Schweres Militärgerät in Russland auf dem Weg nach Westen gesichtet. Reichweitenstärkstes Artilleriesystem des asiatischen Verbündeten
Nordkorea liefert den russischen Streitkräften anscheinend neue schwere Waffen. In der sibirischen Stadt Krasnojarsk wurden mindestens zwei weitreichende Kanonen auf Selbstfahrlafetten vom Typ M-1989 Koksan gesichtet. Mehrere Fotos, die von einem russischen Militärblogger am Donnerstag auf Telegram veröffentlicht wurden, zeigen mindestens zwei Exemplare des selbstfahrenden Artilleriesystems, die auf einem Eisenbahnwaggon in Richtung Westen transportiert werden.
Nach der erst im Juli dieses Jahres bekanntgewordenen Übergabe von Panzerjägern des Typs Bulsae-4 durch Pjöngjang an die Truppen Moskaus ist die Bereitstellung der Koksan ein weiterer Schritt in Richtung einer vertieften militärischen Zusammenarbeit. Neben der Bulsae-4 stellt Nordkorea auch ballistische Raketen zur Verfügung. Vor allem aber sind die umfangreichen Munitionstransporte – vermutlich bisher geschätzte acht Millionen Geschosse des Kalibers 122 und 152 Millimeter – zu einem elementaren Faktor für den russischen Erfolg auf den Schlachtfeldern in der Ukraine geworden. Zudem geben US-Geheimdienste an, dass mehrere tausend nordkoreanische Soldaten in der von ukrainischen Truppen angegriffenen russischen Region Kursk gesichtet worden seien.Die M-1989 Koksan ist das schwerste Geschütz im Arsenal der nordkoreanischen Armee mit dem ungewöhnlichen Kaliber 170 Millimeter. In der russischen Armee gibt es keine weiteren Geschütze dieses Kalibers, was zum einen die Logistik vor Herausforderungen stellt, zum anderen muss die Munition dafür komplett aus Nordkorea importiert werden. Das Geschütz, das auf einem russischen Raupenschlepper vom Typ ATS-59 montiert ist und zwölf Granaten mitführen kann, ist in dieser Version seit 1989 im Einsatz. Mit einer Reichweite von bis zu 40 Kilometern bzw. 60 Kilometern mit zusätzlichem Raketenantrieb gehören sie zu den reichweitenstärksten Geschützen der nordkoreanischen Armee. Sollten sich tatsächlich bereits nordkoreanische Truppen in Russland befinden, stellt sich die Frage, ob die jetzt gesichteten »Koksan«-Geschütze auch von diesen bedient werden.
Die Lieferung kann als Vertiefung der russisch-nordkoreanischen Militärkooperation gesehen werden, die erst in der vergangenen Woche durch einen »Vertrag über eine umfassende strategische Partnerschaft«, so die offizielle Bezeichnung, vom Parlament in Moskau besiegelt wurde. Infolgedessen wurde auch spekuliert, ob Nordkorea neue russische Kampfflugzeuge erhalten könnte, um seine stark veraltete Luftwaffe zu modernisieren. Weiter wird vermutet, dass Moskau dem Land Technologien zur Verfügung stellen könnte, um seine Programme für Atomwaffen und ballistische Langstreckenraketen weiter zu verbessern.
Also, ich verstehe westdeutsche Feierkultur nicht. Da feiert man die Öffnung, also den Abriss der Berliner Mauer. Neulich sprach ich mit meinem Nachbarn darüber, einem ehemaligen Maurer, der meinte: »Die Mauer war doch noch gut, tipptopp, wieso musste die weg?« Ich fügte hinzu, dass die picobello Pflege der Anlage durch die Grenztruppen der DDR lobenswert war. Und warum? Das waren Fachkräfte! Schauen wir uns dagegen die Bundesregierung an. Wenn Fachkräftemangel, dann ja wohl dort!
Kann sich überdies jemand an die Leier von den »Brüdern und Schwestern« erinnern? Ich wusste schon 1990 über die neue Westfamilie: Herrgott, wer will denn mit so was verwandt sein? Also ich schon mal nicht! Wenn die Leute vor 35 Jahren gewusst hätten, was ihnen landschaftlich »blüht«, hätten sie an der Bornholmer Straße oder am Brandenburger Tor nicht gerufen: »Wir sind das Volk!« Sondern man hätten sich untergehakt und gebrüllt: »Wir sind die Mauer! Bleibt, wo ihr seid!«Und da heutzutage die Mauer in den Köpfen doppelt so hoch ist wie das Original, wäre es Zeit, den »Aufbau Ost« konjunkturell neu zu denken. Verwandeln wir die ideologische Staatsgrenze doch wieder in die materielle Form! An ihrem ursprünglichen Ort. Ich spendiere eine Rolle Stacheldraht und einen Flutlichtmast. Als neue Regierung schlage ich (bisher einstimmig) den Kleingartenvereinsvorstand von nebenan vor. Deren Satzung ergibt wenigstens Sinn, ist alles fein säuberlich geregelt. Demokratisch wie nix, man spricht dort sogar mit Pflanzen; andererseits ist es verboten, Unkraut zu beleidigen. Verstehen Sie, was ich meine? Das wäre doch ein Anfang, ein neues »Auferstanden aus Ruinen«.
Noch mal zum Mauerfalltermin: Hätte man nicht ein paar Tage warten können? Da wäre »Volkstrauertag«, da wüsste dann jeder, was Sache ist.
Russland und Venezuela vereinbaren in 17 Kooperationsabkommen eine umfangreiche wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit
Russland und Venezuela wollen ihre bilaterale Zusammenarbeit weiter ausbauen. Am Donnerstag unterzeichneten der stellvertretende russische Ministerpräsident Dmitri Tschernyschenko und die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez in Caracas 17 Kooperationsabkommen, die den Entwicklungsplan für Schlüsselbereiche der binationalen Zusammenarbeit bis 2030 festlegen.
»Russland ist bereit, mit Venezuela noch enger zusammenzuarbeiten. Wir halten es für nötig, die venezolanische Souveränität zu schützen und die Unterstützung zum Aufbau einer unabhängigen, autarken Wirtschaft zu stärken«, erklärte Tschernyschenko während seines Treffens mit Venezuelas Präsident Nicolás Maduro. Moskaus Botschafter in Caracas, Sergej Melik, hatte am Mittwoch bereits angekündigt, dass die beiden Länder »neue finanzielle, kommerzielle und logistische Beziehungen« aufbauen würden, um den internationalen Sanktionen, vor allem der USA, zu begegnen. »Möge diese Allianz ein neues Modell ermöglichen, das uns unabhängiger und souveräner macht«, so Delcy Rodríguez über die Erwartungen ihres Landes an den Ausbau der Kooperation.
»Mit diesen Verträgen besiegeln und konsolidieren wir den Weg der Einheit und der Zusammenarbeit zwischen Russland und Venezuela bis 2030 und darüber hinaus«, sagte Maduro im staatlichen Fernsehsender Venezolana de Televisión. Er bekräftigte seine Auffassung, beide Nationen teilten das Ziel »einer Weltordnung, in der es keine Hegemonien, keine Erpressung, keine Sanktionsdrohungen und keinen Druck« gebe. Die aktuellen Vereinbarungen sind das Ergebnis des 18. Treffens einer als »CIAN« bezeichneten zwischenstaatlichen Kommission. Deren Aufgabe bestehe nicht nur darin, die bilateralen geopolitischen Beziehungen weiter zu stärken, sondern auch die Volkswirtschaften beider Länder vor Blockaden zu schützen, um sie unabhängiger zu machen, sagte Rodríguez.Zu den unterzeichneten Dokumenten gehören Abkommen über gemeinsame Investitionen und Entwicklungen in den Bereichen Technologie, Bildung, Wissenschaft, Erdöl, Gas, Petrochemie, Handel, Bergbau, Energieversorgung, Verbundnetze und Tourismusentwicklung. Außerdem wurden Regelungen über neue Finanzierungsquellen, die Zusammenarbeit von privaten und öffentlichen Unternehmern, sowie neue Zahlungsmodalitäten in den Landeswährung (Rubel und Bolivar) vereinbart. Zum Abschluss des CIAN-Treffens wurden auch konkrete Kooperationen zwischen einzelnen Unternehmen beider Länder vereinbart.
So sollen die staatliche venezolanische Erdölgesellschaft PDVSA und der russische Ölkonzern Rosneft bei Schulungen und technischen Beratungen im Bereich Energiesicherheit enger zusammenarbeiten. Venezuelas Fluggesellschaft Conviasa vereinbarte mit der RT Project Technologies ein Abkommen über die Entwicklung von Informationstechnologien. Ferner wurde mit der russischen TNG-Gruppe ein Abkommen über die Förderung von besonders schwerem Rohöl im Orinoco-Gürtel geschlossen, einer Region mit bedeutenden Erdölressourcen. Außerdem vereinbarten beide Staaten einen Vertrag über Nachrichtendienste und Spionageabwehr. Zur Förderung touristischer Besuche von Russen in Venezuela und Venezolanern in Russland streben beide Länder für die kommenden Jahre tägliche Flugverbindung zwischen verschiedenen Regionen Russlands und Venezuelas an.
Beide Länder seien »Opfer von kriminellen, illegitimen und rechtswidrigen Blockaden« und müssten deshalb »auf der Suche nach wirtschaftlicher und technologischer Souveränität ihre Kräfte bündeln«, hatte Delcy Rodríguez vor Unterzeichnung der Verträge in Caracas betont. Sie verwies darauf, dass ihr Land über die weltweit größten Ölreserven verfügt und den siebten Platz bei Gasvorkommen einnimmt. Da »beide Nationen zu den größten Gas- und Ölmächten der Welt zählen«, sei es »unmöglich, Russland und Venezuela aus der internationalen Energieversorgung auszuschließen«, folgerte sie. Ein Beleg dafür sei unter anderem die positive wirtschaftliche Entwicklung beider Länder, trotz aller westlichen Sanktionen.
Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) hat am Dienstag erneut Raketen getestet. Mehrere Raketen seien am Morgen Richtung Japanisches Meer abgefeuert worden und rund 400 Kilometer weit geflogen, teilte Südkoreas Generalstab mit. Die Tests erfolgten kurz vor Öffnung der Wahllokale für die US-Präsidentschaftswahl. Südkoreas Verteidigungsminister Kim Yong Hyun hatte im Oktober behauptet, die DVRK wolle die Zeit der US-Wahl nutzen, um ihre Existenz durch »Machtdemonstrationen« wie Raketen- oder Atombombentests in Erinnerung zu rufen.
Manche mögen’s pathetisch. Um zu erläutern, was ein möglicher Eintritt nordkoreanischer Truppen in den Ukraine-Krieg bedeute, zog am Wochenende ein Spezialist des konservativen American Enterprise Institute (AEI) die alte Heartland-Theorie des Briten Halford Mackinder aus den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg heran. Wer das Heartland beherrsche, ein riesiges Territorium im Herzen Eurasiens, hatte Mackinder damals analysiert, kontrolliere die Weltinsel, große Teile Europas, Asiens und Afrikas; wer aber die Weltinsel beherrsche, kontrolliere die Welt. Wende man das auf die heutige Weltlage an, meinte der Mitarbeiter des AEI, dann müsse man sich mit Blick auf das zur Zeit entstehende Heartland-Bündnis Sorgen machen: Da schlössen sich Russland, Iran, Nordkorea, auch China immer enger zusammen. Sie griffen in Europa an – Russland die Ukraine –, im Nahen Osten – dort attackiere Iran Israel –; und könne man denn wissen, wie es in Ostasien mit Taiwan weitergehe? Die »Konföderation der Heartland-Diktatoren« sei eine ernste Gefahr.
Nun muss man, will man die Frage eines etwaigen Einsatzes nordkoreanischer Truppen im Ukraine-Krieg etwas näher unter die Lupe nehmen, nicht gleich schwülstige Konstrukte alter Imperialisten bemühen. Ohnehin ist immer noch unklar, was da wirklich geschieht. Hat Pjöngjang wirklich Truppen nach Russland geschickt? Wenn ja, wie viele – und was tun sie genau? Offensichtlich ist der Nutzen, den der Westen aus der Debatte zieht. Südkorea stellt – endlich, seufzen nicht wenige – die Lieferung von Kriegswaffen an die Ukraine in Aussicht, die es bislang verweigert hat. Seoul intensiviert seinen Schulterschluss mit der NATO, gegen den es immer noch Einwände gab. Hardliner fordern einmal mehr »Taurus«-Lieferungen sowie die Entsendung von NATO-Soldaten in die Ukraine: Die Kriegstrommeln werden lauter denn je gerührt.Und doch: Sollte sich bestätigen, was manche vermuten – dass Moskau auf die westliche Billigung der ukrainischen Invasion nach Kursk asymmetrisch mit der Inanspruchnahme des Beistandspakts mit Pjöngjang antwortet –, dann wögen die Folgen schwer. Die Strategien westlicher Militärs für Ostasien gingen bisher von einem auch im Kriegsfall doch eher isolierten Nordkorea aus. Sie rechneten nicht damit, dass ihre Streitkräfte es in Europa je mit anderen als russischen – und belarussischen – Truppen zu tun bekommen würden. Schon die Drohnen und die Munition, die Iran und Nordkorea den russischen Streitkräften geliefert haben, haben ihre Kalkulationen in Frage gestellt. Ein nordkoreanischer Einsatz im Ukraine-Krieg würfe sie noch stärker über den Haufen. Schon die Debatte hat westliche Strategen – das Räsonieren des erwähnten US-Experten über die Heartland-Theorie zeigt es – plötzlich aus dem Gleichgewicht gebracht. In asiatischen Kampfkünsten – im Judo etwa, das Putin so schätzt – ist das ein echter Vorteil.
Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) hat am Donnerstag den Test einer neuartigen Interkontinentalrakete bestätigt. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA brach der Raketenstart alle bisherigen Rekorde. »Die gefährlichen Schritte der Feinde der DVRK haben die Notwendigkeit unterstrichen, unsere nukleare Stärke zu stärken«, zitierte KCNA Staatschef Kim Jong Un anlässlich des Teststarts. Südkoreas Militär bestätigte einen Raketenstart gegen 7.10 Uhr Ortszeit aus einem Gebiet nahe der Hauptstadt Pjöngjang. Demnach erreichte die Rakete eine Flugzeit von 87 Minuten. Bei der letzten getesteten Interkontinentalrakete im Dezember 2023 waren es 73 Minuten. (Reuters/jW)
Offener Streit im BSW nach Einigung des Thüringer Landesverbandes mit CDU und SPD
Nachdem die Aussichten dafür am Wochenende nicht mehr besonders günstig zu sein schienen, haben am Dienstag in Thüringen die Koalitionsgespräche zwischen CDU, BSW und SPD begonnen. Insgesamt sind sieben Verhandlungsgruppen zu Themen wie Wirtschaft oder Migration geplant. Für die inhaltlichen Verhandlungen sind zwei Wochen vorgesehen.
Für Kontroversen sorgt indes die Bewertung dieses Zwischenstandes. Am Montag hatten sich die Verhandler der drei Parteien auf Formulierungen zum Thema Frieden geeinigt und damit aus ihrer Sicht das letzte Hindernis für weitere Verhandlungen aus dem Weg geräumt. Am Abend dann meldete sich BSW-Chefin Sahra Wagenknecht mit öffentlicher Kritik. Der Text bleibe »in der wichtigen Frage von Krieg und Frieden leider deutlich hinter dem in Brandenburg gefundenen guten Kompromiss zurück«, sagte sie dem Spiegel. Wenn CDU und SPD den Eindruck bekämen, das Thüringer BSW lasse sich »elementare Positionen wegverhandeln«, mache das »gute Koalitionsverhandlungen nicht leichter«, so Wagenknecht. Es sei »ein Fehler« gewesen, sich nicht an dem in Brandenburg gefundenen Kompromiss zu orientieren.
Wesentlich schärfer äußerten sich am Dienstag die BSW-Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti und Schatzmeister Ralph Suikat in einem Gastbeitrag für das Portal T-Online: »Katja Wolf und Steffen Schütz sind in Thüringen auf dem besten Weg, das BSW zu einer Partei zu machen, von der es nicht noch eine braucht.« Es könne »kein Thüringer BSW geben, das eine CDU-konforme Außenpolitik mitträgt und die von Friedrich Merz theatralisch beschworenen Grundsätze der Union stützt«. Wolf und das Thüringer BSW seien dabei, »in eine Falle« zu tappen. Wenn die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel stehe, sei es besser, Oppositionspolitik zu machen: »Wer das nicht kapiert, wird vielleicht schnell Ministerin, ist aber in unserer Partei falsch.«Thüringens BSW-Landeschefin Katja Wolf hatte zuvor erklärt, der Text sei mit Wagenknecht diskutiert worden. Eine Zustimmung von ihrer Seite sei aber »rein formal nicht vorgesehen«. In den beiden Dokumenten aus Thüringen und Brandenburg heißt es, dass in der Frage der Stationierung von US-Mittelstreckenraketen eine breite Debatte angestoßen werden solle. In Brandenburg fügten SPD und BSW dem die Aussage hinzu, dass sie diese Pläne kritisch sehen. In Thüringen wird dagegen nur konstatiert, dass »viele Menschen« in dem Freistaat die Stationierung kritisch sähen. Auch beim Thema Ukraine-Krieg zeigen die beiden Papiere Unterschiede. Die Thüringer Verhandler einigten sich auf die Formulierung, man unterstütze »alle diplomatischen Initiativen, den von Russland gegen die Ukraine entfesselten Angriffskrieg zu beenden«. Im Brandenburger Entwurf heißt es wesentlich konkreter, man wolle sich dafür einsetzen, »eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts und den Abbau der damit verbundenen Spannungen innerhalb Europas durch Verhandlungen mit den Konfliktparteien mit dem Ziel von Waffenstillstand und dauerhaftem Frieden voranzutreiben«.
Während der Brandenburger Text die erwartbaren Ausbrüche der NATO-Lautsprecher in Politik und Medien provozierte, sah die SPD-Spitze keinen Grund, zu protestieren. »Die Brandenburger SPD vertritt keine abweichenden Positionen, sondern unterstützt die Linie, die Deutschland sicher und verantwortungsvoll aufstellt«, sagte ein Parteisprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Nur der SPD-Transatlantiker Michael Roth sah das anders. Das Brandenburger Papier stelle »in mehrfacher Hinsicht einen Bruch mit der Politik des Bundeskanzlers und der SPD dar«, schäumte er gegenüber der Süddeutschen Zeitung.
Während die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel, nach der völkerrechtswidrigen Verletzung des Luftraums der DVRK durch südkoreanische Drohnen (wir berichteten), immer weiter an Intensität zunehmen, gießen die US-amerikanischen Kriegstreiber ungehindert Öl ins Feuer.
Nicht nur, dass sie den eklatanten Verstoß gegen das internationale Völkerrecht durch die feindselige Handlung der Republik Korea (ROK) nicht anerkennen – nein, sie erdreisten sich auch noch ihn als Akt der „Meinungsfreiheit“ zu verschleiern und versuchen der Welt damit abermals Sand in die Augen zu streuen, um von den wahren Brandstiftern auf der koreanischen Halbinsel abzulenken.
Und sei dies noch nicht genug, werden nun – natürlich unter Führung der USA – die ohnehin provokanten, jährlich stattfindenden Militärmanöver „Freedom Flag“ und „Vigilant Defence“ zu einem der größten Truppenaufmärsche, die das geteilte Korea seit dem Großen Vaterländischen Befreiungskrieg gesehen hat, zusammengelegt.
Dabei versuchen die Verantwortlichen nicht einmal zu leugnen, dass es sich dabei um rein offensive und auf einen Angriffskrieg ausgerichtete Übungen handelt, deren Stoßrichtung sich ganz eindeutig gegen die souveräne Demokratische Volksrepublik Korea richtet.
In alter Tradition: Simulation des Angriffskriegs mit einem südkoreanischen Type-88 Kampfpanzer und einem US-amerikanischen LCAC-Landungsboots währen des Manövers „Foal Eagle“ 2004
Es ist eine Schande, dass die internationale Staatengemeinschaft ob dieser unverhohlenen Aggression schweigt. Aber wehe dem, der mit dem Feuer spielt. Die Koreanische Volksarmee ist bereit, und sie ist weder wehrlos, noch steht sie allein.
Sollten die US-amerikanischen Kriegstreiber und ihre Marionetten nicht bald zur Vernunft kommen, werden sie den Preis für ihr verantwortungs- und ehrloses Verhalten zahlen müssen. Vielleicht werden sich die Werktätigen der Vereinigten Staaten endlich gegen ihre Ausbeuter erheben, wenn sich die Erde der koreanischen Halbinsel erneut mit dem Blut ihrer gefallenen Söhne und Töchter tränkt, und das Banner der koreanischen Revolution siegreich über den Schlachtfeldern weht. Dann könnte endlich Frieden auf der Welt werden.
Nachfolgend geben wir – exklusiv und im Original-Wortlaut der deutschen KCNA-Übersetzung – die Stellungnahme des Leiters der Abteilung Außenpolitik im Außenministerium der Demokratischen Volksrepublik Korea vom 26. Oktober 2024 wider:
Infolge der schwerwiegenden Provokation der Republik Korea gegen die Demokratische Volksrepublik Korea dauert auf der Koreanischen Halbinsel die extreme Spannung an. Dabei werden die Machenschaften der USA für die militärische Auseinandersetzung mit der DVRK immer drastischer.
Am 21. Oktober begannen die USA unter Einbeziehung der australischen Luftwaffe auf der Koreanischen Halbinsel die groß angelegte gemeinsame Luftübung mit der Armee der ROK „Freedom Flag“. Dabei offenbarten sie ihren höchst boshaften Willen zur Konfrontation, indem sie der Öffentlichkeit zugänglich machten, dass die Übung gegen uns gerichtet sei.
Es handelt sich hierbei um die Vereinigung der komplexen Übung der gemeinsamen Formationen und der gemeinsamen Luftübung „Vigilant Defence“, die beide jährlich stattfanden. Hier wollen sich die USA und die Republik Korea zum ersten Mal die Fähigkeit zur Ausführung der kombinierten Operationen unter Einsatz der Kampfflugzeuge und Drohnen einüben und auch die Übung für die Erhöhung der Überlebensfähigkeit bei der Eindringung in das feindliche Lager aus der Luft durchführen.
Diese militärische Übung zeigt in ihrem Ausmaß, Inhalt und Charakter deutlicher denn je die Offensivität und Aggressivität und ist eine sehr gefährliche militärische Provokation, die einen präventiven und plötzlichen Angriff gegen die DVRK zum Ziel hat.
Außerdem halten die USA gleichzeitig mit der Republik Korea „die gemeinsame Übung für Nachschub aus der Luft“ und „die gemeinsame Flussüberquerungsübung“ und mit Japan das groß angelegte gemeinsame Manöver der Marineinfanterie „Keen Sword“ ab, wobei die Angriffsflotte um den supergroßen atomgetriebenen Flugzeugträger „George Washington“ in die Umgebung der Koreanischen Halbinsel eingesetzt und so die militärische Spannung vergrößert wird.
Die Amerikaner befassen sich ungeachtet der gegenwärtigen politischen und militärischen Spannung auf der Koreanischen Halbinsel, die jederzeit zu explodieren droht, mit den skrupellosen militärischen Demonstrationen mit ihren Verbündeten. Wir brandmarken die feindseligen Handlungen der USA als eine unmissverständliche Bedrohung der Sicherheit der Region und als eine schwere Provokation und verurteilen sie entschieden.
Mit keinen rhetorischen Ausreden können sie ihr verbrecherisches Wesen verschleiern, das die Lage auf der Koreanischen Halbinsel in eine unkontrollierbare Situation treibt.
Es ist weltbekannt, dass die ROK in die Sphäre eines souveränen Staates ihr militärisches Angriffsmittel offenkundig einsetzte und auf wessen militärische Hilfe sie sich bei dieser gesetzwidrigen schwerwiegenden Provokation stützte.
Wir lassen den dunklen Schatten der USA hinter den furchtlosen provokatorischen Handlungen der Republik Korea nicht außer Acht.
Die USA haben die Verstreuung der politischen Agitationsabfälle auf dem Territorium unseres Staates durch die Republik Korea als die „Meinungsfreiheit“ beschirmt und durch die kontinuierliche Stationierung der strategischen Vermögen und die unaufhörlichen gemeinsamen militärischen Übungen den aggressiven Wahn ihres Verbündeten stimuliert. Ihre auf die Konfrontation orientierten Taten werden genau aufgezeichnet und abgerechnet.
Falls auf der Koreanischen Halbinsel eine von niemandem erwünschte Situation entsteht, werden die USA als Haupturheber der Zuspitzung der regionalen Spannung voll und ganz die Verantwortung tragen.
Am Donnerstag hat das russische Parlament den mit Nordkorea geschlossenen Vertrag über eine allumfassende strategische Partnerschaft ratifiziert. Die Vereinbarung hebt die militärische Zusammenarbeit beider Länder auf eine neue Ebene und legt fest, dass sich Nordkorea und Russland gegenseitig Beistand leisten, sollte eines der Länder angegriffen werden. Der russische Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un hatten den Vertrag im Juni in Pjöngjang unterzeichnet. USA und Ukraine behaupten seit mehreren Tagen, nordkoreanische Soldaten seien nach Russland entsandt worden, um sie im Ukraine-Krieg einzusetzen. (dpa/jW)
Bereits zum dritten Mal holt die U20 Frauen-Fußballnationalmannschaft der DVRK den Weltmeistertitel. Damit stehen die koreanischen Athletinnen nun an Platz 1 der Weltrangliste, gleichauf mit den bisherigen Rekordhaltern Deutschland und den USA.
Mit einem souveränen 1 zu 0 gegen Japan endete am 22. September das Finale der FIFA U20-Fußballweltmeisterschaft in Bogota, Kolumbien. Bereits im Halbfinale gegen die USA, die zuvor die nicht minder starke deutsche U20-Mannschaft mit einem dramatischen 3 zu 1 vom Platz fegte, zeigte sich das nordkoreanische Spitzenteam mit taktischem Geschick und leidenschaftlichem Einsatz als überlegener Spielführer. Wohlverdientes Gold für eine beeindruckende Leistung.
Darüber hinaus wurde die Spielerin Choe Il Son, die mit dem goldenen Finaltor ihren sechsten Erfolg verbuchte, zur Torschützenkönigin des Turniers gekürt.
Die stolzen Sieger auf der Ehrenparade in Pjöngjang am 28. September.