Vortrag über die DVR Korea in Bernau

Die verdiente Genossin Prof. Dr. Helga Picht (ehem. Inhaberin des Lehrstuhls für Koreanistik an der Humboldt-Uni und Chefdolmetscherin des Genossen Erich Honecker) hielt auf Einladung der Regionalgruppe Bernau der marxistischen Zeitschrift RotFuchs einen bemerkenswerten und leidenschaftlichen Vortrag zur aktuellen Problematik auf der Koreanischen Halbinsel. Vorweg sei noch bemerkt, dass allein die Tatsache, dass diese Veranstaltung durch ein RotFuchs-Gruppe durchgeführt wurde, mehr als positiv einzuschätzen ist, denn im Organ dieser Gruppe herrscht seit der Gründung vor 19 Jahren, was die Berichterstattung über die DVR Korea angeht, meistens völliges Stillschweigen. Heute sieht man, dass sich auch dort etwas in die richtige Richtung bewegt, denn die DVR Korea ist zweifelsohne der mächtigste und erfolgreichste sozialistische Staat der Geschichte.

Allein schon in Helgas Interview in der Jungen Welt (jW) vom 9./10. September d. J. steckte sie klare Grenzen ab, wo Freund und Feind stehen. Deshalb ist dieses Interview zum Studium empfohlen.

Während ihres Vortrags berichtete sie ausführlich über ihren politisch-ideologischen Lebensweg, so z. B. dass sie über 7 Jahre in der DDR-Botschaft in Pyongyang lebte, und ihre erste Reise 1955 in das völlig zerstörte Land der Morgenfrische dadurch zustande kam, dass die erste Kandidatin wenige Wochen zuvor mit der Berliner S-Bahn es vorzug, Republikflucht zu begehen. Sie schilderte auch, dass ab ca. der 1970er Jahre auf Grund der starken Fixierung der DDR auf die Sowjetunion ihre Arbeit immer mehr erschwert wurde. Erst mit dem Besuch des Genossen Erich Honecker in der DVR Korea begann das „Eis“ recht schnell zu bröckeln, und die DVR Korea – wie in den 1950er Jahren – wurde wieder öfter in den Medien erwähnt.

In der anschließenden Diskussion zeichnete sich die Genossin Picht durch hohe politische Kompetenz und Bescheidenheit aus („ich bemühe mich, viele Fragen zu beantworten, wenn ich auch nicht alle Fragen beantworten kann“). Mit 81 interessierten Teilnehmern war diese Veranstaltung sehr gut besucht (normalerweise kommen 20 bis 30 Interessierte zu solchen RotFuchs-Veranstaltungen). Die Fragen der Teilnehmer waren durchweg von ihrer solidarischen Grundeinstellung zur DVR Korea bestimmt. Ein einzelner Gast äußerte, dass er und seine Familie wahnsinnige Angst vor einem Atomkrieg hätten und er in Gesprächen durchweg (natürlich durch Unkenntnis und die ewigen Lügen der Medien) eine ablehnende Haltung der Bürger gegenüber der Politik der DVR Korea erfahren hätte. Da es sich bei diesem Menschen um eine fortschrittliche Kraft handelte, wäre eine ausführliche Diskussion schon vonnöten gewesen, was die Zeit jedoch nicht zuließ. Ein Teilnehmer bemerkte, dass Angst ein schlechter Ratgeber sei und so das System schon gesiegt hätte, denn Angst lähmt und lässt keine nüchternen Analysen und Fakten sowie keine vernünftigen Handlungen mehr zu.

Die Abordnung der Antiimperialistischen Plattform Deutschland (AiP-D), die unter Leitung ihres Vorsitzenden Genossen Michael Koth stand, kam nicht mit leeren Händen sondern „schwer bewaffnet“ nach Bernau. Frei nach dem Motto… unsere Waffe ist das Wort… hatten wir umfangreiche Agitations- und Propagandamaterialien über die DVR Korea (wie z. B. CDs, DVDs, Hefte, Broschüren u. v. m.) mit dabei, die nach konstruktiven und solidarischen Diskussionen uns förmlich aus den Händen gerissen wurden. Wir stießen so in die Informationslücke (die leider auch bei linken Kräften vorhanden ist). Wie sagte unser Vorsitzender richtig: „Der Waffe, der kein Feind widersteht, heißt internationale Solidarität, den Völkern Kraft, und der Klasse Pflicht, die jeder Knechtschaft Ketten bricht“ (Textzeile aus einem Lied des Berliner Oktoberklubs 1971).

Zu Helgas Überraschung überreichte unser Vorsitzender ihr nach dem Vortrag mit den Worten „Du weißt noch gar nicht, was dir schönes noch bevorsteht“ einen Strauß roter Nelken und eine Danksagung des koreanischen Botschafters für ihre letztjährige Spende für den Wiederaufbau nach der schweren Überschwemmung im Nordgebiet der DVR Korea. Er verlas den gesamten Text, was anschließend in stürmischem Beifall der Teilnehmer mündete. Gleichzeitig überreichte er ihr die Sonderausgabe der Wahrheit über den phantastischen zweimonatigen Wiederaufbau der nördlichen Gegend. Tief bewegt und erfreut nahm sie diese Auszeichnung entgegen.

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