Die ruhmreichen Taten der koreanischen Partisanenarmee –

Schrecken japanischer Imperialisten und ewige Helden des Volkes.

Der Heerführer Kim Il Sung im Kreise seiner Partisanen

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts dominierte und terrorisierte das imperialistische Japan fast den ganzen Osten Asiens. Eines der ersten Opfer der ebenso aggressiven wie rücksichtslosen Expansionsgelüste des kleinen Inselstaats war das benachbarte Korea.

Als wichtiger Brückenkopf auf dem asiatischen Festland war Korea für die japanischen Eroberer von immenser strategischer Bedeutung. Umso unbarmherziger zeigte sich die Herrschaft über die friedliche Halbinsel. Mit Schikanen, Repressalien und unvorstellbaren Grausamkeiten versuchten die „neuen Herren“ den Stolz des koreanischen Volkes zu brechen und zwangen es in die Sklaverei. Für die Besatzer aber war Korea in erster Linie Aufmarschgebiet für die Kriegspläne gegen China.

Der heimtückische „Mukden-Zwischenfall“ – ein Sprengstoffanschlag japanischer Offiziere in der Mandschurei, der chinesischen Truppen angelastet werden sollte – ließ diese Pläne bald schon bittere Realität werden. Nach Einmarsch japanischer Truppen im Nordosten Chinas, folgte rasch der Vorstoß ins chinesische Kernland. Der ursprünglich regionale Konflikt entwickelte sich – ganz wie gaplant – zum ausgewachsenen Krieg gegen China, der auch Teile der Sowjetunion und der Mongolei einschloss.

Der Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion schließlich war das Signal nun auch auf japanischer Seite alle Hemmungen fallen zu lassen. Im Visier fanden sich nun die Pazifik-Staaten im Südosten Asiens, die der geballten und kriegserprobten Militärmaschinerie nur wenig entgegenzusetzen hatten. So fielen in rascher Folge Vietnam, Laos, Kambodscha, Malaysia, Myanmar (damals Birma), die Philippinen und Indonesien in japanische Hände, die bereits ihre Krallen bereits nach Indien, Neuseeland und Australien streckten.

Aber irgendetwas bereitete den von Sieg zu Sieg taumelnden Erobereren Kopfschmerzen. Während sich der japanische Imperialismus wie ein Geschwür über Asien ausbreitete, gärte im unterjochten Hinterland der Widerstand.

Es war die koreanische Partisanenarmee, die unter Führung des großen Strategen Kim Il Sung (1912–1994) den verhassten Besatzern in die Parade fiel und die zahlenmäßig, wie technisch überlegene „unbesiegbare“ Armee Japans zur schieren Verzweiflung brachte.

Um dem „Spuk“ ein Ende zu bereiten, entsandten die Invasoren Strafexpeditionen, die das Hinterland systematisch durchkämmen und mit „heftigen Angriffen und hartnäckiger Verfolgung“ den Widerstand brechen sollten. All das jedoch ohne Erfolg.

Denn die Taktiken Kim Il Sungs waren in keinem militärischen Handbuch der japanischen Armee zu finden. Die ungeheure Flexibilität – sowohl territorial, als auch im Geiste – die profunde Ortskenntnis, das Nutzen natürlicher Ressourcen und das Wissen über Bodenbeschaffenheiten und Wetterverhältnisse – bei Tag, wie auch bei Nacht – machten die Partisanenarmee zu einem mächtigen Gegner. Wie der Fisch im Wasser bewegten sich die Partisanen durch die Natur, verschmolzen mit ihrer Umgebung, um dann hart und unvermittelt zuzuschlagen. Ein unsichtbarer Geist, der durch die Reihen der Japaner fuhr und sie das Fürchten lehrte.

So gelang es dem koreanischen Widerstand unter der Führung Kim Il Sungs während der beiden Feldzüge in der Nordmandschurei, dem Feldzug nach Fusong und den mehrmaligen Vorstößen ins koreanische Inland den Gegner innerhalb kürzester Zeit in die Defensive zu zwingen. Die Taktik der Partisanen wurde dabei stets weiterentwickelt, und stellte in kleinen, wie auch großen Gefechten – darunter die Schlacht um die Kreisstadt Dongning, die Schlacht im Laoheishan-Gebirge, die Schlacht um die Kreisstadt Fusong, die Schlacht von Pochonbo, die Schlacht von Jiansanfeng, die Schlacht im Gebiet um Musan, die Schlacht von Hongqihe und die Schlacht bei Dashahe – ihre Überlegenheit unter Beweis.

Doch die Antwort der Besatzer ließ nicht lange auf sich warten. Es folgte eine der härtesten Perioden im antijapanischen Befreiungskampf – der „schwere Marsch“ in der Zeit von Ende 1938 bis Anfang 1939.

Unter hohem Materialaufwand sammelte der Gegner große Truppenteile – ergänzt unter anderem um die Kwantung-Armee aus dem Marionettenstaat Mandschukuo und zusätzlichen Polizeikräften – und umzingelte die Partisanenarmee, um sie in einem großen Entscheidungskampf vernichtend zu schlagen.

Die Situation war kritisch. Von allen Seiten – selbst vom Himmel herab – strömten die gegnerischen Kräfte auf die Partisanen ein. Angesichts dieser Lage überdachte der große Heerführer Kim Il Sung seine Taktik, und wechselte auf kleine aber schlagkräftige Einheiten mit vordefiniertem Aktionsradius. Die vielen parallel geführten Angriffe an allen Fronten zerstreute die gegnerischen Truppen und vereitelte schließlich den konzentrierten Angriff.

Zusätzlich gewann während des „schweren Marsches“ erstmals eine weitere Taktik an Bedeutung, die später zum Synonym der koreanischen Partisanenarmee werden und ihr den Ruf einer Geisterarmee mit übernatürlichen Fähigkeiten geben sollte.

Die Rede ist von der sogenannten „Betrachtung aus der Ferne“ – der Kunst, alle äußeren Umstände – wie das Wetter oder die Tageszeit – derart geschickt miteinander zu verweben, um den Gegner letztlich gegen sich selbst kämpfen zu lassen, während man aus sicherer Entfernung dem Treiben zuschaut. Eine höchst effektive Methode, die – flexibel eingesetzt –zahlreiche Möglichkeiten zur Täuschung und Vernichtung des Feindes bot.

So nutzte man beispielsweise die erschwerte Sicht in Schneegestöbern, die Kombination aus unwegsamem Sumpfgebiet und finsterer Nacht, oder aber man lockte – wie 1936 in Xiaodeshui geschehen – den Gegner bei Dunkelheit in einen dichten Wald, um ihn am Tage aus selbigem stürmen und gegen die am entgegengesetzten Waldrand liegenden eigenen Truppen kämpfen zu lassen.

Aber nicht nur natürliche Gegebenheiten konnten für die „Betrachtung aus der Ferne“ genutzt werden. Oft waren es auch einfach Mängel in der Kommunikation des Gegners – insbesondere unter den Truppen der Strafexpeditionen, also Teilen der Kwantung-Armee und der Polizei mit ihren diversen Zuständigkeiten. Die eklatanten Unterschiede in Organisation, Ausrüstung und Kommandostruktur verhinderten ein effizientes Zusammenspiel dieser Einheiten und machten Sie zu leichter Beute für den koreanischen Widerstand.

Unter den japanischen Offizieren, die unzählige Tote in den Kämpfen gegen die eigenen Truppen zu beklagen hatten, kursierte bald schon der erschrockene Ausspruch, die Taktiken der Partisanenarmee seien übernatürlich. Und unter den Mitgliedern der „Strafexpeditionen“ sprach man gar von den Partisanen der kommunistischen Armee, die wie Geister erschienen und so plötzlich verschwanden, wie Wolken sich auftürmen und vom Wind verweht werden.

Ein wortwörtlich flammendes Beispiel für den Ideenreichtum des Partisanenführers Kim Il Sung gilt bis heute die Schlacht von Pochonbo. Pochonbo – gelegen im nördlichen Grenzgebiet Koreas – galt zu jener Zeit als „uneinnehmbar“ und war ein strategisch bedeutender Punkt für die japanischen Besatzer. Dieser „uneinnehmbare“ Grenzkordon wurde in der Nacht zum 4. Juni 1937 völlig unbemerkt von Teilen der Partisanenarmee durchbrochen, die anschließend in nur 100 m Entfernung zum örtlichen Polizeirevier ihre Kommandostelle aufbauten – ebenfalls völlig unbemerkt. Um 22 Uhr dann folgte auf den von Kim Il Sung persönlich abgegebenen Signalschuss der überraschende Angriff auf die japanischen Herrschaftsorgane. Die Flammen über dem Nachthimmel Pochonbos leuchteten so hell, dass sie die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich zogen. Ob in Japan, China oder der Sowjetunion – die Medien kannten am darauffolgenden Tag nur ein Thema – den ruhmreichen Angriff koreanischer Partisanen auf eine angeblich „uneinnehmbare“ Bastion. Und die geschlagenen Imperialisten klagten: „Es machte den Eindruck auf uns, als wenn das tausend Tage lang eingebrachte Heu im Nu verbrannt wäre.“

Der schnelle Wechsel verschiedener Taktiken und die Flexibilität der Partisanenarmee, die mal konzentriert mal zerstreut agierte, ließen die Invasoren nicht mehr zu Ruhe kommen. In japanischen Militär- und Polizeikreisen sprach man furchtsam von der „Taktik des Fahrens in den Himmel und des Tauchens in die Erde“.

Ein Mann, der damals im mandschurischen Yanji als Leiter einer polizeilichen „Strafexpeditionseinheit“ gewirkt hatte, erinnerte sich an jene Zeit und hinterließ folgende Zeilen:
„… Die auf dem Schnee deutlich hinterlassenen Fußspuren der Truppe des Heerführers Kim Il Sung waren plötzlich verschwunden. Tatsache war, dass sie den Fluss überquerte. Aber auf dem Hügel jenseits des Flusses waren keine Fußspuren zu sehen … Das war im wahrsten Sinne des Wortes derart mysteriös, dass man fast schon glaubte, sie seien in den Himmel gestiegen oder aber in die Erde getaucht.“

Und immer wieder glänzten die koreanischen Partisanen mit neuen Einfällen um die verhassten Imperialisten aus der Heimat zu vertreiben, wie zum Beispiel die „Luowang-Taktik“, die den Feind erst anlockte um ihn dann aus dem Hinterhalt zu attackieren. Gefürchtet waren auch die Taktiken des blitzschnellen Eilmarsches und der Umgehung.
In den Aufzeichnungen Nozoes, des damaligen Befehlshabers der japanischen „Strafexpedition“ heißt es:
„Die Truppe Kim Il Sungs operierte immer in mehrere Einheiten geteilt. Aber von jeder Einheit hieß es, sie sei Kim Il Sungs Truppe. So war sie praktisch überall zugleich.“

Und Nagashima, eine Schlüsselfigur im Hauptquartier der japanischen Armee, bekannte dazu, nicht ohne Schrecken:
„Die Operationen der Truppe Kim Il Sungs waren mysteriös, fast schon überirdisch.“

In den 1970er Jahren veröffentlichte ein japanischer Augenzeuge das Buch „Die antijapanische Partisanenarmee, die wie ein Geist erschien und ebenso verschwand“, das einen authentischen Blick auf das Wirken des koreanischen Widerstandes und ganz besonders auf die Strategien der Partisanenarmee unter Kim Il Sung wirft. Diese Strategien waren es, die den japanischen Besatzern und ihren Hilfstruppen in den „Strafexpeditionen“ die Angst in die Glieder hat fahren lassen und einen bedeutenden Beitrag zur Zerschlagung des japanischen Imperialismus und zur Befreiung Koreas am 15. August 1945 beigetragen haben.

Die ruhmreichen Taten dieser ewigen Helden des Volkes werden nie in Vergessenheit geraten und uns ewiges Beispiel sein.

Das Bild zeigt ein Plakat zum Film „5 Partisanen“,
der sich dem Kampf der koreanischen Partisanenarmee
im antijapanischen Befreiungskampf widmet.

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