Archiv des Autors: AiP West

Revolutionsführer Fidel Castro stirbt im Alter von 90 Jahren

Amtierender Präsident Raúl Castro gibt Tod in Fernsehansprache bekannt.

Havanna. Der ehemalige Staats- und Regierungschef von Kuba, Fidel Castro, ist am Freitag im Alter von 90 Jahren gestorben. Das gab sein Bruder, der amtierende Präsident Raúl Castro, in einer Fernsehansprache bekannt. Der jüngere Bruder von Fidel Castro hatte 2006 das höchste Staatsamt übernommen, er war bis dahin Verteidigungsminister und eine der höchsten Führungsfiguren der kubanischen Revolution.

Fidel Castro Ruz 1926 – 2016

Fidel Castro ist demnach am späten Freitagabend um 22:29 Uhr lokaler Zeit verstorben. Sein Körper wird „entsprechend seinem ausdrücklichen Willen“ verbrannt werden, so der sichtlich bewegte Raúl Castro in der Fernsehansprache. Im Laufe des heutigen Tages würden weitere Details zu den Trauerfeierlichkeiten bekanntgegeben. Zuletzt war Fidel Castro Mitte November öffentlich aufgetreten, als er den vietnamesischen Präsidenten Tran Dai Quang, empfing.

„Fidel Castro ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, dessen Wirken und Bedeutung weit in das 21 Jahrhundert hineinreicht“, kommentierte der lateinamerikanische Fernsehsender Telesur. Fidel Castro habe in Kuba eine neue Ära eingeleitet, indem er 1959 die von den USA unterstützte Diktatur von Fulgencio Batista stürzte. In den Folgejahren habe er dem kubanischen Volk den Stolz auf seine Ursprünge gelehrt und eine Sozialpolitik etabliert, die Kuba weltweit, vor allem für Länder des globalen Südens, zu einem Referenzpunkt machten. „Fidel (Castro) wurde auch zu einem Sinnbild des Antiimperialismus, indem er sich gegen die Einmischungspolitik der USA und deren außenpolitische Interessen zur Wehr setzte“, heißt es bei Telesur weiter. Trotz der US-amerikanischen Blockade, die seit 1960 Jahren besteht, seien Kuba unter Fidel Castro sozialpolitische Errungenschaften gelungen, die von zahlreichen internationalen Organisationen anerkannt wurden.

Nach offiziellen Angaben wurde Fidel Castro am 26. Juli 1926 in dem kleinen Ort Biran im Osten Kubas geboren. Als Kind habe er die teilweise katastrophalen sozialen Verhältnisse auf der Insel als zutiefst ungerecht empfunden, schilderte er später. Später nahm er als junger Rechtsanwalt den Kampf gegen de Batista-Diktatur auf, die von den USA im Kalten Krieg massiv unterstützt wurde und die zu einem der blutigsten Regime in Lateinamerika und der Karibik zählte. Nach dem gescheiterten Sturm auf die Moncada-Kaserne bei Santiago de Cuba im Jahr 1953 und seinem erzwungenen Aufenthalt in Mexiko landete Fidel Castro Ende 1956 mit rund 80 Revolutionären an der kubanischen Küste. Dort leitete er den Guerillakampf gegen die Diktatur ein. Anfang Januar 1959 zogen die Revolutionäre siegreich in  der Hauptstadt Havanna ein.

Zu den ersten Projekten zählten die Landreform und die Verstaatlichung von privaten Unternehmen in wichtigen Wirtschaftsbranchen. Damit geriet Castro rasch in Konflikt mit den USA. Washington verhängte ein Handelsembargo gegen Kuba, das später zu einer umfassenden und international wirkenden Blockade ausgebaut wurde.

Einen Verbündeten fand Kuba in der Sowjetunion. Allerdings wurde Kuba bis in die 1980er Jahre außen- und wirtschaftspolitisch immer abhängiger von Moskau und dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe. Der politische Umbruch in Osteuropa stürzte Kuba nach 1990 in eine heftige wirtschaftliche Krise, die den Sozialismus aber nicht beendeten. Seit damals wurden in mehreren Schritten marktwirtschaftliche Reformen eingeleitet. Die führende staatliche Rolle beim Besitz der Produktionsmittel wurde aber nie angetastet.

Trotz heftiger Kritik im Westen ist Fidel Castro eine viel geachtete Persönlichkeit vor allem in den Ländern des Globalen Südens: Afrika, Lateinamerika und Asien, auch über die Linke hinaus.

Die Annäherung zwischen Kuba und den USA und die Wiederaufnahme diplomatischer Kontakte im vergangenen Jahr kommentierte Fidel Castro deutlich skeptisch.

Quelle: Cubadebate.cu / Amerika21.de


Historisches Kalenderblatt


AiP-Delegation besuchte auf Einladung der Staatsführung die DVRK

Berlin/Pjöngjang. Im Zeitraum vom 26.05. bis 07.06. reiste eine Delegation der Antiimperialistischen Plattform Deutschlands in die DVRK. Empfangen wurde sie auf dem neuen Flughafen in Pjöngjang als Gast des Staates. Anwesend war auch koreanische Pressevertreter. Weitere Bilder und Berichte folgen.


Zum Tod Margot Honeckers

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Der plötzliche Tod Margot Honeckers am gestrigen Tag hat uns schwer getroffen. Ihr unermüdlicher Kampf für eine bessere, gerechtere und friedvollere Welt hat im chilenischen Exil nun sein Ende gefunden.

Die Antiimperialistische Plattform Berlin wird ihr Andenken immer in Ehren halten und ihr Lebenswerk fortführen.

Für eine freie Welt der freien Völker.

Eine ausführlicher Artikel der AiP folgt.

Nachfolgend die Stellungnahme der KP Chiles zum Tod Margot Honeckers.

Kommunistische Partei Chiles

Wir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung die am Freitag (Ortszeit) von der Kommunistischen Partei Chiles veröffentlichte Erklärung zum Tod der zuletzt in Santiago de Chile lebenden früheren DDR-Bildungsministerin Margot Honecker:

Die Kommunistische Partei Chiles hat vom Tod Margot Honeckers heute morgen in unserem Land erfahren. Sie spricht ihrer Tochter Sonia, ihren Familienangehörigen, Freundinnen und Freunden ihr tief empfundenes Beileid aus.

Es sind Hunderte ins Exil gezwungene chilenische Kommunisten, die sich voller Wertschätzung der Solidarität und Freundschaft erinnern, deren aktiver Teil Margot Honecker war. Diese Solidarität erreichte das chilenische Volk in der härtesten Phase der bürgerlich-militärischen Diktatur, die unser Land seit September 1973 geprügelt hat.

Schon in jungen Jahren widmete sie ihr Leben der Sache des Sozialismus und kämpfte für die Souveränität und Entwicklung der Deutschen Demokratischen Republik, in der sie das Amt der Bildungsministerin ausübte und führendes Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands war. Beim Zusammenbruch des Sozialismus in Europa erhielt sie politisches Asyl in Chile, wo sie freundschaftliche Verbindung zu unserer Partei und insbesondere zu denen unserer Mitglieder hielt, die ihr Leben in der DDR retten konnten und dort die Aufnahme und Herzlichkeit des deutschen Volkes empfingen.

In dieser Stunde gibt die Kommunistische Partei Chiles angesichts des Todes von Margot Honecker ihre Trauer Ausdruck und ist sich sicher, dass sie damit für viele Chileninnen und Chilenen spricht, die dazu gezwungen wurden, fern ihrer Heimat das Exil zu erleiden und eine Solidarität empfangen konnten, die niemals vergessen werden wird.

Kommunistische Partei Chiles
Santiago, 6. Mai 2016

Übersetzung: RedGlobe

http://http://www.redglobe.de/lateinamerika-karibik/chile/7987-kommunistische-partei-chiles-zum-tod-von-margot-honecker?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter


Kuba: Was Obama sagt und was er nicht sagt

GRANMA – OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEES DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Präsident Obama ist ein guter Kommunikator. Das heißt, dass er versteht, Worte, Gesten, Blicke einzusetzen. Scheinbar improvisiert er, aber vor sich hat er einen „Teleprompter“, den das Publikum nicht sieht

Autor: Enrique Ubieta Gómez | informacion@granma.cu

März 23, 2016 10:03:37

Präsident Obama ist ein guter Kommunikator. Das heißt, dass er versteht, Worte, Gesten, Blicke einzusetzen. Scheinbar improvisiert er, aber vor sich hat er einen „Teleprompter“, den das Publikum nicht sieht. Seine nachdenkliche Logik schließt Pausen ein, die die Tatsachen umgehen, minimisieren oder manipulieren. Das kubanische Volk hegt keine Hassgefühle gegen das Volk der Vereinigten Staaten und hört den Präsidenten an, der mit freundschaftlicher Bereitschaft die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen begünstigte. Dies bedeutet nicht, dass es die Sprünge nicht bemerkt. Vielleicht liegt in einem dieser Sätze, die nicht allzu sehr betont wurden, die erste Verwirrung: Wenn es auch stimmt, dass die Regierung der Vereinigten Staaten und Kubas Gegner waren und nicht deren Völker, so teilten doch letztere und ihr Volk während dieser Jahrzehnte der Konfrontation ähnliche Ideale und Ziele. Die Nachhaltigkeit dieser Revolution und die Unwirksamkeit einer Blockade, die ihren Bürgern enorme Schwierigkeiten im täglichen Leben beschert, wären nicht zu verstehen, ginge man nicht von dieser Voraussetzung aus. Die Legitimität jeder revolutionären Errungenschaft wäre nicht zu verstehen, würde man darüber hinaus die Geschichte der Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht kennen.

Präsident Obama führt diese Geschichte ein, indem er eine symbolische Anspielung an die Gewässer der Meeresenge von Florida macht, über die man von einer Seite zur anderen gelangt. Er spricht von den Leiden des „Exil“kubaners, (ein Begriff, der die Tatsache auslässt, dass dieser oft ohne jegliche Gefahr in Kuba Urlaub macht oder sogar, wie es Mode geworden ist, seine letzten Lebensjahre unter der Schutz des staatlichen kubanischen Gesundheitswesens verbringt), und der, wie es im offiziellen Diskurs seiner Regierung heißt, auf der Suche nach „Freiheit und Gelegenheiten“ ist. Dabei erklärt er aber nicht, ob er sich auf die Folterer, Mörder und Diebe der Batista-Armee bezieht, die in den ersten Monaten der Revolution in die Vereinigten Staaten flohen, auf die Kinder, die aufgrund einer lügnerischen Propaganda und eines verbrecherischen Programms mit dem Namen Peter Pan von ihren Eltern getrennt wurden, auf die Ärzte und Sportler, die unter dem Versprechen eines bequemeren materiellen Lebens und kräftiger Verträge dazu aufgehetzt wurden, von ihren Solidaritätsmissionen oder internationalen Events zu desertieren, oder auf die, die, müde von der Blockade oder davon, in einem würdigen, aber armen Land zu leben, auf Fährbooten in die sogenannte Erste Welt ziehen, geschützt von der Politik der trockenen Füße-nassen Füße und des Cuban Adjustment Acts, der die Entscheidung aller Emigranten politisiert.

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Siegfried Prokop – Die Stalinnoten und der Verrat Adenauers

Im 64. Jahr der Stalin-Noten

Prof. Dr. sc. phil. Siegfried Prokop im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. In einer turbulenten Nachtsitzung am 23. Januar 1958 zur Außenpolitik Adenauers erinnert der FDP-Politiker Thomas Dehler erregt an das Geschehen im Jahr 1952. Die damals auf dem Tisch liegende diplomatische Note Josef Stalins sei eine Möglichkeit zur Wiederherstellung der Einheit gewesen, man habe aber nicht einmal versucht, ein Wort zu wechseln.

„Wenn wir überdenken, was wir 1952 ausgelassen haben“, attackierte der FDP-Abgeordnete Thomas Dehler am 23. Januar 1958 im Bundestag Konrad Adenauer. „Die Sowjetunion bietet uns nationale Streitkräfte an, so wie wir sie heute auf Grund der Westeuropäischen Union und der Pariser Verträge haben, und die drei Westmächte lehnen dieses Angebot auf Veranlassung des Bundeskanzlers ab.“ Die Stalin-Note sei eine Möglichkeit zur Wiederherstellung der Einheit gewesen – die Regierung aber habe nicht einmal versucht, den Vorschlag zu prüfen: „Hier, Herr Bundeskanzler, haben Sie bewiesen, daß Sie alles taten, um die Wiedervereinigung zu verhindern.“ weiterlesen


NATO-Krieg stürzte Libyen ins Chaos – Die Lösung der USA: Noch mehr Krieg


Leak: Pentagon versuchte Nordkorea über christliche NGO auszuspionieren


Compact: IS-Phantom enttarnt? – ISIS unter Israels Kommando?

https://www.compact-online.de/is-phantom-enttarnt-isis-unter-israels-kommando/

VON MARC DASSEN AM 2. DEZEMBER 2015

Dass der Westen, insbesondere die USA, den sogenannten Islamischen Staat (IS) als Al Qaida-Nachfolgeorganisation mitgegründet und seither finanziell und militärisch unterstützt hat, wollte lange niemand glauben. Dass die Türken und Saudis Nachschub liefern, eine Verschwörungstheorie! Jetzt wurde angeblich ein israelischer Oberst in IS-Uniform erwischt.

„Der Name des israelischen Obersts lautet Yusi Oulen Shahak“ und er wird „in der Golani-Brigade (…) im Rang eines Obersts mit dem Sicherheits- und Militärcode Re34356578765az231434 geführt“. Das berichtet „ein Kommandeur der schiitischen Miliz al-Haschd al-Schaabi“ (RT) der iranischen Nachrichtenagentur FARS News Agency. Die schrieb: „Die Sicherheits- und Volkskräfte halten einen israelischen Oberst gefangen.“ Was war passiert? Wie kam es dazu? Der irakische Offizier führt aus: Dieser Oberst der israelischen Streitkräfte habe sich „an Terroraktivitäten der Takfiri-ISIL-Gruppe beteiligt“. Man habe ihn zusammen mit einer ganzen Reihe weiterer Terroristen des IS während einer Bodenoffensive festgenommen. Angeblich habe Oberst Shahak  – der derzeit von irakischen Streitkräften verhöhrt werden soll – das sogenannte Golani-Bataillon des IS, das im Irak an der Salahuddin-Front operiert, geführt. Auch soll laut FARS News eine Aufklärungsdrohne des IS abgeschossen worden sein. Nach näherer Untersuchung habe man auf der Drohne „israelische Kennzeichnungen“ gefunden. Bisher konnten diese Aussagen nicht bestätigt werden.

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Wer vertraut den Lügnern der Bundesregierung?

Während die syrische Regierung seit Jahren gegen den internationalen Terrorismus kämpft (made by western democracys), versucht das deutsche Merkel-Regime auf freche und peinliche Weise den Spieß herumzudrehen. Nun soll die syrische Regierung Abnehmer von IS-Erdöl sein. Belege dafür gibt es nicht. Aber nützlich sind solche Lügen für eine Bundesregierung, die mit in den Krieg ziehen will, allemal – wenn sie noch jemand glauben würde…