Beiträge aus dem Berliner Kurier vom September
Tabellenplatz 3! Darum mischt der BFC Dynamo gerade die Regionalliga Nordost auf
Nach dem 3:1 gegen den SV Tasmania sind die Hohenschönhauser seit sieben Pflichtspielen unbesiegt, Trainer Sven Körner ist trotzdem nicht richtig zufrieden.

Meisterprüfung! Darum hat der BFC Dynamo richtig Bock auf Lok
Nach drei Dreiern am Stück ist auch Mittwoch in Leipzig was für die Berliner drin. Kapitän Rufat Dadashov gibt das Motto vor.Die Pflicht hat der BFC Dynamo mit zuletzt drei Siegen am Stück bravourös erfüllt, machte sich nach den Spielen gegen den BFC Preussen, beim FSV Luckenwalde (beide 2:0) und zuletzt gegen den SV Tasmania (3:1) als Regionalliga-Fünfter auf den Weg nach Leipzig. Was Zählbares am Mittwoch (19 Uhr) beim 1. FC Lok wäre dann schon Kür.So hätten vor Beginn der Spielzeit wohl die meisten gedacht. Aber nach dem bisherigen Saisonverlauf ist die Zuversicht gewachsen. Kapitän Rufat Dadashov (34) gibt die Richtung vor: „Wir fahren da hin, um was zu holen.“Warum auch nicht? Der BFC hat einen Erfolgs-Lauf, die Brust ist breit. Lok schwächelt – der Meister der vergangenen beiden Spielzeiten holte aus den letzten drei Partien nur einen mickrigen Zähler.Davon lassen sich die Hohenschönhauser aber nicht blenden. Um den Rückstand auf die Tabellenspitze nicht weiter anwachsen zu lassen und sich die Chance auf den direkten Aufstieg zu erhalten, ist Lok fast schon zum Siegen verdammt.
BFC-Trainer Sven Körner: „Wir müssen uns darauf gefasst machen, dass wir gegen einen Gegner spielen, der alles reinschmeißen wird.“Das sieht auch Dadashov so: „Lok ist eine super Mannschaft. Sie sind vielleicht ein bisschen verunsichert, aber wir wissen genau, was da auf uns zukommt.“Die Hosen voll hat deshalb keiner. Im Gegenteil. Dadashov: „Wir freuen uns einfach auf dieses Spiel und haben richtig Bock. Wir als Mannschaft wollen einfach wirklich sehen, wo wir stehen.“Und mit neuem weinrot-weißen Selbstwertgefühl schiebt der Torjäger noch nach: „Wir spielen guten Fußball, wir sind eine super Truppe. Es liegt an uns, wie viele Chancen wir bekommen und wie viele wir davon nutzen. Wir fahren da hin, um was zu holen.

Sieg verpasst
Bei Lok Leipzig merkt der BFC Dynamo, was ihm noch fehlt
Beim Regionalliga-Meister kassieren die Weinrot-Weißen den Ausgleich in der Nachspielzeit. Trainer Sven Körner kennt den Grund.o dicht dran war der BFC Dynamo schon lange nicht: Beim 2:2 (2:0) in Leipzig knöpften die Weinrot-Weißen dem 1. FC Lok einen Punkt ab. Die letzten vier Spiele gegen den Regionalliga-Meister der vergangenen zwei Jahre wurden allesamt verloren – ohne ein einziges Dynamo-Tor.Umso ärgerlicher, dass sogar drei Punkte drin waren. In Halbzeit eins hatten Valdemar Sadrifar (14.) und Levin Mattmüller (37.) mit seinem vierten Tor in Folge für eine 2:0-Führung gesorgt, nach der Pause ließ Rufat Dadashov dann zwei Hundertprozenter (53., 65.) liegen.Das 3:0 wäre der K. o. für Lok gewesen. Wer den Kapitän auch nur ein bisschen kennt, weiß, dass sich „Dada“ über seine kläglichen Versuche erst mit dem Kopf und dann mit dem Fuß selbst am meisten ärgert.Und so kam es, wie es dann immer kommt. Nach einem Patzer von Mattmüller und dann mit dem Mut der Verzweiflung kam Leipzig, das auch noch zweimal Aluminium traf, noch zum Ausgleich. Beide Male traf Djamal Ziane (76. und 90.+2).BFC-Trainer Sven Körner: „Ich bin trotzdem extrem stolz auf die Mannschaft. In der ersten Halbzeit haben wir ein Riesen-Spiel gemacht. Mit dem 3:0 hätten wir den Sack zugemacht.“Viel Zeit zum Ärgern bleibt nicht, schon am Sonntag (14 Uhr) kommt der 1. FC Magdeburg II ins Sportforum. Da ist das junge Überraschungsteam der bisherigen Saison dann erneut gefordert. Körner: „In Leipzig hat man gesehen, dass uns noch eine gewisse Cleverness fehlt. Das ist dann der nächste Entwicklungsschritt.

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