Strahlende Gesichter für eine strahlende Zukunft

Die Kinder sind die Könige des Landes. Das gilt zumindest in der Demokratischen Volksrepublik Korea. Schon Präsident KIM IL SUNG und der große Führer Genosse KIM JONG IL wussten, dass die Sorge für den Nachwuchs des Landes zu den wichtigsten Angelegenheiten des Staates gehört, der sich beide mit Hingabe und Liebe widmeten. Und auch heute wird dieser Einsatz für die Jüngsten vom verehrten Genossen KIM JONG UN unverändert fortgeführt.

Genosse KIM JONG UN beglückwünscht beim Besuch des Pyongyanger Kleinstkinderheims und des Pyongyanger Kleinkinderheims den Heimkindern zum neuen Jahr. Januar Juche 104 (2015)

„Das Land wird nur strahlend hell, wenn das Lachen der Kinder laut ist“, so die Maxime nach der er seine Arbeit ausrichtet. Die Kinder Koreas – Zukunft und Garant für die Existenz des ganzen Volkes – sollen aufrichtig, gesund und voll Fürsorge in der DVRK aufwachsen. In unermüdlichem Einsatz werden tagein, tagaus die Bedingungen dafür geschaffen.

Angefangen von reichhaltiger, gesunder Kost, über ein Freizeitangebot das keine Wünsche offen lässt, bis hin zu kostenlosen Schulutensilien für den (natürlich ebenfalls kostenfreien) Unterricht und an die Jahreszeiten angepasste Schuluniformen – den Kindern in der DVRK mangelt es an nichts.

Einen farbenfrohen Einblick in diese Welt gewährt uns die nachfolgende Bildergalerie, freundlichst zur Verfügung gestellt von der Botschaft der DVRK in Deutschland.


Zauberhaftes Korea: Das Grab des Königs Tongmyong

Südlich des Zentrums von Pjöngjang, knapp 22 km entfernt, liegt die Gemeinde Ryongsan im Bezirk Ryokpho. Eingebettet in einen dichten, 40 ha großen und mehr als hundert Jahre alten Kiefernhain findet sich hier die prachtvoll ausgeschmückte Grabstätte des Königs Tongmyong, des Gründers von Koguryo, des größten der drei koreanischen Königreiche in der Zeit von 277 bis 668 vor unserer Zeitrechnung.

Koguryo war nicht nur der flächenmäßig größte, sondern auch der stärkste und erste Feudalstaat auf koeanischem Boden. 18 Jahre – in der Zeit von 277 bis 259 v.u.Z. – dauerte die Regentschaft des legendären König Tongmyong, der in den Chroniken auch den Namen Jumong trägt.

Zentrum der 170 ha umfassenden, monumentalen Grabanlage, die im Jahr 1993 aufwändig restauriert wurde, ist das nach Süden ausgerichtete und aus mehreren steinernen Kammern bestehende Hügelgrab des Königs. Gesäumt wird es von zahllosen Skulpturen, gestaltet im Stil der Koguryo-Epoche, die verschiedene Tierfiguren, aber auch wichtige Beamte seiner Zeit zeigen.

Darüber hinaus finden sich in direkter Umgebung ein Kulttempel und der Jongrung-Tempel, die in die mythische Vergangenheit Koreas – der Epoche des Koguryo-Reiches – entführen.

Das Leben und Wirken König Tongmyongs ist ein wesentlicher Bestandteil koreanischer Geschichte und prägt das Land bis heute. Das eindrucksvolle Grabmal ist ein beliebter Ausflugsort für Touristen, das man sich nicht entgehen lassen sollte.


Die Grausamkeit des Koreakrieges mahnt zur Erinnerung und Wachsamkeit!

Kriege und bewaffnete Konflikte sind aus der Geschichte der Menschheit nicht wegzudenken und bis heute traurige Realität. Wenn es um die Verteidigung des Friedens und der Freiheit geht, ist eine zivilisierte Kriegsführung, wenn auch äußerstes Mittel, durchaus legitim. Doch kommt es immer auf beide Konfliktparteien an … und leider sind Kriege dann oftmals alles andere als zivilisiert.

Ein besonders erschreckendes und mahnendes – im Westen aber oft vergessenes – Beispiel ist der Krieg in Korea von 1950 bis 1953.

Weil die hart erkämpfte Freiheit des koreanischen Volkes, das zuvor in aufopferndem Kampf das Joch des japanischen Kolonialismus abschüttelte, den imperialistischen Zielen der USA entgegen stand, besetzten diese kurzerhand den Süden des Landes. Von dort aus überfielen sie am 25. Juni 1950 überraschend und ohne Vorwarnung den unbeugsamen Norden, um schließlich ganz Korea in eine neue Form des Kolonialismus zu zwingen.

Schnell war klar, dass es sich seitens der US-amerikanischen Aggressoren um keinen zivilisierten Krieg handeln würde. In rasender Barbarei und mit blutrünstiger Brutalität stürzten sie sich auf das wehrhafte Volk Koreas, und ließen es die volle und unbarmherzige Härte ihrer Kriegsmaschinerie spüren. Überall dort, wo sie Fuß fassten, hinterließen die sich selbst „Befreier“ nennenden Marodeure Trauer, Leid und Zerstörung.

Die Gräueltaten die von den verrohten Truppen der US-Armee begangen wurden, sind bis heute beispiellos, und übertreffen alles davorgewesene.

Mehr als 1.231.500 unschuldige Leben – darunter viele Frauen, Kinder und alte Menschen – forderte die imperialistische Aggression. Allein im Bombenkrieg fielen auf jeden Quadratkilometer des Nordens durchschnittlich 18 Bomben. In Pjöngjang zählte man bis zu 428.000 Bomben – in einer Stadt, mit damals 370.000 Einwohnern!

In einer Spur der Verwüstung löschten die Amerikaner und Ihre Helfershelfer ganze Dörfer und Städte aus, vernichteten Betriebe, Eisenbahnen und Krankenhäuser und verwandelten das Land in ein Trümmerfeld.

Um die Unabhängigkeit Koreas zu verhindern war ihnen jedes Mittel Recht. Selbst vor dem Einsatz international geächteter Massenvernichtungswaffen, chemischer und bakteriologischer Art schreckte das US-Militär nicht zurück und drohte selbst mit Atombomben. Eine Drohung, die im übrigen alles andere als hohl war. Wäre es nach dem amarikanischen General Douglas MacArthur, einem der Verantwortlichen für das Gemetzel auf der Halbinsel, gegangen, hätte es Atombomben auf 49(!) koreanische Städte geregnet.

Im kollektiven Gedächtnis des koreanischen Volkes wird der 25. Juni – der Tag des Überfalls – immer einen festen Platz haben. Ebenso wie der glorreiche Kampf, mit dem sich die mutigen Truppen KIM IL SUNGs der entmenschlichten Fratze US-imperialistischer Kriegsführung entgegensetzten und der zum ehrenhaften Sieg im Großen Vaterländischen Befreiungskrieg führte, bleiben auch die Gräueltaten und Verbrechen, die tausendfach von der Gegenseite verübt wurden, nicht vergessen. Auch mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Krieg nicht!

Gerade weil das koreanische Volk weiß, wozu ein seelenloser und einzig von Geld und Macht getriebener Gegner fähig ist, werden die jüngsten Aggressionen und Provokationen nicht nur mit Sorge, sondern auch mit entschlossenem Zorn betrachtet. Denn die zahllosen unschuldigen Toten sind und bleiben nicht vergessen!

Die nachfolgende Bilderstrecke – exklusiv zur Verfügung gestellt von den Genossen der Botschaft der Demoratischen Volksrepublik Korea in Berlin – soll einen kleinen Eindruck der damaligen Zustände in der Zeit des Großen Vaterländischen Befreiungskrieges vermitteln.


70 Jahre TAG DES SIEGES!

Ein Hoch, den Helden im Großen Vaterländischen Befreiungskrieg!

Die Antiimperialistische Plattform Deutschland sendet heute, am TAG DES SIEGES, seine herzlichsten und brüderlichen Glückwünsche an das Volk der Demokratischen Volksrepublik Korea, die tapferen Soldaten der Koreanischen Volksarmee, die Genossen der Partei der Arbeit Koreas und den Obersten Führer, Genossen KIM JONG UN.

Skulpturengruppe in der Gedenkstätte zum Sieg im Großen Vaterländischen Befreiungskrieg

Auf den Tag genau vor 70 Jahren, zwangen die tapferen Männer und Frauen der Koreanischen Volksarmee unter der weisen Führung General KIM IL SUNGS – nach drei harten Jahren des unermüdlichen Kampfes – die imperialistischen Aggressoren und ihre Helfershelfer aus dem Süden in die Knie, und brachten Frieden über die koreanische Halbinsel.

Das Denkmal zu Ehren des Sieges im Großen Vaterländischen Befreiungskrieg
als Motiv beim Arirang-Festival

Dieser einzigartigen Leistung eines Volkes, das mit glühenden Herzen und festem Glauben an die gerechte Sache, einem schier übermächtigen Gegner die Stirn bot und ihn letztlich zu Boden warf, gebührt unser tiefster Respekt.

Gedenkmünze anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Befereiungskrieg

Der heldenhafte Kampf des koreanischen Volkes sucht in der Geschichte seinesgleichen und ist allen fortschrittlichen Kräften dieser Welt ein leuchtendes Beispiel für das unumstößliche Selbstbestimmungsrecht der Völker, die noch immer unter der Knechtschaft des US-Imperialismus leiden.

Leider ist der Kampf auch auf der koreanischen Halbinsel noch nicht ausgefochten und der Friede bleibt brüchig. Der imperialistische Bluthund ist längst wieder erwacht und streckt seine Klauen in Richtung Norden. Die jüngsten Provokationen zeigen, dass der geschlagene Koloss seine Niederlage nicht überwunden hat und danach trachtet, sein grausames Werk weiterzuführen.

Doch das koreanische Volk ist gewappnet und bereit, jeder Form der Eskalation adäquat zu begegnen. Ebenso tapfer und entschlossen, wie es vor 70 Jahren auch die Väter, Mütter, Großväter und Großmütter waren. Auf das am Ende der endgültige Sieg der Freiheit und die Vernichtung der Herrschaft des US-amerikanischen Imperialismus über die Welt stehen.

Die Antiimperialistische Plattform Deutschland steht dabei ungebrochen solidarisch neben dean der Seite unserer Brüder und Schwestern in der Demokratischen Volksrepublik Korea!

Lang lebe die heldenhafte Koreanische Volksarmee!

Lang lebe die koreanische Revolution!

Lang lebe das koreanische Volk!


Ein Prachtwerk stellt sich vor …

Mit exklusivem Videomaterial aus der Demokratischen Volksrepublik Korea, bieten wir unseren Lesern heute einen einmaligen Blick auf eines der jüngsten Vorzeigeprojekte in der DVRK:

Die Prachtstraße Hwangsong in Pjöngjang.

Viel Spaß beim Sehen und Staunen!


Aller guten Dinge sind … ?

Drei natürlich!

Dieses alte deutsche Sprichwort gilt auch in der Demokratischen Volksrepublik Korea. Bereits im April diesen Jahres erblickten die ersten Drillinge aus dem Norden der koreanischen Halbinsel in der Pjöngjanger Entbindungsklinik das Licht der Welt.

Die Eltern – Bauersleute aus der Gemeinde Phungnae im Kreis Onsong im Bezirk Nord-Hamgyong – konnten Ihr Glück kaum fassen. Direkt nach Feststellung der Schwangerschaft wurde die werdende Mutter in die hochmoderne Pjöngjanger Entbindungsklinik aufgenommen, wo sie in angenehmer Atmosphäre rund um die Uhr die beste medizinische Versorgung genoss. Wie in der DVRK üblich, selbstverständlich kostenlos.

Die drei kerngesunden Brüder brachten bei ihrer Geburt 2,25, 2 und 2,16 Kg auf die Waage und wuchsen bis zu ihrer Entlassung auf kräftige 4 kg an.

Den Drillingen und ihren glücklichen Eltern wurden im Namen des Staates zahlreiche wertvolle Geschenke überreicht, als Willkommen in der Gemeinschaft des koreanischen Volkes.

Wir wünschen den Kleinen alles erdenklich Gute und ein Leben in Frieden und Geborgenheit.


Ein Sieg für die Ewigkeit

Als am 27. Juli 1953 – fast auf den Tag vor 70 Jahren – die Waffen auf der koreanischen Halbinsel schwiegen und die US-Imperalisten demütig Ihre Niederlage eingestehen mussten, siegte nicht nur das koreanische Volk und die koreanische Revolution.

Der Sieg der tapferen Soldaten – geführt von Genossen General KIM IL SUNG – bedeutete zugleich einen Befreiungsschlag für alle fortschrittlichen Kräfte der Welt. Wurde durch ihn doch unumstößlich bewiesen, das Mut, Hingabe und der eiserne Wille für eine Idee und für sein Volk zu kämpfen, auch den scheinbar übermächtigen Moloch des US-Imperialismus bezwingen kann.

Der Griff nach der Weltherrschaft fand am 38. Breitengrad ein jähes Ende und sicherte der Welt für viele Jahre Frieden. Noch heute steht die heldenhafte koreanische Volksarmee an vorderster Front der freien Völker gegen den unbarmherzigen Feind. Ebenso tapfer und standhaft wie ihre Väter und Mütter, verteidigen Sie nicht nur Ihre Heimat, sondern den Frieden in der Welt.

Das Denkmal besteht aus dem Eingangsportal, der Plastik mit dem Hauptthema „Sieg“,
die am Ende der Zentralachse dem Eingangsportal gegenübersteht, und zehn Nebenskulpturengruppen an beiden Seiten.

Diesen Vätern und Müttern, den unsterblichen Helden im großen Vaterländischen Befreiungskrieg baute das dankbare Volk ein monumentales Denkmal, das ihre glühenden Herzen und ihren eisernen Willen kunstvoll in Stein und Marmor verewigt.

Gesamtansicht des Denkmals des Sieges
im Vaterländischen Befreiungskrieg

Im Juni 1993 zum 40. Jahrestag des Sieges eingeweiht, steht das imposante und ehrfurchtgebietende Gebäude-Ensemble inmitten der Hauptstadt Pjöngjang. Ein wahrhaft denkwürdiges Objekt für einen denkwürdigen Tag – den Tag, an dem die Freiheit und der Friede über die grausame Diktatur des Kapitals und die blutige Herrschaft des Imperialismus siegte.

Eingangsportal
„Den großen Jahren unsere Ehrerbietung“,
am Sockel der Plastik „Sieg“ findet sich ein als Relief dargestellter persönlicher Schriftzug des Großen Führers KIM JONG UN

Vereint siegen – nicht getrennt unterliegen…

Im Rahmen der Rubrik „Bei anderen gelesen“ stellen wir hier einen Artikel aus der Jungen Welt vom 29. Juni 2023 unter der Losung „Vereint siegen – nicht getrennt unterliegen“ vor.

Vereint gegen Washington

Kubas Verteidigungminister zu Besuch in Moskau. Zusammenarbeit im militärischen Bereich angekündigt

Von Volker Hermsdorf

Es war ein Treffen mit Symbolkraft. Und eine Botschaft an den Westen. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat sich am Dienstag in Moskau mit seinem kubanischen Amtskollegen Álvaro López Miera getroffen. Der Gast von der rund 160 Kilometer vor der US-Küste gelegenen Inselrepublik war der erste ausländische Besucher in der russischen Hauptstadt nach dem Aufstand der »Wagner«-Gruppe.

»Kuba ist und bleibt der wichtigste Verbündete Russlands in der Region. Die kubanischen Freunde haben ihre Haltung gegenüber unserem Land bekräftigt und gezeigt, dass sie die Gründe für die Einleitung der Militäroperation in der Ukraine voll und ganz verstehen«, sagte Schoigu einem Bericht der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina zufolge. Er habe López Miera versichert, dass sein Land weiterhin entschlossen sei, Kuba gegen die Folgen der seit mehr als 60 Jahren bestehenden Blockade durch die USA zu unterstützen. Nachdem der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel am Sonntag den Marsch der »Wagner«-Söldner auf Moskau in einer »Solidaritätsbotschaft an das Volk und die Regierung Russlands« verurteilt und die Unterstützung für seinen Amtskollegen Wladimir Putin unterstrichen hatte, habe Schoigu gegenüber dem für die Revolutionären Streitkräfte Kubas zuständigen Minister betont, »dass Moskau und Havanna die UN-Charta verteidigen und sich dagegen wehren, dass sie durch eine ›auf Regeln basierende Ordnung‹ ersetzt wird, die den Wunsch des kollektiven Westens widerspiegelt, seine Existenz auf Kosten versklavter Länder und besiegter Konkurrenten zu sichern«, unterstrich der Sender RT.

Diese Erklärungen werden die Kontrahenten Moskaus kaum beeindrucken. Für Aufmerksamkeit dürfte in Washington allerdings die Ankündigung der beiden Minister sorgen, »gemeinsam eine Reihe von Projekten im militärischen Bereich voranzutreiben«. Erst am Mittwoch vergangener Woche hatten republikanische Abgeordnete im Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses gefordert, angebliche chinesische Militäreinrichtungen in Kuba von US-Truppen zerstören zu lassen. Washington könne nicht dulden, dass die Insel »in einen stationären Flugzeugträger direkt vor der Küste Floridas verwandelt« werde. »Wir werden unser Heimatland und unsere Interessen schützen«, warnte US-Außenminister Antony Blinken. Ungeachtet derartiger Drohungen erklärte Schoigu im Gespräch mit López Miera: »Die Zusammensetzung Ihrer großen Delegation zeugt von der Bereitschaft der kubanischen Seite, ein breites Spektrum von Fragen im militärisch-technischen Bereich zu diskutieren.« Er schlug vor, alle bestehenden und zukünftigen Kooperationsprojekte zum Ausbau der militärischen Beziehungen eingehend zu erörtern.

Kuba und Russland unterhalten seit Jahren eine enge politische und wirtschaftliche Allianz. Beide Regierungen bezeichnen ihre Partnerschaft als »strategisch«. Nach dem im März verabschiedeten neuen außenpolitischen Konzept Russlands will das Land die Beziehungen zu Lateinamerika und der Karibik vertiefen, auch die militärische Zusammenarbeit, um diesen Ländern dabei zu helfen, dem »Druck der USA« zu begegnen. Wie TASS meldete, hat López Miera im Gespräch mit Schoigu erklärt, er sei überzeugt, dass auch der derzeitige militärische Konflikt in der Ukraine auf die aggressive Politik der Vereinigten Staaten zurückzuführen sei. »Die Absicht der USA, die Erweiterung der NATO bis an die Grenzen Russlands fortzusetzen, hat zu Konsequenzen geführt, die Russland zu einer besonderen Militäroperation gezwungen haben. (…) Die USA und einige ihrer Verbündeten sind wiederholt in souveräne Länder eingedrungen, um ihre Interessen zu verfolgen. Kuba ist gegen diese Politik der Heuchelei und Doppelmoral. (…) Die Geschichte wird von den USA Rechenschaft über die Folgen ihrer aggressiven Militärdoktrin außerhalb der NATO-Grenzen verlangen, die den Frieden, die Sicherheit und die internationale Stabilität bedroht«, sagte Lopez Miera laut TASS.


Bei anderen gelesen

Im Rahmen der Rubrik „Bei anderen gelesen“ wird hier ein Artikel aus der B.Z. vom 28. Juni 2023 geteilt. Hierzu gibt der Vorsitzende der AiP, Michael Koth, den Kommentar: „Bei allen Differenzen: Wo er Recht hat, hat er Recht.“

UNGARNS MINISTERPRÄSIDENT ORBAN ÜBER MIGRATIONSPOLITIK

Deutschland „wird ein Land von Neuankömmlingen“

Exklusives BILD-Interview ++ „Wahrscheinlich mögt ihr Deutschen die Migration“

Er ist Europas umstrittenster Regierungschef: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban (60) fordert ein Ende der militärischen Unterstützung der Ukraine – und eine knallharte Migrationspolitik.

Will er Europa abriegeln? Wie sieht er Deutschlands Einstellung zu Migration? Und freut er sich über das Umfrage-Hoch der AfD?

BILD traf Orban zum Exklusiv-Interview in Budapest.

BILD: Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Europa?

Orban: „Die Situation ist, dass die Migration mehr und mehr zu einer historischen Herausforderung wird. Und wir Europäer sind nicht in der Lage, die richtige Antwort zu finden. Intellektuell und planerisch ist die Antwort sehr einfach. Aber politisch gesehen sind wir nicht in der Lage, sie zu geben. Die Antwort ist also ganz klar, wenn jemand das Gebiet der Europäischen Union betreten möchte, müssen wir zuerst ein Verfahren haben. Und diejenigen, die kommen möchten, müssen draußen warten. Sie müssen also physisch auf die Entscheidung der Mitgliedstaaten warten, ob sie ins Land kommen können oder nicht. Wenn die Entscheidung getroffen ist und die Antwort „Ja“ lautet, kann man einreisen, wenn die Antwort „Nein“ lautet, kann man nicht einreisen. Leider sind wir Europäer nicht in der Lage, das zu schaffen.“

Warum ist das aus Ihrer Sicht so?

Orban: „Ich weiß es nicht. Es ist schwer zu verstehen, weil verschiedene Länder unterschiedliche Vorstellungen von Migration haben. Wahrscheinlich mögt ihr Deutschen die Migration. Ihr seid stolz darauf, ein Land von Neuankömmlingen zu werden. Das ist eure Entscheidung.

In Ungarn haben wir eine andere Meinung. Wir denken, es ist zu riskant. Deshalb lehnen wir die Migration ab, besonders die illegale. Und wir machen eine klare Unterscheidung zu Gastarbeitern. Wir haben eine Regelung für Gastarbeiter und eine für Migranten. Sie machen diesen Unterschied nicht, weil Ihre Einstellung zur Migration positiv ist. Unsere Haltung ist vorsichtiger.“

Wie sehen Sie die Situation in Deutschland?

Orban: „Nein, das ist nicht mein Job, die Migrationsproblematik, wissen Sie. Ich würde also nie dafür argumentieren, um Sie zu überzeugen. Bitte akzeptieren Sie meinen Standpunkt zur Migration. Denn Sie sind ein Deutscher, Sie haben Ihren eigenen Standpunkt, Ihr Land hat seinen eigenen Standpunkt. Und ich akzeptiere, was auch immer Ihre Entscheidung ist. Meine einzige freundliche Bitte an Sie ist: Bitte mischen Sie sich nicht ein, wie die Ungarn ihre eigenen Entscheidungen treffen möchten. Das ist es, was ich möchte. Ich mische mich auch nicht in die Denkweise der Deutschen in Sachen Migration ein.“

Wie sehen Sie das denn in Europa, wenn Sie von Politikern oder Leuten als Populist bezeichnet werden oder sogar von Zeitschriften als Diktator. Wie gehen Sie damit um?

Orban: „Damit gehe ich überhaupt nicht um. Das sind nicht meine Wähler.“

Sind Sie nicht wütend, wenn Sie als Diktator bezeichnet werden?

Orban: „Nein, es geht um Politik, ich war 16 Jahre in der Opposition und 17 Jahre an der Macht. Ich habe also verloren, ich habe gewonnen, ich habe wieder verloren, ich kam zurück. Das nenne ich Demokratie. So ist es. Ich kenne niemanden in der europäischen Politik, der eine ähnliche Erfolgsbilanz vorweisen könnte.

Ich verstehe, dass wir z.B. in der Migration große Diskussionen haben und sie die ungarische Position schwächen wollen, aber ich muss da sehr deutlich sein. Ich sage immer: Leute, okay, wir sind uns nicht einig über Migration. Denn wir Ungarn sind der Meinung, dass es einige Werte gibt, die in Ungarn geschützt werden müssen – man kann sie als europäische Werte bezeichnen – wie zum Beispiel die Gleichbehandlung von Frauen, keine Homophobie, kein Antisemitismus. Und schauen Sie sich die Migrationsgruppen an, die kommen. Diese Migrationsgruppen halten diese Art von Werten nicht hoch. Warum sollten wir Ungarn das Risiko eingehen, Gemeinschaften zu haben, die unsere wichtigsten europäischen Werte nicht respektieren? Deshalb lehnen wir sie ab. Sie tun das nicht, Sie lassen sie rein, aber das ist Eure Aufgabe. Zwingen Sie mich nicht, denselben Fehler zu begehen und dieselbe Entscheidung zu treffen, die ich auf Ihrer Seite für einen Fehler halte.“

Warum waren Sie gegen den Asylkompromiss?

Orban: „Weil es ein Pull-Faktor ist. Es ist ein Pull-Faktor, die Botschaft an die Schleuser: Macht weiter so. Wir kommen hier zurecht, wir werden sie verteilen. Kommt einfach.“

Was genau an diesem Kompromiss ist ein Pull-Faktor?

Orban: „Wenn Sie sagen, dass wir die Migranten verteilen werden. Das ist an sich schon ein Pull-Faktor. Ich spreche jetzt aus meiner Erfahrung, gerade vor dieser Art von Nachricht, dass es einen Kompromiss gibt, der von Ungarn sowieso abgelehnt wurde. Die Aktivität der Schmuggler auf der Balkan-Route hat sofort zugenommen, es wurden mehr, mehr Schmuggler und mehr Migranten kamen an die Grenze. Die Zahl der Personen, die wir festnehmen müssen, wächst und wächst, weil sie das Gefühl haben, dass jetzt ein historischer Moment bevorsteht.“

Wenn Ungarn also keine umverteilten Migranten aufnehmen will, und ja, so haben Sie es vorgeschlagen, sind Sie dann bereit, die Gebühren zu zahlen?

Orban: „Nein. Wozu auch? Wir verteidigen die Grenzen Europas. Wir geben mehr als zwei Milliarden Euro aus, um den Schengen-Raum gegen illegale Einwanderer zu verteidigen. Wir haben keinen einzigen Pfennig aus Brüssel erhalten. Wofür sollen wir mehr bezahlen? Wir müssen unser ganzes Geld ausgeben, um die Grenze zu verteidigen, um Europa zu verteidigen und um Deutschland zu verteidigen.“

Wie bewerten Sie die Tatsache, dass Angela Merkel in Deutschland nun mehrfach mit Orden für die Flüchtlingspolitik ausgezeichnet wurde?

Orban: „Ich denke, sie hat die Auszeichnung aus verschiedenen Gründen verdient, denn sie war eine sehr hochrangige Vorsitzende der Europäischen Gemeinschaft und ich habe sie sehr respektiert. Aber ich war immer anderer Meinung als sie in der Migrationsfrage. Sie wird definitiv keine Auszeichnung zur Migrationspolitik von Ungarn bekommen. Aber aus anderen Gründen könnte sie das vielleicht.“

Wenn Sie auf das Jahr 2015 zurückblicken, gibt es eine Aussage, die Sie bedauern?

Orban: „Nein, überhaupt nicht. Ich war ziemlich langsam. Ich habe es zugelassen. In Ungarn hat es drei Monate gedauert, den Zaun hochzuziehen, den Zaun zu errichten.“

Bricht die EU deshalb auseinander, wegen der Migrationsfrage?

Orban: „Ungarn ist der Meister der Verteidigung der Außengrenze der Europäischen Union. Wir haben alles getan, um uns, Deutschland, Österreich und Europa zu verteidigen. Wir sind also auf der gleichen Linie, wenn ich das richtig verstehe.“

Wir sehen in Deutschland, dass die rechtspopulistische Partei AfD immer mehr Prozent bekommt. In den Umfragen liegt sie jetzt bei 20 Prozent und damit auf dem gleichen Niveau wie die Partei von Bundeskanzler Scholz. Sind Sie darüber glücklich?

Orban: „Nein, das ist Ihr Job, nicht meiner.“

Sie haben Kontakte zur AfD, nicht wahr?

Orban: „Wir haben sehr wenige, aber wir haben Kontakte zu allen demokratisch gewählten Parteien in Deutschland. Es gibt einen Grund, warum wir keine stärkere Zusammenarbeit mit der AfD haben, von dem wir nicht genau wissen, worum es geht. Es ist also nicht klar, ob das Programm für oder gegen Europa ist. Es ist also nicht leicht zu verstehen. Aber das ist sowieso nicht unsere Aufgabe, denn wir müssen uns mit den ungarischen Parteien und ungarischen Themen befassen. Es (die AfD, Anm. d. Red.) ist Ihre Partei.“

Welchen Grund sehen Sie dafür, dass die AfD bei 20 Prozent liegt?

Orban: „Europa lebt unter sehr schwierigen Bedingungen. Wissen Sie, die Europäische Union wurde für zwei Dinge geschaffen. Erstens für den Frieden, und jetzt befinden wir uns in einem Krieg. Das Zweite war der Wohlstand und in der Wirtschaft wird es immer mühsamer und schwieriger, den Wettbewerb aufrechtzuerhalten und den Menschen Wohlstand zu bieten. Ich verstehe also, dass die so genannten Protestparteien aufkommen. Ich spreche nicht von Deutschland, ich spreche allgemein von Europa.

Würden Sie die Chefs der AfD nach Budapest einladen?

Orban: „Es gibt keinen Grund, das zu tun. Aber diese Partei ist eine demokratisch gewählte Partei. Es ist eine deutsche Partei.“

Es gibt auch Leute in Deutschland, die sagen, dass sie Faschisten sind.

Orban: „Das ist Ihre Aufgabe. Ich würde nie etwas über eine demokratisch gewählte deutsche Partei sagen. Das ist Ihre Entscheidung, das ist nicht meine Aufgabe. Und provozieren Sie mich nicht zu dieser Diskussion.“


Bei anderen gelesen

Im Rahmen der Rubrik „Bei anderen gelesen“ wird hier auf einen Artikel aus der Jungen Welt vom 20. Juni 2023 aufmerksam gemacht. Dieser zeigt exemplarisch auf, dass das verbrecherische Werk der US-Imperialismus weltweit enttarnt werden muss.

Zum Mord angestiftet

Vietnam: Angreifer auf Bergregion wollen von Hintermännern beauftragt worden sein, »Unsicherheit und Unordnung zu schaffen«

Von Gerhard Feldbauer

Die gegen die kommunistische Führung Vietnams angezettelte Verschwörung gilt nach offiziellen Angaben als gescheitert. Am Morgen des 11. Juni hatten dazu angestiftete bewaffnete Angehörige der nationalen Minderheiten, die mehrheitlich die Bergregion im zentralvietnamesischen Hochland bevölkern, in der Provinz Dak Lak die Sitze der Volkskomitees und die Polizeipräsidien in den Gemeinden Ea Tieu und Ea Ktur im Distrikt Cu Kuin angegriffen. Im Hintergrund agierte dabei nach Angaben des vietnamesischen Ministeriums für öffentliche Sicherheit die Organisation FULRO (Front Unifié de Lutte des Races Opprimées). Dabei töteten die Angreifer vier Polizisten und drei Zivilisten, mehrere Personen wurden verletzt. Die Sicherheitskräfte nahmen 45 Angreifer fest, die restlichen flohen in den Dschungel, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Vietnam News Agency (VNA).

Generalmajor To An Xo vom Komitee der Sicherheit teilte mit, dass die Angreifer auch drei Geiseln genommen hätten, von denen zwei befreit wurden, einer dritten die Flucht gelang. Vietnam Television berichtete, dass einer der verhafteten Drahtzieher, ein Y Tho Ayun, aussagte, er habe die Dorfbewohner zu den tödlichen Angriffen angestiftet, um »Unsicherheit und Unordnung zu schaffen« und ihnen hohe Geldbeträge versprochen. Vietnam plus berichtete ähnlich: Festgenommene Attentäter hätten gestanden, den Befehl erhalten zu haben, »Regierungsbeamte und Polizisten zu töten sowie Eigentum und Waffen zu beschlagnahmen«. Ein Chanh Nie sagte im vietnamesischen Fernsehen, dass sein »Anführer« ihm gesagt habe, er solle »jeden erschießen, den er sehe«, und habe ihm versprochen, er würde »reich werden«. Westliche Quellen berichteten, sie hätten den Boden, der früher den Anführern der Minderheiten gehörte, zurückverlangt.

Laut dem Wiener Standard hat der in der BRD lebende »Menschenrechtler« Nguyen Van Dai verbreitet, es sei ein Aufstand ethnischer Minderheiten gegen die Kommunistische Partei. Van Dai ist Mitglied der Terrororganisation Viet Tan. Er wurde zuletzt im April 2018 vom Volksgericht Hanoi wegen der »Vorbereitung eines Umsturzes« zu 15 Jahren Haft verurteilt, danach im Juni auf Betreiben Berlins nach Deutschland ausgewiesen. Das offizielle Hanoi hält sich, offensichtlich um die Beziehungen zur BRD nicht zu belasten, jedoch mit der Benennung Van Dais zurück. Das bezieht sich sicher auch auf die USA, zu denen jedoch Medien erwähnen, dass sie in der Vergangenheit auch konterrevolutionäre Aktionen unterstützten.

VNA berichtete zwei Tage nach den Überfällen, dass das Leben in Cu Kuin wieder seinen normalen Lauf nehme. Restaurants, Geschäfte und Verkaufsstände hätten wieder geöffnet, Bauern gingen auf Feldern ihrer Arbeit nach, während an Kontrollpunkten rund um die Uhr Einsatzkräfte Wache stünden. Der stellvertretende Premierminister Tran Luu Quang besuchte die Angehörigen der Opfer, um zu gewährleisten, dass die örtlichen Behörden ihnen materielle und psychologische Unterstützung gewähren. Der Vizeminister für öffentliche Sicherheit, Luong Tam, beförderte vor Ort posthum die getöteten Polizisten und wies an, den Familien der Opfer 100 Millionen vietnamesische Dong (knapp 3.900 Euro) an Hilfsleistungen und 50 Millionen an verletzte Beamte zu überweisen. Wie VNA berichtete, verurteilten die Einwohner der betroffenen Gemeinde die Brutalität und Barbarei der Täter aufs Schärfste.

Die FULRO hatte seit den 60er Jahren gegen die Vorherrschaft der Vietnamesen gekämpft und wurde 1992 entwaffnet. Die letzten Kämpfer waren danach in die USA übergesiedelt. Im sozialistischen Vietnam genießen die 53 ethnischen Minderheiten, die mit fast 14 Millionen etwa 14,3 Prozent der Bevölkerung ausmachen, volle Gleichberechtigung und nehmen führende Posten in Partei und Staat ein. Derzeit verwirklicht die Regierung ein Programm zur »Erhaltung und Entwicklung der ethnischen Minderheiten 2021–2030«.