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Aus „Unsere Zeit“ vom 15. März 2024

Erfolg für Kommunisten in Salzburg

In Österreich hat das Superwahljahr 2024 mit einer Schlappe für die konservative ÖVP und einem erneuten großen Erfolg der Kommunisten begonnen. Nach der Kommunalwahl im Bundesland Salzburg am Sonntag kann die ÖVP in der Landeshauptstadt wegen eines dramatischen Wählerschwunds nicht mehr wie zuletzt den Bürgermeister stellen. Die Kandidaten der sozialdemokratischen SPÖ und der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) lagen nach amtlichen Angaben mit jeweils knapp 30 Prozent deutlich vor dem Bewerber der ÖVP mit 21 Prozent. Damit kommt es in zwei Wochen zu einer Stichwahl zwischen dem bislang einzigen kommunistischen Gemeinderat der Stadt, Kay-Michael Dankl, und Bernhard Auinger von der SPÖ.

In der Stadt Salzburg spielte im Wahlkampf das Thema bezahlbares Wohnen eine bedeutende Rolle. Die Salzburger Kommunisten erhielten tatkräftige Unterstützung von Bürgermeisterin Elke Kahr und von Ernest Kaltenegger aus Graz.

Auch bei der Gemeinderatswahl in der Stadt Salzburg lagen die SPÖ und die KPÖ laut vorläufigem Ergebnis weit vor der ÖVP. Die Liste KPÖ PLUS steigert sich von 3,7 auf über 23 Prozent der Stimmen. Künftig wird die KPÖ mit 9 Sitzen im Gemeinderat und einem in der Stadtregierung vertreten sein. In den restlichen fast 120 Gemeinden des Bundeslands hielt sich die ÖVP weitgehend stabil, ähnlich wie die SPÖ. Ein Plus verzeichnete die rechte FPÖ.

In Wals-Siezenheim, dem größten Dorf Österreichs, gelingt der KPÖ mit der 42-jährigen Sonderschullehrerin Katharina Gruber als Spitzenkandidatin erstmals in der Geschichte der Einzug in den Gemeinderat. Die KPÖ schaffte dort auf Anhieb 8,8 Prozent und 2 Mandate.

In Hallein, der zweitgrößten Stadt des Bundeslandes, hat die KPÖ eine lange Tradition. Mit der Lehrerin Karin Lindorfer an der Spitze zieht die KPÖ in die Gemeindevertretung ein.

Die KPÖ hatte bereits bei der Landtagswahl in Salzburg vor einem Jahr mit knapp 12 Prozent landesweit einen großen Erfolg erzielt. Zu den besonderen Merkmalen der KPÖ zählt, dass ihre Amtsträger und Abgeordneten einen Großteil ihres Gehalts jeweils Bedürftigen oder für soziale Zwecke spenden. In Graz regiert mit Elke Kahr bereits seit 2021 eine Kommunistin die zweitgrößte Stadt Österreichs.


Die Antiimperialistische Plattform Deutschland freut sich sehr über diese positive Entwicklung. Leider hat bei der Stichwahl offenbar einige Menschen der Mut verlassen. Die Saat aber ist gesät und aus Österreich geht ein Signal an alle fortschrittlichen Menschen Europas, die Verhältnisse nicht länger hinzunehmen. Veränderung ist möglich und nötig für eine Welt in Frieden und Gerechtigkeit.


Bewaffneter Friede

Ein Gedicht des verehrten Genossen Helmuth Hellge (101), verfasst im Jahr 1984 am Tag der Nationalen Volksarmee, das an Aktualität bis heute nichts verloren hat.

Noch grünt die Wiese, blüht der Flieder,
noch nisten Vögel dort im Strauch.
Noch singen Kinder Friedenslieder,
noch steigt aus Essen friedlich Rauch.

Noch gehen Verliebte stille Wege,
noch baun ihr Glück sich Frau und Mann.
Noch gilt dem Alten unsere Pflege,
noch schafft sich jeder Neues an.

Noch grüßt der Schlosser früh sein Werktor,
noch fährt der Kumpel in den Schacht.
Noch denkt der Pfarrer: da sei Gott vor …
Noch stehn Armeen auf Friedenswacht.

Doch wehe uns, wenn wir vergessen,
was Marx und Lenin einst gelehrt:
Voll Haß will uns der Feind erpressen –
Doch er wird kraftvoll abgewehrt!

Es rettet uns kein höhres Wesen,
kein Pastor und kein Pazifist –
an jeder Mauer ist zu lesen:
FÜR FRIEDEN, DER BEWAFFNET IST!


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Rotfuchs März Ausgabe

Wie ich ein guter Deutscher wurde…. Eine Anleitung für jedermann…

Meine Güte, werden sich nun einige ganz
besorgt fragen, jetzt will er auch noch ein
guter Deutscher werden, geht das überhaupt,
wenn man als Linker doch eigentlich ein vaterlandsloser Geselle ist? Ich meine schon.
Natürlich gehört immer ein wenig Glück zum
Leben. Ich hatte es, im Gegensatz zu ein paar
Milliarden anderer Menschen auf diesem
Planeten. Ich wurde einfach geografisch am
günstigen Ort geboren. Nur ein paar hundert
Kilometer weiter westlich – und schon wäre
vieles anders geworden. Das heißt nicht, daß
ich nicht auch dort ein Guter hätte werden
können – aber es wäre schon schwerer geworden. Ich kenne eine ganze Reihe, denen
es trotzdem gelungen ist, worüber ich mich
natürlich freue. Doch es schon ein großes
Glück in die noch fast niegelnagelneue DDR
hineingeboren zu werden. Nicht nur, daß meine Eltern zu jung und nicht dumm genug waren, um sich mit dem Nazivirus infizieren zu
können und meine Großeltern als Bauern eher
der Scholle als dem „Führer“ verhaftet waren –
auch die Tatsache, daß dieser junge, neuartige
deutsche Staat den Antifaschismus zu seiner
Gründungsprämisse gemacht und sich den
Kampf für eine friedliche Welt auf die Fahnen geschrieben hatte, machte es mir leichter,
obwohl die Zeiten schwer waren. Es gab kein
Essen im Überfluß wie heute, die Menschen
mußten hart und meist körperlich arbeiten,
um aus den Trümmern des großen Krieges,
den meine Landsleute angezettelt hatten,
ein Land aufzubauen, in dem es sich zu leben
lohnte. Aber mir als Heranwachsendem fehlte es an nichts Wesentlichem, vor allem hatte ich alle Möglichkeiten, ohne daß Herkunft
oder Geld eine Rolle gespielt hätten. So ging
ich mit Begeisterung in die Schule, und obwohl meine erste Dorfschule nur ein Plumsklo
vorweisen konnte, lernte ich dort und auch in
den folgenden moderneren, das Wichtigste:
Alle Menschen sind – obwohl ungleich – gleich
und erhalten dieselben Möglichkeiten. Und
wenn einer von uns Schülern Schwierigkeiten
oder Probleme hatte, dann halfen wir uns untereinander und lernten so erst einmal, daß
Helfen genauso viel Spaß macht, wie Hilfe zu
bekommen. Die meisten Lehrer, jedenfalls die,
die in der DDR geblieben waren und auch jene
Neulehrer, die oft in erheblicher Eile in den
Lehrerbildungsinstituten herangebildet wurden, denn der Lehrermangel nach dem großen
Krieg war eklatant, wollten uns etwas lehren,
nicht nur den Lehrplanstoff, auch etwas fürs
Leben. Und ich nahm die Angebote freudig an.
Drei grundlegende Dinge gab es über den
„normalen“ Schulstoff hinaus, die uns beigebracht wurden. Da war zum ersten, daß wir
von Beginn an uns als Teil der Schulklasse
begreifen sollten. Auch als Individuum mit
unterschiedlichen Talenten oder Grenzen, vor
allem aber als Teil eines Ganzen. Das Grundprinzip war nicht, jeder gegen jeden, obwohl
es natürlich auch bei uns Reibereien und Eifersüchteleien gab. Hauptsache war,jeder hilft

jedem und sieht seine Stärken als Möglichkeit,
anderen zu helfen. Und es funktionierte, selten mußten Lehrer schlichtend eingreifen,
wir regelten das untereinander, von Gleichem
zu Gleichem. So war es später auch viel einfacher, sich immer als Teil eines Ganzen zu
begreifen, des Kollektivs, der Republik und
mit allen Menschen auf der Welt. Und so hat
die kleine, muffige DDR es geschafft, trotz
monetär und visabedingter Schwierigkeiten
für Fernreisen, das mir Menschen in fernen
Ländern nah waren, auch wenn ich sie nicht
besuchen konnte. Hinterlistigerweise war
uns dieser Plan mit der 3. Umschlagseite der
Fibel aus dem ersten Schuljahr in die Köpfe
gepflanzt worden. Dort war eine Weltkugel
zu sehen, um die Kinder aus vielen Ländern,
sich an den Händen fassend, herumtanzten.
Zugleich lehrte man uns, Frieden als höchstes
Gut zu begreifen und Krieg zu verabscheuen. Es ging also schon ziemlich dialektisch zu.
Beispiel aus dem Lesebuch: Hans-Jürgen steht
vor dem Schilderhaus einer NVA-Kaserne und
fragt den Soldaten:
„Was tut ihr hier, tagein, tagaus? Kannst du
mir das verraten?
„Ich bin Soldat der Volksarmee!
Ja, spiele nur und lache!
Ich stehe hier bei Wind und Schnee und halte
für dich Wache …“
Der NVA-Soldat sollte uns beschützen und
den Frieden bewahren. Frieden als höchstes Gut, das deckte sich auch mit den Erlebnissen meines Großvaters, der selten
und wenn, dann nur weinend, vom Krieg
erzählte. Ich lernte also, daß Frieden im
wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig ist, für mich, aber auch alle anderen.
Und drittens wurde mir Antifaschismus „verordnet“. Das war ganz einfach und auch plausibel. Natürlich erklärte man uns, daß Kriege
Ursachen und Anlässe haben. Ebenso natürlich redeten wir über den letzten großen Krieg,
die Rolle der Faschisten, aber auch über jene,
die die Hitlerpartei finanziert und groß gemacht hatten, weil sie an menschenfressenden
Kriegen sich dumm und dämlich verdienen
konnten. Und es wurden uns die Folgen des
Nazisystems vor Augen geführt. Ich behaupte,
90 Prozent der Heranwachsenden in der DDR
haben ein- oder mehrmals Gedenkstätten der
Nazibarbarei besucht und ich denke, nur wenige waren von dem Grauen nicht beeindruckt.
Auf diesen drei Grundpfeilern, Werte würde man heute vielleicht sagen, wenn dieser
Begriff nicht von schwarzen, gelben, grünen
und blauen Parteien inflationär und mit merkwürdigen Inhalten verknüpft, benutzt würde,
ließ sich dann trefflich lernen. So lernte ich u.a.
auch viel über die deutsche Geschichte, von
Kaiser Barbarossa über die Reformation, die
Bauernkriege, die gescheiterte bürgerliche
Revolution 1848, den Ersten Weltkrieg, die
Abschaffung des Kaisers, die Weimarer Republik, dann die Nazis und wieder ein großer
Krieg. Ich lernte etwas über bekannte Deutsche in der Geschichte, z.B. über Gutenberg,
Tillmann Riemenschneider, Martin Luther,
Thomas Müntzer, Adam Ries, Leibniz, Kant
und Hegel, die Humboldt-Brüder, Schiller,
Goethe, Bach und Beethoven, Rilke, Büchner,
Heine, Karl Marx und Friedrich Engels, auch
Wilhelm II., Bismarck, Hindenburg, Hitler,
aber auch Luxemburg, Thälmann, SchulzeBoysen und Stauffenberg. Wir besprachen
die Völkerwanderungen, die Mongolen, die
erst an der Neiße haltmachten, oder die
Türken vor Wien, Friedrich II., der Kriege
führte, aber auch das Oderbruch trockenlegen ließ, um es landwirtschaftlich nutzen
zu können. Ich lernte also, daß alles miteinander in der Welt zusammenhing und z. B.
Karl der Große zwar die Mauren besiegte, sie
aber uns viel über Gewürze, feines Benehmen und Mathematik beibrachten, was hieß,
daß man voneinander lernen könnte, wenn
man sich nicht gerade die Köpfe einschlug.
So wurden mir die Errungenschaften meiner Vorfahren bewußt und ich schämte mich
gleichzeitig für die finsteren Kapitel deutscher
Geschichte, die nicht auf die Nazizeit begrenzt
sind. Ich liebe mein Land im engeren und weiteren Umfeld, die Wälder Brandenburgs, die
Ostsee, Sachsen, Thüringen, aber auch den
Bodensee, den Bayerischen Wald, das sture
Westfalen oder Schleswig-Holstein. Ich weiß
aber auch, daß wir Deutschen nicht die Krone der Schöpfung sind, wir sind nicht besser
und nicht schlechter als andere Völker. Wir
leben gut, aber es ist nicht die einzige Art,
richtig zu leben. Die Liebe zu meinem Land
läßt mich nicht auf andere herabblicken, sondern nur neugierig zu ihnen hinsehen. Was
kann ich staunend von ihnen lernen – das ist
meine Haltung und mein Blick auf die Welt.
Ich fühle mich als Teil der Weltgemeinschaft
mit Stolz auf das Eigene und lernwillig vom
Fremden. Und wenn ich jemandem gegenüber
mißtrauisch bin, dann denen gegenüber, die
Unfrieden stiften, Unfrieden mit Menschen,
die anders reden, anders aussehen, anders
essen, anderen Religionen angehören. Solche
Unfriedenstifter gibt es auf der ganzen Welt,
aber eben auch hier. Es sind in den meisten
Fällen auch Deutsche, wie ich es einer bin. In
nicht wenigen Fällen verdienen sie auch am
Unfriedenstiften, direkt oder indirekt. Kurz
gesagt, halte ich mich für einen guten Deutschen, der sich gern auch mit denen streitet,
die sich menschenverachtend über andere
stellen und die nicht erkennen, wie sie manipuliert werden. Zumal wir doch auf diesem
wunderschönen blauen Planeten wichtigere
Probleme haben, als uns gegenseitig im Interesse der Profitmacher den Schädel einzuschlagen, denn die wirklich vaterlandslosen
Gesellen sitzen in den internationalen Großkonzernen, deren einzig zählender Wert das
Geldscheffeln ist, egal, wieviele dafür sterben
müssen.
Uli Jeschke


Eiszeit in Pjöngjang

Während die einen vorsichtig tastend ihre ersten unbeholfenen Schritte auf dem gefrorenen Nass gehen, drehen andere auf sicheren Kufen rasant ihre Kurven, oder zaubern mit präziser Eleganz die kunstvollsten Figuren aufs Eis.

Eines aber ist allen gleich: Die Freude, die ihnen das Spiel auf der spiegelglatten Fläche ins Gesicht zaubert. Vor allem aber das Wissen, wem sie diese Freude zu verdanken haben: Sich selbst.

Denn wie alles in der Demokratischen Volksrepublik Korea, ist auch der Eiszauber vor den Toren der großen Eissporthalle, inmitten Pjöngjangs, ein Produkt der gelebten Volksgemeinschaft.

Entstanden vom Volk für das Volk.


Zauberhaftes Korea – die große Tropfsteinhöhle Ryongmun

Der Norden Koreas verzaubert seit jeher mit seiner beeindruckenden natürlichen Vielfalt und ist reich an naturhistorischen Wundern. Nicht immer sind sie auf den ersten Blick zu sehen. So ist es auch mit einem der spektakulärsten Orte, den man im Hyangsan-Gebirge, genauer im Kreis Kujang im Bezirk Nord-Phyongan besuchen kann: der großen Tropfsteinhöhle Ryongmun.

Vor rund 480 Millionen Jahren bildete sich unter der gewaltigen Kraft der Natur dieses imposante Naturschauspiel. Ganze 6 km lang, umfasst der Komplex 2 Haupt- und 30 Nebenhöhlen und misst an seiner höchsten Stelle ehrfurchtsvolle 40 m. Die bizarren Felsformationen – kunstvoll illuminiert in Szene gesetzt – lassen das Innere der Höhle wie von einem anderen Planeten erscheinen.

Kommen Sie mit auf eine überwältigende Reise, tief hinein in die märchenhafte Welt der Tropfsteinhöhle Ryongmun.


Alles Gute zum Frauentag!

Die AiP wünscht allen fortschrittlichen Genossinen, allen Kämpferinnen gegen Imperialismus, Kapitalismus und Ausbeutung weltweit alles Gute und einen frohen, glücklichen und kämpferischen 8. März!

Eine richtige Erkenntnis wird niemals alt!

Ein besonderer Gruß geht an die Genossinnen in der Demokratischen Volksrepublik Korea, die immer an vorderster Front in Landwirtschaft, Industrie und Militär stehen und die Freiheit der Völker und den Frieden der Welt tapfer verteidigen!

Wie ihr Heldenmut und ihre Aufopferung für das Wohl der Gemeinschaft in der DVRK gewürdigt wird, zeigt das folgende Video.


Zauberhaftes Korea – die Einsiedelei Podok

Inmitten der majestätischen Kulisse des Kumgang-Gebirges findet sich ein kulturhistorischer Schatz, der weltweit seinesgleichen sucht – die Einsiedelei Podok.

Der Phyohun-Tempel im Kumgang-Gebirge

Errichtet in der Spätphase der Koguryo-Ära (37 v. Chr. bis 668 n. Chr.) als Teil der bedeutenden Tempelanlage Phyohun, diente die Einsiedelei buddhistischen Mönchen als Rückzugsort, um ein abgeschiedenes Leben der Mediation und des Gebets zu führen.

Heute ist die Einsiedelei von der Tempelanlage über einen schmalen Pfad, quer durch die imposante Natur des Diamantgebirges zu erreichen und beliebtes Ausflugsziel.

Sehen und staunen Sie selbst:


Festlicher Empfang in der Botschaft der DVRK zum Tag des leuchtenden Sterns.

Am 9. Februar fand in der Botschaft der DVRK in Deutschland ein Empfang anlässlich des Tages des Leuchtenden Sterns statt.

An dem Empfang, der auf Einladung des Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafters der DVRK in Deutschland stattfand, nahmen Mitglieder des europäischen Exekutivkomitees der DVRK ISG unter Leitung des Genossen Johannes Wittmund, sowie Mitglieder der Antiimperialistischen Plattform Deutschland, unter dem Vorsitz von Genossen Koth, und zahlreiche weitere politische Aktivisten teil.

Die Teilnehmer des Empfangs hielten Reden zu Ehren des 82. Jahrestages der Geburt des Großen Führers, Genosse Kim Jong Il. Sie würdigten seine herausragenden Leistungen beim sozialistischen Aufbau und betonten, dass die Republik dank der klugen Führung des Führers ihre nationale Souveränität verteidigen konnte.

Genosse Wittmund überbrachte eine Botschaft des Vorsitzenden Mostov an den Botschaftsrat der DVRK.


Bei anderen gelesen …

Aus „Rotfuchs“, Ausgaben Januar und Februar 2024

Eine Wahl, die Lateinamerika veränderte – vor 25 Jahren siegte Hugo Chávez bei den Wahlen in Venezuela (Teil 1 und 2)

von Gerhard Mertschenk


Sport frei mit der AiP

Aus: Junge Welt vom 27.02.2024

Einmal im Leben nach Sandhausen!

Von Andreas Gläser

Freitag abend passte fast alles zusammen, beim Spitzenspiel der viertklassigen Regionalliga Nordost. Im Sportforum Hohenschönhausen traf der Zweite auf den Ersten: Berliner FC Dynamo gegen Greifswalder FC. Offizielle 4.000 Zuschauer, darunter etwa 300 Gäste, sahen unter Flutlicht ein rasantes Spiel, ein gerechtes Remis. Der BFC verzeichnete mehr Spielanteile, der GFC die etwas zwingenderen Chancen. Dieses 0:0 war nie langweilig und das Volk permanent in Hochstimmung. Für einige Stunden vergaß man die Tristesse manch vergangener Tage, die Dritte Bundesliga fühlte sich so verlockend nah an, in die beide Vereine streben. Einmal im Leben nach Sandhausen!

Das waren noch Zeiten: Die Meistermannschaft von 1979 (Bild: Bundesarchiv)

Am Freitag zeigte sich der Rasen besonders schön grün und eben. Das große Maskottchen bewegte sich durch das weite Rund, um sich von jung und alt besingen zu lassen: »Kam ein kleiner Teddybär, aus dem Sportforum daher, und sein Fell war (…)« na ja. Fast schon ein Hauch von Europapokalstimmung, jawohl! Internationale Gäste aus Schottland und den Niederlanden sollen sich interessiert gezeigt haben, was da anrollt. Doch in den grauen Ämterstuben wird am Stadion im Sportforum herumgemäkelt. Alberne Auflagen werden erfunden. Mensch! Wie hat die DDR nur die 70er Jahre überstanden, nachdem im November 1972 beim BFC etwa 20.000 Zuschauer gegen den FC Liverpool dabei waren?

Auch die Greifswalder Gäste müssen im Aufstiegsfall ihr Stadion modernisieren. Das Flutlicht scheint zu trübe und der Sitzplätze sind es zu wenige. Eine Rasenheizung ist nicht vorhanden und es gibt keine U-Bahn rund um den Bodden. Der bockige GFC will genausowenig Dauergast in Lübeck oderRostock sein, wie der BFC in Charlottenburg. Deshalb laufen überall gute Gespräche, nun ja. Von einem neuen Stadion im Sportforum ist die Rede. Bestimmt mit Laufbahn und bunten Sitzschalen. Wer traut den Entscheidungsträgern? Nach letztem Stand gibt es einen Fahrplan, nach dem im Aufstiegsfall die notwendigen Maßnahmen gemeinsam und flott durchgeführt werden sollen, auch mit Unterstützung der Fans, so dass bereits in der Rückrunde 2024/25 im Sportforum gespielt werden kann. Momentan scheint alles gut, aber morgen, übermorgen? Noch gibt es den Fußball halbwegs pur, auch beim Nachholspiel im Poststadion am Dienstag, wo der Berliner AK 07 den BFC empfängt. Gar nicht so schlecht, diese Unterklasse. Wahrscheinlich wird der direkte Aufstiegsplatz unserer Regionalliga Nordost aber einem Verein in einer an NRW grenzenden niederländischen Gegend zuerkannt.