Korea: Volksaufstand vom 1. März 1919

Berüchtigte unmenschliche Verbrechen

Der 1. März vor 100 Jahren war der historische Tag, an dem der starke Unabhängigkeitsgeist, der unbeugsame Schneid und der glühende patriotische Geist der koreanischen Nation für die Wiedergeburt und souveräne Unabhängigkeit des von den japanischen Imperialisten geraubten Landes ausnahmslos demonstriert wurden.

Der angehäufte Grolls und Zorn der koreanischen Nation, die unter der faschistischen Kolonialherrschaft, allerlei Demütigungen, Erniedrigungen und grausamen Unterdrückung des japanischen Imperialismus leidensvoll lebte, kamen schließlich zur Explosion als gesamtnationale Volkserhebung.

Die japanischen Imperialisten brandmarkten den Volksaufstand vom 1. März als „gewalttätiges Meeting“ und „aufrührerische Demonstration“ und unterdrückten sogar unter Einsatz der Repressalienkräfte unterschiedslos unbewaffnete Demonstranten. Ihre berüchtigten unmenschlichen Verbrechen sind auch heute im Herzen des koreanischen Volkes als unauslöschliche Wunde geblieben.

Sie schossen mit Gewehren die friedliche Bewohner, die die Losung „Es lebe die Unabhängigkeit Koreas!“ gerufen hatten, steckten sie mit Säbeln, erschlugen mit den Stöcken und warfen in Feuer. Damals verübten sie solche zitternde Missetaten.

Sogar gestand auch ein regierungstreuer Gelehrter des japanischen Imperialismus die Brutalität ihrer Mordtaten gegen die Teilnehmer am Aufstand wie folgt:

„Die Japaner beschäftigten sich wie besessen mit schrecklicher Unterdrückung. … Die Gräueltaten der japanischen Gendarmerie waren unaussprechlich. Sie stachen sogar die Alten, Frauen und Babys und brachten sie an den Galgen.“

Auf dem von der Polizeidienstabteilung des „Generalgouvernements in Korea“ vorgelegten Dokument „Geheimdienstbericht über die allgemeinen Verhältnisse des Volkes bezüglich des Aufruhrs (vom 1. bis 10 März)“ ist es wie folgt geschrieben:

„Mehr als 50 000 Männer und 1 000 Frauen wurden festgenommen, über 10 000 Männer und 300 Frauen sind gestorben, mehr als 50 000 Männer wurden verletzt, und 300 Kinder sind gestorben.“

Das ist ja ein historisches Material, das die japanischen Imperialisten völlig verkürzt hinterlassen hatten.

Im Völkerrecht wie im Artikel 5 von der Vorschrift des internationalen Militärgerichts im Fernen Osten und im Artikel 6 von der Vorschrift des Internationalen Militärgerichtshofs in Nürnberg ist die Massakrierung als das größte Verbrechen bestimmt, die auf jeden Fall bestraft werden muss, unabhängig von Vorkrieg und der Kriegszeit und dementsprechenden Gesetzen.

Unter dem Vorwand der Realisierung der „Sphäre des gemeinsamen Gedeihens Großostasiens“ hinterließ Japan solche Verletzung am koreanischen Volk. Wenn auch tausende Jahre vergehen, wird solche Verletzung niemals genesen. Das koreanische Volk wird auf jeden Fall solche Verletzung um tausendfach in Rechnung setzen.

Die Zukunft Japans ist abhängig von der Aufarbeitung seiner kriminellen Vergangenheit

Seit der Volkserhebung vom 1. März, in der der souveräne, unbeugsame und flammende patriotische Geist des koreanischen Volkes ausnahmslos demonstriert wurde, ist es schon 100 Jahre her.

1905 hielt Japan Korea in militärischer Weise besetzt, beschäftigte sich mit kolonialer Ausbeutung und Ausplünderung und übte in den 1910er Jahren seine Militärherrschaft aus. Die japanischen Imperialisten verhafteten die Koreaner wahllos, verübten barbarische Folterungen und Ermordungen gegen sie und verstärkten ökonomische Ausbeutung und -plünderung, indem sie lautstark davon redeten, dass „die Koreaner dem Justiz Japans unterstehen oder andernfalls sterben sollten“.

Der angehäufte Grolls und Zorn des koreanischen Volkes gegenüber den Feinden kamen als gesamtnationaler Widerstandskampf gegen Japan zur Explosion.

Um 12 Uhr mittags mit dem Glockengeläut fanden sich Tausende Schüler und Studenten sowie Einwohner der Stadt auf dem Sportplatz der Sungdok-Mädchenschule in Jangdaejae zusammen, verlasen die „Unabhängigkeitserklärung“ und verkündeten feierlich, dass Korea en unabhängiger Staat sei. Unter den Losungen „Es lebe die Unabhängigkeit Koreas!“, „Weg mit Japanern und der japanischen Armee!“ demonstrierten sie leidenschaftlich auf den Straßen. Der Demonstrationszug schwoll auf Hunderttausende an.

Die Flammen der antijapanischen Massendemonstration in Pyongyang erfassten das ganze Land wie Seoul. Die Demonstranten zogen wagemutig durch die Straßen mit dem Ruf „Es lebe die Unabhängigkeit Koreas!“ und „Raus mit den Japanern und der japanischen Armee“.

Die japanischen Imperialisten brandmarkten den Volksaufstand für die Wiedergutmachung der Unabhängigkeit und Souveränität des Landes als „gewalttätiges Meeting“ und „aufrührerische Demonstration“ und unterdrückten sogar unter Einsatz der Repressalienkräfte wie Gendarmerie, Polizei und pflichtbewusste Feuerwehr und der Streitkräfte des japanischen Festlandes unterschiedslos unbewaffnete Demonstranten.

Während des Volksaufstands vom 1. März wurden über 100 000 Koreaner mit Gewehren und Bajonetten der japanischen Imperialisten niedergeschlagen.

Das Hauptziel des japanischen Imperialismus bei grausamen Mordtaten gegen die Teilnehmer an dieser Volkserhebung bestand darin, sowohl den Aufstand zu bekämpfen, als auch den antijapanischen Geist des koreanischen Volkes gnadenlos mit Füßen zu treten und überdies die koreanische Nation auf ewig zu vernichten.

Solche Repressalien sind nichts anderes als ein Teil vergangener Verbrechen des japanischen Imperialismus während seiner Eroberung Koreas.

Während der 40-jährigen Herrschaft durch die japanischen Imperialisten wurden ungefähr mehr als eine Million Koreaner ermordet. Mehr als 8,4 Millionen Jugendlichen und Männer im besten Alter wurden zwangsweise entführt, wurden zu Kriegskanonenfutter, zur Fronarbeit des Todes gedrängt, kamen ums Leben oder wurden zu Invaliden. Die Keuschheit von 200 000 Koreanerinnen wurde als Sexsklavinnen der japanischen Kaiserarmee mit Füßen getreten. Die japanischen Imperialisten plünderten zahlreiche Bodenressourcen Koreas aus und erdrosselten die Nationalkultur.

Falls man ein Verbrechen begangen hat, ist es angemessen, es anzuerkennen und dementsprechenden Schadenersatz zu leisten. Aber auch heute nach zig Jahrzehnten leugnet der japanische Imperialismus total seine unhumane Verbrechen und beschäftigt sich mit seinen Machenschaften zur Entstellung der Geschichte.

Japan behauptet, die Insel Tok, das heilige Territorium Koreas, gehöre ihm. Außerdem lässt es sich durch Jasuguni-Schrein-Besuch die Kriegsverbrecher des Militarismus als „Helden“ unsichtbar machen und lobpreist seine Aggressionsgeschichte. In den letzten Jahren werden die Beweismaterialien über das Verbrechen weiterhin zutage gefördert und veröffentlicht. Dennoch versucht die japanische Behörde hartnäckig, der Verantwortung auf dementsprechende Entschuldigung zu entgehen, indem es diese Tatsache leugnet. Sogar erweitert es die Ausgabe des Verteidigungskostens und befasst sich fieberhaft mit der Verwirklichung einer militärischen Großmacht und seiner bösen Absicht zur erneuten Invasion in andere Länder, um seinen Albtraum – die „Sphäre des gemeinsamen Gedeihens Großostasiens“ zu schaffen – zu realisieren.

Mit dem Zeitverlauf wird die Geschichte niemals verändert oder entfärbt.

Die japanische Behörde muss die Geschichte als Spiegel betrachten, sich ernsthaft an ihre verbrecherische Vergangenheit zurückerinnern, ihre aufrichtige Abbitte darum leisten und konsequent entschuldigen.

Die Zukunft Japans ist abhängig von der Aufarbeitung seiner kriminellen Vergangenheit.

Japan muss auf die Aufarbeitung
der kriminellen Vergangenheit erwidern

Zurzeit werden im internationalen Maßstab verschiedenartige Gräueltaten, die im vergangenen Jahrhundert die Kriegsverbrecherstaaten in den kolonialen abhängigen Staaten verübt hatten, problematisiert und die Handlungen für diesbezügliche richtige Aufbereitung weiterhin aktiviert. Zum Beispiel hatte Deutschland, der Kriegsverbrecher im 2. Weltkrieg, weltweit zig Ländern und zahlreichen Kriegsopfern aufrichtige Abbitte geleistet und sie dafür entschädigt, indem dieses Land daran mahnt, dass vergangene Sünden und Unglück niemals wiederholt werden dürfen. Außerdem wurde in diesem Land selbst die Kriegsverbrecherverjährung abgeschafft und werden die Nazi-Verbrecher für ernsthaft schuldig erklärt, unabhängig von 90-Jährigen im hohen Alter.

Aber im Gegenteil dazu klammert sich Japan an allerlei Hinterlist, rationalisiert seine Kolonialherrschaft über Korea, weicht einer Aufarbeitung der kriminellen Vergangenheit aus und leugnet und entstellt die Geschichte.

Im Vorjahr gab es eine internationale Konferenz für Frieden und Gedeihen in Asien und Pazifik. Ohne richtige Abbitte um erzitternde unmenschliche Verbrechen an der koreanischen Nation und den asiatischen Ländern zu leisten, beging dabei Japan seine Schlechtigkeit, indem es sagte, das sei unakzeptabel, unvernünftig, es würde darauf starrsinnig reagieren, wie der Dieb mit dem Knüppel den Hausherrn empfängt.

Im vergangenen Jahrhundert hielt Japan Korea in militärischer Weise besetzt, verschleppte zwangsweise unzählige Jugendliche und Männer im besten Alter zur Fronarbeit, entführte fast 200 000 koreanische Frauen, macht sie zu Sexsklaven der japanischen Kaiserarmee und ließ über eine Million zählende unschuldige Menschen ermorden. Wahrhaft fügten die Japanischen Imperialisten der koreanischen Nation enorme Unglücke und Leiden zu.

Trotz solcher Tatsache besteht Japan auf seinem Willen, indem es bemerkte, dieses Gräuelverbrechen sei im „Widerspruch mit der Tatsache“. Sie seien keine Sexsklaven, sondern „Prostituierten“. „Wir denken nie an der Abbitte.“

Im Vorjahr wurde das Urteil vom südkoreanischen obersten Gericht gefällt, dass die japanische Mitsubishi-Schwerindustriegruppe die Zwangsarbeiter während der Eroberung des Landes durch japanische Imperialisten entschädigen sollte. Diesbezüglich handelte Außenminister Kono unverschämt, indem er sagte, „es sei niemals zu akzeptieren“. „Wir würden alle gewählten Entwürfe in Auge behalten und stark darauf reagieren“.

Aber die Stimme bezüglich richtiger Aufbereitung der Vergangenheit Japans wird weiterhin gehoben.

Bei der Pressekonferenz im Tokioer Kulturhaus der Senatoren im diesjährigen Februar veröffentlichten über 20 Intellektuellen wie japanische Professoren, Advokaten und Journalisten ihre Erklärung. In dieser Erklärung bestanden sie darauf, dass infolge militärischer Eroberung Koreas durch den japanischen Imperialismus in der Geschichte beider Nationen ein dunkler Bereich, der niemals verschwunden werden kann, hinterlassen wurde. Dabei verleumdeten sie Japan, das sein Antlitz von Nachdenken und Abbitte betreffs vergangener Verbrechen nicht zeigt.

Vor einigen Tagen gab es eine Jahresversammlung des Komitees für Maßnahmen zu koreanischen Sexsklavinnen für japanische Kaiserarmee und Verletzten bei Zwangsabfuhr. Auf dieser Versammlung wurde erwähnt, richtige Lösung der vergangenen Geschichte Japans sei eine wichtige Frage für die Gewährleistung von Frieden und Stabilität in Asien und für die Herstellung der wesentlichen Ethik und Ordnung der internationalen Gesellschaft. Dabei wurde unterstrichen, in diesem Jahr, in dem der Volksaufstand am 1. März 1919 zum 100. Mal jährt, die Bewegung um die Forderung nach einer Aufarbeitung der kriminellen Vergangenheit Japans aktiv zu entfalten.


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