Ukraine, Klitschko und die deutschen Medien

Ukraine, Klitschko und die deutschen Medien

Ukraine, Klitschko und die deutschen Medien

Geschrieben von: Jürgen Elsässer 10. Dezember 2013

https://www.compact-magazin.com/ukraine-klitschko-und-die-deutschen-medien/

Kurzer Lehrgang zur Dekonstruktion von Propagandalügen.

Ei, was macht denn Herr Klitschko hier? Bei der NATO? Schüttelt die Hand von Stefanie Babst (Deputy Assistant Secretary General for the Public Diplomacy Division), im November 2011. Ich dachte immer, es geht ihm nur um die Heranführung der Ukraine an die EU? Aber was macht er dann bei der NATO? Oder ist das dasselbe?

Aktuell ist Klitschko der Liebling der deutschen Medien in der Ukraine. Gestern sah ich ihn in der Tagesschau, wie er mit Polizisten in Kiew diskutierte… Das hätten wir niemals zu sehen bekommen, wenn das ARD-Team nicht direkt neben ihm gestanden hätte, es war nämlich keine Großkundgebung oder Veranstaltung oder so was. Die Reporter sind schwer auf zack, wenn es drum geht, die O-Töne unseres Hoffnungsträgers einzufangen…

Ich will mich hier nicht groß über die Ukraine äußern, von der ich nicht so wahnsinnig viel verstehe – im Unterschied zu den Bescheidwissern auf allen Kanälen, die sich seit drei Wochen wichtig machen, aber ihr Nichtwissen nicht zugeben. Aber ich will auf einen Meta-Punkt hinweisen. Sie haben derzeit eine ideale und ganz einfache Möglichkeit, Manipulationsprozesse in unseren Medien zu beobachten. Jeden Abend in der ARD-Tagesschau können Sie seit einiger Zeit Berichte über die Unruhen in der Ukraine sehen, und wenige Minuten später über die Unruhen in Thailand. In beiden Fällen ist die Opposition sehr stark und ziemlich militant unterwegs, Hunderttausende sind auf der Straße, die Regierung wackelt in Kiew ebenso wie in Bangkok. Aber im Falle von Thailand weist der ARD-Reporter ganz offen darauf hin, dass die Demonstrationen höchstwahrschinlich nicht für die Mehrheit im Land stehen und vor allem von der reichen Oberschicht des Landes vorangetrieben und finanziert werden. Diese kritische Sicht fehlt völlig, wenn die Tagesschau über die Proteste in Kiew berichtet. Da ist immer nur die Rede von Demokratie und Menschenrechten und europäischen Werten, für die die Protestierenden einträten.

Warum legt die ARD bei der Berichterstattung in “unserem Hinterhof” nicht dieselben journalistischen Ehrenkodex und dieselben professionellen Standards zu Grunde wie bei Der Berichterstattung im fernen Asien? Was meinen Sie, liebe Leser? Verpassen Sie nicht die Ukraine-Berichterstattung in der Januar-Ausgabe von COMPACT – am Kiosk ab 27.12, bei den Abonnenten ab 20.12. Jetzt COMPACT abonnieren!


Giftgas in Syrien: Enthüllungsjournalist Hersh bezichtigt Obama der Lüge

https://i0.wp.com/static.infowars.com/bindnfocom/2013/10/seymour-hersh-u-of-m.gif

Seymour Hersch

Giftgas in Syrien: Enthüllungsjournalist Hersh bezichtigt Obama der Lüge

http://www.huffingtonpost.de/2013/12/10/obama-syrien-giftgas-luege_n_4417098.html?view=print

Seymour Hersh, einer der bekanntesten Enthüllungsjournalisten der USA, wirft US-Präsident Barack Obama vor, in einer äußerst brisanten Angelegenheit gelogen zu haben: In der „London Review of Books“ schreibt Hersh, Obama habe im Herbst nicht die Wahrheit gesagt, als er behauptete, Syriens „Diktator“ Baschar al-Assad sei für den Chemiewaffeneinsatz nahe Damaskus am 21. August verantwortlich.

Obama soll die Wahrheit zu Syrien verdreht haben

„Manchmal hat er wichtige Erkenntnisse der Geheimdienste weggelassen und in anderen Vermutungen als Fakten präsentiert“, notiert Hersh. Insbesondere habe er verschwiegen, dass nach US-Geheimdiensterkenntnissen nicht nur die syrische Armee Zugang zum Nervengas Sarin habe, das nach UN-Angaben eingesetzt wurde. In einem Dokument sei festgehalten, dass die Al-Nusra-Front, eine dschihadistische Gruppe mit Verbindungen zu Al-Kaida, Sarin herstellen könne.

Obama habe das verschwiegen, um einen Schlag gegen Assad zu rechtfertigen.

Hersh beruft sich auf Geheimdienstler und Militärs

„In Gesprächen mit Mitarbeitern der Geheimdienste und mit Offizieren und Beratern des Militärs habe ich von massiven Bedenken erfahren und gelegentlich von Ärger das, was als bewusste Manipulation der Geheimdienste empfunden wird.“ Ein hochrangiger Geheimdienstler habe einem Kollegen gemailt, es sei eine „List“, wenn die Regierung Assad als denn Verantwortlichen präsentiere.

Ursprünglich hatte Hersh den Text wohl in der renommierten „Washington Post“ veröffentlichen wollen, doch angeblich war der Zeitung die Quellenlage zu dünn.

Vorwürfe auch zu Osama bin Laden

Die Vorwürfe wiegen schwer – und erinnern an die Taktik George W. Bushs, der mit der Behauptung, das irakische Regime verfüge über Massenvernichtungswaffen, eine Invasion des Landes gerechtfertigt hatte.
Allerdings waren Beobachter sich im Falle Obamas einig gewesen, dass der Giftgasangriff ihn in arge Bedrängnis gebracht hatte. Denn er hatte das immer als rote Linie bezeichnet, die nicht überschritten werden dürfe. Er war insbesondere in konservativen Kreisen unter Zugzwang gekommen, sich aktiv in den Konflikt in Syrien einzumischen. Obama hat das bislang vermieden.

Erst Ende September hatte Hersh Obama vorgeworfen, Lügen über die wahren Todesumstände des Terroristen Osama bin Laden zu verbreiten. Seit den 60er-Jahren hatte Hersh immer wieder journalistische Coups gelandet, indem er Grausamkeiten des US-Militärs und der Geheimdienste öffentlich machte.


Kadyrow: Syrien, Tschetschenien und Russland müssen vor wahhabitischen Terror beschützt werden

Ramsan Kadyrow

Tschetschenen-Chef Kadyrow will „Banditen“ in Syrien den Garaus machen

PJATIGORSK, 30. November (RIA Novosti).

http://de.ria.ru/security_and_military/20131130/267386108.html

Ramsan Kadyrow, das Oberhaupt der russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien, hat bei einem Treffen mit islamischen Geistlichen allen Extremisten, die in Syrien Heiligtümer zerstören, den Tod gewünscht.

„Was sie in Syrien treiben: Sie rauben, schikanieren das Volk und schänden Heiligtümer. Das sind Menschen ohne Glauben, ohne Ehre. Es gibt dort keinen heiligen Krieg, keinen Dschihad. Die Banditen und Terroristen, die sich in Syrien verschanzt haben, verdrehen die Worte unserer Glaubenslehrer. Sie sagen, nach Syrien kommen sie nach Tschetschenien. Ich träume davon, sie alle bis auf den letzten auszurotten“, sagte Kadyrow auf einen Treffen mit Religionsvertretern der Republik am Freitag.

Seinen Worten nach erlaubt die tschetschenische Führung „niemandem und niemals“, auf dem Territorium der Republik gegen Gesetz oder Religion zu verstoßen. „Unsere Jugend hat die Chance, weltliche wie religiöse Bildung zu erhalten, kultiviert ihre Freizeit zu verbringen. Kein einziger Sänger stimmt Lieder an, die der Religion widersprechen. Wer behauptet, dass man überhaupt nicht singen oder Musik machen darf, hat keine Ahnung von der Religion“, so Kadyrow weiter.

In Tschetschenien selbst, so der „Republikchef“, haben die Terroristen keinen Rückhalt mehr. Die Hauptrolle bei der Extremismus-Prophylaxe würde dabei die Geistlichkeit spielen.

„Wir wissen, wie viel Unglück und Leiden die Wahhabiten dem tschetschenischen Volk gebracht haben. Sie haben die Gefühle der Gläubigen beleidigt, Menschen umgebracht: Kinder, Alte, Frauen. Wir lassen nicht zu, dass dieses Übel erneut in tschetschenischem Boden Wurzeln schlägt. Viel davon hängt von Ihnen, den Geistlichen, ab“, hieß es.

https://i0.wp.com/nimg.sulekha.com/others/original700/ramzan-kadyrov-2011-4-25-9-20-25.jpg

Kadyrow: Tschetschenien bekommt Syrien-Sonderkommando

PJATIGORSK, 05. Dezember (RIA Novosti).

Ramsan Kadyrow, das Oberhaupt der Kaukasusrepublik Tschetschenien, hat die Gründung einer regionalen Spezialeinheit angekündigt, die, falls die „Bedrohung Russlands“ das nötig macht, dem Kampf gegen „syrische Terroristen“ anschließen könnte.

„Dass es eine Bedohung durch die syrischen Rebellen gibt, lag immer offen auf der Hand“, sagte der Tschetschenen-Chef in Grosny vor Journalisten. „Das sieht selbst ein Blinder. Ganz gewöhnliche Leute drücken ihre Sorge aus. Hochrangige Offizielle sprechen offen darüber. Wir wissen, zu welchen menschlichen Verlusten und Zerstörungen es führen kann, wenn man unfähig ist, Terroristen und Wahhabiten einen Präventivschlag zuzufügen“, so Kadyrow weiter. „Die Rechtsschutzorgane und die Leitung der Republik greifen daher zu umfassenden Präventivmaßnahmen.

Im Ernstfall sei die Sondereinheit bereit, in den Syrien-Konflikt einzugreifen. „Wenn das Kommando des obersten Befehlshabers erfolgt, sind die Mitarbeiter in der Lage, diejenigen zu neutralisieren, die von Syrien aus Russland bedrohen“, sagte der Republikchef. Syrische Extremisten würden täglich auf Internet-Videos damit prahlen, nach Ende des Syrien-Krieges ihre „terroristische Sabotagetätigkeit“ im Nordkaukasus fortsetzen zu wollen. Diese „Banditen“, so Kadyrow, „sollen ruhig wissen, was sie in Russland erwartet, wenn sie es wagen, hierherzukommen“. „Wir können diese Drohungen nicht untätig anhören und warten, bis diese Pest sich auf Russland zubewegt“, hieß es.

Die Aufstellung der „planmäßigen“ tschetschenischen Syrien-Sondereinheit sei bereits in Vorbereitung  und gehe streng nach den Normativen vonstatten. Jeder Schritt werde nach den Anweisungen und unter der Leitung des Befehlshabers der Sondereinheit erfüllt.

https://i0.wp.com/pulitzercenter.org/sites/default/files/styles/overlay/public/01.05.09Musa4_10100.jpg


Nordkorea – Hinter den Kulissen

Heute möchten wir allen AiP-Lesern eine etwas ältere, aber sehr interessante Dokumentation des Senders Russia Today über den Alltag in der KDVR präsentieren.


Ausnahmezustand vs. Umsturzversuch

Revolutionsstab, ehem. Stadtparlament Kiew

Ausnahmezustand vs. Umsturzversuch

http://www.chartophylakeion.de/blog/2013/12/01/ausnahmezustand-vs-umsturzversuch/#.UpyoQOKcW24

Ab dem morgigen Montag kann für das Territorium der Ukraine der Ausnahmezustand verhängt werden.

Wenn die ukrainische Regierung sich zu diesem Schritt entschließen sollte, so würde das bedeuten, dass sie es nicht beabsichtigt, eine Wiederholung des Spektakels von 2004 zuzulassen. Die Opposition müsste sich dann die Frage stellen, ob sie den Konflikt auf die harte Tour weiterbetreiben will – mit dem Ziel eines Umsturzes. Noch ist nicht ganz klar, ob sie dieses Risiko eingehen will, obwohl die Lage in der Ukraine de facto bereits Anzeichen eines Umsturzversuchs aufweist. Das Risiko für die Umstürzler wäre, dass sie beim Mißlingen eines solchen Ansinnens bald Timoschenko Gesellschaft leisten würden.

Der Ausnahmezustand würde aber auch für die Regierung den Verzicht auf irgendwelche möglichen Kompromisse bedeuten. Noch droht Janukowitsch nicht unbedingt das Schicksal Gaddafis, aber alles andere würde er nach Einführung eines Ausnahmezustands zu kosten bekommen.

In einer solchen Situation wird die Loyalität der höheren Staatsbeamten kritisch wichtig, insbesondere aber natürlich der Gewaltorgane. Die Handlungsfähigkeit der Regierungsbehörden ist der Schlüsselmoment im jetzigen Zustand der ganzen Geschichte.

Denn:

 

In jeder beliebigen Sprache und in jedem Land der Welt nennt man das, was in diesen Bildern zu sehen ist, “bewaffnete Banden”. Es ändert gar nichts an dieser Tatsache, dass sie mit Schlagstöcken und noch nicht mit Feuerwaffen bewaffnet sind.

"Erstick an deinem Tannenbaum!"

“Erstick an deinem Tannenbaum!”

Wie 2004, so handelt es sich auch bei den jetzigen Ereignissen um die Symptome einer Demontagetechnologie. Die Meute auf der Straße braucht jetzt eines – ein Opfer. Und arbeitet zielgerichtet darauf hin. Die Liveticker sind voller blutig geschlagener Köpfe, und irgendwo flimmerte auch ein kleines Mädchen vorbei, das natürlich von den Satrapen des Regimes geschlagen und daran später im Krankenhaus gestorben sei. Ob es dieses Mädchen wirklich gab, ob es gestorben ist – keiner weiß es sicher. Aber wenn sie eins brauchen, killen sie eben eines, oder schneiden ihm den Kopf ab. Für die heilige Sache ist niemand zu schade. Wenn selbst Selbstmorde hoher Staatsbeamter mittels zweier Kopfschüsse in der Ukraine niemanden wundern, so ist es ein Klacks, irgendein unbekanntes Mädchen für diese Show aufzutreiben und entsprechend zu präparieren.

Die Maschinerie der Propaganda ist jedenfalls massiv angelaufen, bezeichnend dafür Artikel wie “Berkut – Janukowitschs Sturmtruppen” (vor gar nicht so langer Zeit stand in diesen reißerischen Meldungen der Name eines anderen Präsidenten und “Schabiha”), aber die Krönung kam heute aus Polen: das polnische Außenamt protestiert gegen die Mißhandlung von polnischen Staatsbürgern bei den Unruhen in Kiew und fordert eine Stellungnahme.

Was genau polnische Staatsbürger bei den Zusammenstößen in Kiew zu suchen hatten, wird nicht näher beleuchtet. Wie man im Tumult und Handgemenge einen Polen von einem Ukrainer zu unterscheiden hat, wird im Statement des polnischen Außenministeriums ebenso nicht erwähnt.

“Europa” kratzt schon mit den Krallen am Parkett, tropft Geifer, verurteilt und ist kurz vor einem großen Brüller. Jetzt wäre die Zeit, die Eindrücke etwas zu vertiefen; und womöglich haben die Regisseure schon die Fotos der vorab zum Abschuß ausgewählten Opfer vor sich liegen. Oder sie improvisieren dann. Zum Glück geht die Herde gehorsam von allein auf das Schlachtfeld, die Auswahl wäre also groß genug.

Protest gegen das Janukowitsch-Regime

(„Friedliche Demonstranten“ … mit Stöcken)


EU-Ausgreifen nach Osten bringt allen Seiten wirtschaftliche Nachteile und schafft neue Kriegsgefahren

https://i0.wp.com/www.eu-diktatur.com/bilder/logo.jpg

EU-Ausgreifen nach Osten bringt allen Seiten wirtschaftliche Nachteile und schafft neue Kriegsgefahren

http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/11/29/eu-ausgreifen-nach-osten-bringt-allen-seiten-wirtschaftliche-nachteile-und-schafft-neue-kriegsgefahren/

29. November 2013

Am heutigen Freitag Morgen hat die Europäische Union in Vilnius Assoziierungs- und Freihandelsverträge mit dem südosteuropäischen Staat Moldawien und dem westasiatischen Staat Georgien paraphiert. Nach der Ratifizierung der Verträge durch die nationalen Parlamente der 28 EU-Staaten und der beiden Assoziierungskandidaten sollen die Verträge dann voraussichtlich im Jahr 2014 unterzeichnet werden. Die von der EU ebenfalls angestrebte Paraphierung der Assoziierung des südosteuropäischen Staates Ukraine in Vilnius wurde hingegen vor wenigen Tagen von der Ukraine aufgrund ungeklärter Kostenfragen auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die kurzfristige Entscheidung der Ukraine, sich trotz eines unterschriftsreifen Vertragsentwurfes erstmal nicht mit der EU zu assoziieren, hat zu nachgerade wütenden Reaktionen bei transatlantischen Politikern und Zornausbrüchen transatlantischer Propagandisten gegen Russland geführt. So forderte etwa die olivgrüne Fraktionsvorsitzende im europäischen Parlament, Rebecca Harms, im transatlantischen Hetzblättchen “Die Zeit” diesbezüglich, die EU möge “der systematischen Erpressung und den Angeboten aus Moskau” etwas entgegen setzen und führte weiter aus, dass “nur wenn die EU sich der russischen Führung gegenüber behauptet, wird der europäische Einfluss im Osten spürbar sein.” Andere transatlantische Propaganda-Outlets personalisierten ihren antirussischen Wutausbruch gar. So titelte etwa die Süddeutsche “Spalter Putin erreicht sein Ziel,” die Rheinische Post verkündete “Die Ukraine am Scheideweg – Angst vor Putins Rache” und Springers Welt fragte in einer Titelzeile: “Werden wir den Osten an Putin verlieren?

Worauf die meisten Beiträge zur antirussischen Hetze der transatlantischen Propaganda nicht oder nur rudimentär eingingen, ist die Frage, welches Interesse die EU überhaupt daran hat, die Ukraine und die anderen fünf osteuropäischen und westasiatischen Staaten zu assoziieren, die sie im Rahmen der 2009 auf polnische Initiative ins Leben gerufenen “östlichen Partnerschaft” dafür vorgesehen hat. Rebecca Harms schreibt in ihrem oben erwähnten Zeit-Artikel zum Interesse der EU, die Ukraine zu assoziieren, folgende nebulösen Sätze:

Beim Assoziierungsabkommen geht es nicht um Almosen für die Ukraine, sondern um knallharte wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen. Die ungestörte Weiterleitung von russischem Gas nach Europa ist nur ein Beispiel dafür.

Einerseits behauptet Rebecca Harms also, es gehe um “knallharte wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen” und andererseits erwähnt sie dann als Beispiel lediglich, dass die “ungestörte Weiterleitung von russischem Gas nach Europa” so ein knallhartes Interesse der EU ist. Das ist grob irreführend. Die Gefahr von aufgrund von Zahlungs- und Entnahmestreitigkeiten zwischen Russland und der Ukraine unterbrochener Gaslieferungen sinkt nämlich nicht, wenn die Ukraine an die EU assoziiert wird, sondern sie steigt, weil der Finanzdruck auf die Ukraine durch eine Assoziierung an die EU zunehmen würde. Außerdem verliert die Ukraine spätestens mit der etwa für 2016 Fertigstellung der Schwarzmeer-Pipeline South Stream ihre Bedeutung als Gastransitland. Und obendrein wäre es bereits heute möglich, russisches Gas durch Weißrussland und Polen in die EU zu liefern, wenn denn die EU und Polen das nur wollen würden. Wenn überhaupt, dann wird andersherum ein Schuh draus: wenn die Ukraine sich enger an Russland bindet, werden Transatlantiker voraussichtlich ihre Fähigkeit verlieren, Streitigkeiten zwischen der Ukraine und Russland anzuzetteln, die dazu führen, dass durch die Ukraine führende Gaslieferungen von Russland in die EU gefährdet werden, und so Transatlantikern ein Hebel zur Sabotage einer engeren Verbindung zwischen der EU an Russland verloren geht.

weiterlesen


Schluß  mit  der  antiukrainischen  Propaganda und  der  Einmischung der EU!

image

Logo DUZ e.V.

Das Deutsch-Ukrainische Zentrum e.V veröffentlichte folgende Erklärung auf seiner Netzseite:

Aus aktuellem Anlass sieht sich das Präsidium des DUZ e.V. dazu gezwungen eine Aussage zur derzeitigen Berichterstattung über die Ukraine und die ausgesetzte Assoziierung zu tätigen.
 
Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass die Ukraine ein freier und souveräner demokratischer Rechtsstaat ist. Jegliche ausländische Einmischung in innerukrainische Angelegenheiten sind abzulehnen. Es spielt dabei keine Rolle, ob diese von Moskau, Washington oder Brüssel kommt. Nur das ukrainische Volk und seine Regierung hat das Recht für sich Entscheidungen zu treffen.

Wir haben erlebt, wie die westlichen Systemmedien nach der Wahl von Präsident Viktor Janukowitsch, enttäuscht darüber, dass nicht Timoschenko gewonnen hatte, mit der antiukrainischen Propaganda begann. Von Wahlmanipulationen usw. wurde phantasiert. Doch nicht in der Ukraine, sondern in der BRD, genauer gesagt bei den eben erst stattgefundenen Bundestagswahlen, kam es laut Berichten der OSZE zu massiven Unregelmäßigkeiten! Wo ist hier der Aufschrei der Medien und der Parteien, die sich sonst überall im Ausland einmischen?

weiterlesen


Ukraine: Putin bezeichnet Reaktion der EU als Erpressung

https://i0.wp.com/de.ria.ru/images/25882/51/258825149.jpg

Viktor Yanukowitsch und Wladimir Putin

Ausgesetzte Assoziierung der Ukraine: Putin bezeichnet Reaktion der EU als Erpressung

http://de.ria.ru/politics/20131122/267335425.html

SANKT PETERSBURG, 22. November (RIA Novosti).

Nach der Entscheidung der Ukraine, den Assoziierungsprozess mit der Europäischen Union auszusetzen, wirft Russlands Präsident Wladimir Putin der EU vor, Kiew unter Druck zu setzen.

Am Freitag verwies Putin in Strelna bei Sankt Petersburg darauf, dass die Ukraine den Prozess der Unterzeichnung des Abkommens mit der EU nicht gestoppt, sondern lediglich ausgesetzt habe, „um alles gründlich durchzukalkulieren“. Doch hätten die europäischen Partner mit „Drohungen“ reagiert, die „bis hin zur Förderung von Massenprotesten“ reichen. „Das gerade sind Druck und Erpressung.“

„Ob die ukrainische Regierung dieser Erpressung nachgibt, das wird in den nächsten Tagen klar“, sagte Putin weiter. Um dem Druck zu widerstehen, müsste Kiew mit Pragmatismus an die Wahrnehmung der eigenen Interessen herangehen.

Die ukrainische Regierung hatte am Donnerstag überraschend die Vorbereitungen auf das Assoziierungsabkommen mit der EU ausgesetzt. Stattdessen soll der Handel mit Russland wiederbelebt werden. Das Abkommen, das freien Handel beinhaltet, hätte beim Ostpartnerschafts-Gipfel (28. bis 29. November) in Vilnius unterzeichnet werden sollen.

Laut litauischen Regierungsangaben hat der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch in einem Telefongespräch mit seiner litauischen Amtskollegin Dalia Grybauskaitė über Wirtschaftsdruck aus Russland geklagt. Dies sei der Grund für die Aussetzung des  Assoziierungsprozesses gewesen.


Syrien-Krieg: Im September standen sich fünf US-Zerstörer und russische Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer gegenüber

 

Syrien-Krieg: Im September standen sich fünf US-Zerstörer und russische Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer gegenüber
von Israel Shamir

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/israel-shamir/syrien-krieg-im-september-standen-sich-fuenf-us-zerstoerer-und-russische-kriegsschiffe-im-oestliche.html;jsessionid=B178CA69A84ADBD3D1C86C134257899D

Zuerst die gute Nachricht: Die amerikanische Vorherrschaft ist gebrochen. Der Rüpel erhielt einen Dämpfer. Wir haben im September 2013 bildlich gesprochen das Kap der Guten Hoffnung entschärft. Mit der Syrienkrise hat die Welt die jüngere Geschichte grundlegend verändert. Es war ebenso riskant wie die Kubakrise 1962.

Die Gefahr eines umfassenden Kriegs war sehr hoch, da sich der politische Wille der USA und Eurasiens in Form der gepanzerten Stahlriesen im östlichen Mittelmeer gegenüberstanden. Es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Dimensionen des Ereignisses allgemein wirklich verstanden werden; aber das ist bei Geschehnissen dieser Tragweite durchaus normal. Die Turbulenzen in den USA, vom Zwischenfall mit einem Fahrzeug das eine Barriere am Weißen

Haus durchbrach und dessen Fahrerin dann von der Polizei gejagt und erschossen wurde bis zum »Shutdown« der Regierung und einer erst in letzter Sekunde verhinderten Zahlungsunfähigkeit der USA, sind die direkten Folgen dieses Ereignisses.

weiterlesen


Arafat: Todesursache Polonium? – Zionisten gereizt

Jassir Arafat / Quelle: swiss-image.ch/Photo by Remy Steinegger

Jassir Arafat / Quelle: swiss-image.ch/Photo by Remy Steinegger

Wie dieser Tage verschiedenen Pressemeldungen und Blogs, unter anderem dem „Guardian“, zu entnehmen ist, hat die Rechtsmedizin der schweizer Universität Lausanne bestätigt, dass der frühere Palästinenserführer Yassir Arafat mit Polonium vergiftet wurde.

Der 108-seitige Bericht spricht vom 18-fachen des Normalwertes des Isotopes Polonium-210 sowie Blei-201 Aktivität. Das macht die Forscher ziemlich sicher, das eine Vergiftung vorgelegen hat, deren Ausgang tödlich war.

Polonium ist kein Stoff, den man irgendwo kaufen kann. Es steht quasi nur staatlichen Institutionen zur Verfügung, die darauf Zugriff haben – somit auch Geheimdiensten. Polonium-210 strahlt hochradioaktiv Alphapartikel aus, aber sie legen nur einen kurzen Weg von wenigen Zentimetern zurück. Deshalb wird außerhalb des Körpers nichts gemessen, aber innerlich entfaltet es seine zerstörerische Wirkung.

Die Zionisten reagierten erwartungsgemäß gereizt. Berater Ariel Sharons bemühten vor allem die angeblich allgegenwärtige Israel-Feindlichkeit: „Es ist immer am leichtesten, Israel zu beschuldigen.“, meinte Raanan Gissin und Dov Weissglass „versicherte“ eifrig: „Nach meinem besten Wissen gab es während meiner Zeit im Büro des Regierungschefs keinerlei Absicht, Arafat zu vergiften oder ihm Schaden zuzufügen“ gegenüber Ynet. Der Sprecher des Außenministeriums in Jerusalem, Jigal Palmor, beschimpfte den Bericht der schweizer Spezialisten als „Seifenoper“ und „unseriös“, dessen abgeleitete Theorie „löchriger als ein schweizer Käse“ wäre, in der Jerusalem Post.

Mord mit Ankündigung

Wer wissen möchte, wer als Täter des Giftmordes an Arafat in Frage kommt, wird den Beitrag der „BBC“ vom 02.04.2004 interessant finden. Sharon gab die kaum verhüllte Drohung gegen Arafat ab, er solle nicht denken immun zu sein. Sein Sicherheits-Kabinett beschloss damals die „Entfernung“ Arafats.