Korea: Der ewige Präsident

Präsident Kim Il Sung

Präsident Kim Il Sung

Kim Il Sung, der Generalsekretär des ZK der PdAK und Präsident der DVR Korea, verstarb unerwartet am 8. Juli Juche 83 (1994) um 2 Uhr an einer Krankheit. Sein Hinscheiden war der größte Verlust und Trauerfall für Korea und die koreanische Nation.

Sein über 80-jähriges Leben war eine Geschichte, in der er die Juche-Ideologie begründete, unter deren Banner das Schicksal der Nation hervorragend gestaltete, sich mit aller Hingabe für die Vollendung der sozialistischen Sache und die Verwirklichung der Souveränität in der Welt einsetzte und sich unvergängliche Verdienste erwarb. Seine Lebensbahn ist von dem erhabensten Verantwortungsbewusstsein für das Schicksal des Vaterlandes und der Nation, der flammenden Vaterlandsliebe, der herzlichen Liebe zu Volk und Menschen, der standhaften revolutionären Prinzipientreue, dem unbeugsamen Willen und der grenzenlosen Selbstaufopferung für das revolutionäre Werk geprägt.

Die Hiobsbotschaft vom Ableben des Präsidenten Kim Il Sung traf das Volk des ganzen Landes wie ein Blitz aus heiterem Himmel und erfüllte es mit maßloser Trauer. Die Menschen suchten tagtäglich die sterbliche Hülle und Bronzestatuen des Präsidenten auf und wehklagten laut. An diesem Tag blitzte und donnerte es und fiel Dauerregen. Und seltsamerweise umflogen Vögel zwitschernd Bronzestatuen des Präsidenten. Das vergrößerte die Trauer der Menschen noch.

Am 19. Juli nahmen in Pyongyang Millionen Menschen aus den verschiedensten Kreisen und Schichten, eine über 40 km lange Straße säumend, unter schmerzlichen Tränen einen letzten Abschied vom Präsidenten.

Der Nachrichtensender CNN meldete: „Präsident Kim Il Sung sagte zu Lebzeiten, Nordkorea sei eine Familie. Damals konnten die westlichen Menschen seine Worte nicht verstehen. Aber die am Dienstag stattgefundenen Trauerfeierlichkeiten haben deutlich gezeigt, dass die Nordkoreaner Kim Il Sung wie ihren Vater verehrt haben. Ihr trauriges Gefühl kam nicht aus Zwang, sondern von ganzem Herzen.“

Kim Il Sung war fürwahr ein großer Mensch und Politiker, ein unvergleichlicher Patriot und ein nationaler Held, der der heiligen Sache für das Volk sein ganzes Leben widmete.

Am 20. Juli fanden die zentrale Trauerveranstaltung für Kim Il Sung und Trauerkundgebungen in allen Bezirken, Städten und Kreisen statt. An diesem Tag wurde um 12 Uhr in Pyongyang und allen Bezirkshauptstädten Trauersalut abgegeben; bei den Lokomotiven, Schiffen und allen anderen Einheiten mit Sirenen im ganzen Land ertönten die Sirenen drei Minuten lang.

In der Trauerzeit bezeigten insgesamt 212 Mio. Menschen ihre Trauer um Kim Il Sung.

In dieser Zeit schickten Staats-, Regierungs- und Parteichefs, gesellschaftliche Organisationen, Juche-Studienorganisationen, Organisationen für die Freundschaft und Solidarität mit dem koreanischen Volk und Persönlichkeiten aus verschiedenen Kreisen aus 166 Ländern über 3480 Beileidstelegramme und mehr als 3300 Kränze.

Viele Länder und internationale Organisationen legten einen Trauertag oder eine Trauerzeit fest und flaggten halbmast; in etwa 160 Ländern fanden Trauerzeremonien statt.

Über 60 Staats- und Regierungsoberhäupter, etwa 170 Parteiführer, Sondergesandte von Präsidenten und Vorsitzende von Parlamenten aus 40 Ländern, tausende Delegationen und Organisationen sowie mehr als 2000 diplomatische Vertreter kondolierten in den Vertretungen der DVR Korea.

Der chinesische Präsident Jiang Zemin trug in das Kondolenzbuch „Präsident Kim Il Sung wird unsterblich“ ein, und der kubanische Vorsitzende Fidel Castro schrieb: „Wir haben den geehrten Genossen Kim Il Sung in einer Zeit verloren, als Korea und der Sozialismus ihn sehr brauchen. Die internationale Revolutionsbewegung hat ein großes Bollwerk verloren.“ Auch US-Präsident Clinton äußerte sein Beileid.

Während der Trauerzeit edierten mehr als 700 Publikationen in über 120 Ländern der Welt Sonderausgaben; etwa 200 Nachrichtenagenturen und Rundfunksender strahlten insgesamt über 2200 Sondersendungen über Kim Il Sungs Tod und seine Verdienste um die Menschheit aus. Sie lobpriesen ihn mit den Ausdrücken: „Ein glänzendes Leben des Führers des Volkes“, „der Größte aller großen Männer“ und „Besitzer einer großen Persönlichkeit“.

In der DVRK wurde auf der am 5. September Juche 87 (1998) stattgefundenen 1. Tagung der Obersten Volksversammlung der DVR Korea in der 10. Legislaturperiode in der Sozialistischen Verfassung der Demokratischen Volksrepublik Korea neu verankert, dass Kim Il Sung zum ewigen Präsident der DVRK gewählt wurde.

Advertisements

2 responses to “Korea: Der ewige Präsident

  • Hans Wurst

    Irgendwie finde ich den Ironie-Tag nicht… weil ernst gemeint kann das ja nicht sein… das klingt wie die Propaganda aus Nordkorea, aber gut übersetzt.

    • Antiimperialistische Solidarität

      Ich finde den Ironie-Tag bei Meldungen der Bundesregierung ala „jetzt reicht es aber wirklich mal mit der US-Spionage“ meist auch nicht, aber ernst kann das nicht gemeint sein – im Gegensatz zu dieser Meldung der DVRK, einem souveränen Land, welches seinem Präsidenten würdevoll gedenkt. Wo also liegt das Problem?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: