Schlagwort-Archive: Privatisierung

Klaus Blessing: Für einen lebendigen Karl Marx

Klaus Blessing

Für einen lebendigen Karl Marx

Gedanken zum 200. Geburtstag

Nicht rückwärts zu Marx –
– sondern vorwärts mit Marx

Die Ideen von Karl Marx haben die Welt in einem Maße verändert, wie das durch keinen Philosophen vor und nach ihm erfolgt ist. Das 20. Jahrhundert war geprägt von einer weltweiten Umgestaltung der Gesellschaften in Europa, Lateinamerika, Asien und Afrika auf der Grundlage Marx‘scher Vorstellungen. Eine Welt ohne Eroberungskriege, Ausbeutung, soziale Ungerechtigkeit war im Entstehen. Damit sich so etwas nie wiederholen möge, verteufeln die Herrschaftseliten des kapitalistischen Systems und „linke“ Revisionisten den Marxismus als veraltet und überholt. In Wahrheit ist er für sie nach wie vor gefährlich.

Deshalb ist es Aufgabe von Marxisten die inneren Ursachen für die Niederlage des Realsozialismus aufzudecken. Dafür werden häufig äußere Faktoren, das Wirken des „Klassengegners“ und persönliche Fehlhandlungen verantwortlich gemacht. Zweifellos hat es das alles gegeben. Aber Gesellschaftsordnungen brechen nie durch das Wirken äußerer Faktoren zusammen, wenn sie innerlich stabil sind. Das waren die real sozialistischen Länder nicht mehr. Daraus sind Schlussfolgerungen abzuleiten.

Broschüre zum Herunterladen, Ausdrucken, Studieren und Verbreiten

weiterlesen

Advertisements

Video: Boliviens Kampf gegen die Wasserprivatisierung

Experiment Bolivien: Weltbank wollte sogar den Regen privatisieren

Wasser-Privatisierung: In Bolivien wurde auf erheblichen Nachdruck der Weltbank die Wasserversorgung privatisiert. Das Druckmittel der Weltbank war: „Ohne Privatisierung der Wasserversorgung auch keine weiteren Kredite.“ Die Folge war verheerend. Die Regierung privatisierte darauf hin im September 1999 in Cochamaba, Bolivien, die Wasserversorgung und vergab die Rechte an Aquas del Tunari, eine Tochterfirma des Milliardenschweren Unternehmen Bechtel.

Bechtel, habe direkt nach dem sie die Rechte an der Wasserversorgung erhalten haben die Preise drastisch angehoben. Wie hoch diese Erhöhung letztendlich war, dazu gibt es verschiedene Auffassungen. Bechtel schreibt von weniger als 35%. Andere Organisationen sprechen von einer Erhöhung von bis zu 50% in nur wenigen Wochen, die mit ihrem Höhepunkt bei ca. 150% liegen soll. Für die Bürger in Cochamaba, Bolivien, ein Problem. Bei einem Einkommen zwischen 60-100 US Dollar kaum zu bezahlen. Dieser Misstand entlud sich dann letztendlich in Demonstrationen und Protesten. Die Regierung hingegen antwortete mit Polizeigewalt. Folgendes Video schildert noch einmal die Geschehnisse und zeigt auf wie es die Bevölkerung geschafft hat im Jahre 2000 die Privatisierung wieder Rückgängig zu machen.

Auch hier zeigt sich wieder: Imperialismus und Kolonialismus sind besiegbar!



Quelle