Im Rahmen der Rubrik „Bei anderen gelesen“ stellen wir hier einen Artikel aus der Jungen Welt vom 29. Juni 2023 unter der Losung „Vereint siegen – nicht getrennt unterliegen“ vor.
Vereint gegen Washington
Kubas Verteidigungminister zu Besuch in Moskau. Zusammenarbeit im militärischen Bereich angekündigt
Von Volker Hermsdorf
Es war ein Treffen mit Symbolkraft. Und eine Botschaft an den Westen. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat sich am Dienstag in Moskau mit seinem kubanischen Amtskollegen Álvaro López Miera getroffen. Der Gast von der rund 160 Kilometer vor der US-Küste gelegenen Inselrepublik war der erste ausländische Besucher in der russischen Hauptstadt nach dem Aufstand der »Wagner«-Gruppe.
»Kuba ist und bleibt der wichtigste Verbündete Russlands in der Region. Die kubanischen Freunde haben ihre Haltung gegenüber unserem Land bekräftigt und gezeigt, dass sie die Gründe für die Einleitung der Militäroperation in der Ukraine voll und ganz verstehen«, sagte Schoigu einem Bericht der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina zufolge. Er habe López Miera versichert, dass sein Land weiterhin entschlossen sei, Kuba gegen die Folgen der seit mehr als 60 Jahren bestehenden Blockade durch die USA zu unterstützen. Nachdem der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel am Sonntag den Marsch der »Wagner«-Söldner auf Moskau in einer »Solidaritätsbotschaft an das Volk und die Regierung Russlands« verurteilt und die Unterstützung für seinen Amtskollegen Wladimir Putin unterstrichen hatte, habe Schoigu gegenüber dem für die Revolutionären Streitkräfte Kubas zuständigen Minister betont, »dass Moskau und Havanna die UN-Charta verteidigen und sich dagegen wehren, dass sie durch eine ›auf Regeln basierende Ordnung‹ ersetzt wird, die den Wunsch des kollektiven Westens widerspiegelt, seine Existenz auf Kosten versklavter Länder und besiegter Konkurrenten zu sichern«, unterstrich der Sender RT.
Diese Erklärungen werden die Kontrahenten Moskaus kaum beeindrucken. Für Aufmerksamkeit dürfte in Washington allerdings die Ankündigung der beiden Minister sorgen, »gemeinsam eine Reihe von Projekten im militärischen Bereich voranzutreiben«. Erst am Mittwoch vergangener Woche hatten republikanische Abgeordnete im Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses gefordert, angebliche chinesische Militäreinrichtungen in Kuba von US-Truppen zerstören zu lassen. Washington könne nicht dulden, dass die Insel »in einen stationären Flugzeugträger direkt vor der Küste Floridas verwandelt« werde. »Wir werden unser Heimatland und unsere Interessen schützen«, warnte US-Außenminister Antony Blinken. Ungeachtet derartiger Drohungen erklärte Schoigu im Gespräch mit López Miera: »Die Zusammensetzung Ihrer großen Delegation zeugt von der Bereitschaft der kubanischen Seite, ein breites Spektrum von Fragen im militärisch-technischen Bereich zu diskutieren.« Er schlug vor, alle bestehenden und zukünftigen Kooperationsprojekte zum Ausbau der militärischen Beziehungen eingehend zu erörtern.
Kuba und Russland unterhalten seit Jahren eine enge politische und wirtschaftliche Allianz. Beide Regierungen bezeichnen ihre Partnerschaft als »strategisch«. Nach dem im März verabschiedeten neuen außenpolitischen Konzept Russlands will das Land die Beziehungen zu Lateinamerika und der Karibik vertiefen, auch die militärische Zusammenarbeit, um diesen Ländern dabei zu helfen, dem »Druck der USA« zu begegnen. Wie TASS meldete, hat López Miera im Gespräch mit Schoigu erklärt, er sei überzeugt, dass auch der derzeitige militärische Konflikt in der Ukraine auf die aggressive Politik der Vereinigten Staaten zurückzuführen sei. »Die Absicht der USA, die Erweiterung der NATO bis an die Grenzen Russlands fortzusetzen, hat zu Konsequenzen geführt, die Russland zu einer besonderen Militäroperation gezwungen haben. (…) Die USA und einige ihrer Verbündeten sind wiederholt in souveräne Länder eingedrungen, um ihre Interessen zu verfolgen. Kuba ist gegen diese Politik der Heuchelei und Doppelmoral. (…) Die Geschichte wird von den USA Rechenschaft über die Folgen ihrer aggressiven Militärdoktrin außerhalb der NATO-Grenzen verlangen, die den Frieden, die Sicherheit und die internationale Stabilität bedroht«, sagte Lopez Miera laut TASS.
Glückwunschadresse vom Genossen KIM JONG UN an Raúl Castro Ruz
KIM JONG UN, Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas, richtete an seinen kubanischen Genossen Raúl Castro Ruz eine Glückwunschadresse mit folgendem Wortlaut.
Havanna
Sehr geehrter Genosse Raúl Castro Ruz,
zu Ihrem Geburtstag sende ich Ihnen herzlichen Glückwunsch und warmen kameradschaftlichen Gruß.
Sie haben gemeinsam mit dem ewigen Führer der kubanischen Revolution, Fidel Castro Ruz, schon in der frühen Zeit mit der Waffe in der Hand blutigen Kampf geführt, sich dadurch um die Freiheit und Befreiung des kubanischen Volkes außerordentliche Verdienste erworben, in den vergangenen Jahrzehnten alle Bewährungsproben und Schwierigkeiten der Geschichte überwunden und den Kampf der Kommunistischen Partei Kubas und des kubanischen Volkes siegreich geführt, um die Souveränität und Würde des Landes sowie die Errungenschaften der Revolution zu verteidigen und zu glorifizieren.
Ich freue mich sehr darüber, dass die heilige kubanische Revolution, die die Genossen Fidel und Raúl Castro Ruz erschlossen und durch das ganze Leben geleitet haben, auch heute unbeirrt fortgesetzt und energisch vorangetrieben wird.
Unsere Partei und unser Volk vergessen nie, dass Sie, Genosse Raúl Castro Ruz, einen großen Beitrag dazu geleistet haben, im Kampf gegen Imperialismus, für Souveränität und Sozialismus die wahre kameradschaftliche Einheit und die Beziehungen der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Parteien und Ländern zu verstärken und weiterzuentwickeln, und schätzen es hoch.
Ich wünsche Ihnen, Gründervater der kubanischen Revolution und vertrauter Freund und revolutionärer Kampfgenosse des koreanischen Volkes, herzlich Gesundheit und Glück.
KIM JONG UN
Pyongyang, 3. Juni Juche 110 (2021)
Blumenkorb vom Genossen KIM JONG UN für Raúl Castro Ruz
KIM JONG UN schickte an Raúl Castro Ruz zu seinem Geburtstag einen Blumenkorb.
Der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Demokratischen Volksrepublik Korea in der Republik Kuba übergab am 3. Juni einem Mitarbeiter der Abteilung für Internationale Angelegenheiten des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas den Blumenkorb im Namen des Genossen KIM JONG UN.
Der hochverehrte Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas, Genosse KIM JONG UN, richtete an den 1. Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsidenten der Republik Kuba, Genossen Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez, eine Glückwunschadresse und sandte ihm einen Blumenkorb.
Der hochverehrte Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas, Genosse KIM JONG UN, richtete an den 1. Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsidenten der Republik Kuba Genossen Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez ein Glückwunschtelegramm und eine mündliche Gratulation aus Anlass seiner Wahl zum 1. Sekretär des ZK der KP Kubas auf dem erfolgreich beendeten 8. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas.
Das Zentralkomitee der Partei der Arbeit Koreas (PdAK) richtete am 16. April an den 8. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas eine Glückwunschadresse.
Das ZK der PdAK sandte allen Mitgliedern der KP Kubas die warmen kameradschaftlichen Grüße und bemerkte, dass die kubanische Revolution, die vom ewigen Führer der kubanischen Revolution, Genossen Fidel Castro Ruz, und vom verehrten Genossen Raul Castro Ruz gebahnt und siegreich geleitet wurde, heute trotz der auftürmenden Herausforderungen und Bewährungsproben in die neue historische Phase des Aufbaus des gedeihenden sozialistischen Staates eingetreten sei.
Man glaube fest daran, dass der 8. Parteitag der KP Kubas, der in einer wichtigen und entscheidenden Zeit stattfinde, ein bedeutsamer Anlass für die Schaffung des wichtigen Meilensteins im heiligen Kampf der KP Kubas für die standhafte Verteidigung der Errungenschaften der Revolution, die feste Sicherung der Fortsetzung und Unwandelbarkeit des sozialistischen Werkes, das Gedeihen und die Entwicklung des Landes und die Wohlfahrt des Volkes werde.
Die Beziehungen zwischen den beiden Parteien und Ländern, Korea und Kuba, seien im gemeinsamen Kampf gegen Imperialismus und für den siegreichen Fortschritt der sozialistischen Sache hergestellt und in den Bewährungsproben der komplizierten internationalen Lage überprüft worden und entwickeln sich heute gemäß der Forderung des neuen Zeitalters weiter.
Man sei fest davon überzeugt, dass sich die traditionellen Beziehungen der Freundschaft, Geschlossenheit und Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien und den Völkern beider Länder weiter vertiefen und entwickeln werden.
Zum Schluss wünschte man von ganzem Herzen, dass der 8. Parteitag der KP Kubas die auf die Tagesordnung gesetzten Punkte erfolgreich besprechen und beschließen und ein festes Fundament für den siegreichen Fortschritt der kubanischen Revolution schaffen wird.
Der hochverehrte Genosse KIM JONG UN, Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas und Vorsitzender für Staatsangelegenheiten der Demokratischen Volksrepublik Korea, sandte bedeutsame zukunftsweisende mündliche Botschaften und Grußadressen an die Partei- und Staatschefs von der VR China, Laos, Kuba und Vietnam. Sie können diese hier im Wortlaut nachlesen.
Heute beginnt der historische 8. Parteitag der KP Kubas unter den erwartungsvollen Augen des kubanischen Volkes und der fortschrittlichen Völker der Welt. Hierzu berichtet das kubanische Zentralorgan der KP Kubas Granma:
Wir wünschen allen Genossinnen und Genossen einen erfolgreichen 8. Parteitag mit richtungsweisenden Entscheidungen zur zukünftigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklung.
Am 7. März brachte die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina auf ihrer Internet-Homepage einen Sonderbeitrag mit dem Titel „Fidel und KIM IL SUNG, 35. Jahrestag des Treffens der großen Männer“.
Es erschienen die Fotos über das Treffen des
Präsidenten KIM IL SUNG mit Fidel Castro Ruz, dem höchsten Repräsentanten der kubanischen Revolution, Raúl Castro Ruz und dem Internationalisten Ernesto Che Guevara während ihres Besuchs in der Demokratischen Volksrepublik Korea, einen Film über das Treffen des Genossen KIM JONG IL mit Fidel Castro Ruz und ein Foto darüber, dass der Staatschef KIM JONG UN mit dem kubanischen Präsidenten Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez die Ehrenformation der Koreanischen Volksarmee abschreitet.
Sie meldete, dass sich dank des Willens und der Verdienste der früheren Führer beider Länder die bilateralen Freundschafts-beziehungen weiter vertiefen und entwickeln.