Das Gedankengut „Jiwon“ und die Nationale Liga Koreas

Seit der Gründung der Nationalen Liga Koreas, die in der Geschichte der antijapanischen nationalen Befreiungsbewegung Koreas ihre deutlichen Spuren hinterlassen hat, sind schon 100 Jahre vergangen.

Diese Liga war eine revolutionäre Untergrundorganisation, die Kim Hyong Jik, der hervorragende Führer der antijapanischen nationalen Befreiungsbewegung, gründete.

Die japanischen Imperialisten, die in 1905 Korea besetzt hielten, zertraten erbarmungslos die souveränen Rechte und Würde des koreanischen Volkes und zwangen es zum blutigen Sklavendasein.

Kim Hyong Jik, der dieses Elend der Nation und die Traurigkeit eines heimatlosen Sklaven bis ins Mark erlebt hatte, trat, getragen vom großen Ziel zur unbedingten Wiedererlangung des von japanischen Imperialisten beraubten Landes, den Weg der Revolution an und bahnte sich den Weg zum Kampf und stellte dabei das Gedankengut „Jiwon“ (d.h. ein weit reichendes Ziel zu setzen) vor.

Dieses Gedankengut ist eine revolutionäre Lebensanschauung, im Kampf für das Vaterland und die Nation den wahren Lebenssinn und Glück zu finden, und ein unbeugsamer revolutionärer Geist, die Unabhängigkeit Koreas um jeden Preis zu erreichen, auch wenn man dafür von Generation zu Generation kämpft.

Kim Hyong Jik gründete am 23. März in Haktanggol bei Pyongyang die Nationale Liga Koreas (NLK), die in dem Gedankengut „Jiwon“ ihr Ideal sieht.

Sie hatte zum Ziel, die gesamte koreanische Nation zusammenzuschließen, aus eigener Kraft der Koreaner die Unabhängigkeit des Landes zu erringen und einen wahrhaften zivilisierten Staat zu schaffen. Ihre Kampfaufgaben bestanden darin, die breiten Massen zusammenzuscharen, sie alle zum antijapanischen nationalen Befreiungskampf zu organisieren und zu mobilisieren, die Organisationen von der NLK zuverlässig zu festigen, mit eigener Kraft der Koreaner die japanischen Imperialisten zu vertreiben und die Unabhängigkeit des Landes zu erringen, sind ihre Kampfaufgaben.

Die NLK, die den zuverlässigen antiimperialistischen und souveränen Standpunkt und feste Massenbasis hatte, war damals eine der größten antijapanischen revolutionären Untergrundorganisationen, die die koreanischen Patrioten im In- und Ausland gründeten. Sie war eine revolutionäre Untergrundorganisation, die dazu fähig war, die antijapanische nationale Befreiungsbewegung einheitlich anzuleiten. Sie umfasste alle Kreise und Schichten, darunter Arbeiter, Bauern, Lehrer, Schüler und Studenten, Soldaten (Unabhängigkeitsarmee), Händler, Gläubige und Handwerker. Ihre Unterorganisationen dehnten sich auf China und Japan und anderen Länder, geschweige denn vom Inland, aus.

Sie besaß ein auf Gehorsam gestütztes organisatorisches System. Die Mitglieder verwandten untereinander Decknamen. Auch Geheimdokumente wurden allein mit Chiffren angefertigt. Jährlich wurde regelmäßig das Treffen der Angehörigen abgehalten. Sie tarnte sich mit aller Konsequenz durch legale angegliederte Verbände. Ihr waren Leiter der Reviere untergeordnet. Im Interesse der Verbindung mit Persönlichkeiten außerhalb des Landes wurden in Beijing und Dandong Kuriere eingesetzt.

Mit dem festen Willen, gegen den japanischen Imperialismus bis zum Ende zu kämpfen, entfalteten die NLK-Mitglieder überall im Lande neben Arbeit für Erweiterung der Organisationen die Kampagne zur Mobilisierung der Bevölkerung zum Kampf gegen Japan. Und sie beschafften auch für die bewaffnete Tätigkeiten Finanzmittel und Waffen und führten aktiv die Arbeit für Heranbildung der militärischen Kader durch.

Dadurch wurden mit dem Zeitverlauf die antijapanischen Kräfte organisatorisch zusammengeschlossen und überall die antijapanischen Bewegungen aktiviert. Mit dem Angst davor veranstalteten die japanischen Imperialisten Razzia gegen diese geheime Organisation und verhafteten über 100 Mitglieder.

Kim Hyong Jik, der im Herbst 1917 von ihnen verhaftet wurde, setzte auch im Pyongyanger Gefängnis den Kampf fort. Nach der Entlassung aus dem Gefängnis konzipierte er, die antijapanische nationale Befreiungsbewegung von der nationalistischen Bewegung in die proletarische Revolution umzuwandeln, beschäftigte sich dann mit deren Verwirklichung.

In der Versammlung in damaligem Chongsudong des Kreises Uiju beim Bezirk Nord-Phyongan (Juli 1919) begründete er die historische Notwendigkeit zur kommunistischen Revolution und hielt im August dieses Jahres im chinesischen Kreis Kuandian die Versammlung der Revierleiter, Kuriere und Leiter der Organisationen der Unabhängigkeitsbewegung ab und unterbreitete dabei den Kurs darauf, die antijapanische nationale Befreiungsbewegung Koreas von der nationalistischen Bewegung in eine proletarische Revolution umzuwandeln.

Aus Anlass dieser Versammlung erfolgte in Korea ein zügiger Kampf für die Kehrtwendung der nationalen Befreiungsbewegung von der nationalistischen Bewegung in die proletarische Revolution. Die werktätigen Massen wie Arbeiter und Bauern, die von der fortschrittlichen Idee allmählich wachgerüttelt wurden, schlossen sich zu den antijapanischen Organisationen fest zusammen. Die bewaffneten Abteilungen wurden von den Mitgliedern der NLK gegründet, und die bewaffneten Aktivitäten gegen Japan überall im Lande zügig entfaltet.

Kim Il Sung, der das Gedankengut „Jiwon“ von seinem Vater Kim Hyong Jik als das wertvolle Erbe übernahm, organisierte und führte den bewaffneten Kampf gegen Japan und errang die historische Sache, die Befreiung des Heimatlandes, und errichtete auf diesem Boden die sozialistische Ordnung, in der sich die Bevölkerung des glücklichen und zivilisierten Lebens erfreut.

Es verging schon viel Zeit. Aber das koreanische Volk, das jetzt den starken sozialistischen Staat aufbaut, hält dieses Gedankengut von Kim Hyong Jik als Leitspruch für Leben und Kampf.

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