Blumenkorb zum 77. Gründungstag der DVRK

In guter Tradition und Verbundenheit ließ die Antiimperialistische Plattform Deutschland anlässlich des 77. Gründungstages der Demokratischen Volksrepublik Korea einen farbenfrohen Blumenkorb zusammenstellen, der am 9. September – gemeinsam mit zahlreichen anderen Geschenken befreundeter Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen aus aller Welt – am Großmonument Mansudae, zu Füßen der Bronzestatuen des hochverehrten Präsidenten KIM IL SUNG und des geliebten Führers, Genossen KIM JONG IL feierlich niedergelegt wurde.


Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA über die zahlreichen internationalen Würdigungen zum Gründungstag der DVRK:

Anlässlich des 77. Gründungstages der DVR Korea wurden an den Bronzestatuen von Genossen Kim Il Sung und Kim Jong Il auf dem Hügel Mansudae in Namen der internationalen Organisationen, der ausländischen Persönlichkeiten und der Auslandskoreaner die Blumenkörbe niedergelegt.

Unter denen waren der Rat des Internationalen Budo-Fonds, Ehrenvorstandsmitglieder des Rates des Kimilsung-Kimjongil-Fonds, Qiu Shui Bo und Cui Dong Wen, der Vorsitzende der Antiimperialistischen Plattform Deutschlands, Michael Koth, der stellvertretende Abteilungsleiter für Reise des Präsidentenbüros der Republik Äquatorial-Guinea Tolomeo Miko Nussibi Anggono, die Familien von Ryang Song Ryong, Kim Chol und Kim Sun Ok in China, die mit dem antijapanischen revolutionären Kampf in Verbindung standen.

An demselben Tag legte die Heimatbesuchergruppe der Studenten der Abgangsklasse der Koreanischen Hochschule des Generalverbandes der Japankoreaner unter Leitung vom Dekan Kim Yang Sung an den Bronzestatuen von Genossen Kim Il Sung und Kim Jong Il einen Blumenkorb nieder.


Der Blumenkorb ist Ausdruck unserer unverbrüchlichen Freundschaft zum koreanischen Volk, den Staatsorganen und der revolutionären Partei der Arbeit Koreas. Er erinnert an die vielen großen Opfer, die das stolze koreanische Volk auf seinem Weg zu einem freien und unabhängigen Korea geleistet hat und unter dem Einfluss westlicher Kriegstreiberei jeden Tag aufs Neue bereit ist zu leisten.

Die Front, die seit 77 Jahren von den ruhmreichen Truppen der Koreanischen Volksarmee eisern gehalten wird, verteidigt mehr als nur das geschichtsträchtige Land zwischen dem heiligen Berg Paektusan im Norden und den historischen Grabstätten Kaesongs im Süden. Sie verteidigt die revolutionären Ideen KIM IL SUNGs und KIM JONG Ils von Freiheit, Autarkie und Souveränität. Sie verteidigt den Staat gewordenen Willen einer Nation, die nach Jahrhunderten der Knechtschaft und Entbehrung sich aus eigener Kraft ihrer Ketten entledigt und sich mit flammender Begeisterung ein eigenes Paradies geschaffen hat.

Es ist nicht nur die sichtbare Front in Panmunjon – jener in Beton gegossener imperialistischer Klinge, die bis heute tief ins Fleisch des gesamten koreanischen Volkes schneidet – die verteidigt werden muss. Es sind vor allem die unsichtbaren Fronten, die fernab der Grenzen auf der koreanischen Halbinsel, das Leben und die Freiheit aller Menschen bedrohen.

Sie gilt es immer und überall mit dem revolutionären Eifer unserer tapferen koreanischen Brüder und Schwestern zu verteidigen. Mit Ihnen als Vorbild stellen wir uns der ungehemmten Hochfinanz, die mit ihrem tollwütigen, US-imperialistischen Kettenhund bereit ist, die Welt in Brand zu setzen, nur um ihren kapitalistischen Hunger an den Leibern der Erdenvölker zu stillen, mutig entgegen.

Für das Leben, für den Frieden und für die Freiheit aller Menschen auf dieser Erde.


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Junge Welt vom 09.09.2025 von Martin Weiser

Dilettantische Infiltration

Bericht: US-Navy-Einheit drang 2019 in Nordkorea ein und tötete Fischer. Präsident weiß von nichts

Was die renommierte New York Times am Freitag berichtete, hat es in sich. Bereits 2005 soll eine US-Spezialeinheit die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) mit einem Mini-U-Boot infiltriert und Soldaten unbemerkt an Land abgesetzt haben. Wochen vor dem zweiten Treffen von US-Präsident Donald Trump mit seinem nordkoreanischen Amtskollegen Kim Jong Un im Februar 2019 in Vietnam wurde die Militäraktion dann noch einmal wiederholt. Angeblich sollte beim zweiten Mal nur eine neue Abhörvorrichtung installiert werden, um Kims Kommunikation vor dem Gipfeltreffen abzufangen. Dazu kam es aber nie. Als die US-Soldaten die etwa hundert Meter vom U-Boot bis ans Festland geschwommen waren, entdeckten sie auf einmal ein Fischerboot, und aus Angst, aufzufliegen, eröffneten sie das Feuer. Die Besatzung von zwei oder drei Mann war sofort tot. Die Eindringlinge stellten sicher, dass keiner überlebt hatte, warfen die Leichen ins Meer und verschwanden wieder.

Laut den Quellen der New York Times sei es unklar, ob die DVRK überhaupt von dieser US-Aktion wusste. Zumindest wurde sie nie öffentlich kritisiert, und Kim traf sich nicht nur im Februar in Hanoi, sondern auch im Juni an der innerkoreanischen Grenze mit Trump ohne Anzeichen für eine Verstimmung. Mit dem prominenten Bericht stellte die Zeitung aber sicher, dass Kim jetzt höchstpersönlich davon erfährt, und betonte auch noch, dass der US-Präsident den Einsatz in seiner ersten Amtszeit abgesegnet habe. Bereits im Herbst 2018, also nur ein paar Monate nach seinem ersten Treffen mit Kim in Singapur, soll er die Erlaubnis dazu gegeben haben. Im Artikel wird beteuert, es ginge darum, die Misserfolge dieser »Seals Six« genannten Spezialeinheit ans Licht zu zerren. Zitiert wird noch ein Rechtsprofessor, der erklärt, dass Trump sich vielleicht ein wenig strafbar gemacht habe. Schließlich hätte das US-Parlament bei solchen Einsätzen zumindest informiert werden müssen. Aber es wirkt doch sehr merkwürdig, dass Trump nur Tage vor der Veröffentlichung durchblicken ließ, er würde noch einmal mit Kim verhandeln und dann nicht wie 2019 einfach ohne Abkommen zurückkommen. Einfacher ließe sich ein dritter Trump-Kim-Gipfel wohl nicht sabotieren.Dabei hatte die US-Regierung von Joe Biden, die von 2021 bis 2024 im Amt war, sich sehr schnell dieser Militäraktion angenommen. Direkt im ersten Jahr wurde eine Untersuchung eingeleitet und führenden Abgeordneten im Kongress der Abschlussbericht vorgelegt. Aber weder den involvierten Soldaten noch Trump konnte oder wollte man anscheinend ein Fehlverhalten nachweisen. Als der Präsident mit dem Zeitungsbericht konfrontiert wurde, meinte er, er könnte ja einmal nachschauen, habe aber von dieser Militäraktion noch nie gehört.

Die DVRK schweigt sich bisher aus zu dieser Verletzung ihres Territoriums und Ermordung ihrer Staatsbürger. Ob Trump diesen Vertrauensverlust kitten kann, scheint fraglich. Aber vielleicht war das Vertrauen auch nie da. Als im April 2018 Mike Pompeo, kurz zuvor vom CIA-Chef zum Außenminister gemacht, Pjöngjang besuchte, empfing ihn Kim mit einem Witz. Er hätte nicht gedacht, dass Pompeo wirklich in die DVRK kommen werde. Schließlich habe dieser versucht, ihn umzubringen. Pompeos halbernste Antwort: Er versuche es immer noch. Für eine Aufweichung der US-Sanktionen mag Kim deswegen gerne über all das hinwegsehen. Aber zumindest intern wird er wahrscheinlich schwere Konsequenzen ziehen müssen. Dass mit »Seals Six« genau dieselbe Einheit zum Einsatz kam, die 2011 Osama bin Laden exekutiert hat, wird wohl zusätzlich für Unmut sorgen bzw. die bereits vorhandene Angst vor ausländischen Attentaten auf Kim und seine Familie noch erhöhen.


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Junge Welt vom 04.09.2025 von Arnold Schölzel

Parade der Abschreckung

China feiert Kriegsende vor 80 Jahren und zeigt bei Heerschau modernste Waffen aller Teilstreitkräfte

Am 2. September 1945 kapitulierte Japan vor den Alliierten, China erklärte den 3. September zum Tag des Sieges im »Widerstandskrieg gegen Japan« und im »Weltweiten Antifaschistischen Krieg«. Der Kolonialfeldzug Japans seit 1931 kostete in China nach offizieller Schätzung rund 35 Millionen Menschen das Leben.

Am Mittwoch erinnerte die Volksrepublik an den Sieg vor 80 Jahren und erntete allein dafür im Westen gallige Kommentare. Unter den 26 Staats- und Regierungschefs, die in Beijing an den Feierlichkeiten teilnahmen, war nur einer aus einem EU-Staat: der slowakische Ministerpräsident Robert Fico. Anwesend waren u. a. die Staatschefs Kubas, Russlands, Vietnams, Indonesiens, des Iran, der Demokratischen Volksrepublik Korea, der Mongolei, Zimbabwes und Serbiens. Auf den Tribünen saßen Angehörige von Menschen, die an der Seite Chinas gekämpft hatten, aus Russland, den USA, Großbritannien, Frankreich und Kanada.Zum zweiten Mal nach 2015 beging die Volksrepublik an diesem 3. September den Jahrestag mit einer Militärparade (dpa: »China protzt mit Waffenschau«) und stellte dabei in 45 Formationen zahlreiche neue Waffensysteme vor. Eine Auswahl: Weltpremiere hatten atomwaffenfähige Raketen der land-, see- und luftgestützten strategischen Streitkräfte, darunter Hyperschallwaffen. Vorgeführt wurden unbemannte Kampfjets sowie Aufklärungs- und Angriffsdrohnen und schiffsgestützte unbemannte Hubschrauber. Westliche Beobachter hoben die »Loyal Wingmans« hervor – Drohnen, die mit Menschen besetzte Kampfjets im Einsatz unterstützen oder Aufklärungsmissionen fliegen – sowie eine neuartige Laserwaffe, die Schwärme kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen abwehren kann. Die Zuschauer sahen unbemannte Systeme, die über und unter Wasser einsetzbar sind. Präsentiert wurden Luftverteidigungssysteme, die in der Lage sind, Raketen abzufangen und auch gegen Satelliten eingesetzt werden können. Über den Tiananmenplatz rollten neue Luftverteidigungssysteme zur elektronischen Kampfführung sowie eine neue Generation von Kampfpanzern und Langstreckartillerie. Die Luftwaffe zeigte trägergestützte Kampfflugzeuge und strategische Bomber sowie einen Tarnkappenjäger der fünften Generation. Aufmerksamkeit erregte eine Formation, deren Fahrzeuge für Cloud Computing, digitale Kommunikation, Luft-Boden-Netzwerke ausgerüstet sind. Sie können schnell neue Arten von Cybersystemen zur Unterstützung gemeinsamer Operationen aufbauen.Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping eröffnete die Parade mit einem Appell für Weltfrieden und erklärte: »Heute steht die Menschheit erneut vor der Wahl zwischen Frieden und Krieg, Dialog und Konfrontation, Win-Win und Nullsummenspiel.« Vor 80 Jahren habe es sich um Chinas ersten vollständigen Sieg gegen ausländische Aggression in der Neuzeit gehandelt. Er rief die Staaten der Welt dazu auf, »die Grundursache des Krieges zu beseitigen und eine Wiederholung historischer Tragödien zu verhindern«.

Die Abschreckung wirkte. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte zum Geschehen in Beijing, »Europa« müsse »geopolitische Macht aufbauen«, es befinde sich »in einem Kampf um die Freiheit«. US-Präsident Donald Trump schrieb per Internetplattform Truth Social an Xi: »Bitte richten Sie meine herzlichsten Grüße an Wladimir Putin und Kim Jong Un aus, während Sie gegen die Vereinigten Staaten von Amerika konspirieren.«


Informationen aus dem Netz…

http://www.nordkorea-info.de/kim-il-sung,-der-ewige-praesident-der-republik.html

http://www.nordkorea-info.de/publikationen.html

https://de.kkfonline.com/2025/08/15/rede-des-verehrten-genossen-kim-jong-un-auf-der-festveranstaltung-zum-80-jahrestag-der-befreiung-des-vaterlandes/


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Junge Welt vom 29.07.2025…

Pjöngjang zeigt Seoul kalte Schulter

 Die Vizedirektorin der Informationsabteilung des ZK der Arbeiterpartei Koreas, Kim Yo Jong, hat Gesprächsangeboten aus Südkorea am Montag eine Absage erteilt. »Wir stellen erneut die offizielle Haltung klar, dass, unabhängig davon, welche Politik Seoul beschließt und welche Vorschläge es macht, wir kein Interesse daran haben«, sagte Kim laut KCNA. Es gebe keinen Grund für ein Treffen und auch kein Thema, das besprochen werden müsste, fügte sie hinzu. Südkoreas neuer Präsident Lee Jae Myung hatte sich zuvor offen für eine erneute Annäherung an die Demokratische Volksrepublik gezeigt. 


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Junge Welt vom 17.07.2025 von Mathias Dehne

Antiimperialist durch und durch

Syrien: Der verstorbene KP-Chef Ammar Bakdash war überzeugter Internationalist. Ein Nachruf

Als Ammar Bakdash 1954 als Sohn von Wissal und Khalid Bakdash in Damaskus geboren wurde, war sein Werdegang vorgezeichnet. Vater Khalid, wie Mutter Wissal eigentlich kurdischer Herkunft, war eine herausragende Persönlichkeit des arabischen Kommunismus. Er studierte in den 1930ern in Moskau, fertigte die erste arabische Übersetzung des »Manifests der Kommunistischen Partei« an und war später entscheidend an der Ausgründung der Syrischen Kommunistischen Partei (SKP) beteiligt.

Ammar Bakdash trat 1969 in die SKP ein. Wie sein Vater studierte auch er in Moskau, schloss 1984 seine Promotion in Wirtschaftswissenschaften an der Lomonossow-Universität ab und kehrte nach Syrien zurück. Kurz zuvor hatte ein Palästinenser – Mahmud Abbas – die Doktorwürde erhalten, ebenfalls in Moskau. Nach seiner Rückkehr begann Bakdashs lange politische Laufbahn mit unterschiedlichen Funktionen. Gleich 1986 wurde er Zeuge der Spaltung der SKP in die Bakdash-Fraktion seines Vaters, die Glasnost und Perestroika ablehnte, und die SKP (Vereint) um Jusuf Faisal, die die Gorbatschowschen Reformen unterstützte. Die marxistisch-leninistische SKP (Bakdash) wird heute auf Grund ihres antirevisionistischen Kurses als stalinistisch charakterisiert. Sie war Teil der Nationalen Fortschrittsfront, einer Koalition linksgerichteter Parteien um die lange von Hafis und Baschar Al-Assad geführte syrische Baath-Partei. Nach unterschiedlichen Rollen – unter anderem war er für das Theorieorgan Die Avantgarde zuständig – und politischen Ämtern wurde Bakdash 2010 schließlich zum Generalsekretär der SKP (Bakdash) gewählt und dreimal in Folge bestätigt. Beim Aufkeimen des sogenannten arabischen Frühlings 2011 wandte sich die SKP (Bakdash) gegen die Aufstände. Das, was in Syrien passiere, entspreche »imperialistischen Plänen«, hieß es damals.Genosse Bakdash war zu Lebzeiten den Prinzipien des wissenschaftlichen Sozialismus, des proletarischen Internationalismus und des Kampfes gegen den Imperialismus und Zionismus treu verbunden. Er folgte den Vorstellungen seines Vaters und bewahrte die Partei als Stimme der Arbeiterklasse gegen Revisionismus und Reformismus. Gleichzeitig wurden ihm und der Partei Passivität gegenüber Wirtschaftsliberalisierungen vorgeworfen, die zwar kritisiert wurden, aber keinen nennenswerten Widerstand hervorriefen. Seine Haltung zu Palästina machte er auf dem »Internationalen Treffen der kommunistischen und Arbeiterparteien« der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) 2015 deutlich: »Bei der palästinensischen Frage geht es nicht nur um einen nationalen Kampf, er ist Teil des antiimperialistischen Klassenkampfes in der Region. Das Recht auf Rückkehr und die Errichtung eines demokratischen Palästinas sind eine notwendige Bedingung für jede gerechte Lösung.« Und so würdigte ihn die KP Palästinas posthum als führenden arabischen Kommunisten, der »die Fahne des internationalen Kampfes mit seltener Entschlossenheit und Aufrichtigkeit« trug. Sein Vater hatte sich noch, die damalige sowjetische Perspektive widerspiegelnd, für den UN- Teilungsplan von Palästina ausgesprochen.Ammar Bakdashs letzte Tage waren von den Veränderungen in Syrien gekennzeichnet. Die prowestliche Machtübernahme durch den Dschihadisten Ahmed Al-Scharaa und dessen Haiat Tahrir Al-Scham (HTS) im Dezember brachte Massaker an politischen Gegnern, ethnischen und religiösen Minderheiten mit sich. Ende Januar löste das neue reaktionäre Regime die SKP (Bakdash) auf und beschlagnahmte ihren Sitz und ihr Eigentum. Bakdash entging dem Terror gemeinsam mit seiner Familie nur knapp. Dank der engen Beziehungen zur KKE konnten sie ins griechische Exil fliehen. Am Sonnabend, dem 12. Juli, verstarb Ammar Bakdash im Alter von 70 Jahren in Athen. Seine Beisetzung wird kommenden Mittwoch auf dem Kaisariani-Friedhof stattfinden, auf dem im Zweiten Weltkrieg griechische Antifaschisten von der deutschen Besatzungsmacht hingerichtet worden waren. Wie die KKE betonte, gilt es, seinen Beitrag zur Weiterentwicklung des gemeinsamen Kampfes der Völker in den arabischen Ländern zu würdigen.


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Berliner Kurier vom 20.08.2025 von Peter Wiezorek

Rotsperren für BFC Dynamo: Peinliche Pannen beim DFB

Nimmt man den Verband beim Wort, verdonnert er Rufat Dadashov und Larry Oellers nach den Platzverweisen gegen den VfL Bochum zu Megastrafen.

Das ging aber schnell! So kennt man den DFB ja gar nicht. Das letzte Spiel der ersten Pokalrunde zwischen Essen und Dortmund (0:1) war noch nicht mal angepfiffen, da war der BFC Dynamo schon abgeurteilt, waren Rufat Dadashov (33) und Larry Oellers (25) für ihre Roten Karten vom 1:3 nach Verlängerung gegen den VfL Bochum zu Sperren verdonnert.Ist doch gut, wenn alle fix wissen, woran sie sind. Ja, klar. Aber ein fades Geschmäckle bleibt, wenn man darüber nachdenkt und genau liest, was der DFB  über seine Homepage in die weite Welt verschickte.Da ist der Eindruck, dessen man sich nur schwer erwehren kann: Das hat was von genormtem Schnellgericht. Spieler A, Vergehen B macht Strafe C. Stempel drauf, der Nächste, bitte. Im Fall von Oellers heißt das: Rot für Notbremse, Tatsachen(-fehl-)entscheidung des Schiris, ein Spiel Pause. Weniger geht nicht, sorry, ist halt so.Bei Dadashov wertete der Schiri einen Gesichtswischer beim Gegner als Tätlichkeit. Okay, kriegt er gnädig zwei Spiele aufgebrummt. Selbst mal gucken, Fingerspitzen- oder Mitgefühl? Ist laut Paragrafen nicht vorgesehen.Um schön im Tempo zu bleiben, helfen vorgefertigte Worthülsen. Tausche Namen von Spieler und Verein, passe Strafe an. Fertig. Blöd nur, wenn man beim Kopieren – wie im Falle Oellers – dann vergisst, die Überschrift zu ändern. Denn da wird er für zwei Spiele gesperrt und nicht wie im Text für eine Partie. Peinlich!Noch komischer wird es, wenn man den DFB mit seinem Text beim Wort nimmt: „Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Rufat Dadashov vom Regionalligisten BFC Dynamo im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung mit einer Sperre von zwei DFB-Pokalspielen belegt. Darüber hinaus ist der Spieler bis zum Ablauf der Sperre auch für alle anderen Pokalspiele seines Vereins gesperrt.“Wie jetzt: zwei Spiele Sperre im DFB-Pokal? Klingt plausibel für einen Erst- oder Zweitliga-Profi, der jedes Jahr automatisch dabei ist. Aber bei Dadashov? Der BFC müsste sich also entweder zweimal wieder für den obersten deutschen Pokal qualifizieren oder einmal die zweite Runde erreichen, damit die Strafe verbüßt ist.

Und das möglichst schnell, sonst ist Dadashovs Karriere vorbei. Und für „alle anderen Pokalspiele“ kommt dann ja nur der Berliner Cup infrage. Das heißt genau genommen und im schlimmsten Fall: Dada darf zeit seines Lebens bei keinem Pokalspiel mehr auflaufen, oder was?Verständlich, dass Jörn Lenz (56) bei dem Thema erhöhten Puls bekommt. Der BFC-Teammanager kommentiert die Post vom DFB mit nur einem Wort: „Falschmeldung!“ Richtig! Denn die Botschaft, die der Verband so verquer unters Volk bringt, lautet: für zwei Pokalspiele gesperrt. Dadashov und Oellers müssen also am Mittwochabend in der ersten Runde in Berlin bei Concordia Britz zuschauen, der BFC-Kapitän – einen Sieg vorausgesetzt – auch noch in Runde zwei. Dann darf er wieder.Und weil das ja eigentlich so einfach ist – nur leider saublöd kommuniziert –, hat Dynamo die Urteile längst akzeptiert. Nicht aber die Art und Weise, wie der DFB sie verkündete.


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Junge Welt vom 16.08.2025 von Helga Baumgarten

Völkermord als Olympiade

Brief aus Jerusalem. »Lexikon der Brutalität« widmet sich israelischem Sprachgebrauch zum Gazakrieg

60.000 bis 70.000 Palästinenser strömen zu von der »Gaza Humanitarian Foundation« als Vergabestellen designierten Orten. Lautsprecher informieren: Wenn das grüne Licht aufleuchtet, bleiben zehn Minuten, um Nahrungsmittel wie Mehl, Zucker und Salz zu bekommen. Sobald das gelbe Licht aufleuchtet, sind es noch fünf Minuten. Wenn danach nicht alle geflohen seid, schießt die Armee wahllos auf jeden, der noch in der Gegend ist. Das nennt die Armee »Entfernungsschüsse«.

Adam Raz von Akevot, dem Institut für israelisch-palästinensische Konfliktforschung in Haifa, und der Soziologe Assaf Bondy haben unter Beteiligung von Mitgliedern der sozialistischen Gruppe Matzpen jüngst auf hebräisch ein Buch mit dem Titel »Lexikon der Brutalität. Schlüsselbegriffe aus dem Gazakrieg« herausgebracht. Eine Matzpen-Aktivistin übersetzt für mich die neuen barbarischen Begriffe ins Deutsche. Einige hat die Gruppe gesammelt, als das Buch bereits erschienen war, zum Beispiel »Olympiade«. Im Slang der Armee wird damit der Genozid in Gaza bezeichnet.

Raz betont, dass viele Begriffe und auch die ihnen zugrunde liegende Realität der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern keineswegs neu sind. Ihr Ursprung, so argumentiert er auf der Basis seiner Forschungen etwa zum Massaker von Deir Jassin, ist das Jahr 1948. In den Dokumenten, die er aus den israelischen Archiven holen konnte, begann alles mit den damaligen Vertreibungen von Hunderttausenden von Palästinensern aus ihrer Heimat. Hunderte Dörfer wurden zerstört und dem Erdboden gleichgemacht. Die Gewalt war allumfassend. Äcker, Obstplantagen und Olivenhaine erhielten kein Wasser mehr und wurden ausgetrocknet. Jüdische Israelis durften das zurückgelassene Eigentum plündern.Nicht umsonst beziehen sich israelische Politiker heute darauf. In einem Interview im israelischen Fernsehen wurde Landwirtschaftsminister Avi Dichter im November 2023 gefragt, ob die Bilder der fliehenden Palästinenser aus dem Norden Gazas nicht an 1948 erinnerten. Seine Antwort ließ keine Zweifel: »Wir sind dabei, eine zweite Nakba über die Palästinenser zu bringen. Die Gaza-Nakba. Die Gaza-Nakba 2023. So wird es enden.« Raz sieht aber einen klaren Unterschied zwischen 1948 und heute. 1948 gab es zumindest verhaltene Kritik am Vorgehen israelischer Bewaffneter und Soldaten. Man versuchte daher, vieles unter den Tisch zu kehren und aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Heute erklären Politiker laut und mit unverhüllter Prahlerei, was die Armee in Gaza »macht«. Bondy betont, wie brutal der Sprachgebrauch mittlerweile ist. »Es gibt keinerlei Scham mehr, keine Versuche, alles zu verheimlichen. Das ist das Einzigartige dieses Krieges: Vom ersten Moment an hat die israelische Führung offen, klar und deutlich gesagt, was sie vorhat – und eben das tut sie seitdem.«

Was etwa die Städte Lydda und Ramla anging, so stellten Politiker 1948 eine »freiwillige Auswanderung« als problemlos dar. Aber Vertreibung mit Gewalt, so hatten einige kritisiert, sei nicht akzeptabel. Heute werden die Menschen in Gaza auf brutalste Weise vertrieben, zuletzt – die Vertreibung ist noch im Gange – aus Gaza-Stadt. Man spricht von »freiwilliger Auswanderung« als der »humanitärsten Lösung« für die Menschen dort. Dennoch sind in der israelischen Gesellschaft nur sehr wenige Kritiker zu hören. Der Schriftsteller David Grossmann spricht in einem Interview mit der italienischen Zeitung La Repubblica inzwischen von Völkermord, wie auch die beiden Menschenrechtsorganisationen B’tselem und Ärzte für Menschenrechte – Israel.Die Regierung von Premier Benjamin Netanjahu schert das aber nicht.

Dass der für Sonntag geplante Generalstreik etwas ändern wird, ist eher unwahrscheinlich. Denn Netanjahu will sein Programm der vollständigen »Kontrolle« über Gaza durchziehen, sprich: den Völkermord fortsetzen. Europa redet derweil sehr viel – leere und letztlich folgenlose Worte.


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Berliner Kurier vom 17.08.2025 von Peter Wiezorek

BFC Dynamo: Statt DFB-Pokal-Lust sorgt ein Mann für mächtig Frust

Der Regionalligist schnuppert gegen Zweitligist VfL Bochum ganz lange an der Sensation, doch am Ende reden alle über den Schiedsrichter.

Es war eigentlich ein Nachmittag wie geschaffen für eine Pokal-Sensation! Tolles Wetter, tolle Stimmung im mit 4705 Zuschauern restlos ausverkauften Sportforum, mir dem BFC Dynamo ein Viertligist, der sein Herz auf dem Platz ließ, und mit dem VfL Bochum ein Zweitligist, der zuließ, dass der Außenseiter lange träumen durfte. Schade nur, dass der DFB mit der Ansetzung von  Schiedsrichter Felix Wagner (24) so ziemlich danebenlag. Am Ende stand aus Sicht der Weinrot-Weißen ein 1:3 (0:0, 1:1) nach Verlängerung, das mehr Frust als Stolz auf die eigene Leistung zurückließ.BFC-Trainer Dennis Kutrieb (45) fasste die Gemütslage treffend so zusammen: „Ich glaube, ich war noch nie nach einem Spiel so traurig.“ Denn 85 Minuten schnupperten seine Jungs an der zweiten Runde, dann traf Bochums Noah Loosly zum 1:1. Auch ermöglicht, weil Dynamo da schon fünf Minuten in Unterzahl spielte. Nach einem Laufduell ging Bochums Sammy Bamba zu Boden, Schiri Wagner wollte eine Notbremse erkannt haben und zückte Rot für Larry Oellers (80.).Der fiel wie eigentlich fast alle im Stadion aus allen Wolken. Sowohl Oellers als auch Bamba hatten im Lauf über etliche Meter ein wenig aneinander gezogen und gezerrt. Dynamos Mittelfeld-Abräumer: „Wenn er gleich zu Beginn des Duells pfeift und Freistoß gibt, sage ich noch okay, aber am Ende auf Notbremse zu entscheiden – das war niemals Rot.“ Auf jeden Fall war es der Knackpunkt des Spiels.Ab Minute 102 war dann der BFC sogar nur noch zu neunt. Rufat Dadashov hatte nach einem Luftduell mit Cajetan Lenz den Bochumer beim Umdrehen einen Wischer im Gesicht verpasst. Für Wagner eine Tätlichkeit, er zeigte wieder Rot (102.). Der BFC-Kapitän räumte  sogar ein: „Da habe ich mich dumm angestellt, das darf mir nicht passieren.“ Trotzdem: Ein souveräner Schiri zieht da eher nicht seine Richter-gnadenlos-Rolle durch, sondern zeigt da bei einem ohnehin schon dezimierten Außenseiter Fingerspitzengefühl.Dass auch Bochum-Trainer Dieter Hecking (60) über zwei nicht gegebene (aber durchaus berechtigte) Elfmeter (4., 71.) klagte, passt zur bescheidenen Leistung von Wagner, der 2024/25 in seiner Debüt-Saison in der 3. Liga in 13 Partien 77 Gelbe, vier Gelb-Rote und eine Rote Karte zückte. Die Hoffnung ist: Der Mann aus Glött in Bayern ist noch jung, wenn er aus diesem Nachmittag Lehren zieht, könnte es auf der Karriereleiter vielleicht noch weiter als Pool Zweite Liga, in dem er aktuell ist.Wenn ein Schiri so sehr Thema eines Spiels ist, ist das nie ein gutes Zeichen. In diesem Fall verdrängt er fast den Rest des wirklich tollen Fußball-Nachmittags. So, dass Jan Shcherbakovski mit seinem 1:0 (46.) das Sportforum ebenso zum Abheben brachte wie Torwart Nicolas Ortegel, als er zu Beginn der Verlängerung einen Elfer von Bochums Matus Bero parierte (95.). Bei den Gegentoren von Loosli, Bamba (108.) und Bero (120.) war er machtlos.

Auch spitze: Beide Fanlager sorgten nicht nur für eine fantastische Stadion-Stimmung, sie glänzten auch mit einen abgestimmten Choreo, mit der sie sich gegenseitig in Sachen Heimspielstätte unterstützten. Im Bochum-Block wurde eine riesige Tapete enthüllt, auf der zu lesen war: „Der Ausbau des Sportforum ist so unverhandelbar …“ Der BFC-Block setzte den Spruch fort mit: „… wie das Ruhrstadion an der Castroper.“ Starke Nummer!


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Junge Welt vom 07.08.2025 von Volker Hermsdorf

Silicon Valley in Kuba

Inselrepublik und Russland planen Technologiepark gegen US-Blockadepolitik. Kubanische Kontras hetzen

Kuba und Russland wollen der US-Blockade eine Hightechoffensive entgegensetzen. Die Vision eines kubanischen Silicon Valley klingt zwar wie Zukunftsmusik, doch schon die Ankündigung veranlasste westliche Medien zu heftigen Reaktionen. Auf der vor Kubas Südküste im Karibischen Meer gelegenen Isla de la Juventud soll ein Technologiepark entstehen, der die Insel zu einem digitalen Hub in der Region und darüber hinaus machen könnte. Das von Russland vorangetriebene Vorhaben mit dem Namen »Cayo Digital« sieht die Ansiedlung von Unternehmen aus BRICS-Staaten und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) vor, die gemeinsam »digitale Souveränität« gegen die Vorherrschaft westlicher Techkonzerne entwickeln sollen.

Rund 100 Kilometer südlich von Havanna soll auf der bislang wenig entwickelten Insel bis 2032 ein modernes Entwicklungszentrum mit Fokus auf künstliche Intelligenz, virtuelle Realität, digitale Kunst und nachhaltige Technologien entstehen – konzipiert als Gegenmodell zum US-dominierten Silicon Valley. Geplant ist ein eigener urbaner Raum mit Wohnanlagen, Forschungseinrichtungen, Produktionsbetrieben für Hard- und Software, Versorgungssystemen und Bildungsstätten, ausgelegt für bis zu 15.000 Menschen, darunter 12.000 Fachkräfte und 3.000 Studierende. Die ersten Wohnbauten sollen zwischen 2026 und 2028 entstehen, einige Forschungszentren noch vor 2030 den Betrieb aufnehmen. Koordiniert wird das Projekt unter anderem von mehreren russischen Ministerien, wirtschaftlichen Institutionen und dem in Moskau ansässigen Unternehmen GenIT, das seit 2023 in Kuba präsent ist und auf Softwareentwicklung sowie Automatisierung spezialisiert ist.Bei der kürzlich in Russland erfolgten Präsentation des Vorhabens erklärte GenIT-Direktor Alexander Wolkow, dass es in Lateinamerika und der Karibik eine »hohe Nachfrage« nach russischen IT-Lösungen gebe. Das Interesse werde durch eine Zunahme des regionalen Misstrauens gegenüber westlichen Technologieangeboten angeheizt, »da diese häufig absichtlich hinzugefügte Schwachstellen – sogenannte ›Backdoors‹ – enthalten, etwa zur Entwendung persönlicher Daten oder zur Beeinflussung elektronischer Geräte«. Russland setze dagegen auf On-Premise-Modelle – also Systeme, die nicht über globale Cloudanbieter laufen, sondern lokal gesichert sind.Der Partner für das ambitionierte Projekt wurde nicht zufällig gewählt. Laut Wolkow wurde Kuba als Standort für das künftige Technologiezentrum wegen seiner »historischen und kulturellen Nähe« zu Russland und seiner Kooperationsbereitschaft mit russischen Unternehmen vorgeschlagen. Die »gegenüber westlichem Sanktionsdruck unbeugsame Inselrepublik« sei zudem technologisch ausbaufähig und verfüge über ein hohes Potential an ausgezeichneten Fachkräften. Obwohl die US-Blockade seit über 60 Jahren jede Form wirtschaftlicher Eigenständigkeit zu ersticken versucht, bilden die Universität Havanna und die Technische Hochschule Cujae seit Jahren IT-Experten aus, teils sogar mit russischsprachigen Studiengängen. In Kooperation mit dem russischen Projekt »Escuela 21« sollen kubanische Jugendliche künftig verstärkt in Programmiersprachen, Cybersicherheit und künstlicher Intelligenz ausgebildet werden. Außerdem verfüge Kuba über gute Verbindungen zu vielen anderen Ländern der Region, »die den Zugang zu benachbarten Märkten erleichtern«, so Alexander Wolkow. Aus Sicht Havannas ist Cayo Digital – sollten die Pläne dazu realisiert werden – weit mehr als ein Technologiepark, es ist ein Projekt gegen die Blockade.Wie zu erwarten war, ließen die westlichen Reaktionen nicht lange auf sich warten. US-Medien erklärten »Cayo Digital« wahlweise zur »Fata Morgana«, zum »technologischen Romantizismus« oder zum »dystopischen Wahnwitz auf der Insel der Stromausfälle«. Das Contraportal »Cubacute« warnte verschwörungstheoretisch vor einem »russischen Geheimplan«, während die BBC sich über die Pläne für ein »Silicon Valley auf der Blackout-Insel« lustig machte. Ob das Vorhaben gelingt, ist in der Tat offen. Der Erfolg wird auch davon abhängen, ob weitere BRICS-Staaten wie China oder Indien sich beteiligen. Dennoch zeigen die Reaktionen im Westen bereits jetzt: Cayo Digital ist nicht nur ein weiteres Projekt mit ungewissem Ausgang, sondern eine Kampfansage an die US-Vorherrschaft im digitalen Raum.