Kicker vom 26.05.2026
Überragend im Pokal
Zwicks Achterbahnfahrt endet mit einem Hochgefühl für Altglienicke
Denn der 32-Jährige war der große Held beim 2:1-Erfolg nach Verlängerung im Endspiel gegen Ligakonkurrent BFC Dynamo für Landespokalsieger VSG.
Mit einem gehaltenen Elfmeter beim zwischenzeitlichen Stand von 1:1 gegen BFC-Kapitän Rufat Dadashov in der 50. Minute und einem überragenden Reflex nach einem Kopfball von Jamal Rogero in der 120.+6 Minute sicherte der Schlussmann seiner Mannschaft den zweiten Berliner Landespokalsieg der Vereinsgeschichte nach 2020. Dazu kamen weitere Paraden. „Wir haben so eine unfassbare Moral bewiesen“, sagt Zwick.Dabei schien das Endspiel zwischenzeitlich in Richtung des Kontrahenten zu kippen. Kurz nach Wiederanpfiff bekam der BFC einen Foulelfmeter. Das Duell lautete Dadashov gegen Zwick. „Da schreibt mein Torwarttrainer auf, wo er hinschießt“, erzählt Zwick. „Da passiert es auch noch.“ Der VSG-Keeper sprang aus seiner Sicht in die linke Ecke und parierte den Strafstoß. Kurz vor Schluss folgte dann die vielleicht noch wichtigere Szene des Spiels: Mit einem starken Reflex kratzte er einen Rogero-Kopfball aus der linken Ecke und hielt die 2:1-Führung fest, die Jonas Nietfeld per Kopf besorgte (103.).
Für VSG-Interimstrainer Dan Twardzik, dessen Zukunft noch offen ist, stand nach Abpfiff außer Frage, wem ein Großteil des Erfolgs zu verdanken war. „Luis Zwick hat sich über die komplette Saison mustergültig profimäßig verhalten“, lobte Twardzik. „Und so eine Riesenleistung am Ende mit weniger Spielpraxis rauszuholen, zeichnet ihn einfach aus.“ Der VSG-Coach sprach von einem „überragenden Torwart“ und betonte: „Der Pokalsieg gehört natürlich auch zu einem großen Teil ihm.“

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