Archiv der Kategorie: Analyse

Junge Welt: Drei Jahre Zeit

Zur Entwicklung nach den Wahlen in Venezuela zitieren wir die Junge Welt (16.04.2013 / Ansichten / Seite 8), die eine Bewertung des Wahlergebnisses vornimmt:

Drei Jahre Zeit

Präsidentschaftswahl in Venezuela

Von André Scheer

Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Venezuela war ein Warnschuß für die revolutionäre Bewegung. Es war ein Schock, als die Präsidentin des Nationalen Wahlrates, Tibisay Lucena, am Sonntag abend vor die Presse trat und das offizielle Ergebnis der Abstimmung verkündete: 50,66 Prozent für Nicolás Maduro – gewählt, aber mit wenig mehr als anderthalb Prozentpunkten Vorsprung. Dabei waren zuvor Werte gehandelt worden, die dem Ergebnis von Hugo Chávez im vergangenen Oktober nahegekommen wären. Selbst ein noch größerer Sieg als damals wurde nicht ausgeschlossen. weiterlesen


US-Propaganda-Schinken „Red Dawn“ 1984 und 2012

Bereits 1984 brachte die US-Propaganda einen Film ins Kino, der eine rote, von der Sowjetunion ausgehende, Invasion von Teilen der USA zum Inhalt hatte. „Red Dawn“ – Die rote Flut – erzählt in üblicher US-Kitsch-Manier von „heldenhaften Teenagern“, die sich mit einer so genannten Widerstandsgruppe Wolverines gegen die Okkupanten zur Wehr setzen. Den gleichen pseudo-patriotischen Kriegspropaganda-Aufguss erleben wir in der Neuauflage des Films, die Ende 2012 in die Kinos kam. Statt den Sowjets sind nun allerdings die Nordkoreaner die Bösewichte, mit deren Darstellung man die öffentliche Meinung auf Kriegskurs bringen will. Hier die zwei Ausschnitte der widerlichen Streifen:

1984:

2012:


Junge Welt: Zu weit getrieben

Aufgrund der Brisanz zitieren wir hier den Artikel aus der „Jungen Welt“ vollständig. Er erschien am 6. April 2013 auf Seite 7:

Zu weit getrieben

US-Regierung will angeblich ihre Provokationen gegen Nordkorea bremsen, um »Überreaktionen« zu vermeiden. Spekulationen um Raketenstationierung Pjöngjangs
Von Knut Mellenthin

Die US-Regierung fürchtet, daß ihr die Kontrolle der von ihr selbst provozierten Krise auf der koreanischen Halbinsel entgleiten könnte. Das ist einem Artikel des Wall Street Journal zu entnehmen, der aufgrund von offenbar gezielt zugespielten Insiderinformationen die Diskussionen im Weißen Haus detailliert und plausibel beschreibt. Das Blatt, das den Republikanern und Neokonservativen nahesteht, zitierte am Freitag einen namentlich nicht identifizierten »hochrangigen Regierungsbeamten« mit der Aussage: »Man hat den Eindruck, daß wir gewissermaßen mehr erreicht haben, als wir wollten. Daß wir nämlich so erfolgreich waren, daß es jetzt Überlegungen gibt, ein bißchen zurückzurudern, während wir gleichzeitig fortfahren, beruhigend auf die Südkoreaner einzuwirken.«

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Herrscher-Kriege (IRIB)

Mowitz

Mowitz

Darf die Presse die Unwahrheit verbreiten, ohne sie als solche zu kennzeichnen und sich dabei mit Hinweisen auf Bulletins und Statements von Lügenbolzen der herrschenden Klasse begnügen? Ist die „Pressefreiheit“ auch die „Freiheit“ für Lügen und Manipulationen? Syrien, Iran und Nordkorea sollen die Bösen sein, welche die Welt vor den Segnungen eines globalen Rüstungsvertrages schützen. weiterlesen


Versöhnung der Kriegstreiber

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Versöhnung der Kriegstreiber

| 24. März 2013

Sagt uns der Ship-to-Gaza-Zwischenfall noch was? Am 31. Mai 2010 enterte die israelische Marine in internationalen Gewässern sechs Schiffe mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen, denn über diesen war nach der Machtübernahme der radikal-sunnitischen Hamas 2007 durch Israel eine Blockade verhängt worden, welchen die Aktivisten vom internationalen Free Gaza Movement und der türkischen IHH (İnsan Hak ve Hürriyetleri ve İnsani Yardım Vakfı) durchbrechen wollten. Auf dem Schiff Mavi Marmara töteten israelische Soldaten neun türkische Aktivisten, seither herrschten zwischen der Türkei und dem Zionistenstaat erhebliche Spannungen.
Nun also reist Obama nach Israel, redet gutmütig auf Netanjahu ein, und der entschuldigt sich per Telefon bei seinem türkischen Amtskollegen für den kleinen Zwischenfall. Klingt doch gut. Friede, Freude, Eierkuchen. Und Obama hat seinen Friedensnobelpreis (nach und bei dem Morden in Pakistan, Yemen, Libyen, Syrien, Schwamm drüber) doch noch zu Recht bekommen, dürfen sich die Gutmenschen bestätigt fühlen… Wirklich ein Beitrag zum Weltfrieden?
Im Gegenteil. Hier wurde wohl ein Kriegspakt geschmiedet. Obama verschärfte unlängst mit der üblichen Dummdreistigkeit nach einer von seinen Freunden der FSA begangenen Chemiewaffen-Untat seine Chemiewaffen-Propaganda gegen die Regierung Assad und deutete an, wohin die Reise gehen soll. Israel will vor allem gegen den Iran ins Feld ziehen, der Weg dahin führt über Syrien. Die Türkei ist direkter Unterstützer der sogenannten Rebellen der „Freien Syrischen Armee“, welche wie die Regierung Erdogan der Muslimbruderschaft nahestehen, und strebt danach, sich als sunnitische Großmacht in der Region zu profilieren, Provokationen von türkischer Seite gab es genug. Natürliche Verbündete gegen Syrien – aber diese Gaza-Geschichte störte da doch irgendwie.
Netanjahu hat dann gestern schließlich auf seiner facebook-Seite auch die Katze aus dem Sack gelassen: der Grund für die Verständigung mit der Türkei ist also nun offiziell Syrien. Natürlich wegen der Sorge, die (angeblichen) Chemiewaffen könnten in die Hände militanter Gruppen wie der Hisbollah fallen… aber sicher!
Interessant wird sein, wie sich die Hamas verhält. Die Neupositionierung gegen den langjährigen Verbündeten Syrien an der Seite ihrer radikal-sunnitischen Glaubensbrüder von Erdogan bis Al-Kaida konnte sie ihren Anhängern sicher noch erklären. Aber wenn nun die Türkei offiziell mit Israel verbündet ist, was macht man da?
Die Lage ist insgesamt überaus brisant, und auch NATO-Deutschland hängt mit drin. Die Patriot-Raketen wären im Übrigen gegebenenfalls keineswegs bloße Defensivwaffen, wie man uns weismachen will, denn sie könnten auch einen türkischen Panzerangriff gegen Syrien decken, indem sie die syrische Luftwaffe an effektiven Gegenmaßnahmen hindern. Angriffskriege mit deutschen Steuergeldern, auch 2013 häßliche Realität.


Papst Benedikt XVI. tritt zurück

Der Gejagte: Papst Benedikt XVI. tritt zurück

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/02/11/der-gejagte-papst-benedikt-xvi-tritt-zuruck/

Linienkampf im Vatikan bis hin zu Morddrohungen

http://juergenelsaesser.files.wordpress.com/2013/02/cover7-2012-klein.jpg

Ein Paukenschlag. Das gab es vorher nur einmal in der 2000jährigen Geschichte des Christentums: Ein Papst tritt zurück. In seiner Erklärung führt Benedikt XVI. Altersgründe an, die Kraft habe nachgelassen, angesichts großer Herausforderungen könne er das Amt nicht mehr ausfüllen. Ist das auch ein versteckter Hinweis auf die Linienkämpfe im letzten Jahr im Vatikan, über die COMPACT 7/2012 ausführlich berichtete? Damals machten sogar Gerüchte um ein Mordkomplott die Runde und erhielten von höchster Seite Bestätigung…

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Umgestaltung der Welt – Folge 61

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Wochenschau, Folge 61

http://apxwn.blogspot.de/2013/02/wochenschau-folge-61.html

Zu Mali ein kleines Vorwort. Diverse Outlets berichten von französischen Bombardements gewisser „Trainingslager“ der Islamisten in Tessalit, nahe der Grenze zu Algerien. Dazu liest man, dass die Franzosen zwar den Flughafen in Kidal kontrollieren, die Stadt aber in der Hand der Tuareg, d.h. der MNLA sei.

Auf diese Weise ist die Visite Hollandes, bei der er – ähnlich wie einst George Bush auf dem Flugzeugträger – den Sieg verkündete und meinte, die französischen Soldaten können bald wieder nach Hause, eigentlich nur ein Dunstvorhang vor dem Fakt, dass das Vorrücken der „Koalitionsstreitkräfte“ durchaus noch nicht abgeschlossen ist. Mehr noch, die Perspektiven der weiteren Entwicklung sind immer noch irgendwie unklar.

Klar ist bislang nur, dass das nicht nach einem Ende des Kriegs aussieht. Freilich hat der Quasipräsident von Mali sich für Verhandlungen mit der MNLA ausgesprochen, was eine gewisse Hoffnung birgt. Wenn die MNLA dem, wie angekündigt, folgt, und es zumindest einen Waffenstillstand gibt, kann sich die Lage durchaus auch früher beruhigen.


Manuskript der Syrien-Sendung des schwarzen Kanals

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Für die Syrien-Sendung Karl-Eduard v. Schnitzlers aus dem Jahr 1969 liegt uns sein Manuskript vor. Wir veröffentlichen es hier unkommentiert als Dokument der Auseinandersetzung mit dem Zionismus, die seitens der DDR um einiges anders geführt wurde, als in der alten BRD.


Ein Krieg kann einen anderen verschweigen

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Abdelaziz Bouteflika, Präsident Algeriens, letzter Staat in Nordafrika der noch nicht in den Klauen der „Muslimbrüder“ gefallen ist

« Vor unseren Augen »

Ein Krieg kann einen anderen verschweigen

von Thierry Meyssan

Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien) | 21. Januar 2013

http://www.voltairenet.org/article177192.html

„Der Appetit kommt mit dem Essen“ heißt das Sprichwort. Nach der Wiederkolonisierung der Elfenbeinküste und von Libyen, nach dem Versuch, sich Syriens zu bemächtigen, liebäugelt Frankreich wieder mit Mali, um Algerien im Rücken zu fassen.

Während des Libyen Angriffs machten die Franzosen und Briten umfangreiche Verwendung von Islamisten gegen die Macht von Tripolis, da die Separatisten von Kyrenaika, Bengasi einmal unabhängig, nicht mehr daran interessiert waren, Muammar el-Gaddafi zu stürzen. Beim Sturz der Dschamahirija, hatte ich persönlich den Empfang der AQIM Führer durch die Mitglieder des Nationalrates des Übergangs im Corinthia Hotel erlebt, welches durch eine britische, ausdrücklich vom Irak herangeholte Spezial-Gruppe gesichert wurde. Es war klar, dass das nächste Ziel des westlichen Kolonialismus Algerien wäre und dass AQIM eine Rolle spielen würde, aber ich konnte nicht sehen, welcher Konflikt verwendet werden konnte, um eine internationale Einmischung zu rechtfertigen.

Paris hat ein Szenario ausgearbeitet, in dem der Krieg über Mali in Algerien eindringt.
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„Syria – Armageddon“ (GRANews)

Natella Speranskaya, russische Aktivistin der Euroasiatische Bewegung von Alexander Dugin, präsentiert mit ihre Mitarbeiter eine Reportage der „Global Revolutionary Alliance“ über die Lage in Syrien; eine geopolitische, metapolitische und eschatologische Analyse des Konfliktes. Vor einigen Monaten, veröffentlichte GRANews auch einen Beitrag über Libyen und die Ermordung Gaddafis.

In Englisch, bzw. Russisch mit Englischen Untertiteln.

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Episode 3. Syria – Armageddon

http://www.granews.info/content/granews-episode-3-syria-armageddon