Vor unseren Augen“
Die Welt verändert sich. Es war einmal eine kapitalistische Rechte und eine sozialistische Linke. Heute wird die Welt von den Vereinigten Staaten beherrscht und die erste Frage, die sich stellt, ist ihnen zu dienen oder ihnen zu widerstehen. Wie im zweiten Weltkrieg findet man alle Ideologien in jedem Lager. Zurzeit koordiniert Washington das Bündnis in Europa zwischen Nazis und Dschihadisten mit dem Segen der anti-Putin-Russen.
Voltaire Netzwerk | 19. Mai 2014

Die Auseinandersetzung zwischen den von der NATO unterstützten Putschisten von Kiew, und den ukrainischen von Russland unterstützten Föderalisten, hat einen unwiederbringlichen Punkt erreicht. Am 2. Mai haben Präsident Olexander Turtschinow und der israelische Oligarch Ihor Kolomojisky ein Massaker im Haus der Gewerkschaften von Odessa organisiert, das die westliche Presse zunächst herunterspielte, und das sie dann verschwieg, als sich Zeugnisse und Beweise angesammelt hatten [1]. Nach diesen Grauen ist es beiden Bevölkerungen nicht mehr möglich, weiter zusammen zu leben.
Drei Szenarien sind denkbar: entweder werden die Vereinigten Staaten aus der Ukraine ein neues Jugoslawien machen und so einen Krieg provozieren, in der Hoffnung, die Russische Föderation und die Europäische Union daran zu beteiligen und sie dort hinein zu verwickeln; oder sie werden Theater-Auseinandersetzung rund um Russland schüren, und mit Georgien beginnen; oder sie werden die nichtstaatlichen Kombattanten anheizen, um Russland selbst, auf der Krim oder in Dagestan zu destabilisieren.
Was auch immer die Option sein wird, Washington ist bereits dabei, eine Söldnerarmee aufzubauen.
Der Verteidigungs-Rat von Kiew entsandte Emissäre nach Westeuropa, um Militanten der extremen Rechten zu engagieren, damit sie gegen die Föderalisten (genannt „pro-Russen“) kämpfen. So wurde bereits eine französische Pravý Sektor–Zelle geschaffen, deren Mitglieder bald in die ukrainische Nationalwache aufgenommen werden.
Übrigens will der Kiew-Verteidigungsrat ihre Zahl aufzustocken, indem zu diesen westlichen europäischen Neonazis Dschihadisten hinzugefügt werden, die schon eine echte militärische Erfahrung haben.
In Wirklichkeit haben die Nazis und Dschihadisten von heute, wenn man von dem symbolischen Durcheinander absehen will, sowohl den Kult der Gewalt und des zionistischen Traumes von der Weltherrschaft gemein. Sie sind daher mit allen anderen Organisationen, die von Washington unterstützt werden, kompatibel, einschließlich der russischen Linken Front von Sergei Udaltsov und mit seinem Freund dem anti-Putin-Führer Alexei Navalny. Darüber hinaus gibt es bereits zahlreiche Kontakte zwischen ihnen.
Anstatt die Linke-/rechte-Spaltung des Kalten Krieges anzuwenden, ist heute die einzige relevante Linie, die Spaltung zwischen Imperialismus und Widerstand. In der Ukraine berufen sich die Leute in Kiew auf den Kampf der Wehrmacht gegen Juden, Kommunisten und Russen, während diejenigen aus Donezk den Sieg der Heimat gegen den Faschismus im zweiten Weltkrieg („den großen Vaterländischen Krieg„) feiern. Die Leute in Kiew definieren ihre Identität durch ihre reale oder mythische Geschichte, während die von Donezk sich als Personen betrachten, die aus historischen Gemeinschaften verschiedener Völker kommen, aber durch den Kampf gegen die Unterdrückung vereint sind.
Der Beweis, dass diese Trennungslinie die einzig relevante ist, ist der jüdische Oligarch Ihor Kolomojisky, der jene finanziert, die „Tod den Juden!“ skandierten. Er ist ein Mafioso, der eines der größten Vermögen in Europa ergriffen hat, indem er mit der Waffe in der Hand, die Großunternehmen von Metallurgie, Finanzen und Energie an sich riss. Er wird durch die Vereinigten Staaten unterstützt und hat verschieden US- Persönlichkeiten – einschließlich den Sohn von Vizepräsident Biden – in den Aufsichtsrat seines Gas-Betrieb [2] aufgenommen. Er hat absolut kein Problem Nazi-Gruppen zu finanzieren, aber er jubelte, als diese auf seinen Befehl antizionistische Juden in Odessa ermordeten.
Die Zusammenarbeit zwischen Nazis und Dschihadisten ist nicht neu. Sie wurzelt in den drei muslimischen Divisionen der Waffen-SS. Die 13. Division „Handschar“ bestand aus Bosniaken, die 21. „Skanderberg“ aus Kosovaren und die 23. „Kama“ aus Kroaten. Sie waren alle Muslime, die den durch die Türkei beeinflussten Islam praktizierten. Um der Wahrheit näher zu kommen muss man sagen, dass die Mehrheit dieser Kämpfer während des Krieges gegen die Rote Armee desertierte.
In letzter Zeit kämpften Nazis und Takfiristen wieder zusammen gegen die Russen, während der Erstellung des islamischen Emirats von Itschkeria (zweiter Tschetschenien-Krieg, 1999-2000).
Am 8. Mai 2007 erstellten baltische, polnische, ukrainische und russische Nazis und ukrainische und russische Dschihadisten in Ternopil (west-Ukraine), eine so genannte „antiimperialistischen Front“ mit Unterstützung der CIA. Diese Organisation ist unter dem Vorsitz von Dmytro Jarosch, der anlässlich des Staatsstreichs von Kiew im Februar 2014, stellvertretender Generalsekretär des nationalen Sicherheitsrates der Ukraine wurde, und dann Pravý Sektor-Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen vom 25. Mai.
Im Juli 2013 rief der Emir des Kaukasus und lokale Führer der Al-Qaida, Doku Umarow, die Mitglieder der ’antiimperialistischen Front’ auf, um in Syrien zu kämpfen. Allerdings gibt es keine klare Dokumentation für die Beteiligung von Nazis bei den aktuellen Vorgängen der Destabilisierung der Levante.
Schließlich kamen ein paar Dutzend Krim-Tataren-Dschihadisten nach Syrien um zu kämpfen, und wurden dann durch den türkischen MIT nach Kiew transportiert, zur Teilnahme an den Euromaidan Unruhen und dem Staatsstreich vom 22. Februar an Seiten von Dmytro Jarosch [3].
Die Maßnahmen, die auf Antrag von des US-Sekretärs für die Sicherheit der Heimat, Jeh Johnson in Europa ergriffen wurden, um die Rückkehr der Dschihadisten nach Hause zu verhindern, zeigt, dass die CIA sie an einer neuen Front benutzen will [4]. Der erzwungene Rücktritt des Prinzen Bandar bin Sultan am 15. April auf Antrag von Staatssekretär John Kerry [5], und dem seines Bruders, Prinz Salman bin Sultan am 14. Mai unter dem Druck der US-Verteidigungsminister Chuck Hagel [6], zeugen von dem US-Willen zur Neufassung des operativen Dschihad.
Wird der europäische und arabische Widerstand sich auch einen können?
Übersetzung
Horst Frohlich
Quelle
Al-Watan (Syrien)
[1] „Verbrechen in Odessa“, von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk, 7. Mai 2014, « Les massacres d’Odessa sonnent le glas de l’unité ukrainienne », Traduction Gérard Jeannesson, Oriental Review/Réseau Voltaire, 12 mai 2014 ;(auch auf englisch) « Le massacre d’Odessa organisé au sommet de l’État ukrainien », Traduction Gérard Jeannesson, антифашист/Réseau Voltaire, 16 mai 2014.(auch auf englisch)
[2] „In der Ukraine verbindet der Sohn von Joe Biden das Angenehme mit dem Nützlichen“, Voltaire Netzwerk, 15. Mai 2014.
[3] „Dschihadisten gewährleisten den Ordnungsdienst der Demos in Kiew“, Voltaire Netzwerk, 5. Dezember 2013.
[4] „Syrien wird „Frage der inneren Sicherheit“ in den USA und in der EU“, Voltaire Netzwerk, 10. Februar 2014.
[5] „Prinz Bandar tritt zurück“, Voltaire Netzwerk, 21. April 2014.
[6] « Regierungsumbildung in Saudi Arabien“, Voltaire Netzwerk, 16. Mai 2014.
Ausland / Knut Mellenthin /21.05.2014
Wer putscht denn da?
Der Führer der Militärrebellion in Libyen ist US-Amerikaner und arbeitet seit mindestens 27 Jahren für die CIA
In Libyen versuchen Teile der Streitkräfte und lokale Milizen seit Freitag, das Parlament und die Regierung zu stürzen. Was sie an deren Stelle setzen wollen, haben die Putschisten bisher noch nicht offen erklärt. Manche Äußerungen und Anzeichen deuten jedoch darauf hin, daß es auf die Errichtung eines brutal repressiven Militärregimes nach dem Vorbild des Nachbarlandes Ägypten hinauslaufen soll.
An der Spitze der Rebellion steht Khalifa Belqasim Haftar, dessen Alter irgendwo zwischen 65 und 71 liegen soll. Es ist sein zweiter Versuch innerhalb kurzer Zeit: Schon im Februar war er im Fernsehen aufgetreten und hatte die Auflösung des Parlaments, in dem islamische Fundamentalisten eine klare Mehrheit haben, verkündet. Mit Haftar verbündete Milizen aus der Stadt Zeitan stellten damals den Abgeordneten ein Ultimatum, die Macht abzugeben, ließen das Vorhaben dann aber fallen. Strafrechtliche Konsequenzen für Haftar folgten aus diesem Abenteuer nicht. Offensichtlich halten mächtige Beschützer ihre Hände über ihn. weiterlesen
Quelle: Sache des Volkes
Während sich rechte Verschwörungstheoretiker alle Mühe geben, innerhalb der nationalen Opposition geistige Wehrkraftzersetzung zu betreiben, mit der blödsinnigen Behauptung, die USA seien unbesiegbar, weil die hinter ihnen stehenden „Hintergrundmächte“ unbesiegbar seien, lehrt uns die Weltpolitik, daß sich Widerstand gegen den US-Imperialismus aus Sicht der unterdrückten Völker lohnt.
Ohne hier irgendeine „moralische“ Bewertung vornehmen zu wollen: Die Bombenanschläge, die islamische Terroristen im März 2004 in Madrid verübten, haben dem US-Vasallen José Maria Aznar eine Wahlniederlage beschert, worauf die siegreichen Sozialisten den Rückzug spanischer Truppen aus dem Irak umsetzten. Seitdem tun sich die USA zunehmend schwer, Hilfstruppen für ihre Welteroberungspläne zu finden. Cui bono – wem haben die Anschläge in Madrid genutzt? Dem US-Imperialismus haben sie jedenfalls geschadet, dem arabischen Befreiungsnationalismus genutzt. weiterlesen
Ein Beitrag von Quer-Denken.TV
05. April 2014. Dr. Klaus Blessing & Katrin Rohnstock im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Blühende Landschaften hatte Helmut Kohl für die DDR prognostiziert, wenn nun denn endlich die marode DDR-Wirtschaft beseitigt worden wäre. Wie von vielen anderen Prognosen ist auch von dieser nicht so viel übrig geblieben. Das was sich in den Köpfen der Menschen aber festgefressen hat, ist das Bild einer ineffizienten und kaputten DDR Wirtschaft, die dringend der Hilfe aus dem Westen bedarf, um ein kapitalistischen System zu etablieren.
Die Wahrheit sieht anders aus. Und Dr. Klaus Blessing – ehemaliger DDR Industriestaatssekretär spricht vielmehr über die Veruntreuung der Treuhand, von einem Ausverkauf einer anders strukturierten aber durchaus leistungsfähigen Wirtschaft, denn das Kohl’sche Bild ist schief, ist westliche BRD-Propaganda. weiterlesen
In der Botschaft der bolivarischen Republik Venezuela fand auf Initiative der Antiimperialistischen Plattform Deutschlands ein Symposium zur Thematik der Ursachen des Scheiterns des real existierenden Sozialismus in der DDR und den daraus abzuleitenden Schlussfolgerungen für einen Sozialismus des 21. Jahrhunderts statt.
Teilgenommen haben an der ersten Tagung vom November 2013 neben den venezuelanischen Diplomaten auf deutscher Seite Dr. oec. Klaus Blessing, ehem. Staatssekretär im Ministerium für Metallurgie/ 1986-90 Abteilungsleiter Maschinenbau und Metallurgie im ZK der SED, Dr. oec. Walter Siegert, ehem. Staatssekretär im Finanzministerium, Dr. oec. Manfred Domagk, ehem. Staatssekretär im Amt für Preise, Prof. Dr. Dr. Karl Doering, ehem. Generaldirektor des Metallurgiekombinates Eisenhüttenstadt/ nach 1990 Aufsichtsratsvorsitzender der EKO-Stahl AG, Dipl. Ing. Herbert Roloff, ehem. Generaldirektor Industrieanlagen – Import, Dr. agr. Traugott Lehmann – ehem. Abteilungsleiter im Ministerium für Landwirtschaft, und Michael Koth als Vorsitzender der Antiimperialistischen Plattform Deutschlands.
Bei der Fortsetzung im Februar 2014 konnten unter anderem auch Botschafter und Bevollmächtigte von Kuba, Puerto Rico, Bolivien und Nicaragua begrüßt werden.
Das Protokoll der Sitzungen ist in spanisch und deutsch erschienen und kann über uns bzw. Dr. Klaus Blessing bezogen werden.
von Olivia Kroth
Dieser Artikel erschien bereits in Englisch auf „Voice of Russia“
Zu Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Frankreich.
Was denkt der Durchschnittseuropäer über Russland, Präsident Wladimir Putin und die Situation der Krim? Sogar antirussische Journalisten des Westens sind sich einig, dass ihre Artikel nicht immer die Meinungen ihrer Leser über Russland widerspiegeln.
Der Artikel des deutschen Journalisten Bernd Ulrich in Zeit Online, “Wie Putin spaltet”, zog sowohl in Russland als auch in Deutschland viel Aufmerksamkeit auf sich, obwohl er viel antirussische Stereotype wiederholt. Der Autor räumt ein: “Wenn die Umfragen nicht täuschen, stehen zurzeit zwei Drittel der Bürger, Wähler, Leser gegen vier Fünftel der politischen Klasse, also gegen die Regierung, gegen die überwältigende Mehrheit des Parlaments und gegen die meisten Zeitungen und Sender.” Dies bedeutet, dass mindestens zwei Drittel der Europäer sich weigern, die russische Aktion auf der Krim als “Okkupation” und “Aggression” zu sehen. Diese Begriffe werden von vier Fünfteln der Politiker und Medienleute Westeuropas verwendet.
Ein kurzer Blick auf die Kommentare der in letzter Zeit veröffentlichten antirussischen Texte zeigt, dass die meisten Europäer Russland tatsächlich mögen. Aber sie finden ihre Meinungen nicht in den Massenmedien repräsentiert. Überdies wünschen manche europäischen Bürger insgeheim, sich gleichfalls der Russischen Föderation anzuschliessen, da die EU zu einem wirtschaftlichen und moralischen Fiasko geworden ist. weiterlesen
Quelle | Am 25. April 1932, vor 82 Jahren, gründete Präsident Kim Il Sung, Gründer des sozialistischen Korea, die Koreanische Revolutionäre Volksarmee (Vorläuferin der Koreanischen Volksarmee) und begann damit die Führung der Songun-Revolution.
Die Koreanische Volksarmee legte mit der Songun-Revolution mehr als 80 Jahre, die von Sieg und Ruhm gekrönt sind, zurück.
Sie vollbrachte heroische Großtaten, die in der antiimperialistischen Kampfgeschichte der Welt besonders zu erwähnen sind, und errang große Siege.
In der Zeit der militärischen Okkupation Koreas durch den japanischen Imperialismus (1905–1945) zerschlug die Koreanische Revolutionäre Volksarmee ohne ein staatliches Hinterland und die Hilfe einer regulären Armee durch den harten bewaffneten Kampf den japanischen Imperialismus, der sich selbst als „Führer“ Asiens hinstellte, und erlangte die Sache für die Befreiung des Vaterlandes (15. August 1945). weiterlesen