Väter, Mütter, Großväter und Großmütter waren. Auf das am Ende der endgültige Sieg der Freiheit und die Vernichtung der Herrschaft des US-amerikanischen Imperialismus über die Welt stehen.
Die Antiimperialistische Plattform Deutschland steht dabei ungebrochen solidarisch neben dean der Seite unserer Brüder und Schwestern in der Demokratischen Volksrepublik Korea!
Mit exklusivem Videomaterial aus der Demokratischen Volksrepublik Korea, bieten wir unseren Lesern heute einen einmaligen Blick auf eines der jüngsten Vorzeigeprojekte in der DVRK: