Elsässers Blog: Geheimakte Gauck – der Pfarrer und die Stasi

COMPACT-Talk mit dem Buchautor Klaus Blessing

Heute stellte Klaus Blessing sein Buch „Geheimakte Gauck – der Pfarrer und die Stasi“ vor. Anlässlich dieses Ereignisses zitieren wir hier den Blog von Jürgen Elsässer mit schon vor einigen Tagen dazu veröffentlichten (Video)Beitrag.

(COMPACT-Auszug Anfang)

Schwer wiegt auch das Protokoll, das Stasi-Hauptmann Terpe (Vorname unbekannt) über ein Gespräch mit Gauck am 11. August 1988 erstellt hat. Wie oben zitiert, behauptet Gauck, dass sich für ihn „ein Kontakt zur Stasi nur legitimieren ließ, wenn es um die Klärung konkreter Fragen etwa nach Verhaftungen ging“. Im Gespräch mit Terpe ging es aber nicht um konkrete Fragen, sondern um sehr Grundsätzliches. Auszüge:
„Gauck äußerte, dass er ihm bekannte Übersiedlungsersuchende durch mehrmalige Gespräche beeinflussen will, in der DDR zu bleiben.“
„Gauck wurde seitens des MfS gedankt für seine Initiativen für seine langfristige gute Zusammenarbeit mit den entsprechenden staatlichen Stellen in Vorbereitung und Durchführung des Kirchentages.“

„Gauck glaubt aber auch, dass das MfS einen echten positiven Beitrag zur Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft einbringen wird.“

“Gauck wurde mitgeteilt, dass der beantragten Einreise seiner in die BRD übergesiedelten Kinder zugestimmt wird.“

Eine ähnliche Darstellung findet sich in der eidesstattlichen Erklärung Manfred Manteuffels, die in dem von ihm und Blessing verfassten Buch ebenfalls erstmals dokumentiert ist. Von den darin behaupteten Stasi-Vergünstigungen Gaucks zieht die ostdeutsche Autorin Daniela Dahn einen Vergleich zu den geldwerten Vorteilen, wegen derer Gaucks Vorgänger Christian Wulff als Bundespräsident zurücktreten musste: „Sollte das stimmen, würde das schwerer wiegen als die Übernachtungen bei Filmproduzenten [Wulff bei Maschmeyer].“
Blessing und Manteuffel resümieren: „Warum ist Herr Gauck nicht in der Lage, sich offen und ehrlich zu seiner Biografie zu bekennen? Wo liegt das Problem, zu sagen: Ja, auch ich habe Kontakte zum MfS gehabt und im Sinne der Kirche und auch zum eigenen Vorteil genutzt? Es würde ihn menschlich verständlicher machen. (…) Gauck kann nichts zugeben, es würde seine Lebensphilosophie zerstören. Es würde es ihm unmöglich machen, gnadenlos und unnachsichtig mit der DDR abzurechnen, um seine Karriere im jetzigen System abzusichern. Er könnte seine Rachefeldzüge gegen Menschen, die weniger als er mit den Sicherheitsorganen zu tun hatten, nicht weiterführen.“ (COMPACT-Auszug Ende)

Den vollständigen Artikel in der Printausgabe COMPACT 8/2013 lesen. Hier kann man die Ausgabe bestellen.

Quelle des Artikels

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