Archiv der Kategorie: Meldungen

Bei anderen gelesen….

Junge Welt vom 14.12.2024… von Jörg Kronauer

Zu zähmende Handlanger

Der Westen und Syrien

Versucht man, mit den Augen westlicher Geostrategen auf die aktuelle Lage in Syrien zu blicken, dann ist klar: Eine Chance, wie sie sich dort für die transatlantischen Mächte derzeit bietet, wird sich kaum ein zweites Mal ergeben. Russland und Iran hatten den Westen – mit Hilfe der Türkei, das sollte man nicht vergessen – weitgehend aus dem Land abgedrängt, und dies in einer Zeit, in der es China gelungen war, einen Ausgleich zwischen Iran und Saudi-Arabien zu vermitteln. Damit geriet die US-Dominanz über die Region, die strategisch auch auf der erbitterten Feindschaft zwischen Riad und Teheran basierte, gleich an verschiedenen Stellen ins Wanken. Washington lavierte, konnte kleine Punktgewinne erzielen, etwa, dass Saudi-Arabien bisher immer noch nicht den BRICS beigetreten ist, obwohl es dazu eingeladen wurde. Ein größerer US-Durchbruch aber blieb aus.

Der könnte nun nach dem Kollaps der Regierung von Baschar Al-Assad, mit dem in dieser Form auch im Westen niemand wirklich gerechnet hatte, gelingen. Die Dschihadisten, die Assad gestürzt haben, werfen Russland und Iran schon aus eigenem Antrieb aus dem Land. Und wenn es auch noch gelingen sollte, sie halbwegs zu zähmen und an den Westen zu binden, dann hätten die transatlantischen Mächte auf Syrien wieder ihren Daumen drauf. Zugleich ist Iran nicht nur durch den Verlust seines bisherigen Einflusses auf Syrien, sondern auch durch den Bombenhagel und den Enthauptungskrieg Israels gegen Hisbollah und Hamas so sehr geschwächt, dass sich für Washington vielleicht gar noch die Möglichkeit bietet, Teheran auf die eine oder andere Weise vollständig auszuschalten. Das einzige Sandkorn im Getriebe: Donald Trump ist seit je bestrebt, in Nah- und Mittelost keine Kräfte zu binden, um wirklich alles in den Machtkampf gegen China zu werfen. Womöglich setzt ihm das am Persischen Golf doch noch Grenzen.

Davon unabhängig aber gilt es aus Sicht der westlichen Mächte, zunächst die Dschihadisten in Syrien zu zähmen. Die Repressionsbehörden sowie die Geheimdienste der transatlantischen Welt haben nicht vergessen, dass beispielsweise die Terroranschläge vom 13. November 2015 in Paris in einem syrischen Dschihadistennest ersonnen und wohl auch von dort aus koordiniert wurden. Es stimmt: Hayat Tahrir al Sham (HTS) geht inzwischen anders vor als Al-Qaida, der sie entstammt. Sie war bereits in Idlib mit einer Territorialherrschaft beschenkt worden, die es zu hegen und zu pflegen galt, um die eigene Basis von Grund auf zu stärken. Mit einem anderen Ziel des Dschihadismus, nämlich dem Kampf gegen den gottlosen Westen, lässt sich HTS nun erstmal Zeit. Und Zeit hat sie auch, anders als die im Abstieg wie wild um sich schlagende transatlantische Welt. Ob die in ihrem Kampf gegen Russland und Iran nun in Syrien wirklich einen Sieg und nicht vielleicht doch einen Pyrrhussieg errungen hat, wird sich weisen. Auch daher die Eile, die den Westen in Sachen Syrien gegenwärtig treibt.


Ein Mann, der Eindruck machte.

KIM JONG IL – ewiger Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas (PdAK) und geliebter Führer des koreanischen Volkes – ist zweifellos eine der herausragendsten Personen in der jüngeren Geschichte. Bereits zu Lebzeiten waren seine staatsmännische Brillianz und sein Charisma – anders als es die westliche Propaganda verzerrt darstellt – über die Landesgrenzen der DVRK bekannt und vielfach geachtet.

So kürte ihn das US-amerikanische „Time“-Magazin 2006 nicht umsonst zur Person des Jahres und kam – trotz betont propagandistischer Einfärbung – nicht umhin, seine herausragende historische Stellung und seine geopolitische Bedeutung zu würdigen.

Den größten Eindruck machte er aber stets auf die Menschen, die ihm persönlich begegneten. So hörte man nach zahlreichen, intensiven und stets freundschaftlichen Treffen mit Staatsgästen aus allen Teilen der Erde immer wieder gleichlautende Beschreibungen. „Ein Führer mit Entschlossenheit …“, „… mit Weitblick und der Fähigkeit zu scharfer Analyse internationaler Fragen …“, „… dabei aber immerfort zwanglos und freimütig …“ hieß es aus den Reihen der Diplomaten.

Der Führer der kubanischen Revolution und 2016 verstorbende Maximo Lider Fidel Castro Ruz sprach gar von einer „überwältigenden Person, deren vielfältige Talente und Qualifikationen sie zum geborenen Staatsführer mache“.

Wie sehr die Persönlichkeit KIM JONG ILs seine Umgebung zu beeindrucken vermochte, lässt sich gut anhand seines Besuchs in der Russischen Föderation im Jahr 2001 verbildlichen.

Dieser Besuch stellte einen wichtigen Meilenstein in der bis heute ungebrochenen, brüderlichen Beziehung zwischen den beiden Völkern dar und wurde nicht zuletzt deshalb weltweit mit großer Aufmerksamkeit und starkem medialem Interesse verfolgt.

Während des Russland-Aufenthalts KIM JONG ILs geschah Folgendes:

Nachdem KIM JONG IL die vielen Sehenswürdigkeiten Moskaus gezeigt wurden, bat er darum eine Fahrt auf der Moskauer Ringstraße zu machen. Die russischen Funktionäre waren verlegen und meinten, es sei wegen der hohen Verkehrsdichte kaum möglich, die Straßen zu sperren. KIM JONG IL meinte sanft, er würde auch ohne gesperrte Straßen die Fahrt auf sich nehmen, und so geschah es auch.

Als aber nun die Autokolonne in die Hektik des Moskauer Verkehrs eintauchte, geschah etwas Besonderes. Alle übrigen Fahrzeuge machten, wie auf ein unsichtbares Signal hin und zum Erstaunen der russischen Funktionäre, den Weg frei und hielten zur Seite an. Die Menchen stiegen aus ihren Autos und Russen, ebenso wie ausländische Touristen, jubelten der Kolonne herzlich zu. Ein einmaliges Schauspiel.

Eine anwesendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften Russlands bemerkte dazu:

„Die Menschen wissen um die besondere, freundschaftliche Gastfreundschaft, die ihr Präsident Putin dem koreanischen Staatsführer zuteil werden lässt. Kein Vergleich zu den Besuchen anderer Staatsoberhäupter. Wenngleich auch nicht alle wissen, warum dies so ist, so ahnen sie doch, dass jemand, dem so viel Respekt entgegengebracht wird, eine herausragende Persönlichkeit und wahrer Freund des russischen Volkes sein muss.“

Heute, 13 Jahre nach seinem Tod ist dieses feste Band der Völkerfreundschaft enger und die Erinnerung an den historischen Besuch Genossen KIM JONG ILs lebendiger denn je.


KIM JONG IL – Visionär und Stratege.

Mit Weitblick und Scharfsinn erwarb sich KIM JONG IL (1942 – 2011) als Vorsitzender des Verteidigungskomitees der Demokratischen Volksrepublik Korea große Verdienste bei der Festigung der DVRK als unumstritten souveräner antiimperialistischer Machtblock auf der koreanischen Halbinsel. Seine Taten wirken bis heute und sind zugleich Inspiration und Ansporn für alle fortschrittlchen Völker dieser Welt.

Der Denker und Theoretiker

Besonders seine geistigen Arbeiten, die das Werk seines Vaters, dem ewigen Präsidenten der DVRK – KIM IL SUNG (1912 – 1994), nahtlos fortführten und ideologisch vertieften, haben die Juche-Idee der koreanischen Revolution nachhaltig geprägt und aus der theoretischen Grundlage ein scharfes Schwert gegen Imperialismus, Fremdherrschaft und Unterdrückung geschmiedet. Nicht nur für das koreanische Volk, wovon die zahllosen freundschaftlichen Beziehungen zu den unterschiedlichsten Völkern, Staaten und Organisationen, die unter dem Joch des westlichen Imperialismus litten und es zum Teil bis heute tun, zeugen.

Als Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre die Geostrategen des Westens vom „Ende des Sozialismus“ schwadronierten, bewies KIM JONG IL mit analytischem Scharfsinn, dass der Zusammenbruch der sozialistischen Bruderstaaten mitnichten das Ende der sozialistischen Idee von Frieden, Freiheit und Völkerfreundschaft bedeutete.

Statt sich im Taumel der Weltereignisse zu verlieren, erkannte KIM JONG IL die heilige Pflicht, die ihm und seinem Volk von der Geschichte auferlegt wurde. Die Demokratischen Volksrepublik Korea – als eines der letzten Bollwerke gegen den westlichen Hegemonialismus – sollte und musste die Flamme der Revolution, den revolutionären Gedanken von der Herrschaft des Volkes – befreit von den Ketten des Kapitals – unerschrocken und mit noch größerem Eifer emporhalten.

Die geopolitischen Umwälzungen dieser Zeit waren für KIM JONG IL kein Grund, an den Ideen der Revolution zu zweifeln. Vielmehr boten sie ihm ein Lehrstück dafür, wie sich der Sozialismus in den Farben der Länder und Völker weiterentwickeln muss, um sich beständig, autark und wehrhaft gegen die oftmals sinistren Mechanismen des internationalen Kapitals behaupten zu können. In zahlreichen Schriften, wie „die historischen Lehren aus dem sozialistischen Aufbau und die Generallinie unserer Partei“, „Die Verleumdung des Sozialismus ist unzulässig“ und „Der Sozialismus ist eine Wissenschaft“ manifestierte er seine Gedanken und schuf damit gleichzeitig die Grundlage für ein starkes Korea, dass sich furchtlos, stolz und unbeugsam jeder Aggression entgegenstellen konnte.

Der Verteidiger des Friedens und der Sicherheit

Getrieben von der Euphorie seines vermeintlichen Sieges über den Sozialismus in Osteuropa, dauerte es nicht lange, bis der Imperialismus unter US-amerikanischer Vorherrschaft seine gierigen Augen gegen das friedliebende, sozialistische Korea richtete.

Unter dem bereits damals stetig zunehmenden politisch-militärischen Druck führten KIM JONG ILs scharfe Analysen zu einer bis heute unbestrittenen Erkenntnis: Die richtige und wissenschaftlich fundierte Idee der sozialistischen Revolution allein reicht nicht aus, wenn der ideologische Gegner fern jeder Moral mit immer brutaleren Mitteln die Freiheit der Völker zu unterdrücken sucht, den Frieden verabscheut und die Welt tagtäglich an den Rand des Abgrunds drängt.

Die Sozialismus muss wehrhaft sein, und mit ihm das koreanische Volk, bereit mit aufgepflanztem Bajonett, die Errungenschaften der Revolution bis auf Letzte zu verteidigen. Nicht nur für die DVRK, sondern für alle Menschen dieser Erde, deren Freiheit, Würde und Souveränität vom Westen bedroht wird.

Einzig dem strategischen Genie KIM JONG ILs, seinem Mut und seiner Besonnenheit ist es zu verdanken, dass sich die DVRK in den Jahren nach Ende des sogenannten „kalten Krieges“ zu einem militärischen Machtfaktor entwickelte und mit ihrem unbedingten Verteidigungswillen bis in die heutige Zeit zum Garant für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel wurde.

Frieden auf der koreanischen Halbinsel bedeutet gleichzeitig aber auch Sicherheit und Stabilität im gesamten asiatisch-pazifischen Raum und damit Frieden auf der Welt. Ohne das vorausschauende Handeln KIM JONG ILs und seine bedeutenden Entscheidung wäre ein Kriegsausbruch seinerzeit wohl unvermeidlich gewesen. Dieser aber hätte nicht nur die koreanische Halbinsel zerstört, sondern die Menschheit in einen dritten Weltkrieg und in die eigene Vernichtung gestürzt.

Für diese herausragende Leistung gebührt ihm ewiger Dank und Anerkennung.

Heute scheint der Frieden auf der koreanischen Halbinsel brüchiger denn je. Immer stärker, immer dreister und immer brutaler drängt der Westen gegen die DVRK. Er folgt dabei dem ewigen Muster der sterbenden Imperien, die in ihren letzten Atemzügen die Flucht nach vorn antreten und mit animalischen Instinkt jede Vernunft und Moral über Bord werfen.

Umso mehr sind die fortschrittlichen Kräfte in allen Winkeln dieser Erde, besonders aber in den Zentren der westlichen Welt, aufgerufen, ihre Stimme gegen diese Ungerechtigkeit zu erheben. Sie sind es, die das verkommene Wesen des dekadenten Westens sichtbar in die Völker tragen und gleichzeitig die Fackel des Sozialismus emporhalten müssen, um dem Kapitalismus – dem Imperium der Schande – den finalen Todesstoß zu versetzen.

Das stolze Volk Koreas, das seit mehr als einem halben Jahrhundert mit ehernem Willen, kühn und unerschrocken dieser imperialististischen Übermacht trotzt, soll und muss uns dabei Vorbild sein.

Lang lebe die Demokratische Volksrepublik Korea,
Lang lebe der Vordenker der Revolution, KIM JONG IL,
Lang lebe der antiimperialistische Befreiungskampf.


Zum 13. Todestag des geliebten Führers KIM JONG IL

Anlässlich des 13. Todestages des geliebten Führers – KIM JONG IL – erbietet sich die Antiimperialistische Plattform Deutschland die Ehre, Genossen KIM JONG UN, der Staatsführung der Demokratischen Volksrepublik Korea, dem ZK der Partei der Arbeit Koreas und dem ganzen koreanischen seine tiefste Anteilnahme und Zuneigung auszusprechen.

Wir gedenken dem ewigen Generalsekretär der PdAK und unvergessenen Helden des koreanischen Volkes – Genossen KIM JONG IL –, und verneigen unser Haupt vor seinen herausragenden Leistungen um den Schutz und Erhalt der Souveränität der DVRK, seinem unermüdlichen Einsatz im weltweiten antiimperialistischen Befreiungskampf und seine Errungenschaften um die sozialistische Revolution.

Möge sein Stern uns auch weiterhin Leuchtfeuer in dunkler Zeit und Funke unserer revolutionären Flamme sein.


Bei anderen gelesen….

Junge Welt vom 07.12.2024

Parlament am Abzug

Bundestag diskutiert Anträge zu Russland und Nordkorea…von Karim Natour

Vor gelichteten Reihen haben die Abgeordneten im Bundestag am Freitag gleich zwei Anträge diskutiert, die sich gegen finstere Mächte und die Feinde des Westens richten. Zunächst ging es um einen FDP-Vorstoß, in dem erneut die Lieferung von »Taurus«-Marschflugkörpern an die Ukrai­ne gefordert wird, damit diese Ziele in Russland angreifen kann. Daneben fordert die FDP auch eine »konkrete Perspektive für einen NATO-Beitritt der Ukraine«. Direkt im Anschluss wurde ein Antrag der Unionsfraktion mit dem Titel »Nordkoreas schädliche Außenpolitik einhegen« debattiert. Beide Entwürfe wurden nach der Debatte zur Beratung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

In der »Taurus«-Aussprache kritisierte die FDP die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) abgelehnte Lieferung der Marschflugkörper. Fraktionschef Christian Dürr warf Scholz vor, »aus parteitaktischen Gründen« nicht das zu liefern, was die Ukraine wirklich brauche. Wer behaupte, mit der Lieferung weitreichender Waffensysteme könne ein Atomkrieg in Europa provoziert werden, bediene »indirekt das russische Narrativ«, so Dürr.

Obwohl in der Sache einig, stellten sich Union und Bündnis 90/Die Grünen nicht hinter den FDP-Vorstoß. Bereits zuvor hatten beide Parteien erklärt, dem Antrag nicht zustimmen zu wollen – aus parteitaktischen Gründen. Trotzdem bekräftigen die Fraktionen, weiter hinter der Lieferung der weitreichenden Hightechwaffe zu stehen. Der CDU-Politiker Johann Wadephul erklärte, wegen Scholz’ »Nein« kämpfe die Ukraine »mit einem Arm auf dem Rücken«. Den Ausführungen von Dürr bescheinigte er aber eine »geringe Glaubwürdigkeit«. Die Grünen-Abgeordnete Deborah Düring sagte, ihre Partei sei der Meinung, es »braucht noch mehr Unterstützung« der Ukraine.Ralf Stegner (SPD) erklärte, seine Fraktion lehne die Lieferung ab, »weil wir keine Eskalation des Krieges wollen«. Ähnlich argumentierte die BSW-Abgeordnete Sevim Dagdelen. Wer »Taurus«-Lieferungen an die Ukrai­ne fordere, »will nichts anderes als den Kriegseintritt Deutschlands gegen die Atommacht Russland«, so Dagdelen. Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland seien zudem zum Nachteil der hiesigen Bevölkerung und der »größte Angriff auf die soziale Gerechtigkeit seit fast 80 Jahren«. Der AfD-Abgeordnete Stefan Keuter warf der Bundesregierung vor, mit Waffenlieferungen an die Ukraine, »die Maschinerie des Todes« am Laufen zu halten. Es sei »nachvollziehbar, dass eine Großmacht wie Russland vor der eigenen Haustür eigene Sicherheitsinteressen hat und diese auch verfolgt«. Der Linke-Abgeordnete Gregor Gysi nannte es eine »folgenschwere Illusion«, auf einen militärischen Sieg der Ukraine zu setzen.

In dem Antrag zur Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) fordert die Unionsfraktion die Bundesregierung zu noch härteren Sanktionen gegen das ökonomisch gebeutelte Land auf. Das »Regime von Kim Jong Un« bedrohe schon »seit Jahren die Sicherheit in Ostasien durch unverhohlene Kriegsdrohungen gegen Deutschlands strategische Partner Südkorea und Japan«, heißt es in dem Papier. Weitere Forderungen zielen auf die Stärkung der Präsenz der Bundeswehr im Indopazifik. Auch diese Maßnahmen richten sich indirekt gegen Russland und gegen Moskaus verstärkte Militärkooperation mit Pjöngjang – und dienen der Unterstützung Kiews: Westlichen Berichten zufolge werden nordkoreanische Soldaten im Ukraine-Krieg eingesetzt. Daneben wird China vorgeworfen, die Sanktionen gegen Nordkorea zu umgehen.

Der Tenor der Debatte war eindeutig: Nordkorea bedroht im Verbund mit den Schurken Russland und China die freiheitliche Lebensart im Westen – ein Vorwand der gern zur Begründung westlicher Wirtschafts- und Bombenkriege herangezogen wird und sich auch im »Kalten Krieg 2.0« der »Demokratien gegen Autokratien« großer Beliebtheit erfreut. Kritik an dem Vorstoß der Union kam unter anderem von der AfD. Der Abgeordnete Gerold Otten warnte vor einer »noch tieferen Verwicklung in einen indopazifischen Konfliktherd«. Auch die BSW-Abgeordnete Sevim Dagdelen kritisierte die geforderte Erhöhung der Bundeswehr-Präsenz in der Region.


Bei anderen gelesen….

Junge Welt vom 06.12.2024….von Christian Stappenbeck

Mielke baut eine Kirche

Warum die Staatssicherheit der Neuapostolischen Gemeinde ein Gotteshaus errichtete

Ein kirchlicher Glückwunsch für einen Geheimdienstchef – ungewöhnlich. Dass die Neuapostolische Kirche (NAK) dem Generaloberst Erich Mielke zum 80. Geburtstag gratulierte, zeugt von einem harmonischen Verhältnis. War Erich Mielke neuapostolisch? Das dürfen wir wohl ausschließen. Nicht er, aber sein Bruder Heinz stand dieser Glaubensgemeinschaft, die auf einem erneuerten Apostelamt und der exklusiven Ausgießung des Heiligen Geistes beruht, nahe. Verbürgt ist jedenfalls: Stasi-Chef Mielke erfreute sich am 28. Dezember 1987 eines Grußschreibens von Bezirksapostel Wilhelm Pusch namens der neuapostolischen Gemeinden Berlins. Die waren ihm dankbar für ein besonderes Geschenk.

Das Geschenk – man sollte eher sagen: das vergoldete Trostpflaster für einen Verlust – bestand in einem noblen neuen Sakralbau. Nun gibt es in der Geschichte Hunderte Fälle, dass ein Staat, ein Herrscher, ein Mäzen den Gläubigen eine Kirche spendierte. Sogar einen Moscheeraum richtete der preußische Soldatenkönig für seine muslimischen Lanzenreiter ein. Doch als einzigartig kann gelten, was vor 45 Jahren in Deutschland-Ost passierte: Die neuapostolische Gemeinde Lichtenberg zog aus bescheidenen Gebäudeverhältnissen hinaus in einen prächtigen Kirchneubau, dessen Kosten und Ausführung bis hin zur eingebauten Tontechnik (ein Schelm, wer Böses dabei denkt!) ganz und gar die Geheimpolizei des Staates trug. Weder die Katholiken noch die Evangelischen hatten in drei Jahrzehnten DDR irgendein vergleichbar üppiges Gotteshaus errichten können, geschweige denn bezahlt bekommen. Ihr missgünstiger Blick auf die Konkurrenz, abfällig »die Sekte der Neuapostolen« genannt, wurde nicht freundlicher.

Zu dem harmonisch wirkenden Verhältnis Staat–NAK gehört die Tatsache, dass es sich der DDR-Staatssekretär für Kirchenfragen, Klaus Gysi, nicht nehmen ließ, in seinem Amtssitz das Kirchenoberhaupt, den Stammapostel Hans Urwyler aus der Schweiz, zu empfangen. (Man muss wissen, dass der Stammapostel einem Patriarchen entspricht, während der Bezirksapostel Pusch in etwa mit einem Erzbischof vergleichbar ist.) Die Atmosphäre war laut neuapostolischem Protokoll »ausgesprochen freundlich«, über die Begegnung berichtete amtlich auch das Neue Deutschland. Nach einer nicht unabhängig überprüfbaren Meldung äußerte Gysi gegenüber hochrangigen NAK-Vertretern: Für ihn würde »wenn er nicht schon weltanschaulich gebunden wäre, nur die neuapostolische Kirche« für eine Mitgliedschaft seinerseits in Frage kommen. Das passt zu Gysis hintersinnigem Humor. Vom erwähnten Apostel Wilhelm Pusch wird berichtet, dass er nach der weisen Maxime handelte: »Stille sein und keine schlafenden Hunde wecken!«Zum Lichtenberger Neubau gehört die folgende Vorgeschichte. Der alte Kirchsaal der Gemeinde aus Weimarer Zeiten lag in der Normannenstraße 20. Es war ein schlichter Klinkerbau neben einer Wohnanlage des Architekten Bruno Taut im Stil der Neuen Sachlichkeit. Und es lag in friedlicher Nachbarschaft zum Ministerium für Staatssicherheit, einer Behörde, die seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stetig anwuchs. Im wachsen begriffen war auch die neuapostolische Gemeinschaft in der DDR, sie wurde bei steigenden Mitgliederzahlen zur drittgrößten Religionsgemeinschaft im Osten. Übrigens vermuteten die Berliner Nachbarbewohner eine amerikanische Sekte im Kirchenhaus Normannenstraße, weil häufig Westberliner Pkw zum Schulchorsingen anreisten. Was die Nachbarn dachten, war aber nicht wichtig. Brisant war, dass das Haus nur zehn Meter neben dem Dienstgebäude und der sogenannten Ministereinfahrt Mielkes lag, so dass eine dauernde Einsichtnahme der Kirchenleute ins Rein und Raus der Schlapphüte möglich war. Für den Minister unangenehm. Aus Sicherheitsgründen wünschte, nein verlangte das MfS nun die »Verlagerung des Kirchsaals«, wobei ein größtmögliches Entgegenkommen der Regierung signalisiert wurde.

Das neu gefundene Grundstück in Lichtenberg lag circa 30 Minuten Fußweg entfernt. Die Gemeinde stimmte wohl oder übel zu. Mehrere Kleingärten mussten dran glauben, damit gebaut werden konnte. Mit tatkräftiger Hilfe des Wachregiments »Feliks Dzierżyński« und mit außerplanmäßig beschafften Baustoffen errichtete die MfS-Firma SHB (Spezialhochbau Berlin) einen repräsentativen Neubau: Das Kirchenschiff hatte eine Grundfläche von 1.150 Quadratmeter und beherbergte 2.500 Plätze. Zum Gemeindezentrum gehörten ein Garagenkomplex, eine Sakristei, ein Chorübungsraum – recht großzügig. Anfang 1979 war außer der Orgel alles fertig. Als Sahnehäubchen für den Sakralbau installierten die Helfer vom MfS in das Gemeindezentrum eine Anlage »modernster westlicher Ton- und Übertragungstechnik«. Und so war unter Garantie gewährleistet, dass kein feindlicher Geheimdienst seine Nase bzw. Lauscher in das Gotteshaus stecken würde. Man war allseits zufrieden.

Obrigkeiten gingen und kamen. Die Stürme der Zeitgeschichte konnten dem Gotteshaus nichts anhaben. Vier Jahrzehnte diente es der Gemeinde, bis zum Tag, da sie zum Opfer einer Fusion wurde. Am 15. April 2022 musste man den Abschiedsgottesdienst feiern. Geht der neugierige Spaziergänger heute an der Ecke Münsterland-/Wönnichstraße am Grundstück der Lichtenberger Neuapostolischen vorbei, sieht er einen Trümmerhaufen. Der Landesvorstand der NAK hatte es 2019 so beschlossen; denn die Betriebs- und Reparaturkosten des Bauwerks wurden zu hoch. Ein Investor, der im Rahmen eines Erbbaupachtmodells Wohnungen plant, ließ das Gebäude abreißen. Nur ein Blick auf die »homepage in memoriam« der »ehemaligen Gemeinde Berlin-Lichtenberg« erlaubt noch eine Ansicht des imposanten Bauwerks.


Bei anderen gelesen….

Junge Welt vom 30.11.2024..

Moskau und Pjöngjang: Ministertreffen

Pjöngjang. Der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow hat bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen No Kwang Chol in Nordkorea die guten Beziehungen der beiden Länder bekräftigt. Zudem erklärte Beloussow, die Zusammenarbeit zwischen Moskau und Pjöngjang werde im militärischen Bereich aktiv ausgeweitet, wie die russische Agentur TASS meldete. Beloussow erinnerte an den bereits unterzeichneten Vertrag über eine umfassende strategische Partnerschaft, die auf eine Verringerung des Kriegsrisikos in Nordostasien gerichtet sei. (dpa/jW)


Bei anderen gelesen….

Junge Welt vom 23.11.2024…von Reinhard Lauterbach

Schlag auf Schlag

Putin droht bei weiteren Angriffen auf Ziele innerhalb Russlands mit Schlägen auch gegen NATO-Ziele. Westliches Militärbündnis sieht im Einsatz neuer russischer Rakete keinen »Wendepunkt« des Krieges

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine mit Hilfe eines neuen Raketentyps hat Präsident Wladimir Putin am Donnerstag abend Stellung genommen. Er sagte in einer vom staatlichen Fernsehen übertragenen Ansprache, für den Angriff auf das Gelände des Raketenbauers Piwdenmasch in Dnipro sei eine »experimentelle« neue Mittelstreckenrakete mit dem Codenamen »Oreschnik« (Haselnusstrauch) eingesetzt worden, die mit zehn- bis zwölffacher Schallgeschwindigkeit fliege, Mehrfachsprengköpfe trage und nuklear bestückt werden könne. Putin äußerte die Hoffnung, dass der »Raketentest unter Kampfbedingungen« den Westen zum Nachdenken bringe, und warf die Frage auf, ob es gut gewesen sei, die Gespräche über das Verbot der Mittelstreckenraketen einseitig und »unter einem Vorwand« abgebrochen zu haben. Russland bleibe dabei, von sich aus solche Waffen nicht zu stationieren, solange der Westen das ebenfalls unterlasse. »Stationierung« ist dabei nicht dasselbe wie Entwicklung und Erprobung, daher ist die Sprachregelung vom »erfolgreichen Raketentest« auch in diesem Zusammenhang zu sehen.

Der russische Präsident nannte die »Erprobung« der neuen Rakete eine direkte Antwort auf das »aggressive Verhalten« des Westens im Ukraine-Krieg. In den vergangenen Tagen hatte die Ukraine erstmals westliche Marschflugkörper gegen Ziele im Inneren Russlands eingesetzt. Russland behalte sich weitere Schläge mit der neuen Waffe in Abhängigkeit von künftigen weiteren Bedrohungen seines Staatsgebiets vor, sagte Putin. Das schließe auch Angriffe gegen Ziele in jenen Ländern ein, die es zuließen, dass ihre Waffen zu Angriffen auf russisches Territorium verwendet würden. Russland werde bei künftigen Einsätzen solcher Raketen in der Ukraine zuvor die Zivilbevölkerung der Zielgebiete auffordern, sich in Sicherheit zu bringen. Er könne sich diese »humanitäre Geste« leisten, weil sämtliche westliche Abwehrsysteme der Geschwindigkeit der neuen Hyperschallrakete nichts entgegenzusetzen hätten. Russland ziehe es weiterhin vor, alle Streitfragen mit friedlichen Mitteln beizulegen. Das Land müsse sich aber auf alle Eventualitäten vorbereiten. Auf jeden Angriff werde es eine Antwort geben.Das US-Verteidigungsministerium bestätigte, dass Russland die USA eine halbe Stunde vor dem Abschuss der Rakete über »bestehende Kanäle der Risikovermeidung« informiert habe. In der Ukraine wurde eine für Freitag geplante Sondersitzung des Parlaments aus Sorge vor einem möglichen weiteren russischen Raketenangriff abgesagt. Präsident Wolodimir Selenskij beklagte sich, dass »die Weltgemeinschaft« bisher nicht auf den Angriff mit der neuen Rakete reagiert habe, obwohl das »eine neue Stufe der Brutalität« darstelle. Eine NATO-Sprecherin verwies darauf, dass die »Oreschnik«-Rakete wahrscheinlich nur in minimaler Stückzahl vorhanden sei und deshalb »keinen Wendepunkt« des Krieges markiere. Anlass für mehr Zurückhaltung des westlichen Militärpakts sah sie nicht. Bundeskanzler Olaf Scholz sprach von einer »furchtbaren Eskalation« und sah sich gleichzeitig in seiner »Besonnenheit« bestätigt, der Ukraine die Lieferung deutscher »Taurus«-Marschflugkörper zu verweigern.

Ohne unmittelbaren Zusammenhang mit diesem »Test« der neuen russischen Rakete teilte das US-Militär mit, es werde angesichts der »nuklearen Aufrüstung von seiten gleichwertiger Rivalen« wie Russland und China neue Atomwaffen in Auftrag geben und die Einsatzregeln anpassen.


Bei anderen gelesen….

Junge Welt vom 16.11.2024… von Lars Lange

Nordkorea liefert

Schweres Militärgerät in Russland auf dem Weg nach Westen gesichtet. Reichweitenstärkstes Artilleriesystem des asiatischen Verbündeten

Nordkorea liefert den russischen Streitkräften anscheinend neue schwere Waffen. In der sibirischen Stadt Krasnojarsk wurden mindestens zwei weitreichende Kanonen auf Selbstfahrlafetten vom Typ M-1989 Koksan gesichtet. Mehrere Fotos, die von einem russischen Militärblogger am Donnerstag auf Telegram veröffentlicht wurden, zeigen mindestens zwei Exemplare des selbstfahrenden Artilleriesystems, die auf einem Eisenbahnwaggon in Richtung Westen transportiert werden.

Nach der erst im Juli dieses Jahres bekanntgewordenen Übergabe von Panzerjägern des Typs Bulsae-4 durch Pjöngjang an die Truppen Moskaus ist die Bereitstellung der Koksan ein weiterer Schritt in Richtung einer vertieften militärischen Zusammenarbeit. Neben der Bulsae-4 stellt Nordkorea auch ballistische Raketen zur Verfügung. Vor allem aber sind die umfangreichen Munitionstransporte – vermutlich bisher geschätzte acht Millionen Geschosse des Kalibers 122 und 152 Millimeter – zu einem elementaren Faktor für den russischen Erfolg auf den Schlachtfeldern in der Ukraine geworden. Zudem geben US-Geheimdienste an, dass mehrere tausend nordkoreanische Soldaten in der von ukrainischen Truppen angegriffenen russischen Region Kursk gesichtet worden seien.Die M-1989 Koksan ist das schwerste Geschütz im Arsenal der nordkoreanischen Armee mit dem ungewöhnlichen Kaliber 170 Millimeter. In der russischen Armee gibt es keine weiteren Geschütze dieses Kalibers, was zum einen die Logistik vor Herausforderungen stellt, zum anderen muss die Munition dafür komplett aus Nordkorea importiert werden. Das Geschütz, das auf einem russischen Raupenschlepper vom Typ ATS-59 montiert ist und zwölf Granaten mitführen kann, ist in dieser Version seit 1989 im Einsatz. Mit einer Reichweite von bis zu 40 Kilometern bzw. 60 Kilometern mit zusätzlichem Raketenantrieb gehören sie zu den reichweitenstärksten Geschützen der nordkoreanischen Armee. Sollten sich tatsächlich bereits nordkoreanische Truppen in Russland befinden, stellt sich die Frage, ob die jetzt gesichteten »Koksan«-Geschütze auch von diesen bedient werden.

Die Lieferung kann als Vertiefung der russisch-nordkoreanischen Militärkooperation gesehen werden, die erst in der vergangenen Woche durch einen »Vertrag über eine umfassende strategische Partnerschaft«, so die offizielle Bezeichnung, vom Parlament in Moskau besiegelt wurde. Infolgedessen wurde auch spekuliert, ob Nordkorea neue russische Kampfflugzeuge erhalten könnte, um seine stark veraltete Luftwaffe zu modernisieren. Weiter wird vermutet, dass Moskau dem Land Technologien zur Verfügung stellen könnte, um seine Programme für Atomwaffen und ballistische Langstreckenraketen weiter zu verbessern.


Bei anderen gelesen…

Junge Welt vom 09.11.2024… von Hagen Bonn

Härtefall des Tages: Mauerfall

Also, ich verstehe westdeutsche Feierkultur nicht. Da feiert man die Öffnung, also den Abriss der Berliner Mauer. Neulich sprach ich mit meinem Nachbarn darüber, einem ehemaligen Maurer, der meinte: »Die Mauer war doch noch gut, tipptopp, wieso musste die weg?« Ich fügte hinzu, dass die picobello Pflege der Anlage durch die Grenztruppen der DDR lobenswert war. Und warum? Das waren Fachkräfte! Schauen wir uns dagegen die Bundesregierung an. Wenn Fachkräftemangel, dann ja wohl dort!

Kann sich überdies jemand an die Leier von den »Brüdern und Schwestern« erinnern? Ich wusste schon 1990 über die neue Westfamilie: Herrgott, wer will denn mit so was verwandt sein? Also ich schon mal nicht! Wenn die Leute vor 35 Jahren gewusst hätten, was ihnen landschaftlich »blüht«, hätten sie an der Bornholmer Straße oder am Brandenburger Tor nicht gerufen: »Wir sind das Volk!« Sondern man hätten sich untergehakt und gebrüllt: »Wir sind die Mauer! Bleibt, wo ihr seid!«Und da heutzutage die Mauer in den Köpfen doppelt so hoch ist wie das Original, wäre es Zeit, den »Aufbau Ost« konjunkturell neu zu denken. Verwandeln wir die ideologische Staatsgrenze doch wieder in die materielle Form! An ihrem ursprünglichen Ort. Ich spendiere eine Rolle Stacheldraht und einen Flutlichtmast. Als neue Regierung schlage ich (bisher einstimmig) den Kleingartenvereinsvorstand von nebenan vor. Deren Satzung ergibt wenigstens Sinn, ist alles fein säuberlich geregelt. Demokratisch wie nix, man spricht dort sogar mit Pflanzen; andererseits ist es verboten, Unkraut zu beleidigen. Verstehen Sie, was ich meine? Das wäre doch ein Anfang, ein neues »Auferstanden aus Ruinen«.

Noch mal zum Mauerfalltermin: Hätte man nicht ein paar Tage warten können? Da wäre »Volkstrauertag«, da wüsste dann jeder, was Sache ist.