Die gegenwärtige Krise in Südkorea und die Lage auf der Koreanischen Halbinsel

Die gegenwärtige Krise in Südkorea
und die Lage auf der Koreanischen Halbinsel

(Choe Un Ju, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des
Instituts für Abrüstung und Frieden, Außenministerium der DVR Korea)
28.11.2016

Der jetzige schreckliche Skandal in Südkorea offenbart, dass jede einzelne politische Entscheidung völlig von einer abergläubigen Wahrsagerin kontrolliert wurde.

Die „Vereinigungs- und Sicherheitspolitik“ der jetzigen südkoreanischen Behörde basierte auf nichts anderem als der Annahme einer Wahrsagerin, dass die DVR Korea innerhalb von zwei Jahren zusammenbrechen würde.

Südkoreas rücksichtslose und unverantwortliche „Vereinigungs- und Sicherheitspolitik“ haben Themen wie Frieden, Atomwaffen, innerkoreanische Beziehungen und Vereinigung auf der Koreanischen Halbinsel schwer getroffen.

Friedensangelegenheiten

Es ist unausweichlich, dass die Friedenssicherung auf der Koreanischen Halbinsel die Zukunft auf der Halbinsel wie auch die der Region entscheidend beeinflussen.

Es gab viele Gelegenheiten für den Norden und Süden, einen Durchbruch in der Friedenssicherung zu erzielen. Das Nord-Süd-Abkommen vom 15. August 2015, das die Gefahr eines Krieges abwendete, war eine gute Gelegenheit, die innerkoreanischen Beziehungen zur Sicherung des Friedens zu verbessern. Falls man diese Gelegenheit richtig genutzt hätte, hätten der Norden und Süden gemeinsam die Situation unter Kontrolle bringen und entspannen können. Doch kurz nach Abschluss dieses Abkommens hat das südkoreanische Militär am 27. August rücksichtslose Äußerungen über einen „Enthauptungsschlag“ gegen die Oberste Führung der DVR Korea getätigt. Sie wagten dieses Jahr sogar gemeinsame Manöver mit dem Ziel eines „Enthauptungsschlages“ und „Präzisionsschlages“ durchzuführen. Dies führte zu einer entschlossenen Reaktion der DVR Korea und so zu einer Verstärkung der Spannungen, die zu einem Krieg hätten führen können.

Es gab dieses Jahr eine weitere Gelegenheit für den Norden und Süden, gemeinsam für den Frieden zu handeln. Nachdem auf dem 7. Parteitag der PdAK die Linie zur Vereinigung verabschiedet wurde, schlug das Militär der DVR Korea im Mai dieses Jahres dem Süden Gespräche zur Lösung der Spannungen auf der Halbinsel vor. Doch die südkoreanische Behörde schlug dieses Angebot aus, indem sie die „Aufrichtigkeit“ der DVR Korea bezweifelte und bestand auf „keine Verhandlungen, sondern Druck und Sanktionen“.

Der gegenwärtige Skandal in Südkorea beweist, dass der Wahnsinn der Konfrontation eng verbunden mit der Handhabung von Sicherheitsfragen der südkoreanischen Herrscherin ist. Ohne jede Aufrichtigkeit und jedes Verantwortungsgefühl für Fragen des Schicksals der Nation und regionalen Friedens hat sie Sicherheitsfragen von Weissagungen einer kindischen Wahrsagerin abhängig gemacht.

Zu Beginn wurden Gerüchte über Verhandlungen mit den USA, die eine Stationierung des Raketenabwehrsystems THAAD vorsehen, von der südkoreanischen Behörde zerstreut. Später entschied man, das Raketenabwehrsystem THAAD zu stationieren ohne zu berücksichtigen, dass damit die Halbinsel tief in einen nuklearen Konflikt der Regionalmächte hineingezogen wird. Dies beweist die Tatsache, dass die „göttliche Botschaft“, nach der sie glauben, dass der US-Schutz alles bedeutet, gilt. Durch die Konsultation einer kindischen Wahrsagerin verdienten die USA eine Summe in astronomischer Höhe, als sie ihre Waffen an Südkorea verkauften. Zwischenzeitlich vergaß Park Geun Hye nicht, hinter den Kulissen von den USA für die Stationierung des Raketenabwehrsystems THAAD die Zusage einer Unterstützung der „Saenuri Partei“ während der „Präsidentschaftswahlen“ zu erhalten. Das hat die Wut im Volk gegen das südkoreanische Regime befeuert. Nun sind die USA nach dem Ausbruch des Skandals, der Park Geun Hyes geistige Behinderung und unmoralisches Vorgehen offenlegt, besorgt, dass Südkoreas Zusage einer Stationierung von THAAD zurückgezogen wird, und beschleunigen die Stationierung von THAAD.

Zu Beginn ihrer Amtszeit wirkte Park stark, wenn es um Zugeständnisse in der Frage der Zwangsprostituierten gegenüber Japan geht. Aber schon kurz danach änderte sie ihre Meinung und schloss Hals über Kopf ein Abkommen mit Japan. Dies ist ein trauriger Beweis für ihre Willkür, Sturheit und Fähigkeit, sich gegen die öffentliche Meinung zu positionieren. Vor einigen Tagen beeilte sich Park, ohne Rücksicht auf Sicherheitsbelange auf der Halbinsel und in der Region ein Abkommen mit Japan zum Schutz von Militärinformationen durchzupeitschen. Dies ist eine weitere kriminelle Machenschaft, die die Sicherheit Südkoreas in den Händen der USA und Japans lässt.

Die Geschichte kennt einige Kriege, die durch zufällige oder dumme Handlungen begonnen wurden. Hätte die DVR Korea ihre Abschreckungskraft nicht in jeder Hinsicht verstärkt, gäbe es keine Garantie, dass nicht ein verheerender Krieg durch das Diktat einer Wahrsagerin ausbrechen könnte. Heute beweist das unverantwortliche und absonderliche Handeln Südkoreas in allen Staatsangelegenheiten, dass die DVR Korea eine entscheidende Rolle beim Abwenden eines Krieges und bei der Sicherung des Friedens auf der Halbinsel spielt.

 

Die Nuklearfrage

Die Nuklearfrage, für die die USA verantwortlich sind, hätte nicht zu einer Verschlechterung der geegnwärtigen Situation geführt, und auf der Koreanischen Halbinsel bestünde keine Atomkriegsgefahr, wenn die südkoreanische Behörde ihre Unabhängigkeit bewahrt hätte.

Ironischer Weise haben die USA mehr ihrer strategischen Atomwaffen auf der Koreanischen Halbinsel und ihrer Umgebung stationiert und haben die USA noch aggressiver Atomkriegsübungen durchgeführt, als Park immer aggressiver ihre Absicht einer „Vereinnahmung“ unter dem Schutzschirm der US-Atomwaffen verfolgte.

Im Januar 2015 unterbreitete die DVR Korea einen Vorschlag zur Aussetzung der gemeinsamen Militärmanöver von USA und Südkorea im Gegenzug zu einem Moratorium der eigenen Atomwaffentests. Zu jenem Zeitpunkt war seltsamerweise die südkoreanische Behörde sogar mehr gegen diesen Vorschlag als die USA. Sie wurden sogar noch fanatischer in ihren Atomkriegsübungen und sprachen offen von einem „Erstschlag gegen den Norden“, einem „Vorrücken nach Pyongyang“ und einem „Enthauptungsschlag gegen die Oberste Führung der DVR Korea“.

Als die DVR Korea als Antwort auf die immer stärkere nukleare Erpressung der USA ihren ersten Wasserstoffbombentest durchführte, schrie sich Park mit der Forderung nach noch mehr Sanktionen gegen die DVR Korea heiser und zögerte nicht, die Gemeinsame Industriezone Kaesong zu schließen. Wie während des gegenwärtigen politischen Skandals ans Licht kam, verfügte die Wahrsagerin tatsächlich die Schließung der Gemeinsamen Industriezone Kaesong.

Es ist nun für jeden offenkundig, dass Park den Weisungen ihrer Wahrsagerin ergeben folgte und damit durch die Hilfe ausländischer Kräfte vorschnell die DVR Korea zu ersticken versuchte. Es ist klar, dass sie sich weigerte, die Wurzel des Atomkonflikts zu offenbaren, obwohl die DVR Korea hierzu klare Erklärungen gab. Es ist durchaus möglich, dass Park mit ihrem Aberglauben nicht die Fakten erkennen kann, dass die DVR Korea den Gürtel enger schnallte, weshalb sie ihre nukleare Abschreckung verstärkte und welche strategische Stellung sie heute einnimmt.

Ich hebe noch einmal hervor, dass es nur der Geduld, Großherzigkeit und nuklearen Abschreckung der DVR Korea zu verdanken ist, dass die Koreanische Halbinsel nicht in den Strudel eines Atomkrieges geraten und die koreanische Nation einem nuklearen Inferno zum Opfer gefallen ist.

 

Die Frage der Vereinigung

Die DVR Korea hält an ihrer Politik zur Vereinigung durch nationale Unabhängigkeit und große nationale Einheit fest, und, dass so der Frieden durch Bildung einer Konföderation verwirklicht wird. Seit der Verkündung des Nord-Süd-Abkommens basierend auf den Drei Chartas für die Vereinigung des Vaterlandes, der Gemeinsamen Erklärung vom 15. Juni und der Erklärung vom 4. Oktober haben sich die Prinzipien und Vorschläge der DVR Korea nie verändert. Die Prinzipien und Vorschläge blieben unabhängig von einer Veränderung der Situation immerdieselben.

Im Gegensatz dazu wurde mit jedem Wechsel des südkoreanischen Regimes eine veränderte „Politik der Vereinigung“ propagiert.

Dies verschlimmerte sich noch während der Amtszeit von Park Geun Hye. Am Anfang faselte sie von „Vereinigungsdiplomatie“ mit Hilfe der sog. „Friedens- und Kooperationsinitiative“ sowie der „Politik des Vertrauens (Trustpolitik)“. Kurz danach änderte sie plötzlich ihre Politik in eine „Diplomatie des Drucks“, indem sie darauf beharrte, dass dies „nicht die Zeit für Nord-Süd-Dialog, sondern für Druck ist, um die anstehenden Fragen zu lösen“. Diese Politik basiert weder auf der Annahme irgendeines Erfolgs noch auf dem Verlangen der Nation nach Vereinigung. Dies ist lediglich eine Politik, die durch eine Wahrsagerin diktiert wird.

Kürzlich haben südkoreanische Medien enthüllt, dass die „Deklaration von Dresden“, die von Park in Deutschland lautstark proklamiert wurde, und in der sie den seltsamen Begriff „Vereinigungs-Bonanza“ zum ersten Mal benutzte, auch von der Wahrsagerin erfunden wurde.

Im späten 19. Jahrhundert hatte Königin Myongsong einer Wahrsagerin namens Jinryonggun, die eine Spionin Japans war, für ihre Regierungsgeschäfte vertraut. Aber ihr Ende war tragisch. Heute folgt Park den Fußstapfen der Königin. Doch bei späteren Generationen hatte die Königin noch Sympathien, weil sie von japanischen Invasoren ermordet wurde. Aber Park wird von ihren eigenen Landsleuten verachtet und verschmäht.

Die Kerzenlichter, die wie wild in Südkorea auf den Demonstrationen flackern, sind nicht nur ein Ausdruck der Verurteilung und des Hasses für Parks Korruption, sondern auch eine harte Strafe für ihre „Vereinigungs- und Sicherheitspolitik“, die die Koreanische Halbinsel tief in den Strudel eines Atomkrieges zieht und so die Vernichtung der Nation heraufbeschwört.

Wer sich noch mit Park abgibt, begibt sich in den Bereich des Aberglaubens, und dies bringt nur Schande und Entehrung.

Wer sich tatsächlich für Frieden und Sicherheit auf der Koreanischen Halbinsel interessiert, der sollte sich über die strategische Position und die heutige Wirklichkeit in der DVR Korea stellen. Die Politik sollte sich darauf einstellen.

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