Korea: Die rechtswidrige „Kommandantur der UNO-Truppen“

200px-Flag_of_North_Korea.svgAnlässlich des Songun-Tages in der DVR Korea veröffentlichen wir den folgenden Artikel, der die Instrumentalisierung der UNO durch die US-Imperialisten beleuchtet.

Die rechtswidrige „Kommandantur der UNO-Truppen“

Seit dem Abschluss des Waffenstillstandsabkommens in Korea (am 27. Juli 1953) sind 60 Jahre verflossen.

Der Koreakrieg ist aber noch nicht zu Ende gelangt, und sogar das Waffenstillstandsabkommen, das bisher nur mit Mühe aufrechterhalten wurde, wurde völlig annulliert. Die Koreanische Halbinsel ist in eine Gefahr geraten, in der aus einem geringsten Anlass ein Krieg ausbrechen kann.

Einer der Hauptfaktoren dafür ist die Existenz der „Kommandantur der UNO-Truppen“ in Südkorea.

Diese Kommandantur etablierten die USA an und für sich mit dem Ziel, Streitkräfte ihrer Satellitenstaaten in den Koreakrieg hineinzuziehen und das Kommandorecht auf diese auszuüben. Die Entstehung dieser Kommandantur ist also schon rechtswidrig.

Die USA hetzten Südkorea zu einem totalen bewaffneten Überfall auf Nordkorea am 25. Juni 1950 auf und beriefen noch an jenem Tag eine Tagung des UNO-Sicherheitsrates ein und etablierten die Resolution Nr. 82 (1950), die Nordkorea als „Aggressor“ festlegte. Am 7. Juli des selben Jahres fabrizierten die USA die Resolution Nr. 84 (1950), die es zum Inhalt hatte, Streitkräfte der UNO-Mitgliedsländer in den Koreakrieg einzubeziehen und sie der „Vereinigten Kommandantur“ unter dem Kommando durch die USA zugehören zu lassen und diese zum Gebrauch der UNO-Flagge zu veranlassen. Im Paragraph 3 des Artikels 27 der UNO-Charta ist festgelegt, dass Beschlüsse des UNO-Sicherheitsrates über alle Fragen außerhalb der Prozedur aufgrund der Jastimme nach dem Prinzip der Einstimmigkeit aller Ständigen Mitgliedsstaaten des UNO-Sicherheitsrates angenommen werden müssen. Aber die oben erwähnten „Resolutionen“ wurden ohne Teilnahme der ehemaligen Sowjetunion beschlossen, die damals ein ständiger Mitgliedsstaat des UNO-Sicherheitsrates war.

Die „Kommandantur der UNO-Truppen“ ist auch z. B. hinsichtlich des organisatorischen und Kommandosystems sowie der finanziellen Sicherung rechtswidrig.

Im Artikel 43 der UNO-Charta ist festgesetzt, dass die UNO-Truppen auf Grund von Ratschlägen des UNO-Sicherheitsrates durch Abkommen zwischen diesem Rat und den Staaten, die ihre Streitkräfte zur Verfügung stellen, organisiert werden. Die USA und ihre 15 Satellitenstaaten schickten aber ihre Truppen ohne den Abschluss solches Abkommens gemäß der UNO-Charta in den Koreakrieg. Wenn die „Kommandantur der UNO-Truppen“ wirklich ein Apparat der UNO gewesen wäre, hätte deren Befehlshaber von der UNO müssen ernannt werden. Aber die aufeinanderfolgenden Befehlshaber der „UNO-Truppen“ ernannte die Regierung der USA aus Amerikanern. Der „Kommandantur der UNO-Truppen“ müssten Streitkräfte der UNO-Mitgliedsstaaten unterstehen. Aber zu dieser „Kommandantur“ in Südkorea gehören keine Streitkräfte anderer UNO-Mitgliedsstaaten außer den Truppen der USA. Finanzmittel der der UNO unterstehenden Apparate muss die UNO übernehmen. Von der Zeit des Koreakrieges bisher übernahm die UNO nicht einmal die Finanzmittel der „Kommandantur der UNO-Truppen“.

Die Rechtswidrigkeit der „Kommandantur der UNO-Truppen“ erkannten auch Amerikaner selbst an.

Clark, „Befehlshaber der UNO-Truppen“ in der letzten Zeit des Koreakrieges, gab zu, dass ihm nicht in den Sinn komme, welche Anweisungen der UNO er während des Krieges überhaupt erhielt.

Auch die UNO verleugnete Beziehungen zwischen ihr und der „Kommandantur der UNO-Truppen“.
Im Juni 1994 erklärte Boutros Boutros Ghali, seinerzeit UNO-Generalsekretär, dass die „Vereinigte Kommandantur“ niemals als ein zum UNO-Sicherheitsrat gehörender Apparat unter dessen Kontrolle gebildet wurde.

Im Dezember 1998 legte Kofi Annan offen, seinerzeit UNO-Generalsekretär, dass keiner seiner Vorgänger den USA erlaubte, in den Koreakrieg geschickte Streitkräfte oder deren Kommandantur mit dem Namen der UNO zu verbinden. Der Sprecher der UNO versicherte im Juli 2004 und im März 2006 wiederholt, dass die „Kommandantur der UNO-Truppen“ nicht mit Truppen der UNO, sondern mit Truppen zu tun hat, die von den USA geführt werden. Auch im Juni dieses Jahres versicherte der Vizesprecher des UNO-Generalsekretärs, dass die UNO keine Rolle bei der Befehligung der auf der Koreanischen Halbinsel eingesetzten Streitkräfte gespielt hatte.

Trotz dieser Tatsache und obwohl im November 1975 auf der 30. UNO-Vollversammlung ein Beschluss über die Auflösung der „Kommandantur der UNO-Truppen“ gefasst wurde, beharren die USA auch heute darauf, dass die US-Truppen in Südkorea die „UNO-Truppen“ seien.

Bei der internationalen Gesellschaft erweckt es eine stärkere Wachsamkeit, dass die USA die rechtswidrige „Kommandantur der UNO-Truppen“, anstatt sie aufzulösen, zu einem Apparat machen wollen, der im Ernstfall auf der Koreanischen Halbinsel Operationen der Truppen ihrer Satellitenstaaten befehligen und die Aufgabe für den Nachschub erfüllen kann. In der Tat zeigen die USA die Tendenz dazu, an jährlich stattfindenden gemeinsamen Militärmanövern mit Südkorea wie „Key Resolve“ und „Ulji Freedom Guardian“ ihre Satellitenstaaten regelmäßig zu beteiligen und das von der „Kommandantur der UNO-Truppen“ geführte Kommandosystem der vereinigten Truppen wiederauferstehen zu lassen. Auch in die gemeinsamen Militärmanöver „Key Resolve“ und „Foal Eagle“ im März dieses Jahres zogen die USA Streitkräfte einiger Satellitenstaaten wie Großbritannien, Kanada und Australien hinein.

Dieser Versuch der USA zielt darauf ab, die kriegsführenden Beziehungen zwischen Korea und den USA weiterhin als solche „Beziehungen zwischen der UNO und Korea“ betrachtet werden zu lassen, damit im Falle, dass sie den zweiten Koreakrieg entfesseln, die UNO automatisch in ihn eingreift.

Die UNO darf nicht mehr übersehen, dass ihr heiliger Name missbraucht wird. Die rechtswidrige „Kommandantur der UNO-Truppen“ in Südkorea muss unverzüglich aufgelöst werden.

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